Tagesarchiv für den 28. Juni 2012

Matz ab live zum EM-Aus gegen Italien

28. Juni 2012

Petric soll zum FC Fulham wechseln

28. Juni 2012

Also doch! Der Sport-Informations-Dienst meldet heute:

„Stürmer Mladen Petric vom Fußball-Bundesligisten Hamburger SV steht nach englischen Medienberichten vor einem Wechsel zum FC Fulham nach London. Der Vertrag des 31-Jährigen bei den Hanseaten läuft am Samstag aus und wird nicht verlängert. Coach beim Premier-League-Klub ist der Niederländer Martin Jol, unter dem Petric in der Saison 2008/2009 bei den Norddeutschen trainierte.“

Ich habe es vor Wochen schon geahnt – und hier geschrieben, zumindest den vagen Verdacht geäußert. Damals war der Bruder von Martin Jol, „Cock“ Jol, beim HSV-Training im Volkspark. Und er begrüßte Mladen Petric zwar sehr nett, aber eben auch ein wenig zu cool – wie ich fand (ich stand zufällig daneben). Deswegen schrieb ich, dass ich mir einen Wechsel des hSV-Torjägers zum FC Fulham durchaus vorstellen könne. Fast schon ein Treffer! Und es wird wohl auch einer. Da kann man Petric nur beglückwünschen. Bin aber trotz allem sehr gespannt darauf, wie er sich dem schnellen Spiel in England anpassen wird. Aber das wird man sehen – England ist ja nicht aus der Welt.

(um 17.31 Uhr ergänzt: Petric wird zum FC Fulham wechseln, das soll am Abend noch perfekt gemacht werden.)

Bei der Gelegenheit: „Cock“ Jol hatte mir damals verraten, dass sein Bruder gerne Marcell Jansen bei sich sehen würde. Also auch beim FC Fulham. Das aber würde daran scheitern, dass der HSV erstens Jansen nicht gehen lassen will, und zweitens eventuell auch nur den Preis in die Höhe treiben möchte. Nun steht Jansen ja inzwischen vor der Vertragsverlängerung, es soll ja auch alles perfekt sein – nur die Unterschriften fehlen noch. Weil einige maßgebliche Herren noch im Urlaub weilen. Aber mal abwarten, wie lange sich das noch hinzieht.

So, noch ist ja EM. Und ich warte immer noch auf den „Maulwurf“. Vor dem Viertelfinale gegen Griechenland war jetzt um diese Zeit schon lange die Aufstellung „draußen“. Und jetzt immer noch nicht. Das „Tierchen“ lässt jetzt schon nach. Nun gut, es ist ja auch noch ein wenig Zeit bis zum Anpfiff.

Vorher gibt es aber noch einen dapd-Bericht über einen wohl ziemlich schwer enttäuschten Dr. Theo Zwanziger. Der Mann, wer weiß es noch, stand einst an der Spitze des Deutschen Fußball-Bundes. Motto: „Ich werde immer ein Kämpfer für den Amateurfußball bleiben.“ Das haben alle Amateur-Klubs auch gemerkt. Und nun meldet sich Zwanziger wieder einmal zu Wort:

Theo Zwanziger hat kurz vor dem Ende der Fußball-Europameisterschaft öffentlich nochmals die Menschenrechtsverletzungen in der Ukraine angeprangert und auch versteckte Kritik an der Spitze des deutschen Fußball-Bundes (DFB) geübt. „Ich bin nicht mehr Delegationsleiter der deutschen Mannschaft und habe deswegen keine Verpflichtung, Spiele in der Ukraine zu besuchen. Sport und Politik sind kein Gegeneinander, sondern sie müssen sich wechselseitig unterstützen“, sagte der ehemalige DFB-Präsident in einem Interview des Fachmagazins „Kicker“.

Zwanziger wird auf einen Besuch des Finales am Sonntag verzichten – auch bei einer Beteiligung Deutschlands, das am Donnerstag in Warschau gegen Italien im Halbfinale spielte. Am Freitag reist der 67-Jährige zur Exekutiv-Sitzung der UEFA nach Kiew und am Samstag zurück nach Deutschland.

Der Jurist, Mitglied im Exekutivkomitee der Europäischen Fußball-Union (UEFA), stieß damit im Sport die heftige Kritik an der Staatsführung mit Präsident Wiktor Janukowitsch öffentlich erneut an. Vor dem Turnierstart hatten bereits Bundestrainer Joachim Löw und Mannschaftskapitän Philipp Lahm öffentlich den Umgang mit der ehemaligen Ministerpräsidentin Julia Timoschenko kritisiert, die in Charkiw eine siebenjährige Gefängnisstrafe verbüßen muss.

Zwanziger hielt seinem Nachfolger Niersbach, der seit dem 2. März an der DFB-Spitze steht, versteckt inkonsequentes Handeln vor. „Wolfgang Niersbach hat im Mai vollkommen zurecht gesagt, dass die Euro auch die Chance bietet, Missstände in der Ukraine anzuprangern. Dann muss man es aber auch tun, wenn man dort ist“, sagte der Jurist zur Diskussion, ob man die EM überhaupt in einem solchen politischen System überhaupt austragen hätte dürfen. „Aber was ist passiert? Die Euro ist ein großes Spektakel. Der ukrainische Staatspräsident wird überall hofiert auf der Ehrentribüne. Ich frage mich: Was denken in einer solchen Situation die Minderheiten, die Betroffenen des Regimes, die außerhalb des Fußballs stehen?“, sagte Zwanziger.

Zwanziger rief dazu auf, im Fußball mehr Flagge zu zeigen und nicht nur in sportbezogenen Kategorien zu denken. „Wir Fußballer können … die aktuellen Verhältnisse in der Ukraine nicht umkrempeln, aber wir sollten schon ein bisschen Mut haben und darauf hinweisen“, sagte er.

Reden ist Silber, Schweigen ist Gold. Zwanziger hätte besser geschwiegen. Aber gut, es ist nun einmal passiert.
Und dann gibt es noch, weil es ja irgendwie auch unsere „Schublade“ betrifft, diesen Bericht von dapd über ein besonders EM-Gezwitscher:

Was Spieler und Prominente über die Fußball-EM auf Twitter und Facebook schreiben
Ein Großteil der Spieler bei der Fußball-EM ist bei sozialen Netzwerken und beim Kurznachrichtendienst Twitter aktiv. Die Trainer gehen unterschiedlich tolerant mit dem Thema um. dapd verfolgt die Tweets der Spieler und ihre Facebook-Accounts und fasst die Ergebnisse täglich zusammen.

GUTE STIMMUNG: „Die Vorfreude auf das Halbfinale gegen Italien ist riesig. Wir sind gut drauf und die Stimmung in der Truppe ist ausgezeichnet. Das ganze Team ist heiß auf das Spiel.“ Via Facebook lässt der Kapitän der deutschen Nationalmannschaft, Philipp Lahm, die Fans teilhaben an der Atmosphäre im Team. Nach vier Siegen aus vier Spielen nur allzu verständlich.
( http://url.dapd.de/opT3BG )

PUBLIC VIEWING: Jürgen Klinsmann entpuppt sich als Fan des Public Viewing. „Ich habe das Spiel auf der Fanmeile in Warschau geguckt. Gratulation an Spanien zum Erreichen des Finales“, twitterte der aktuelle Nationaltrainer der USA. Das Beweisfoto lieferte er direkt mit.
( http://url.dapd.de/qWZjEV )

ERINNERUNG: Vor dem Halbfinale erinnert Oliver Pocher an das schmerzhafte Halbfinal-Aus bei der Weltmeisterschaft 2006 im eigene Land. Als den „schlimmsten Tag 2006!!!!“ bezeichnete er den Moment der Niederlage. Auch einige aktuelle Nationalspieler waren damals schon dabei und werden vor dem Halbfinale gewarnt sein.
( http://url.dapd.de/WjMZ2J )

ÜBERRASCHUNG: Michael Owen räumt Italien vor dem Halbfinale gegen Deutschland gute Chancen ein. „Ich denke Italien kann morgen für eine Überraschung sorgen“, twitterte er am Abend vor dem Halbfinale. Es bleibt zu hoffen, dass seine Vorhersage nicht eintritt.
( http://url.dapd.de/PCjWlM )

VAMOS: Die Freude der Spanier nach dem Halbfinalsieg gegen Portugal ist verständlicherweise groß. Noch aus der Kabine kamen die ersten Grüße an die Fangemeinde. „Was für eine Freude!! Wir sind im Finale! Dieses Team ist großartig. Danke!“ schrieb Andres Iniesta via Twitter und fügte gleich ein Bild mit lachenden Spaniern hinzu.
( http://url.dapd.de/hI2Wh9 )

URLAUB: Nach dem enttäuschenden Ausscheiden der Engländer weilt Wayne Rooney mit seiner Freundin inzwischen schon im Urlaub. „Ich und Coleen sind beim Abendessen in Los Angeles. Zeit zum Entspannen.“
( http://url.dapd.de/3ysNFi )

ANFEUERUNG: Englands ausgemusterter Superstar Rio Ferdinand hat im Halbfinale am Mittwoch für seine Freunde aus Portugal gefiebert. Via Twitter nannte er seinen Mitspieler „Super-Nani“ und feuerte zudem Cristiano Ronaldo an, der mit Ferdinand bei Manchester United kickte.

Dann gab es noch eine besondere Mail mit einem Tipp an den HSV-Sportchef:

Lieber Dieter,
ich habe mich ewig nicht mehr im Blog gemeldet, weil ich auch die Kommentare teils sehr unqualifiziert finde. Den Blog lese ich aber täglich!

Hier nur ein Tipp für Frank Arnesen, falls er bei seinen Gesprächen mit Alkmaar nicht nur Rasmus Elm bespricht bzw. der zu teuer wird. Ich gehe davon aus, dass die Journalisten ihm etwas sagen dürfen. Ob er etwas daraus machen möchte, steht auf einem anderen Blatt.
Adam Maher soll laut Aussage meiner Kollegen in Groningen (ein Kollege war selbst Fußballer, hat auch mit Elia zusammengespielt früher) sehr gut sein, jung und talentiert. Hat gute Saison gespielt.

Ich kann nicht beurteilen ob er schon die Übersicht und Struktur bringen kann wie es hoffentlich Elm bringt. Einfach erwähnen und dann sehen wir weiter. Dank im voraus und

Nur der HSV :-)
Andreas
(bin Jg. 64, kein Fußballer, dafür hat mein Papa als Schüler bei Walddörfer auch gegen Uwe gespielt).

So, immer noch nichts vom Maulwurf, ich muss nun aber – gemeinsam mit „uns Scholle“ – los. Auf ins „Champs“ nach Schnelsen, dort sind heute „Lotto King Karl“ und HSV-Vorstandsmitglied Joachim Hilke zu Gast bei „Matz ab live“. Wir werden kurz nach dem letzten Ballwechsel in Warschau auf Sendung gehen – und ich hoffe schwer auf euch, dass auch ihr dann wieder mit von der Partie seid. Bis nachher also.
PS: Schnell noch ein Dankeschön an alle User, die sich “Matz ab live” ansehen – und ein ganz spezieller Gruß geht diesmal nach Köln: Lieber Sebastian, vielen Dank für Dein Lob, noch mehr Dank aber für Deinen “glänzenden” Tipp. Ich werde schon heute meine Lehre daraus ziehen, “uns Scholle” will sich das noch nicht antun, aber vielleicht kann ich ihn ja noch überreden. Wenn nicht – Du wirst uns den Unterschied berichten. Und ihm.

17.03 Uhr