Tagesarchiv für den 13. April 2012

Gemeinsam sind wir stark!

13. April 2012

Das kann ja noch heiter werden! Dem HSV droht der Ausfall von Mladen Petric. Der Kroate hat sich einen grippalen Infekt eingefangen, schon am Mittwoch, beim Spiel in Sinsheim, steckte ihm dieser in den Knochen – heute konnte Petric nicht trainieren. Es darf gezittert werden. Und sicher werden sich jene Fans freuen, die auf Petric schon länger verzichtet hätten, aber es dürfen und werden auch jene traurig sein, die nun ein Stück weit die Qualität aus der HSV-Offensive vermissen werden. Letzterer Sorte von HSV-Anhängern gehöre ich an. Auch deshalb, weil ich keine adäquaten Ersatz für Petric sehe. Und weil Trainer Thorsten Fink einen eventuellen Ausfall von Petric wohl mit der Aufstellung von Heung Min Son kompensieren wird. Ich wäre für eine etwas andere, wahrscheinlich zu überraschende Alternative: Gökhan Töre. Der Junge wagt etwas, er kann dribbeln, er kann sprinten, er kann nicht nur die eigene Mannschaft in Angst und Schrecken versetzen, wenn er die Alleingänge und Dribblings nicht übertreibt, er kann auch den Gegner in Schutt und Asche spielen. Alles das natürlich nur, wenn Töre bei Laune ist – ganz klar.

Ich habe ja heute für das Hamburger Abendblatt mit dem früheren „Großspielkämpfer“ Horst Heese über den HSV gesprochen. Stichwort Abstiegskampf. Heese, der schon seit Jahrzehnten in Belgien wohnt und lebt, sagte mir über Töre wörtlich: „Sie sollen den bekloppten Türken doch mal von der Leine lassen, lasst ihn rumrennen wie er will, bindet ihn in keine Aufgaben, bindet ihn nicht irgendwie fest – und er wird, so schätze ich den ein, sein Ding machen. Ich bin ein Fan von Töre, der hat so viele geniale Dinger drauf, er könnte den Kollegen durchaus das eine oder andere Ding auflegen.“ Aber so, wie es Horst Heese beschreibt, so bliebe für Töre nur die Position der Spitze in diesem HSV-Team. Weil es da am wenigstens auffällt, wenn er nicht mit nach hinten arbeitet. Und er arbeitet nach hinten eben so gut wie nie mit, jedenfalls nie hundertprozentig. Deswegen steht er bei Thorsten Fink ja nicht unbedingt in der ersten Reihe, wenn es darum geht, die Startformation zu finden.

Ja, im Fußball gleicht sie eben doch fast alles immer aus. Beim HSV ist Petric fraglich, es fehlt ohnehin Paolo Guerrero, und bei Hannover 96 fallen auch die beiden besten Stürmer aus: Diouf und Abdellaoue sind verletzt. Das stimmt mich ein wenig optimistischer, obwohl bei Hannover inzwischen auch die zweite und dritte Garnitur so gut ist, dass sie gegen den Hamburger HSV bestens bestehen können. Das ist die Realität 2012. Und pessimistischer stimmt mich bezüglich dieser Partie, dass erstens die Bilanz ganz erschütternd ist (in den letzten 18 Spielen zwei Hamburger Siege!). Und weil ein weiterer Schiedsrichter, der ganz sicher kein „Freund“ von mir ist, diese Partie pfeifen wird: Günter Perl. Nach Markus Winkenbach also noch Spitzenmann . . . Aber so ist es eben, wenn man unten steht. Leute wie Kircher, Meyer, Stark, Kinhöfer und Co – die pfeifen oben. Die pfeifen die Bundesliga-Elite, und zu der gehört der HSV schon lange, lange nicht mehr!

Obwohl immer wieder der Versuch unternommen wurde – und wird, die ganz prekäre Lage zu verharmlosen. Von wegen Qualität in der Truppe. Das ist inzwischen, wo nur noch vier Spiele auf dem Programm 2011/12 stehen, wohl eindrucksvoll widerlegt worden. Qualität ist nicht vorhanden. Und mich ärgert es unglaublich, wie sehr alles verharmlost wird. Auf der einen Seite heißt es von offizielle Seite immer wieder, dass man im Abstiegskampf keine fußballerischen Leckerbissen erwarten darf. Das stimmt ja auch. Auf der anderen Seite aber geben sich alle, Trainer, Sportchef und alle die Verantwortung tragen, mit dem, was in den Spielen gegen Kaiserslautern und Leverkusen, vollauf zufrieden. Sie alle loben unisono: „In diesen beiden Spielen stimmte die Einstellung, der Einsatz, die Kampfbereitschaft, die Laufbereitschaft.“ Aber war das tatsächlich so? Ich meine nein!

Ich habe das nach dem Leverkusen-Spiel auch geschrieben. Ist ja nachzulesen: Der HSV kämpft nicht Abstiegskampf, er spielt Abstiegskampf. Und alle, wirklich alle Experten, die beim HSV nicht in der Verantwortung stehen, sehen das ebenso! Genau so ist es – sagen sie. Und da kann man nehmen wen man will, sie alle erklären, dass da immer noch eine Schippe an Kampfeslust und –Bereitschaft fehlt. Um noch einmal auf Horst Heese, der sich in Belgien bei Sky die HSV-Spiele ansieht, zurück zu kommen. Er sagte mir: „Es wird nicht viel gelaufen beim HSV, aber es wird auch nicht wenig gelaufen. Trotz allem habe ich immer den Eindruck, dass jeder in dieser Mannschaft nur für sich allein läuft, da denkt kaum einer an den Nebenmann, irgendwie passt das alles nicht so richtig zusammen.“ Und das sagt nicht nur Horst Heese, das sagen auch andere HSV-Größen. Viel allerdings auch nur mit vorgehaltener Hand: „Schreibe auf keinen Fall meinen Namen, sonst ist hier die Hölle los . . .“
Und ich kann mich im Volkspark nicht mehr sehenlassen. So müsste dieser Satz (hinter der vorgehaltenen Hand) eigentlich weitergehen.

Aber egal. Es ist so, wie es ist. Und es ist dramatisch. Es wird auch dramatisch bleiben. Obwohl ein Heimsieg gegen die Niedersachsen schon eine unglaublich befreiende Wirkung haben könnte. Aber dazu muss die Mannschaft erst einmal richtig erkannt haben, um was es in dieser Situation geht – und was zu tun ist.

Der Sportchef hat heute gesagt, dass die Mannschaft es weiß. Weil seit der Hoffenheim-Pleite viele Gespräche geführt wurden. Frank Arnesen sagt: „Natürlich waren wir am Mittwoch alle sehr enttäuscht, das war ganz hart – aber wir haben in den Spiel zuvor ja gezeigt, dass wir Abstiegskampf können. Da standen wir ja gut in der Defensive, da waren wir kämpferisch ganz stark, da haben wir diszipliniert gespielt.“ Um daran wieder anknüpfen zu können, wurde von den Offiziellen „ganz ruhig konstruktive Kritik“ (so Arnesen) geäußert. Der Däne sagt: „Es bringt jetzt nichts, wenn wir sagen, dass alles Mist ist. Das motiviert keinen Spieler. Wir müssen jeden daran erinnern, dass sie es alle mal gekonnt haben, und das müssen sie nun wieder abrufen.“

Es muss nun alles gemeinsam versucht werden, um den Super-Gau abzuwenden. Der „Dino“ muss gerettet werden, und Frank Arnesen sagt: „Es sind dabei alle gefragt, die Spieler, die Trainer, der Vorstand und die Fans. Wobei ich die Fans sehr, sehr positiv sehe, sie leisten eine unglaubliche Unterstützung für uns. Wir wollen doch alle, dass der HSV die Bundesliga erhält, und dafür brauchen wir alle – wir müssen zusammenhalten. Die Spieler müssen etwas geben, damit die Fans es sehen, dass sie alles versuchen. Es ist fünf Minuten vor Zwölf, wir haben noch vier Endspiele – wir müssen alle alles geben.“

Gemeinsam sind wir stark!

Ich selbst habe auch schon oft genug die Fans gelobt. Besonders und ganz speziell die Mädchen und Jungs im Norden und Nord-Westen. Was dort für Stimmung gemacht wird, das ist sensationell. Dennoch muss ich noch einmal an das Spiel in Wolfsburg erinnern. Da foulte der VfL viel mehr als der HSV, das Verhältnis war in etwas 28:18. Aber die VfL-Fans pfiffen bei jedem Pfiff des Schiedsrichters gegen Wolfsburg. Dann kochte die Volksseele. Und in Hamburg? Da kann es einen Elfmeter nach dem anderen geben im Volkspark, bevor aber gepfiffen wird, wird eher noch geklatscht. Heimvorteil? Denkste! Da sitzt dann doch eher ein Opern-Publikum auf den teureren Plätzen . . .

Ach, zum Schluss muss ich doch noch einmal auf Frank Arnesen zurückkommen. Er wurde von einem netten Fernsehmann gefragt, ob er auch Fehler gemacht hätte? Der Däne: „Man macht doch jeden Tag Fehler. Und man analysiert täglich seine eigene Arbeit. Aber im Moment ist es nicht der richtige Zeitpunkt, um eine gesamte Analyse zu machen, denn wir haben noch vier Spiele. Da sind andere Sachen dringender gefragt.“

Auf die Nachfrage, ob er (Arnesen) am HSV zweifelt, sagte der Sportchef: „Nein, ich zweifle nicht am HSV. Aber ich probiere auch immer zu gucken, was wir gut und was wir schlecht getan haben. Und ich habe viele sehr gute Spiele des HSV gesehen, aber leider habe ich auch viele schlechte Spiele des HSV gesehen. Wir haben Punkte geholt, wo wir nicht gut waren, wir haben Spiele verloren, wo wir gut waren. Und darum – HSV ist für mich gut. Kein Problem.“

Frank Arnesen wurde auch noch zur aktuellen Lage in Köln befragt – zur Trainerentlassung von Stale Solbakken. Der Däne bedauerte die Trennung sehr, sagte aber bezogen auf den HSV: „Für uns geht es weiter, Thorsten ist da, wir haben sehr gut zusammengearbeitet, da bleiben wir auch bis zum Ende der Saison zusammen.“

Nur bis zum Ende der Saison? Ich denke, dass Frank Arnesen damit gemeint hat, dass es bis zum Ende der Saison auf keinen Fall eine Entlassung des HSV-Trainers geben wird. Und dass dann zur neuen Saison gemeinsam, Arnesen und Fink, die Ärmel aufgekrempelt werden, um eine bessere, eine viel bessere Saison zu spielen. In 2012/13. Der Grundstein dazu, der kann an diesem Sonnabend gelegt werden. Im Heimspiel gegen Hannover 96 (15.30 Uhr) – mit einem Heimsieg, mit dem dritten Heimsieg dieser Spielzeit.

So wird der HSV spielen:
Drobny; Bruma, Mancienne, Westermann, Aogo; Rincon, Jarolim; Ilicevic, Jansen; Son – Berg.

Ganz zum Schluss noch eine Mail, die ich heute von einem besorgten HSV-Fan bekommen habe. Ihr seid nicht allein.

Moin Dieter,

zuerst muss ich mal sagen dass ich deinen Blog sehr schätze, und wenn ich mal ein, zwei Tage vor einem Spiel Details (Verletzungen, Aufstellung, usw.) haben möchte, ist dein Blog eigentlich immer der beste Ort dies zu erfahren. Jetzt wollte ich dir mal meine Theorie (die besonders letztes Spiel bestätigt) schildern, wie und warum der HSV hin und wieder einen ‘auf die Mütze’ kriegt:

Dazu sind erst einmal Spielinformationen nötig:

Ecken 3:8
Torschüsse 11:11
Ballbesitz 39,7 : 60,3%
Zweikämpfe 53,4 : 46,6%
Tracking 124,7 : 113,9 km
Ergebnis: 4:0

Wie man anhand dieser Infos sieht, war der HSV häufiger im Ballbesitz, und hat auch mehr Ecken gehabt. Wenn man das Ergebnis nicht wissen würde, könnte man von einem ganz passablen Spiel ausgehen. Jetzt sagen viele, Abstiegskampf, wir müssen den Gegner in den Boden laufen, nur so besteht man. Aber wenn man 60% Ballbesitz hat, dann muss der Gegner ja dem Ball hinterherlaufen, weil man den Ball laufen lässt. Daher ist es in meinen Augen gar nicht das Problem das wir in diesem Spiel 11 Kilometer weniger gelaufen sind, denn Spanien oder Barcelona läuft auch weniger, (ist ja ganz normal mit mehr Ballbesitz). Klar ist der HSV im Moment nicht im Stande einen Gegner an die Wand zu spielen, wie Barcelona, aber Ballbesitz kann man immer ausnutzen, und deswegen hier kommt ganz einfach das Problem! Das Problem liegt in unserer Spielformation, unserem Spielsystem. Der HSV spielt ja seit längeren ein 4-2-2-2, bzw. manchmal mit einer echten Spitze (das ist jetzt aber nicht wichtig). Wichtig ist, das man mit zwei dynamischen offensiven Flügeln spielt. So ein System ist aber nur effektiv, wenn man mit Tempo (idealerweise Überzahlsituation im Tempogegenzug) den Gegner schnell ausspielt. Das passiert viel zu selten, stattdessen kommt man nach vorne, und lässt die Außenverteidiger auch noch nach vorne ziehen, um neue Anspielstationen versuchen zu erschaffen. Und wenn man sich unsere Gegentore anschaut, sind es entweder solche Situationen oder eben Standardsituationen, die zu Gegentoren führt.

Es ist ja schön und gut zu sagen, wir müssen mehr kämpfen, aber in meinen Augen will kein Fußballprofi Spiele verlieren. Profifußball ist ein Leistungssport, und jeder Fußballprofi will gewinnen, sonst wäre er nie Profi geworden. D. h. sollte man ganz einfach mal die anderen Aspekte des Spiels verbessern. Wie kann ich Ballbesitz benutzen, wie kann ich weniger Risiko bei Offensivaktionen kreieren? Das hört sich jetzt vielleicht naiv an, aber ganz einfach, man brauch ein kreatives Element, einen zentral/zentraloffensiven Spieler, der die Bälle annehmen kann, und diese dann wieder verteilt. Und ja, sogar der HSV hat diese Spieler! Töre, Skjelbred, Kacar (wenn man sich die Hertha Zeiten anschaut), sogar Arslan, alle können in meinen Augen offensiver und kreativ spielen. Da gibt es viele taktische Möglichkeiten wie man dies ermöglichen kann. Man könnte mit einem echten Staubsauger (absolut Rincon), und davor zwei weiteren eher zentraldefensiven Spielern (Jarolim halbrechts, Jansen halblinks), die sich je nach Bedarf nach vorne einschalten, spielen. Wie gesagt, für mich sind die Zahlen nur ein Indiz von vielen das wir tatsächlich im System ein Fehler haben. Schlechte Spielerleistungen können ein Spiel entscheiden, aber nicht eine ganze Saison. Gladbach hat diese Saison nicht unheimlich viel bessere Einzelspieler, das System funktioniert einfach! Und da muss ich dem Herrn Fink ein Kompliment machen, der hat kein Problem mal Spieler rein und raus zu nehmen, jedoch ich würde jetzt mal überlegen das grundlegend das System zu ändern!

Meinetwegen können wir ein 6-4-0 spielen, damit nur noch Unentschieden spielen, das würde wohl auch reichen zum nicht Abstieg! Aber bitte keine blöden Kontergegentore mehr, wir sind nicht Barcelona!

In dem Sinne, NUR DER HSV (egal welche Liga, egal wie viele Gegentore)!! Auch wenn jeder weiß, dass wir wirklich unabsteigbar sind!!

LG, KO

20.23 Uhr

Die Sorgen und Nöte der HSV-Fans

13. April 2012

Kommt eben ein Kollege in der Redaktion des Wegs und sagt: „Ist ja jetzt jammerschade, dass es den Rothenbaum nicht mehr gibt. Da 25 000 Zuschauer rein – und gut ist. Da werden dann selbst Spiele gegen Ingolstadt zu einem echten Highlight . . .“

Meine Antwort: „Wollen die nicht das Tennis-Stadion, das damals extra für Bobbele und Steffi gebaut wurde, jetzt abreißen? Dann kann doch der HSV einen Antrag stellen, dort den Fußball-Tempel Rotherbaum wieder auferstehen zu lassen. Volkspark so lange dicht machen, bis wieder Erste Liga angesagt ist, und so lange am Rothenbaum kicken – das hätte doch was. Oder?“

Ja, wer den Spott hat, der muss . . .

Ihr werdet damit ja sicherlich auch Tag und Nacht konfrontiert werden, aber noch scheinen mir die (wir) HSV-Fans ja leidensfähig.

Zu diesem Thema habe ich jetzt einige Posts hier hineingestellt, die ich vom Moderatoren-Team empfohlen bekam. Da heute erst um 15.30 Uhr trainiert wird, könnte es mit meinem Beitrag etwas später werden. Deswegen schon einmal vorab etwas zu lesen. Wer es nicht will – einfach auf mich warten.

Etwas Besonderes aber zu Beginn. Da nahm ein User Stellung zu meinen „Finanziellen Ausführungen“, die ich gestern „absonderte“. Er schrieb mir privat – und nahm alles das, was ich sarkastisch-zynisch gemeint hatte, für bare Münze. Leider. Ich kläre ihn nachts auf – und fragte, ob ich seine Mai an mich veröffentlichen dürfte. Deshalb auch seine zweite Mail an mich. Und dann beginnen die Beiträge der User, die sich – wie viele, viele andere große, riesige, gigantische Sorgen um ihren HSV machen.

Aber nun zuerst die Mail zur „Finanz-Affäre“:

Hallo Dieter,
Ich habe Deinen heutigen Blog gelesen und auch ichbin total enttäuscht. Richtig niedergeschlagen. Und ich definiere mein Leben nicht über den Fußball. Schämen müssen sich die, die Geld dafür bekommen und nicht ich der sogar nach Kaiserslautern zur Unterstützung mitfährt. Genau die müssen sich über ihre Leistung definieren und die sollten vergrämte Wochen haben.
Trotzdem, und das hatte ich noch nie, geht mir die Situation zurzeit richtig nah.
Du hast in Deinem Blog geschrieben, dass der HSV laut Bilanz ja Geld hätte.
Das muss durchaus nicht so sein.
Ich restrukturiere und saniereseit 15 Jahren als Geschäftsführer mittelständische Unternehmen. Also genau das was hoffentlich gerade konsequent beim HSV passiert. Oder zumindest passieren sollte.
Alle die von mir restrukturierten Unternehmen hatten “schöne” Bilanzen. Zum einen muss man Bilanzen wirklich auch mit einer gehörigen Portion “Buchhaltungsbranchenwissen” lesen können.
Um anderen ist nicht alles Geld welches man in einer Bilanz liest, auch wirklich vorhanden oder liquide.
Zur Bilanz gehört immer zwingend auch der sogenannte Anhang und oft auch ein Lagebericht. Beides muss meistens auch mit veröffentlicht werden und ist immer in Verbindung mit der Bilanz zu lesen.
Bilanzen zeigen also ohne weitere Informationen nicht zwingend ein sich gleich erschließendes Bild über die verfügbare Liquidität.

So sind in diesem Zusammenhang oft auch Kreditlinienverträge sehr aufschlussreich. Denn diese beinhalten oft auch, gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten, Klauseln die die Handlungfähigkeit der verantwortlichen Personen deutlich einschränken oder erschweren.
Außerdem kann ich Dir aus mehrfacher Erfahrung sagen, dass viele “Tretmininen” und “Bomben” erst zum Teil noch nach zwei und drei Jahren hochkommen. Wenn nämlich durch die Restrukturierung mehr Transparenz und Qualität in die Zahlen und Prozesse kommt.
Nur dann ist die Akzeptanz, das diese Fälle ihre Ursache noch in der Vorrestrukturierungszeit hatten, nicht mehr vorhanden.

Ich hatte sogar vor ein paar Monaten über die Firma XY, im Rahmen eines Vorstellungsgespräches,angefragt, ob es dort einen Kontakt zum HSV gäbe. Das wäre wirklich ein Traum, dem HSV aktiv intern, ich brauche die Öffentlichkeit nicht, wieder auf die Beine zu helfen und ein Restrukturierungsprojekt zu leiten. 😉

Zum Schluss möchte ich Dir und Scholle für Euren unermüdlichen Einsatz im Blog danken. Ich gehöre auch deutlich zu den Befürwortern der Veränderungen im Blog.
Außerdem arbeite ich zurzeit nicht in Hamburg und Umgebung, sondern bin Wochenendpendler. Aber der Blog und HA online sind meine täglichen Begleiter. Besonders gerne sehe ich morgens nach dem Abendblatt die Videos über den HSV in der online Version.

Hallo Dieter,
gerne kannst Du das veröffentlichen!
Dieses Bepöbeln und Frust ablassen anonym im Blog ist etwas was ich nicht verstehe.
Vielleicht bin ich dafür mit 45 auch schon zu alt.
Hochachtung, dass Ihr Beide das täglich durchsteht.
Ich nehme an, dass Ihr über Euren Dmin genau wisst, wie viele Zugriffe aus wie vielen Ländern Ihr habt.

Das muss enorm sein, denn ich kenne viele, die Deinen Blog, das HA Onlinejeden Tag lesen und für die das ein Stück Heimat ist.
Ich selbst habe die letzten Jahre sehr viel weltweit im Ausland verbracht. Meine Familie wohnt südlich von Hamburg. Für mich ist das jeden Tag ein großes Stück Heimat. Das kann man vielleicht nicht nachvollziehen, wenn man immer abends Zuhause ist. Meine Tochter ist 17 Jahre alt und auch totaler HSV-Fan. Sie will im Sommer ein Jahr nach Kanada gehen. Auch für sie wird dieser Blog einStück Heimat sein.

Ich hoffe das hilft Euch beiden, Euch weiterhin ein wenig zu motivieren. Die, die im Blog schreiben, sind nicht die Mehrheit!

Eine Email:

Hallo schwarz-weiß-blaue Fangemeinde, nachdem ich gestern alle (Nach-)Gespräche zum Hoffenheim-Spiel im Arbeits-und Bekanntenkreis (soweit ist es schon!) abgeblockt habe, muss ich hier doch noch einmal etwas loswerden: Was ist bloß mit der Fitness der Spieler los…….? So schwerfällig und konfus, wie Kacar über den Platz läuft und sich mit dem Ball bewegt habe ich selten einen Bundesligaspieler gesehen. Ich dachte, wir hätten einen besonderen Motivations-und Fitness-Trainer (ich meine diese bebilderte Kampfmaschine) aus Basel bekommen…leider geben die meisten anderen HSV-Spieler auch keinen besseren körperlichen Eindruck wieder…dieses Spalier- bzw. Hintergelaufe bei den Gegentoren deutet hier auf ein offensichtliches Defizit hin und macht mir besonders Angst vor den nächsten Spielen….!
Dann dieser Verzicht auf den “wiedergenesenen” Petric und das einzige “kreative Pflänzchen”, das wir mit Töre haben…..ich verstehe die Aufstellungsstrategie von Fink einfach nicht mehr. Will er nun mauern oder doch offensiv spielen?? Ich glaube, dass wissen die Spieler selbst nicht so genau und spielen daher einfach die Rolle, in der sie sich am sichersten bzw. wohlsten fühlen. Ein heilloses Durcheinander!
Und …..was ist eigentlich mit Ilicevic los? Er zeigt ja nur noch ein Schatten seiner eigentlichen fußballerischen Qualitäten…läuft häufig in die Mitte anstatt das Spiel über die Außen zu öffnen…hat offensichtlich Angst, Verantwortung zu übernehmen….schade bei seinen Qualitäten! Warum wird nicht mal Skjelbred eine Chance gegeben….ich glaube, er ist der einzige, dem Fink bislang noch keine Möglichkeit gegeben hat, sich im Abstiegskampf zu zeigen….schlechter kann’s doch nun wirklich nicht werden!
So, ich kann nicht mehr….trotzdem schönes Wochenende

Jockel 1887

Auszug von “we are family”:

Wir haben mit Veh, MOE und ThoFi den 3. Trainer hintereinander, die einen komplett anderen Ansatz haben, als zB Favre und Klopp zu Beginn ihrer Tätigkeiten. Klopp bekam es in seinem ersten Jahr beim BVB zunächst hin, die Anzahl der Gegentore von 62 auf 37 zu reduzieren und damit die wenigsten Niederlagen aller Teams zu fangen. Favre übernahm letzte Saison am 23. SpT, dass bis dahin 2,55 Tore/Spiel fing. In 12 Spielen reduzierte sich die Quote auf 0,59!
Der HSV bekam 2010/2011 unter Veh/MOE 52 Gegentore, unter MOE/ThoFi bereits 55 in 30 Spielen (BVB und Gladbach je 22). –
Klopp: “…Defensive ist planbar ….”. …. Nimmt man die Trainingseindrücke beim HSV, scheint das “geordnete Defensivverhalten eher eine untergeordnete Rolle zu spielen.

Auszug von “Basseck”:

Seit Beginn der Rückrunde spielt der HSV HARAKIRI und das Erschreckende ist: Unter keinem Loser-Trainer habe ich bisher solche derben Heimklatschen am Stück erlebt!!! Wir hatten schon vom Spielverständnis her limitiertere HSV-Trainer und gemessen am BL-Durchschnitt technisch unbegabtere HSV-Mannschaften, aber all diese Teams hatten irgendwann verstanden, dass sie ihre riesigen Löcher in der Defensive stopfen müssen, damit sie nicht untergehen. Wahrscheinlich hat der HSV gerade deswegen immer die Klasse gehalten. Frankfurt und Lautern haben 1996 auch immer gesagt, sie hätten doch mehr Qualität und den besseren Kader. Dann mussten sie beide erstmals in die zweite Liga und haben dumm geguckt, während Magath mit einer kämpferisch starken und körperlich robusten HSV-Rumpeltruppe (Schnoor, Fischer, Hartmann, Albertz, Ivanauskas, Spörl etc.) noch in den UEFA-Cup einzog.

Auszug von “Mustang”:

Die Frage muss gestellt werden: Warum hat sich das HSV-Spiel in der Rückrunde spielerisch, taktisch und von der Punkteausbeute her so dramatisch verschlechtert? Es ist kein Stillstand, sondern eine Etappe voller Rückschritte ohne Weiterentwicklung einzelner Spieler, der Mannschaftsteile, des Zusammenspiels und ein Kollaps des Nervenkostüms und jeder hanseatischer Coolness under Fire (!)
….
Ich stimme mit SW11 und Billy darin überein, dass das HSV-Spiel nicht mehr FAs oder TFs Handschrift trägt, wie sie noch in den Spielen 10 – 17 der Hinrunde mit einer Punkteausbeute von 13 von 24 sichtbar geworden war. Der Faden ist dann sehr bald irgendwie gerissen und die Abwärtsspirale durch die Auswärtserfolge in Berlin und Köln kurzzeitig übertüncht worden.
.
Dass J jetzt überhaupt mal was sagt, sie Alexander Laux heute morgen berichtet, grenzt ja fast schon an ein Wunder. Ein VV, der sich engagiert, aber viel zu spät. Ich bin mir sicher, dass die Alternative Cardoso intern debattiert worden ist, aber FA sich wiederum nicht durchringen konnte, jedenfalls einen kleinen Schritt in Richtung Rodolfo als Co auf der Bank zu tun, um die überteuerten Ja-Sager in seinem Stab und dem von TF zur Seite zu drücken, wie es sich gehört hätte, nach dieser unerhörten Kette des kollektiven Versagens der Trainerstäbe und Betreuer – dieses unkritische Ja-Sagertum ist ein Teil der Gesamtverantwortung für den HSV-Niedergang.
…….
TFs taktische Erneuerung des 3-5-2 hatte sich bereits gegen die Borussia im ersten Spiel der Rückrunde verbraucht – die Dortmunder haben Rincon so zugestellt, dass er nicht mehr wusste, wohin mit dem Ball, jedenfalls konnte er keine Spieleröffnung mehr vortragen, es ging einfach nicht, es waren immer mehr Gelbe als unsrige um ihn herum und er hatte des Öfteren nur noch Drobny als Anspielstation. Diese taktische Ausrechenbarkeit hätte sofort nach dem Bremen-Spiel grundsätzlich geändert werden müssen, aber auch dieses Spiel wurde von unseren professionellen Schönrednern noch nicht für das erkannt, was es war: Der Beginn vom Ende, es sei denn, dass wir jetzt eine unverhoffte Serie von einigen Siegen hinlegen, drei müssten es schon sein, um die Klasse noch zu erhalten.

Guten Morgen, meine Herren,
beim HSV sind nur noch die Fans erstligareif. Vorstand, Aufsichtsrat, Sportchef und Trainer sind es nicht und sollten sich einmal ein Beispiel an den gleichen Positionen des FC St. Pauli nehmen. Der HSV darf aus wirtschaftlichen Gründen nicht absteigen, der FC muss aus wirtschaftlichen Gründen nicht aufsteigen.
Unglaublich wie sich das kaufmännische Bild beider Vereine in das Gegenteil von früher verkehrt hat. Bald Pleite beim HSV, hanseatische konservative Gewinne beim FC! Beim Sieg des FC St. Pauli über Union Berlin standen 11 deutsche Männer auf dem Platz, die bis zur letzten Minute alles für den Verein, die Fans und auch sich selbst gegeben haben. Der HSV sollte mal einige Praktikanten zu Barca oder Atletic Bilbao entsenden, um zu lernen, wie Nachwuchsförderung aus der eigenen Region aussieht… Gutes Spiel morgen!

Beste Grüße
Reinhard K.

Von „Rotkaeppchen1966″:

Es ist schon eine seltsame Mischung aus journalistischen Informationen und fanpopulistischen Kommentar, den uns der Blogvater gepaart mit seiner
zunehmenden Larmoyanz in Bezug auf die leidigen Finanzen diesmal präsentiert. Ich würde mich schon sehr freuen, wenn er am Saisonende mal eine Art Dossier zum Runterladen für Interessierte in den Blog stellt und uns mal eine Analyse zum Niedergang des HSV präsentiert, die diesen Namen auch verdient. Es ist schon eine bunte Mischung aus vielen Verfehlungen, die sich dann so auf dem Rasen widerspiegelt wie gestern in Sinsheim und dann unverweigerlich zum Abstieg führt. Köln hat heute die erwartete “Reißleine gezogen” und kann mit Schäfer einen Mann präsentieren, der wie man immer so schön sagt, das Team auch “erreicht”. Bei uns würde ein erneuter Wechsel wenig Sinn machen. Die Spieler sind auch angesichts der diversen Übungsleiter, die ihnen innerhalb dieser so schlimmen Saison vorgesetzt wurden, doch schon völlig “durch den Wind”. Ehrlich gesagt, weiß ich auch nicht, wer in den letzten Spielen noch einmal den so sehr benötigten “Impuls” setzen sollte, um der Mannschaft begreiflich zu machen, dass mit ihrer Einstellung der HSV der größten Blamage der Vereinsgeschichte entgegen steuert.

Ich für meinen Teil werde zwar gegen 96 und Nürnberg noch dabei sein (Mainz Familienfeier Augsburg keine Karte), habe mich aber mit dem Abstieg abgefunden, um so mehr kann ich mich dann freuen, wenn es wider Erwarten mit dem Klassenerhalt noch klappen sollte. Diese Anti-Leistung gestern hat meine Moral gebrochen. Aber mit dieser haben es die Vereinsoberen ja sowieso nicht so, in dem sie an Jarolim, Drobny und Petric die Hoffnung auf den Ligaerhalt festmachen, um sie dann für geleistete Verdienste zu schassen.
Hier wurden in der Rückrunde neben den bestehenden drei weitere „Baustellen” aufgemacht, die letztendlich auch dazu beitragen, dass letztendlich das Gebäude wohl zum Einsturz kommen wird. „Mustang” hat schon richtig analysiert, dass FA und TF mit ihren Vorstellungen grandios gescheitert sind und trotz möglichem Klassenerhalt ist ihre Arbeit nach Saisonende auf den Prüfstand zu stellen. Beide haben ihre und die Möglichkeiten/Fähigkeiten des Kaders über- und die Konkurrenz in der Liga gnadenlos unterschätzt. Es sind bedurfte nicht einmal der sog. „Trainerfüchse”, um unser System auszuhebeln und eine von ständigen Rotationen irrlichternde Verteidigung neben Köln zur „Schießbude” der Liga verkommen zu lassen.

Alle Teams der Liga hatten ihre „ups und downs” in einer auch deswegen so spannenden Saison, nur Lautern und der HSV (nicht einmal 2 Siege hintereinander!) hatten nur „downs” folgerichtig werden sie, meiner Meinung nach, nach dem 34. Spieltag das Tabellenende zieren. „Billy” scheint in einigen seiner kritischen Betrachtungen richtig zu liegen und trotzdem muss ich ihm in Bezug auf meinen gestern Nacht geäußertem Kommentar zu den kämpferischen Aussagen von B. Reinhard widersprechen. Jetzt ist “Gras fressen, kämpfen, beißen” etc., das was man auch wohl als Ausleben von animalischen Instinkten bezeichnet, gefragt: Mit fussballerischen Lösungsansätzen, die dann in einem „Begleitschutz” für den Gegner münden (selbst der „Kicker” schreibt von „Escortservice”) ist es nicht mehr getan: Da gebe ich Herrn Matz und Herrn Reinhard, der allerdings als ehemaliger Sportdirektor auch seinen Anteil an der Negativentwicklung seit 2010 hat, Recht: Es muss für den Gegner eine Atmosphäre geschaffen werden, die dessen Glauben, dass es gegen den HSV was zu gewinnen gibt, “bis ins Mark” erschüttert. Mit Fussballspielen wie bisher darf das Saisonfinale für den HSV nichts zu tun haben, dann hat der HSV vielleicht noch eine Chance, das für mich unmögliche Klassenziel zu erreichen.

Von “SchoenGesagt”:

Alle jammern rum. Auch legitim. Aber kaum einer hier tut wirklich was für den, unseren HSV. Ihn unterstützen! Ist es nicht das was wir uns alle erhoffen, was unser HSV und die Spieler brauchen? UNTERSTÜTZUNG!? Tolle Fans seid ihr, die immer zu und ständig nur meckern… Klar darf man kontrovers diskutieren, motzen, meckern, hadern. Aber dabei darf dennoch nicht die Unterstützung verweigert werden! Was man leider hier im Blog zu erkennen vermag… Ich bin beinahe bei jeden Berichterstattungen dem Pipi in den Augen nahe! Besonders bei der Reihe „Diese Bundesliga Profis kämpfen um den HSV” Alle wollen sie dass wir der ersten BL erhalten bleiben! Ihr auch, aber überall wo man hinschaut, dieselben Ekelfritzen…

Macht schon lange keinen Spaß den Comments hier zu lesen… Und wenn ihr Langeweile habt, könnt ihr mich ruhig “dissen” wie die Jugend sagt. Interessiert mich nicht und werde ich eh nicht lesen. Bin einfach nur enttäuscht von einigen hier…

„Fassungslos“ sagt:

Hallo zusammen, ich muss mal meinen Frust loswerden… ich arbeite i.d.R. 60 Stunden + X in der Woche und freue mich jede Woche darauf, meinen Lieblingsverein (bin seit über 30 Jahren HSV-Fan) bei Sky spielen zu sehen – ich bin Idealist und glaube an das GUTE im Menschen. In dieser Saison habe ich nur wenige Spiele komplett verfolgt (eins davon Live in Dortmund – bin nach dem Spiel von wildfremden BVB-Fans getröstet worden – kein Witz ) – habe zumeist auf das Spiel des BVB (wohne in Dortmund) umgeschaltet – was für ein Kontrastprogramm – Fussball kann doch dynamisch sein, es gibt wirklich noch Spieler die mit einer entsprechenden Körperspannung ins Spiel gehen…mir laufen regelmäßig die Tränen die Wangen herunter und ich fühle mich bestätigt, dass es doch noch “echte” Fussballer gibt…so zurück zu meinem TV-Verhalten… es gibt verschiedene Gründe, warum ich die Spiele des HSV nicht mehr bis zum Ende verfolge:
1.) Ich bin 38 Jahre alt und stehe regelmäßig während der Spiele vor einem Herzinfarkt und denke mir “oh mein Gott ist das SCHLECHT…oh mein Gott ist das DILETTANTISCH” und stelle mir die Frage ob das eine Slapstick-Einlage ist oder Profifussball? Bevor ich während des Spiels vor dem TV elendig verende, schalte ich lieber um!
2.) Mein Frustverhalten entlädt sich regelmäßig in verbalen Entgleisungen, in einer Lautstärke, dass meine Nachbarn denken müssen, dass ich der letzte Vollassi bin!!!! Bevor ich dann noch Probleme mit der Hausgemeinschaft bekomme, schalte ich lieber um.
3.) Ich bin es meinem Arbeitgeber schuldig, dass ich mich in meiner Freizeit erhole – also, schalte ich um! Als Angestellter hat man nicht nur RECHTE, sondern auch PFLICHTEN!!!
4.) Meine Frau kündigt einschneidende Konsequenzen an, wenn ich mein primatenhaftes Verhalten nicht abstelle. Ich verspreche es jede Woche aufs Neue und verfalle spätestens nach dem „Genuss“ von 15 Minuten HSV-Hilflosigkeit/ HSV-Antifussball in alte Verhaltensmuster. Bevor meine Frau es wirklich ERNST meint und mir die Koffer vor die Türe stellt, schalte ich lieber um!

Ich könnte die Liste noch um einige Punkte erweitern, aber dann schreibe ich mich wieder total in Rage, bevor ich dann vor Hilflosigkeit anfange zu weinen und meine Tastatur vollrotze, verzichte ich lieber darauf. Ich bin fassungslos über das was mir Woche für Woche als ERLEBNIS, als emotionalen Leckerbissen oder einfach schlichtweg als FUSSBALL verkauft wird. Ich bin fassungslos darüber, dass ich mich an kein HSV-Spiel mehr erinnern kann, welches ich als „geiles“ Spiel bezeichnen würde. Ich bin fassungslos darüber, dass eine Mannschaft, die doch sooooo viel Qualität hat, nicht in der Lage ist ein Spiel zu gewinnen bzw. auch mal ein Spiel zu gewinnen, bei dem der gemeine Fan nicht bis zur letzten Minute zittern muss und sich bei diesen unglaublichen Fehlern die letzten Haare vor FRUST ausreist. Ich bin fassungslos darüber, dass ich so blöd bin und jede Woche aufs Neue hoffe, dass sich irgendwas ändert. Ich bin fassungslos darüber, dass ich so blöd bin und mich jeder Woche davon runterziehen lasse. Aber EINSICHT ist der erste Schritt zur Besserung.

Ich bete und hoffe inständig, dass sich die Spieler mal selbst hinterfragen und endlich Anfangen alles für den Verein und für die Fans zu geben. Vielleicht hilft es ja mal die Spieler dazu zu verdonnern sich mit der Geschichte des HSV auseinanderzusetzen um evtl. zu erahnen was hier auf dem Spiel steht – was sie den Fans mit ihren blutleeren Auftritten antun. Sie sollten mal in die enttäuschten Augen der kleinen Kinder schauen und sich selbst Fragen ob sie alles Erdenkliche tun um den Dino nicht aussterben zu lassen.

„drehh81″ schreibt:

Egal, wie diese Geschichte ausgeht, ob Abstieg oder nicht: Herr Matz, ich hoffe sehr, dass Sie nach der Saison Ihren journalistischen Pflichten nachkommen und schonungslos, offen und ohne Rücksicht auf Personen ansprechen, welche Personen aus welchen Gründen für diese Horrorsaison und den rapiden Abwärtstrend, welcher vor 12 Monaten eingetreten ist, verantwortlich sind! Vermutlich werden diese Personen eine schonungslose Abrechnung nicht gerne
lesen, aber als Journalist und HSV-Fan sind Sie, in Ihrer Position, dem großen Teil der HSV-Mitglieder und Fans diese schonungslose Offenlegung des Dilettantismus schuldig. Niemand sollte verschont werden, denn es geht nicht um Personen. Es geht um den Verein, unseren Verein, der von einer handvoll Menschen in den Abgrund
geführt wurde. Ich erwarte Ihre Kooperation!

So, das war es zur Mittagsstunde in groben Zügen. Dann also bis später, wie gesagt, heute erst spätes Training . . .

13.23 Uhr