Manchmal dauert die Entwicklung . . .
4. März 2012
„Wer von euch ohne Sünde ist, der werfe den ersten Stein.“
Jetzt werden sie alle wieder auf Paolo Guerrero eindreschen, denn es hat sich ja noch nie einer derart vergessen, wie es der Peruaner nun – wieder einmal – tat. Noch nie. Wie konnte er nur, der Guerrero – und wir wussten es ja schon lange, was für ein schlechter Kerl das ist . . . Ich will das gar nicht entschuldigen, was Guerrero tat, das war ein fieser Tritt, ein ganz übles Foul, und das gehört auch bestraft. Keine Frage. Aber wer spricht denn das Urteil über den Sünder? Sind es die Fans, die Medien – oder doch eher das DFB-Sportgericht? Lasst es doch einzig und allein die Herren Richter entscheiden, die wissen bestimmt, was sie zu tun und zu lassen haben. Aber bis zu dieser Entscheidung ist Guerrero ganz sicher schon einige Mal bis ans Ende seiner Karriere gesperrt und aus dem Verkehr gezogen worden. Da ist das, was „Sport-1“-Experte und Ex-Nationalspieler Thomas Strunz heute im „Doppelpass“ gefordert hat, noch harmlos: „Ich würde Paolo Guerrero bis zum Saisonende sperren.“ Ende der Durchsage.
Ich würde jetzt am liebsten sofort zum sportlichen Geschehen kommen, aber es haben sich ja schon so viele Leute zum Fall Guerrero geäußert, da muss ich meiner Chronisten-Pflicht wohl doch nachkommen.
Marcell Jansen sagte im ZDF zum Guerrero-Tritt: „Das war doof.“ Und Jansen sagte zum „Fall Guerrero“ auf Sport 1: „So brauche ich kein Zeichen zu setzen. Ich kann Zeichen setzen, indem ich vorne die Abwehr unter Druck setze, aber nicht an der Eckfahne – das ist einfach Schwachsinn. Aber das zeigt den heutigen Tag irgendwo.“
Toll. Da spielt der ehemalige Nationalspieler Jansen, der trotz seiner Größe kaum ein Kopfballduell gewinnt, schon seit Wochen in bestechender Form, und dann noch so etwas. Das würde mir als Mitspieler wirklich außerordentlich gut gefallen. Der Mann wäre, wenn ich Mitspieler von ihm wäre, ab sofort mein bester Kumpel im Team. Wenn er es nicht vorher schon war . . .
Immerhin relativierte Dortmunds Meistertrainer Jürgen Klopp die Aussagen von Jansen mit einiger Milde: „Das war der Frust bei Marcell Jansen.“ Klopp weiter: „Wenn du deinen Frust, wie es Guerrero tat, so in den Mittelpunkt stellst, dass dir deine ganze Mannschaft total egal ist, dann musst du so hart kritisiert werden, wie es Jansen getan hat.“ Dann befand der BVB-Coach auch noch: „Es hätte ja auch so kommen können: Guererro beendet seinen Frust, und Sven Ulreich beendet seine Karriere – das muss man sich mal vorstellen. Das ist Wahnsinn. Da muss jetzt mal eine richtige Strafe her.“
Mir gefiel da schon eher, was HSV-Kapitän Heiko Westermann sage: „Paolo schädigt nicht nur sich, sondern die ganze Mannschaft.“ Das stimmt auffällig genau. Westermann sagte, ganz nebenbei, auch noch zum sportlichen Desaster, zur 0:4-Blamage gegen den VfB Stuttgart (der zum ersten Mal seit dem 10. September 2011 wieder in der Fremde siegte): „So können wir nicht mal in der Zweiten Liga bestehen.“ Stimmt auch. Und zwar haargenau.
Übeltäter Paolo Guerrero stellte sich übrigens nach dem Spiel, stellte sich auch noch einmal heute und sagte: „Ich kann nicht sagen, dass ich den Ball spielen wollte. Ich habe erst gedacht, dass ich den Ball noch erreiche, dann bekam ich ihn nicht mehr, ich war frustriert nach dem 0:3-Rückstand, und dann – ja, Scheiße für die Mannschaft. Ich entschuldige mich bei meiner Mannschaft und bei den Zuschauern.“
Wobei einige Fans dieses Foul ja noch lustig fanden. Leute, die dort in der Ecke standen, wo das Foul geschah, die jubelten noch . . . „Das war widerlich“, sagte mir ein „Matz-abber“, der dort sitzt, total entsetzt nach dem Schlusspfiff.
Lasst mich bitte, und wenn ich dafür vernichtet werde, noch einmal sagen, dass ich Paolo Guerrero für einen netten, höflichen, zurückhaltenden und auch für einen absolut schüchternen Menschen halte. Ein Vorbild für die Jugend, so wie er es wohl gerne mal sein möchte, wird er wohl nie werden, aber: Wer jemals Auge in Auge mit Guerrero sprach, der wird wissen, wovon ich spreche. Eigentlich könnte Paolo im Privatleben keinem Menschen etwas Böses tun, aber auf dem Sportplatz ist das etwas anders gelagert. Da flippt und rastet er schon mal aus – wie vielem viele andere Fußballer auch schon mal. Auch ich. Auch Rafael van der Vaart. Ihr erinnert euch? 2. Dezember 2006, der HSV verlor beim VfL Bochum 1:2. Und der gute „Raffaello“ trat Mitte der zweiten Halbzeit, weil nichts lief (für ihn und den HSV), einen Bochumer böse um. Der „Saubermann“ van der Vaart, der „Gut-Mensch“ van der Vaart – und das ist mein Ernst. Van der Vaart konnte doch auch keinem Menschen etwas antun – aber auf dem Platz? Da ging das schon mal zur Probe . . . Alles irgendwie menschlich, alles auch schon tausendfach und mehr im Sport (nicht nur im Fußball) vorgekommen.
Wobei ich mich ehrlich freue, dass dem VfB-Torwart Ulreich nichts passiert ist.
Gefreut habe ich mich zudem über Stport-1-Chefreporter Thomas Hermann, der auch etwas Entlastendes für Guerrero fand: „Er ist als Vereinsspieler vorher noch nie vom Platz gestellt worden, das war nun sein erster Feldverweis.“ Also können diverse Vorstrafen ja auch keine Rolle bei der Verurteilung spielen. Vom Flaschenwurf einmal abgesehen.
Schlusswort von Thorsten Fink: „Paolo schadet uns natürlich, auch weil er in Topform war.“ Dem Foulspieler droht nun auch eine saftige Geldstrafe – vom HSV.
So, Themenwechsel. Fußball. Oder was wir für Fußball halten.
Als ich abends nach Hause kam, sah ich noch Dortmund gegen Mainz 05 (2:1). Während des Spiels bekam ich eine SMS von „uns Lotto“. Karl König oder auch Lotto King Karl. Das machen wir häufig, das geht dann den ganzen Abend so (während des Fußballspiels). Lotto will damit nichts, aber auch absolut nichts gegen den HSV sagen und gesagt haben, wir machen uns nur gegenseitig Gedanken zu dem jeweiligen Spiel, das wir gerade sehen. Letzte Woche, nur ein Beispiel, fragte er mich per SMS bei Augsburg gegen Hertha: „Sag mal, muss der Preetz jetzt nicht mal so langsam wieder über einen neuen Trainer nachdenken . . ?“ Die Hertha hatte gerade Otto Rehhagel verpflichte. Diesmal schrieb mir der Kult-Sänger: „Sag mal, was ist das eigentlich für eine Sportart, die Dortmund und Mainz 05 da gerade ausüben? So ähnlich wie Fußball, aber viel schneller und mit dreimal so vielen Leuten und gleich zwei Bällen. Außerdem rennen die da alle wie die Verrückten. Finde ich ganz interessant, ich könnte mir vorstellen, dass sich das als Nischensportart durchsetzen könnte . . .“
In der Tat. Aber, um Lotto kurz noch aufzuklären (er weiß es natürlich, ein Scherz): das war tatsächlich Bundesliga-Fußball. Auch wenn einem das wie Fußball von einem anderen Stern vorgekommen sein musste. Welch ein Kontrastprogramm. Hier die Dortmunder 90 Minuten lang im Sprinttempo, dort die HSV-Profis, die sich träge, uninspiriert und zudem ohne jede Leidenschaft über den Platz schleppen, die den Ball mehr oder weniger lustlos quer und zurück spielen, als auf ein Tor aus zu sein. Das ist ein Unterschied wie Tag und Nacht.
Wie aber kann man als HSV-Trainer da den Schalter noch umlegen? Zumal während einer laufenden Saison? Das geht nicht. Aber jeder Hamburger Spieler sollte sich, ganz allein und im Stillen, noch einmal das Spiel BVB – Mainz 05 reinziehen, dann rot anlaufen, innerlich zu Kreuze kriechen und dann schwören: „Ab morgen versuche ich auch, einen solchen Tempo-Fußball zu spielen. Ich werde rennen, laufen, sprinten, kämpfen und nebenbei noch ein wenig Fußball spielen. Ja, das werde ich.“
Und wer dazu doch noch ein Vorbild benötigt: Kevin Großkreutz. Der rast nach vorne, gibt keinen Ball verloren, und wenn der Gegner den Ball hat, dann rast er natürlich wieder im Höchsttempo zurück.
Ohne Pause! Ohne Pause! Ohne Pause! Wirklich ohne Pause! Und dann könnt ihr, liebe „Matz-abber“, noch einmal die Partie HSV gegen den VfB Stuttgart ansehen. Das kann man ja heute ohne wenn und aber. Und ihr werdet sehen, wie viele Hamburger Jungs sich da doch hin und wieder und immer wieder eine kleine Fünf-Minuten-Pause gönnen. Weil man sich ja sonst nichts gönnt.
Zu diesem Thema sagte Thorsten Fink am Sonnabend – na ja, nicht ganz zu diesem Thema, aber es passt in diese Richtung: „Manchmal dauert die Entwicklung einer Mannschaft Monate, wenn nicht ein Jahr.“
Stimmt auch wieder. Dortmund hat es bewiesen. Da ging es auch nicht über Nacht. Das macht mir Hoffnung. Ich glaube nämlich, dass die Herren beim HSV, also die Verantwortlichen, ja lange erkannt haben, wo die Unterschiede im Fußball liegen. Die Unterschiede zwischen dem HSV und anderen Mannschaften. Das ist ja kein Problem, das nur Thorsten Fink gepachtet hat, dieses Problem gibt es ja schon seit vielen, vielen Jahren. Manchmal hätte man den Gedanken haben können (nach dem 1:1 gegen die Bayern, nach dem 1:1 gegen Mönchengladbach zum Beispiel), dass doch alles gut wird, aber dann gibt es doch wieder solche Pleiten, oder so etwas wie am Sonnabend, einen fußballerischen Offenbarungseid. Weil die Herren Profis vergessen haben, ihr Herz mit auf den Rasen zu nehmen.
Was mich zudem am Sonnabend nach dem Debakel beschäftigte: Thorsten Fink ging mit dem Schlusspfiff zu seinen Spielern auf den Rasen und tätschelte jeden kurz. Wieso, fragte ich mich. Wollte er sich für dieses Spiel, diese Vorstellung bei jedem bedanken? Kann sein. Irgendwann aber kam mir die Idee, dass Fink seine Jungs nur schützen wollte. Vor den Fans, die wütend pfiffen, als ihnen von den auf sie zukommenden HSV-Profis applaudiert wurde. Wobei ich mich diesem Applaus durchaus anschließen möchte, denn besonders die Fans im Norden (Nord-Westen) hielten 90 Minuten tapfer durch, sangen eisern ihre Lieder.
Tapfer, tapfer war das. Und ich fragte mich schon während des Spiels, wie es wohl wäre, wenn diese Fans nun auch noch schweigen würden, wenn sie auch noch pfeifen würden? Das wäre schon eine absolute Weltuntergangsstimmung.
Deswegen danke ich jedem HSV-Fan, der auch nach einem 0:3-Rückstand noch singt und gute Stimmung verbreitet. Was wäre das sonst für ein Fußballspiel geworden?
Kurz noch zu den beiden Elfmetern für die Stuttgarter. Im Stadion hätte ich sie, nachdem ich sie im Fernsehen gleich mehrfach gesehen hatte, auch gegeben. Heute aber, beim „Doppelpass“, sah ich diese Strafstöße doch aus einer etwas anderen Sicht. Auch wohl deswegen, weil die meisten Experten, die in der Runden saßen, in etwas äußerten: „Den ersten Elfmeter kann man geben, muss man aber nicht. Und den zweiten kann man nicht geben.“
Anhand dieser Einschätzungen kann man vielleicht, wenn man sich den Strafstößen neutral nähert, erahnen, wie schwer es ein Schiedsrichter (immer wieder) hat. Deswegen will ich Peter Sippel auch nicht mal im Ansatz kritisieren. Er hat das auch immer geschickt (ob gewollt oder ungewollt) gemacht, indem er nicht in Hektik verfiel. Er stand da wie in Stein gemeißelt, zeigte langsam mit ausgestrecktem Arm in Richtung Fünfmeterraum, sodass man denken konnte: alles klar, Abstoß oder so. Sippel stand und stand, er stand immer noch und ging dann ganz langsam in Richtung Punkt. Elfmeterpunkt. Und allmählich dämmerte es einem: Strafstoß.
Blieben deswegen die Proteste der HSV-Spieler aus? Okay, Jaroslav Drobny reklamierte bei Elfmeter Nummer zwei ein wenig heftiger, aber sonst? Still ruht der See. Ich habe abends noch gesagt: „Der HSV hätte acht Elfmeter gegen sich bekommen können, und niemand hätte Einspruch erhoben.“ Tags darauf war das auch ein Thema im Sport-1-„Doppelpass“. Und BVB-Coach Jürgen Klopp sagte: „Im Spiel haben sich die HSV-Spieler nicht aufgeregt, das kann ja sein. Ich habe das Spiel nicht gesehen, aber es kann ja auch damit zusammenhängen, dass das ein einigermaßen lebloser Auftritt des HSV an diesem Tag komplett gewesen ist. Aber hinterher waren ja auch nicht die Elfmeter das Thema. Da hat Guerrero dann seinem Freund Rajkovic ein wenig geholfen . . .“
Im Prinzip aber war es ja auch egal, ob nun zwei Elfmeter – oder keiner. An diesem Tag hätte der HSV ohnehin verloren, denn er schoss ja so gut (oder so schlecht) wie nie auf das VfB-Tor. Und ohne Torschüsse konnte man nur darauf hoffen, dass die Stuttgarter es selbst machen, aber das wollten die diesmal partout nicht.
Es passte zu diesem wunderschönen Tag, dass ich erst nicht senden konnte (Laptop eingefroren), und dann Hermann Rieger von seiner „treuen Riege“ allein im Wald zurückgelassen wurde. Der Bus war weg. Oder wech. W e c h. Die „so treue Riege“ hat nicht auf ihren Mann gewartet. Weil sich „Hermann the german“ verspätet hatte. Also Abfahrt. Hätte der gute Ernst Happel (selig) auch so gemacht. Zumal nach einem 0:4 des HSV.
Der gute Hermann nahm alle Schuld auf sich. „Sie haben mich nicht vergessen, sie haben nur nicht mehr auf mich gewartet, und dafür habe ich Verständnis. Ich kam aus dem Stadion, da standen so viele Fans und wollten Autogramme, also habe ich geschrieben. Meine Schuld. Ich hätte früher zum Bus gehen müssen, oder schneller schreiben müssen, ganz einfach. Nein, nein, ich habe meinen Anteil daran, ganz klar. Obwohl es sich nur um acht bis zehn Minuten gehandelt hat.“
Es war wohl auch ein wenig Frust dabei, dass nicht auf Hermann gewartet wurde. Selbst dafür hat er Verständnis: „Wenn sie frustriert waren, dann verstehe ich das auch.“ Hermann Rieger ist trotz allem nach Alfstedt gekommen, war um Mitternacht da. Ein Freund, der im Stadion gewesen war, rief den Kult-Masseur an und wollte seine Meinung zu diesem Gekicke erfahren, da stand Hermann noch allein im Wald. Als der Freund davon Wind bekam, drehte er, fuhr von der Autobahn wieder zurück in den Volkspark – und lud Hermann ein. Große Aktion! Danke. Ende gut, alles gut.
Mal abgesehen von der Horror-Darbietung am Nachmittag natürlich. Immerhin hat Sportchef Frank Arnesen dazu Klartext gesprochen und nichts beschönigt. Der Däne sagte: „Diese Leistung reicht nicht.“ Und: „So geht Bundesliga nicht.“ Stimmt auch.
Nebenbei: HSV-Konkurrent (wer es noch nicht weiß – nachher wird auch das noch bejubelt wie der Hertha-Sieg!?) Nürnberg bezwang Mönchengladbach 1:0. Und wenn der HSV am Sonntag auf Schalke verlieren sollte, dann dürfte es mit einem Male, urplötzlich und auch mir nichts, dir nichts, wieder ganz, ganz eng werden – da unten. Dann droht der Abstiegskampf. Wobei das Wort allein ja schon alles beinhaltet: Abstieg und Kampf!
Kampf, ihr Helden vom HSV, jetzt ist Kampf gefragt und angesagt.
Wie sagte noch Heiko Westermann nach diesem Stuttgart-Dilemma: „Wenn man einen schlechten Tag hat, dann muss man wenigstens Leidenschaft zeigen. Das war nicht akzeptabel.“ Stimmt natürlich auch wieder.
Zum Thema Westermann erhielt ich übrigens eine interessante Mail.
Sehr geehrter Herr Matz,
ich appelliere an Ihre Journalistenehre.
Bitte tun Sie etwas gegen die permanente Dauerbeschallung durch Heiko Westermann.
Schon David Jarolim hatte als Kapitän oft den Mund zu voll genommen vor bevorstehenden Spielen. Großspurige Ankündigungen verlauten lassen. Und so weiter usw…
Darüber bin ich heilfroh, war ich heilfroh, dass er nach seiner Degradierung weniger zu den Medien sprach und vor Allem weniger überheblich.
Nun also H.Westermann.
Vor dem Spiel in Bremen. Vollmundigste Sätze. Und einen Megabock dazu. Jetzt gegen Stuttgart schon wieder. Und auch sonst gibt es genügend Beispiele.
Warum kann dieser Typ nicht einfach mal seinen Mund halten. Sich Drobny als Beispiel nehmen. Leistung bringen und nicht ständig dem Hamburger Medienwald Sätze wie diesen hier “…Wir haben individuell die bessere Mannschaft als die Stuttgarter.” in die Feder zu diktieren.
TUN SIE MIR UND BESTIMMT EINER GANZEN MENGE ANDERER FANS DEN GEFALLEN, DIE AKTE WESTERMANN MAL RICHTIG ANZUPACKEN.
Ich danke Ihnen.
Wenn ich einmal antworten darf: Heiko Westermann macht seinen Mund nicht auf, weil er es will. Ginge es nach ihm, würde er wahrscheinlich auch so schweigen, wie Jaroslav Drobny. Aber Westermann ist HSV-Kapitän, und deswegen ist er gefragt, wird er auch immer gefragt. Wenn er nichts mehr sagt, alle anderen auch den Mund halten, dann sind vielleicht einige Fans beruhigt, aber die Medien funktionierten nicht mehr. Es ist das alte Gesetz, was auch im Fußball, vornehmlich im Profi-Fußball Anwendung findet: alles ist ein Geben und Nehmen.
Es ist richtig bemerkt worden: Vor Westermann war David Jarolim Kapitän, auch der sagte stets etwas zum nächsten Spiel – weil das auch ein wenig zu diesem Amt gehört. Heiko Westermann ist, das kann ich allen besorgten HSV-Fans versichern, ganz bestimmt keine Plaudertasche, die von sich aus redet, redet, redet und redet. Deswegen möchte ich ihn hier einmal ausdrücklich in Schutz nehmen – verurteilt ihn nicht, es gehört schlicht zum Profi-Geschäft. Der nächste Kapitän kommt bestimmt, und auch ihm wird es nicht anders ergehen.
So, einige kleine Dinge am Rande:
Am Montag ist trainingsfrei.
Am Dienstag fliegt Frank Arnesen nach London, um mit dem FC Chelsea über Jeffrey Bruma zu sprechen und zu verhandeln. Der Niederländer müsste eventuell, wenn Chelsea es wollte, zurück nach England. Und bei der Gelegenheit will Arnesen auch noch einmal in die Talente-Kiste des FC Chelsea blicken, vielleicht gibt es dort ja noch den einen oder anderen Sala, Töre oder Bruma für den HSV.
Bei diesem Thema: Rene Adler ist immer noch nicht verpflichtet. Es wird auch noch dauern, obwohl es nur einige „Kleinigkeiten“ sind, die noch geregelt werden müssen. Eine große Kleinigkeit soll dabei sein, dass der frühere Nationaltorwart eine Ausstiegsklausel im Vertrag haben möchte, die es ihm erlaubt, nach bereits einem Jahr gegen ein entsprechendes Entgeld (eines anderen Klubs), den HSV wieder verlassen zu können. Das möchte der HSV (noch) nicht so sehr.
Und noch einmal ganz kurz Stuttgart: Der HSV gewann – immerhin – 54 Prozent der Zweikämpfe. Und hatte 51:49 Prozent Ballkontakt. Fouls aber wie folgt: 17:28. Wieder einmal verloren. Drei Gelbe für den VfB wegen Foulspiels, eine für den HSV (David Jarolim). Und einmal Rot für den HSV, ist schon klar.
Kleine Hiobsbotschaft noch vom Vormittag: Da verletzte sich Tolgay Arslan wieder am Knöchel. Der Mittelfeldspieler musste mit dick bandagiertem Fuß in die Kabine, am Montag soll eine Kernspintomografie Aufschluss über die Schwere der Verletzung geben.
Einen schönen Rest-Sonntag noch für euch.
18.07 Uhr
- Allgemein
- 642 Kommentare
@ slobo
Die mangelnde Fähigkeit zur Selbsteinschätzung hat PG nicht exklusiv. Als Verein weiß ich das und reagiere entsprechend.
Sauber….und Luftmummer FA will allen Ernstes ausser Adler noch weitere drittklassige Schelski Spieler hier anschleppen? Das scheitn alles zu sein was er und seine Scoutingtruppe können. Unfassbar das man diese Leute weiter wurschteln lässt. Das hätte vermutlich auch unser Praktikant Reinhard mindestens so gut hinkriegen können. Nur billiger.
Schenefelder sagt:
5. März 2012 um 15:57
Mal etwas ganz anderes: Kennt jemand von euch eine junge Dame um die 30 Jahre, braune Haare und Augen, die im Block 28 B in Reihe 13 eine Dauerkarte hat? Sie ist mir höchst positiv aufgefallen und ich war leider so von der Rolle nach dem Spiel, dass ich mich nicht getraut habe, sie anzusprechen!
+++
schenefelder, versuch’s mal mit alkhohol. schön einen ansaufen und dann ist das mit dem ansprechen gar nicht mehr so schwer.
frasier 5. März 2012 um 16:05
———————————–
Zustimmung, dieses platt gespielte 442 ist statisch im Spielaufbau und viel zu durchsichtig. Hinzu kommt der nmM verkehrte Ansatz mit zwei Stürmern, von demn einer defensiv ein Totalausfall ist. Zu Gunsten des MF etwas defensiver 4231 spielen, kompakt und mit schnellen Leuten wie Son und Ili in die Spitze stoßen. Aber jetzt ist das “Poroblem” mit den zwei Stürmern eh` erledigt.
@slobocop
für die mangelnde selbsteinschätzung & die fehlende entschuldigung wird er mit sicherheit auch intern ordentlich zur schnecke gemacht werden. insofern besteht da noch hoffnung. aber das andere ist irreparabel. wenn er wieder spielt, muß er sich auf dem platz komplett zurückhalten – auch & insbesondere, wenn (wie so häufig) klare fouls an ihm nicht gepfiffen werden oder er saubere zweikämpfe zu unrecht abgepfiffen bekommt (was noch häufiger als jetzt passieren wird). selbst wenn er das hinkriegt, wird es ihm eine menge seiner “griffigkeit” rauben.
Mediendirektor hin, Mediendirektor her, es ist doch gut, dass Guerrero nochmal verbal nachgetreten und sich endgültig entlarvt hat – damit besteht doch nun wirklich kein Zweifel mehr an dessen Persönlichkeit. Man sollte ihn in ganz kleinen behutsamen Schritten langsam wieder an die Gesellschaft heranführen – aber nicht beim HSV…
Tante Kaethe sagt:
5. März 2012 um 15:42
wurde überhaupt schon mal ein Spieler 8 Spiele gesperrt?
*
Käthe, ja ich …
Nun also doch der Einspruch:
http://www.hsv.de/saison/meldungen-saison/bundesliga/2012/maerz/dfb-fordert-acht-spiele-sperre-fuer-guerrero-hsv-legt-einspruch-ein/
Paolo Guerrero entschuldigte sich unterdessen noch einmal für sein Verhalten. “Es tut mir sehr leid, was pasiert ist. Das Foul war sehr dumm von mir. Glücklicherweise hat sich Sevn Ulreich nicht verletzt. Ich habe mir heute seine Telefonnummer besorgt, um mich noch einmal persönlich zu entschuldigen”, so der Stürmer.
@ bopsi sagt:
5. März 2012 um 16:12
.
ja, da stimme ich dir unumwunden zu, Paolo war in den letzten Monaten unser bester Mann im Angriff. Die lange Sperre wird den ganzen Verein sehr hart treffen. Nicht nur den HSV, auch uns Fans.
Denn glaub mal, rosige Zeiten wird es nun nicht geben, und somit eben auch erneuten Frust vor der Glotze. :devil:
Egal wie Guerrero die Dinge steht, hätte der Herr Mediendirektor, ihn klarmachen können, wie die deutschen Medien sind. Dann wäre er rausgekommen und hätte nach dem Motto: Tut mir leid, Gott sei Dank hat er sich nicht verletzt, mir sind die Sicherungen durchgegangen etc. Bin mir sicher, dass dann das Medienecho anderst gewesen wäre. Jetzt gehen sie auch auf den HSV los, weil der die Sperre nicht akzeptieren will.
miss, ich befürworte schon seit wochen ein generelles interviewverbot. aber laut dieter ist so etwas ja nicht möglich. die spieler müssen ja reden. es ist ja ihre verpflichtung. ne, is klar. harhar.
+++
wenn in dieser mannschaft auch nur ein fünkchen teamgeist wäre, wie es ja immer wieder kolportiert wird, dann würden die herren da mal von selber draufkommen. wir halten jetzt mal alle die klappe bis zum saisonende und konzentrieren uns auf die nächsten spiele. aber so, wie es aussieht, ist das sowohl den spielern als auch dem verein völlig egal.
@Mrs.Murphy
.
Ich gebe Dir mit Deiner Kritik am „Mediendirektor“ vollkommen recht.
.
Mit seiner Uneinsichtigkeit bzw. Verharmlosung im Interview hat Guerrero die Angelegenheit meines Erachtens noch verschlimmert. Man brauchte heute Mittag nur im Internet zu googeln. Tenor war, Guerrero zeige keine Reue. Für mich ist das ein Mediendesaster ersten Ranges.
.
Hier hätte von Vereinsseite vorbeugend eingegriffen werden müssen. Erstens wegen der Fürsorgepflicht gegenüber Guerrero selbst und zweitens im originären Vereinsinteresse.
.
Ich fordere daher formlos und zwecklos die Entlassung des „Mediendirektors“ Jörn Wolf.
Unser VV hat sich zum Fall Paolo geäußert:
.
http://www.ndr.de/ndr2/audio105879.html
colt, er kann ja dann auf schwalben umsteigen. wie jaro.
Sportlich macht mich das alles zur Zeit nur sehr sehr traurig. So bringt der HSV keinen Spaß.
@ slobo
Nein, das ist m.E. der falsche Ansatz. Die Jungs sollen ruhig zum Interview gehen. Aber sie gehören gescheit vorbereitet. Was hindert den HSV daran, seine Spieler vorab entsprechend zu briefen, was sie inhaltlich sagen sollen? Etwa etwas Anerkennendes zum Gegner (wir haben den und den beobachtet, auf den werden wir achtgeben, die sind gut drauf, haben den und den geschlagen) oder eben so was wie Gegner nicht unterschätzen, alles geben, dem Gegner es sehr schwer machen bla blubb .. Also mir würden da schon ein paar Sachen einfallen, die Fragen sind doch hinlänglich bekannt.
Und ja, es gibt die Verpflichtung, etwa auch zu den PK (kannste nachgucken).
.
@ neil
bayer, genau so ist es. mit entschuldigung und absichtserklärung, dass dies in zukunft nicht wieder vorkommt, würde morgen wahrscheinlich kein hahn mehr danach krähen. jetzt heißt es: “brutalo-foul! und der hsv nimmt seinen treter noch in schutz.”. hätte man auch anders haben können.
miss, von mir aus sollen sie die spieler auch briefen, coachen, instruieren und dann auf die presse loslassen. okay. nur dass bis zum heutigen tage in dieser überaus beschissen gelaufenen chaos-saison noch nicht irgendjemand beim hsv darauf gekommen ist, denen überhaupt mal in irgendeiner form bescheid zu stoßen, will nicht in meinen kopf. ich glaube, da sind wir uns einig.
@ slobo
Sind wir, ja.
@Ed neee ich meinte nen aktuellen Fall, nicht aus 1957 oder 58
Fakt ist doch, dass alle gesehen haben, dass es ein Foul war und auch eine Strafe logisch ist, aber wieso hat der DFB immer den HSV in Visier, immer.
Strafe für Ellebogencheck des Brähmer Verteidigers gegen Sinalco? Nein, nicht mal eine
Ermahnung. Asa bricht Gegenspieler das Bein, für mich eine Strafe von mindestens 5.000 Spielen für die alten XXXXXXX des DFB (wird übrigens noch vor den EM umbenannt in
Deutsch-Bayrischer Mafia Verband vom Stamme Nimm = DBMVVSN).
Die Trikots werden ab sofort in rosa gehalten und auch alle Funktionäre werden in rosa
Anzügen und Röcken und Brillen rumrennen….
.
Unfassbar
Man hätte PG nie Interviews geben lassen dürfen.
Erst dachte ich, ok 5 Spiele ist er weg. Nach dem sport-Studio war mir klar mindestens 6 Spiele. (ich hatte Frust! – was für eine selten blöde Aussage) Das sagt doch das es keine emotionale Spielszene, sondern eine Tat aus Frust war. Also Tätlichkeit!
Dann noch die fehlende Einsicht….ok 7 Spiele…
…naja, ganz ehrlich, da darf er sich nicht wundern das alle ein Exempel an Ihm statuieren wollen.
Von mir aus kann er bis zum Saisonende auf der Bank sitzen, nicht weil ich die Länge der Strafe total tofte finde sondern weil er eh nicht trifft. Das einzige was mich wirklich aufregt sind die Kosten. Die interne Strafe müsste ein Gehaltsausfall für die nächsten 8 Spiele sein. Der gute PG verdient ja ganz üppig, da kann er die nächsten Wochen sicher auf den Ehrensold verzichten.
Jemanden der der deutschen Sprache nicht korrekt mächtig ist, den Inhalt seines Interviews noch zur Verschlimmerung seiner Strafe anzurechnen….. gehts hier noch?
.
Mit der selben Freude, wie jetzt auf Guerrero eingeschlagen wird,
wünsch ich mir eine Abrechnung mit den bocklosen Stammspielern des HSV.
.
Was er tat, war falsch und nicht zu entschuldigen.
.
Aber ich habe Verständnis dafür, warum er ausrastete.
.
Seit Jahren predigt man den Charaktertest und ähnliches Geschwafel.
.
Von Fink höre ich 100 Prozent Fitness ist ein Muss für einen Platz in der Mannschaft.
.
Sprechblasen über Sprechblasen.
Interessant wird es doch sein zu sehen wie Fink nach paolos sperre reagiert.Slobo wurde ja längere Zeit nach seinem dämlichen Foul nicht mehr berücksichtigt. In aller Konsequenz müsste das heissen Paolo spielt diese Saison nicht mehr.
Hier noch mal zu Erinnerung,Bilder von Foul’s, würgen und schlagen :
xxhttp://www.spiegel.de/sport/fussball/0,1518,819410,00.html
Verständnis für diese Aktion? Wenn Dir demnächst einer auf der Straße einfach auf die Schnauze haut und danach sagt:”Sorry, hatte Frust.” Hast dann auch Verständnis dafür? Oder Dein Kind einen weggrätscht und danach sagt:”Hatte auch Frust wie Onkel Guerrero.”
Slobo wurde, wg. seines vermeintlichen Foul nicht eingesetzt. weil Bruma sehr gut gespielt hat.
Komme soeben von der Arbeit und lese über den unverhältnissmäßig hohen Antrag von
8 Spielen Sperre für Guerero! Hier denke ich unwillkürlich an den Kung Fu Tritt von
Wiese gegen Ivica Olic wofür es nicht mal gelb gab. Tja es ist eben der HSV dem man
hier einen rein drehen kann wie z. B. bei der Personalie Siegenthaler und Sammer.
Ich hatte mit einem Antrag von 5 Spielen gerechnet. Der Einspruch seitens des HSV ist nur einmal richtig. Ob es was bringt wage ich zu bezweifeln.
Was sind hier doch für Kleingeister , Moralisten, Pharisäer und typisch Deutsche am Werk.
*
*
8 Spiele Sperre sind eine Sauerei ohne gleichen.
.
Hier wird an einem Spieler ein Exempel statuiert, der vorher weder jemals eine Rote noch eine gelb/rote Karte bekommen hat,
und seinen Gegenspieler bei dem sanktionierten Foul nicht einmal auch nur ganz leicht verletzt hat.
.
Nichts nicht einmal eine Schramme hat diese Blutgrätsche bewirkt.
.
Aber jetzt müssen schon kleine Kinder herhalten die aus Frust Erwachsenen in die Fresse hauen könnten und ähnliche Spinnereien von kranken Hirnen.
.
Ich habe mich über manches Tor , und den Einsatz des Jungen gefreut, sein hohes Gehalt enthält auch das Handgeld und ist nicht ihm anzukreiden.
.
Von daher verstehe ich nicht, wie ein HSV Fan jetzt über Paolo herfällt, den Stab über ihn bricht und ihn mit Häme begleitet verdammt.
.
Ich vermute das bei den Kleingeistern hier im Blog, getarnt als HSV Fans, überwiegend der Neid auf den Spieler das Denken diktiert.
Max_Merkel
Ich vermute das bei den Kleingeistern hier im Blog, getarnt als HSV Fans, überwiegend der Neid auf den Spieler das Denken diktiert.
—–
absolut treffend formuliert!
diese furchtbare unart, dass immer alles das grösste, tollste aber noch viel lieber, weil only bad news are good news”, das furchtbarste, brutalste katastrophalste etc etc etc sein muss wird immer wiederwertiger.
es ist halt spannender einen brutalen flaschenwerfer und nun achtung bösartigen 30cm falschparker<—igitt schäm dich, fertigzumachen und offen auf die schlachtbank zu geleiten als einen herrn noveski, dejagah oder eben herrn ottl für ähnliche vergehen abzustrafen. wen interessieren schon die 3 obengenannten?
das der dfb nun nach nach der geballten medienschelte und den auftritten der selbsternannten experten nicht anders kann als so zu handeln ist auch klar.
aber ob nun 4 oder 8 spiele sperre…wir haben ganz andere sorgen.
Max Merkel:
Es geht hier nicht um Moral, ich denke wir sind einer Meinung, dass die Sperre überzogen ist. Man hätte nur cleverer reagieren können. Du kannst Dich mit den Medien anlegen, ich denke da verlierst Du immer. Von daher hätte der HSV schlauer sein müssen. Was solls, ich bin dafür, dieses Thema, weitgehend abzuhaken und nach vorne zu schauen. Wenn die Mannschaft nur ein bisschen Charakter hat, reisst sie sich ab sofort den Arsch auf. Dies hat übrigens Fink immer betont, man kann verlieren, auf die Art und Weise kommt es an. Und das hat mich am Samstag so richtig angenervt. Grosse Klappe und nicht viel dahinter.
Max_Merkel sagt:
5. März 2012 um 17:35
Was sind hier doch für Kleingeister , Moralisten, Pharisäer und typisch Deutsche am Werk
—————
Jonny und vorneweg dein Busenfreund Düllen!
—————-
Ich vermute das bei den Kleingeistern hier im Blog, getarnt als HSV Fans, überwiegend der Neid auf den Spieler das Denken diktiert.
.
Wann gehts hier wieder um die Rettung des HSV vor dem Abstieg.
Ich habe Angst, große Angst. Hope, gib mir Hope.
.
Immer noch frustriert und Ihr macht es nicht besser!
.
Nur der HSV
Das einzige, was man Guerrero zur Last legen kann, sind nicht die Emotionen, sondern lediglich sein fataler Umgang mit ihnen.
Bereits in der ersten Halbzeit sagte ich – nicht ahnend, was da noch kommen sollte – auf der Tribüne: “Guerrero tut mir leid.” Warum sagte ich das? Der arme Kerl bekam unzählige kaum brauchbare hohe Alibi-Pässe, mit denen seine Kollegen die Verantwortung abgaben. Alles Drecksdinger! Er jedoch haute sich nach Kräften rein, gewann nahezu jeden Kopfball, konnte aber durch das unispirierte Offensivspiel überhaupt nicht seine Stärken einbringen. Das nervt! Und es nervt mit jeder Minute mehr! Dann führte Stuttgart auf einmal 3:0, auch durch zwei Elfmeter. Guerrero wurde bearbeitet, beharkt, festgehalten – und bekam nix! Ein Fußballer, der da nicht – zumindest innerlich – explodiert, ist kein Fußballer.
.
Leider war sein Ventil dann eher ungeeignet…
H A L L O?
8 Wochen Sperre für ein grobes Foulspiel? Ohne Wiederholungstäter zu sein? Spinnen die beim DFB komplett?
Jones hat für eine Aktion bei unterbrochenen Spiel, die nur den Zweck hatte eine Verletzung des Gegners wieder aufbrechen zu lassen 6 Wochen bekommen.
Guerro hat in einer Zweikampfsituation während des Spiels ein grobes Foluspiel begangen.
Logicherweise kann dieses bei einem Ersttäter nur mit 4 Wochen bestraft werden.
Wo ist denn sonst die Relation?
@ HSV-Wolle, Du warst von mir nicht gemeint, einen HSV Fan der hier schreibt : ” Jonny und vorneweg dein Busenfreund Düllen!”
.
Der also nicht einmal erkennt das ich und mein sogenannter Busenfreund Dyllen bei der Beurteilung jedes Spielers und alles was den HSV betrifft Meilenweit auseinanderliegen.
.
Nein so einen H A S E N meinte ich nicht. Du, bester HSV Wolle, Du solltest Dich um Deinen Präsidenten kümmern, denn der ärmste irrt hier teilweise ganz schlimm durch den Blog.
Paolo ist unser einziger Stürmer von internationalem Format – sein Ausfall ist nicht zu kompensieren. Sein Foul entsprang seinem Frust und seiner Rage. 4 Wochen Sperre und gut ist.
.
Jones dagegen sieht seinen am Boden liegenden Kontrahenten, überlegt in aller Ruhe, wie er ihm am besten eins auswischen kann, tappt dann lammfromm um ihn herum und tritt absichtlich auf den ohnehin schon verletzten Fuß. Hier offenbart sich niedrigste Gesinnung. Es ist nicht zu erklären, warum Paolo härter bestraft werden soll und dies kann nicht akzeptiert werden.
Zumindest führt die unangemessene Strafforderung durch den DFB dazu, dass die Diejenigen, die das Foul vermutlich richtig einzuordnen wissen, hier die Oberhand bekommen. Gott sei Dank.
Max Merkel 17:35 Uhr: Wirklich starker Beitrag, kann ich so unterschreiben. Wenn ich selbst auch nicht glauben kann, dass ich das gerade geschrieben habe.
Ja Holleraxt, ich habe einem Deiner letzten Beiträge auch voll zugestimmt, hatte aber nicht das Verlangen es Dir kundzutun. Wir beide liegen in vielen Dingen ja dicht beieinander, so in alter Verbundenheit danke ich Dir für Deine Worte, aber der Groll bleibt.
a) 8 Spiele ist eine DFB Kampfansage an den HSV, ganz eindeutig.
Bayern mit Interesse die LEV Nr.2 Griefer ??
+
b) Paolo, Sprachprobleme : ca. 10 Jahre in Deutschland !!!
+
c) Torwart-Suche, warum -scouted-
Wo treiben sich die 25 HSV Scouts rum ???
+
TF bitte vergiss nicht bei all dem Trubel, Aufstellung nach Leistung!!
holleraxt sagt:
5. März 2012 um 18:26
Zumindest führt die unangemessene Strafforderung durch den DFB dazu, dass die Diejenigen, die das Foul vermutlich richtig einzuordnen wissen, hier die Oberhand
Kann es da 2 Meinungen geben?
Jeder, der selbst Fußball spielt oder wenigstens ein wenig Ahnung hat, kann wohl klar erkennen, das eine Strafforderung von 8 Wochen in Relation zu anderen Vergehen (Jones) absoluter Oberschwachsinn ist.
Wie will man denn dann zukünftig eine Tätlichkeit bewerten? 1/2 Jahr Sperre?
Ich halte eigentlich große Stücke auf die DFB Sportgerichtsbarkeit und kann den meisten Entscheidungen folgen (wenn ich auch nicht jede billige).
Aber was will man hier erreichen? Ein Exempel? Auch fußballhistorisch ist das völlig überzogen. Es hat noch nie für einen Ersttäter bei rüdem Foulspiel mehr als 4 Wochen gegeben. Beim der 2. roten in einer Saison gibt´s maximal 6 Wochen. Wenn man jetzt die Grenze dermaßen nach Oben schiebt, muß zukünftig jedes Foul von Hinten mit 4, jedes rüde Foul von Hinten mit mind. 6 Wochen belegt werden.
Das geht völlig an der Fußballrealität vorbei!
Mit Petric und Beister sind das ja heute Abend zwei richtig gute Nachrichten!
Weitermachen mit Umbruch!
Da haben sich noch mehr alte Spieler für eine Umleitung ihrer Karrierewege empfohlen und ein paar Junge für ein Dauerspezialintensivtraining.
.
Außerdem wäre noch die öffentliche Bekanntmachung der Diziplinarmaßnahmen bei Faulheit und unengagiertem Verhalten auf dem Platz. Lernen durch Schmerzen! Kraft durch Diziplin a la Magath.
.
Fink will sich doch wohl nicht vorwerfen lassen nicht den letzten Rest Kampf aus der müden Truppe rausgekizzelt zu haben.
.
Denn spielen können unsere Jungs ja einigermaßen. Nur mit dem unbedingten kompromißlosen Wollen bis zum Schlußpfiff hapert es ja zeitweilig dramatisch.
Fakt ist, daß durch diese ganzen Schauplätze das wirklich schlechte Spiel des HSV gegen Stuttgart völlig in den Hintergrund tritt, regelrecht verschleiert wird. Taktik?