Monatsarchiv für März 2012

1:0 gewonnen – Land in Sicht!

31. März 2012

Der HSV ist wieder über dem Strich – und kann doch noch gewinnen. Nach vier Niederlagen in Folge gab es im Abstiegs-Endspiel beim 1. FC Kaiserslautern einen knappen aber nicht unverdienten 1:0-Erfolg, den Marcell Jansen mit seinem Linksschuss in der 28. Minute sicherte. Dank des überragend haltenden Keepers Jaroslav Drobny konnte der HSV aber diesen so wichtigen Dreier sichern – der Tscheche war der überragende Mann. Glück für den HSV, dass in der 87. Minute kein Elfmeter gegen Hamburg gepfiffen wurde, als Gojko Kacar den Lauterer Wagner im Fünfmeterraum zu Fall brachte. Der HSV kann jetzt erst einmal wieder auf- und durchatmen, es ist wieder Land in Sicht. Aber geschafft ist es immer noch nicht, es folgen immer noch sechs Endspiele, denn die Konkurrenz schläft nicht, wie Freiburg, Mainz und Augsburg zeigen. Jetzt muss der HSV endlich einmal zu Hause nachlegen – gegen Leverkusen im Volkspark.


Von links: Bert Ehm, Lotto King Karl, Dieter Matz, Marcus Scholz

Es ging ja schon gut los: Heiko Westermann gewann die Seitenwahl gegen den Kollegen Tiffert. Ein gutes Omen? Mit Spaß und Lockerheit, so hatte es Marcus Berg vorher gesagt, sollte der Betzenberg gestürmt werden. Aber der Spaß war dem Schweden schnell vergangen, denn er hatte schon nach wenigen Sekunden eine blutende Kopfplatzwunde nach einem Duell mit Rodnei. Minutenlang musste Berg behandelt werden. Spaß und Lockerheit waren aber auch bei den Bergs HSV-Kollegen nicht vorhanden. Zu Beginn war es ein einziges Gewürge und Gestochere, wobei der Tabellenletzte etwas dynamischer wirkte als der HSV.
Die erste gute Tormöglichkeit hatten dann auch die roten Teufel. De Witt, der beim Hinspiel (1:1) sein erstes Bundesliga-Tor erzielen durfte und konnte, marschierte nach einem Abstoß mit dem Ball am Fuß bis 18 Meter vor das HSV-Tor, ein Schuss, Michael Mancienne stellte sich in den Weg und fälschte den Ball ab – das 1:0 schien unvermeidbar. Jaroslav Drobny aber hielt weltmeisterlich – eine Super-Parade, der Tscheche lenkte den fast unhaltbaren Ball gerade noch über die Torlatte. „Drobo“ Drobny – Fußballgott. (11.).
Nach einer Viertelstunde schien sich der HSV gefangen zu haben, es wurde ruhiger, abgeklärter und auch sicherer gespielt, der Ball auch in den eigenen Reihen gehalten, wenn es nach vorne keine Lücken gab. Allerdings musste noch einmal Drobny die Null retten. Wieder war es De Witt, der aus zwölf Metern flach abzog, aber Drobny tauchte flach ab und hielt auch diese Kugel fest (24.). Hervorragend.
Und was machte der HSV in der Offensive? Kaum etwas. Von Mladen Petric war nicht viel (oder kaum etwas) zu sehen, über rechts kam so gut wie nichts gen FCK-Strafraum, denn weder Ivo Ilicevic (wurde permanent ausgepfiffen) noch Dennis Diekmeier konnte sich Richtung Torauslinie „vorkämpfen“. Von links kam wenigstens etwas, weil vor allen Dingen Marcell Jansen diesmal agil wirkte. Auch deshalb gab es hin und wieder mal einen Ball für Marcus Berg, der dabei seine zurzeit gute Form erneut unter Beweis stellte. Für mich schon erstaunlich, denn – ich schrieb es bereits mehrfach – vor einigen Wochen und Tagen war Berg quasi noch weit weg vom Fenster. Jetzt aber macht er seine Sache erstaunlich gut, er hält die Kugel klug (wie vorher oft Paolo Guerrero) und verteilt sie auch geschickt. Bravo!
Auf diese Art fiel auch der Hamburger Führungstreffer. Zweite Flanke von Dennis Aogo von links, am langen Pfosten lauerte Berg. Der Schwede hätte die Kugel direkt nehmen und auf das Tor schießen können, doch er machte es mit viel, viel Übersicht. Er legte den Ball zur Mitte ab, hervorragend gemacht, Ilicevic schoss, der Ball prallte von einem Lauterer ab – Elfmeter? Diese Frage umging Jansen eiskalt, denn er behielt die Nerven und die Übersicht, schoss flach aus zehn Metern ein. Welch ein Jubel im HSV-Team, und auch in der HSV-Kurve wurde wie beim Karneval in Rio gefeiert. Traumhaft. Endlich einmal eine HSV-Führung – so lässt es sich ja in der Tat etwas entspannter spielen.
Personell eng wurde es in der 35. Minute: Diekmeier am Boden, Diekmeier musste draußen behandelt werden. Die bange Frage: wer kommt für den Verteidiger? Da saß nur noch ein „Defensiver“ auf der Bank: Linksfuß Slobodan Rajkovic. Auch deshalb saß er ganz „allein“ dort, weil sich der Mannschaftsrat ja zuvor gegen das Mitwirken von Jeffrey Bruma ausgesprochen. Und so dick ist die Spielerdecke des HSV eben nicht mehr. Was daran zu erkennen war, dass zu Beginn des zweiten Durchgangs mit Jacopo Sala ein Spieler kam, der eher offensive Qualitäten hat.
Nach dem Seitenwechsel kam der HSV besser zum Zuge. Petric hatte das 2:0 auf seinem linken Fuß, doch Sippel hielt. Wenn es glücklich gelaufen wäre für den HSV, aber das haben wir ja schon lange nicht mehr erlebt, hätte der mitgelaufene Jansen die Kugel ins leere Lauterer Tor befördern können, aber er bekam den Ball zu plötzlich vor seinen rechten Fuß – Chance vorbei (47.) . 120 Sekunden später hatte Gojko Kacar das zweite HSV-Tor auf dem Kopf, doch Sippel hielt diesmal glänzend. Wie im Gegenzug Drobny gegen Sahan – nur Eckstoß für die „Teufel“.
In der folgenden Zeit machte das Schlusslicht richtig (gut) Druck. Irgendwie schien der sich nun ein wenig zu weit zurückziehende HSV um ein Gegentor zu betteln.

Die Einzel (diesmal etwas kürzer, weil gleich die Internet-Sendung beginnen soll):

Jaroslav Drobny war ein überragender Rückhalt – trotz seiner muskulären Probleme im Oberschenkel. Note eins für den Tschechen.
Dennis Diekmeier hatte hinten keine besonders starken Szenen gegen Bugera, schaffte es aber auch nach vorne nicht oft, Akzente zu setzen. Da muss irgendwann schon einmal mehr kommen. Er musste zur Pause verletzt raus. Heiko Westermann wie ein Fels in der Brandung – großartig, der beste Feldspieer des HSV. Michael Mancienne stand seinem Kapitän eisern und fest zur Seite, ebenfalls eine sehr, sehr gute Partie. Dennis Aogo hatte seine Seite gut im Griff, verstand sich diesmal auffällig gut mit Jansen. Beide konnten durchaus auch im Spiel nach vorne gefallen.
David Jarolim, der Super- und Vollblut-HSVer, war wieder eine große, hervorragende Stütze des Teams, ein toller Stabilisator, an dem sich alle orientieren konnten. Was der Dauerläufer wieder an Bällen erkämpfte, das ist einfach nur riesig. Kompliment, „Jaro“, ganz dickes Kompliment, das ist immer noch allererste Sahne.
Bei Gojko Kacar wechselten sich gute und nicht so gute Szenen in bunter Reihenfolge ab, in der zweiten Halbzeit hatte er sein Spiel etwas besser im Griff. Grundsätzlich aber muss er noch viel, viel mehr machen – und besser werden. Er hat es doch einst gekonnt.
Ivo Ilicevic blieb eine Halbzeit lang blass, total blass sogar, dann taute er an alter Wirkungsstätte ein wenig auf. Pech für ihn, als er in der 63. Minute nur die Torlatte des FCK-Gehäuses traf. Die Vorarbeit, die soll auch erwähnt werden, kam von Berg und Kacar, der den Ball per Hacke vorlegte. Bester Angriff des Spiels! Links hatte Marcell Jansen einen seiner besseren Tage im HSV-Trikot erwischt – nicht nur wegen des Tores. Allerdings hätte er in der 64. Minute fast das 1:1 verschuldet, als er nach einer Linksflanke Tiffert zum Kopfball kommen ließ – das hätte ins Auge gehen können. Zum Glück sind die Pfälzer ja keine Weltmeister in Sachen Tore schießen . . .
Mladen Petric war lange Zeit nicht zu sehen, aber in Halbzeit zwei legte er zu – das war okay. In der 80. Minute wurde er vom Platz genommen, für ihn kam Heung Min Son –der alles das, was gut aussah, verstolperte. So geht das nicht mehr, Herr Fink! Aber Gökhan Töre ist wohl ebenfalls ein wenig in Ungnade gefallen.
Und Marcus Berg hat, wie schon geschrieben, seine gute Form erneut bestätigt, allerdings schienen ihm im zweiten Durchgang doch ein wenig die Kräfte zu schwinden.
Jacopo Sala mischte auf ungewohnter Position gut mit, das war fast souverän zu nennen.
Ein Blick zum Osterwochenende: Bayer Leverkusen verliert daheim gegen Freiburg. Das allein ist schon nicht gut, aber was passiert mit dem Trainer? Wenn Robin Dutt vor die Tür gesetzt wird, dann kämen die Millionäre aus Leverkusen wohl mit einem neuen Coach – nicht gut für den HSV. Gewiss nicht. Aber mal abwarten.

Und jetzt gleich wollen wir im Internet bei Matz ab auf Sendung gehen.

Jarolim: “Es geht um die Existenz des HSV”

30. März 2012

Auswärts war der HSV doch meistens eine Macht. Bis auf Schalke und Wolfsburg. Aber auswärts ging es doch meistens, mal abgesehen vom Saisonbeginn, als es gegen Dortmund, Bayern und Bremen nicht so recht klappte. Aber danach sah es doch auswärts meistens gut aus. Ein Strohhalm in der schweren Lage? Vielleicht. Auswärts beim Tabellenletzten, das müsste doch eigentlich klappen. Gerade jetzt, wo doch auch der letzte HSV-Profi begriffen haben soll, wo ihm das Wasser steht – zurzeit. Bis Unterkante Unterlippe. Und da der Gastgeber auch noch kommen muss, weil er schon kräftig Wasser über die Unterlippe in den Mund bekommen hat, müsste doch eigentlich in der Pfalz etwas zu machen sein. Müsste . . .

Sieben Spiele hat der HSV ja noch, sieben Spiele wahrscheinlich auch noch für David Jarolim – mit der Raute auf der Brust. Und mit jedem dieser „Jaro-Abschiedsspiele“ wird der Tscheche wichtiger für das Team. Eigentlich war Jarolim ja gar nicht (mehr) im Mannschaftsrat, zu Saisonbeginn (unter Michael Oenning) waren das vier Herren: Jaroslav Drobny, Heiko Westermann, Dennis Aogo und Mladen Petric. Doch als Trainer Thorsten Fink kürzlich nach dem Mannschaftsrat befragt wurde, zählte er „Jaro“ wie selbstverständlich mit auf. Als er dann darauf hingewiesen wurde, dass Jarolim (eigentlich) gar nicht dazu gehören würde, sagte Fink etwas säuerlich: „Wer bestimmt denn das? Ich bin doch hier der Trainer. Und wenn ich sage, dass Jarolim dazugehört, dann gehört er dazu.“ Natürlich.

Deswegen spielt er ja jetzt auch. Und übernimmt Verantwortung. Als einer der ersten HSV-Profis schon etwas früher . . . Weil er die Zeichen der Zeit rechtzeitig erkannt hatte. Heute hat „Jaro“ im Hinblick auf das erste von sieben „Abstiegs-Endspielen“ gesagt: „Es ist für uns kein Alles-oder-nichts-Spiel, danach gibt es noch sechs Spiele, genügend Partien, in denen auch noch etwas zu machen ist. Für Kaiserslautern allerdings geht es schon um alles, da ist dieses Spiel schon die letzte Hoffnung – und für uns könnte es in der Tabelle nach vorne gehen, allerdings nur mit drei Punkten.“ In der Tat. Aber Jarolim baut gleichzeitig auch Druck für die Mannschaft auf: „Wichtig ist, dass wir definitiv nicht verlieren dürfen, wir können uns keine Niederlage erlauben.“

Gut zu wissen. Für alle. Aber wie verliert man bei einem hoch motivierten Tabellenschlusslicht, das um seine letzte Chance kämpft, nicht? „Die Bundesliga ist zu ausgeglichen als dass wir sagen können, dass wir Kaiserslautern einfach mal so weghauen. Nur wenn wir alle 100 Prozent bringen, können wir dort auch bestehen. In Wolfsburg haben wir zuletzt mit Sicherheit nicht gut gespielt, aber wir haben defensiv schon wieder viel besser gearbeitet, daran müssen wir anknüpfen. Es geht hier nicht darum, schön zu spielen, wir brauchen eine Defensive, die bestens organisiert ist, da stehen wir alle in der Verantwortung. Es geht hier nur um die Punkte, die müssen wir nach Hamburg holen – es geht um die Existenz des HSV.“

Dann sagt „Jaro“ auch noch: „Wir dürfen trotz der schwierigen Situation nicht verkrampfen. Wir brauchen zwar eine gewisse Spannung, aber wir müssen trotz allem locker Fußball spielen. Wir können mit einem gewissen Vertrauen in das Spiel gehen, und einfach mal darauf hoffen, mal ein Scheiß-Tor zu machen – einfach mal Glück zu haben. Denn es nämlich immer wieder sehr schwierig, nach einem Rückstand zurück zu kommen. Ich hoffe, dass es in Kaiserslautern einmal umgekehrt der Fall sein wird.“

Das hoffen wir alle. Inständig. Und eigentlich müsste der HSV ja auch in der Lage sein, bei einem Tabellenletzten, der in 27 Spielen erst 17 Tore erzielt hat, auch „etwas“ zu holen. Schließlich haben Trainer wie Sportchef immer von der „guten Qualität“ der HSV-Mannschaft gesprochen. David Jarolim aber nimmt diesen Ball dankbar auf und warnt: „Man muss diese gute Qualität aber auch endlich einmal im Spiel sehen, man kann nicht immer nur die ganze Saison darüber reden. Das, was wir eventuell an Qualität mehr haben, das machen andere Mannschaft mit Leidenschaft und Kampf wett, ich hoffe, dass es mit diesem Gequatsche jetzt endlich vorbei ist, man muss mit Herz und hundertprozentiger Spannung dabei sein. Wer das beherzigt, der ist im Moment auch am weitesten vorn. Ich hoffe, dass jetzt der Geist in unserer Mannschaft stimmt.“

Auch da hoffen wir alle mit ihm. Wobei der Mannschaftsrat ja wohl die Empfehlung ausgegeben hatte, auf Jeffrey Bruma zu verzichten. Diesem Vorschlag wurde schon in Wolfsburg entsprochen, und auch diesmal wird Bruma fehlen. Er trat die Reise in die Pfalz gar nicht erst mit an. Ein dicker und fetter Denkzettel für ein großes Talent. Der Niederländer aber soll zuletzt den Bogen überspannt haben. Zu lässig, zu nachlässig und zu großspurig soll er mit der prekären Lage des HSV umgegangen sein, was bei den erfahrenen Kollegen nicht sonderlich gut ankam – eher war das Gegenteil der Fall. Nach Muhamed Besic der zweite „Fall“, in dem sich ein junger Mann zu lax über die angespannte Lage des Klubs hinwegsetzt. Es gibt ja das Gerücht, dass zudem auch noch der eine oder andere weitere „Jüngling“ ebenso denkt, aber da hoffe ich nun wirklich mal, dass es sich dabei nur um Gerüchte handelt. Ansonsten wäre es beschämend, dann hätten diese Jungs tatsächlich den Beruf (des Profi-Fußballers) gründlich verfehlt. In meinen Augen kann es jetzt auch gar nicht darum gehen, dass ein Spieler (wer auch immer) den Anspruch erhebt, spielen zu müssen. Es geht hier nicht um irgendeinen Egoismus, sondern nur um die Raute. Da hat sich ein jeder zurückzunehmen, Einzelschicksale stehen hier nicht auf dem Programmplan, es geht hier einzig und allein um den Bundesliga-Dino, der muss unter allen Umständen am Leben gehalten werden.

Wer denn unbedingt glaubt, immer spielen zu müssen, der soll am Ende der Saison seine Koffer packen – und sich einen anderen Arbeitgeber suchen. Ich allerdings habe hier in dieser Saison keinen Spieler erlebt, der einen solchen Anspruch für sich erheben kann. Wobei ich Gökhan Töre schon eine überragende Hinrunde attestieren würde. Dann aber wurde der Deutsch-Türke schwerer verletzt, und nun jagt er seiner guten Frühform aus dem Herbst immer noch hinterher. Leider. Heute beim Abschlussspielchen allerdings, als er in der B-Vertretung (neben Paolo Guerrero, der wieder dabei ist!) spielte, dribbelte er schon wieder recht schwungvoll und vielversprechend auf. Vielleicht schießt und dribbelte Töre den HSV ja doch noch zur Rettung – die Hoffnung stirbt zuletzt.

Ebenfalls nicht mit in die Pfalz ist Tomas Rincon gereist. Der Venezolaner hat eine kleine und verschleppte schmerzhafte Knochenabsplitterung am Schienbein und soll sich mal eine Woche auskurieren – er wird in der Schlussphase der Saison ganz sicher noch benötigt. Für Rincon rückt Per Skjelbred in den Kader, für Bruma kommt Jacopo Sala wieder hinzu.

Beim heutigen Training gab es noch drei Auffälligkeiten:
Marcus Berg traf selbst dann, wenn er den Ball nicht voll und richtig getroffen hatte, ins Tor. Das sah richtig gut aus, in dieser Form könnte er morgen im Fritz-Walter-Stadion ruhig und gerne weitermachen. Ein wenig Angst habe ich noch um zwei andere „Kandidaten“. Mladen Petric hat Rücken. Er hat zwar durchtrainiert, aber er wirkte nicht absolut fit dabei – ging und lief immer kerzengerade. So richtig gut sah das nicht auf – ich bin gespannt. Gut sah auch Jaroslav Drobny nicht zwischen den Pfosten aus, wobei ich nicht auf Äußerlichkeiten ansprechen will. Der Tscheche hat muskuläre Probleme im Oberschenkel, die ihn schon in der Woche zu einem nur unregelmäßigen Training zwangen. Aber: Drobny hielt nicht unbedingt souverän, da offenbar auch nicht richtig fit. Hoffentlich halten die Muskeln morgen alle Anstrengungen aus – sodass „Drobo“ auch richtig gut halten kann. Nicht auszudenken, wenn es . . . Nein, daran mag ich nicht denken.

So, nun noch schnell
„Einer von Euch“.

Diesmal hat die Abteilung Moderation den „Matz-abber“ „Peschino” herausgegriffen. Und ab:

Werde wohl langsam senil und komme mit dieser schnellebigen Zeit nicht mehr klar. Was in mir vorgeht will ich mal an den Beispielen Rajkovic, Bruma, Rincon, Sala und Arslan verklickern.
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Rajkovic, der war vom Finkel erst noch (ein)gesetzt bis eine abbelgwatschte Bewegung eine haessliche Platzwunde an FCK’s Tiffert verursachte. Dann war er ganz schnell “abgehakt”. Erst durch DFB-Sperre, dann aber quasi verloschen als Stern (Sicherheitsrisiko?). Im Prinzip nun ein Entsorgungs-Fall.
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Bruma, der Nachfolger. Machte seine Sache hinten recht ordentlich und netzte sogar mal nach Standards ins richtige Tor. Der war auf einmal nicht nur unverzichtbar, sondern auch unbezahlbar: Blogvater Matz am 3.12.2011: “15 Millionen sind schon so gemeint. Kein Mensch wird denken, dass ein niederländischer Nationalspieler für nur und lächerliche 1,5 Millionen Euro zu haben sein wird”. Verletzungen warfen ihn zurueck. Heute sitzt er auf der Bank. Niemand fordert ihn momentan zurueck in die IV. Ist sein Stern auch schon verloschen? Oder hat der HSV die perfide Taktik ihn nicht zu bringen damit Chelsea in nicht zurueckbeordert? Selbst um den Preis eines Abstiegs? Ich behaupte, 1,5 Mio wuerde der HSV fuer ihn sofort mit Kusshand nehmen (Entsorgungsfall geworden?), aber leider gehoert er Chelsea. Muss ich einen Bezug zum NL-Nati-Spieler Mathijsen und seine Abloese herstellen (Hallo, Billy)? Lieber nicht. Will auch lieber keinen Bezug auf die Zahlungsmoral mediterraner Scheich-Clubs hiereinbringen (und habe es damit doch schon getan).
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Rincon, der “Amazonas-Gatuso”, eigentlich muesste es “Orinoco-Gatuso” heissen, denn der grosse Fluss in Venzuela heisst… aber lassen wir die Korinthenkackerei. Die emsige und ach so wertvolle Arbeitsbiene auf der defensiveren “Sechs”. Spielverlagerung.de widmete ihm sogar noch ein Tuerchen auf dem Adventskalender:
http://spielverlagerung.de/2011/12/04/adventskalender-turchen-4-tomas-rincon/ Aber das ist VERGANGENHEIT!!! Heute, nachdem ihn ein Laenderspiel in Spanien zurueckwarf, eine Klatsche dazu, ist er von Jarolim (!) verdraengt, dem jarolim, dessen Spielweise in der 2.Haelfte Anno Domini 2011 allerorts geaechtet und verpoent war. Tja Rincon, noch als Ergaenzungsspieler von Beiersdorfer geholt, sollte zusaetzlich zur Zerstoerarbeit auch noch die dringend benoetigten intelligenten Paesse in die Schnittstellen spielen. Leider endete dann einer dieser allseits geforderten Versuche beim Gegner (Bremen) und es klingelte zur Unzeit im falschen Tor. Das war wohl sein “Aus”? Tja, so schnell aendern sich die Zeiten. Sterne erleuchten, Sterne erblassen. Sogar Sterne die alles mitbringen, was der HSV im Abstiegskampf braucht.
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Sala, fuer wenige Pennies gekommen und lange verletzt, im Winter-Trainingslager von Ju aus Qu (wo ist der eigentlich?) entdeckt und gefoerdert. Ja, genau dem Winter-Trainingslager, das in einem grandiosen 1:0 Testspiel-Sieg bei Arminia Bielefeld aushallte (welch Elend offenbarte sich dort nicht schon?). Nunja, in der dann bis dahin dunkelsten Stunde der Rueckrunde, gegen den BVB, flackerte nach seiner Einwechselung der kurze Schein des Jacopo Sala auf. In der Folge in der Startelf mit ordentlicher Leistung, dann mit nicht mehr so klar eindeutig ordentlicher Leistung, usw. jetzt wird er immerhin geschaetzt aber wieder aussortiert? Wie schade ist diese Entwicklung eigentlich?
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Arslan, das Dejagah-Opfer (Dejagah sass uebrigens Modell fuer René Goscinny / Albert Uderzo fuer “Asterix bei Kleopatra”, guckst du: http://www.myvideo.de/watch/3302186/Asterix_und_Kleopatra_Der_Drogenkuchen). Muehsam an die Mannschaft wieder rangerobbt und in das Guerreo-Vakuum gestossen. Gute Spiele gemacht (Gladbach, Schalke), dann, nach vergebener 100%-Torchance gegen VW, in EINEM Spiel die “Cojones” eingeklappt… und raus bist Du.
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Soll ich mit Berg weitermachen? Lieber nicht! Ich kann mir vorstellen, wie es enden wird, und ich befuerchte es wird nicht nett werden. Im allerbesten Fall landet er (seelisch wie koerperlich) unbeschaedigt auf der Ersatzbank und liest niemals diesen Blog.
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Zurueck zu meinem Punkt. Ich komme da nicht mehr mit. Der HSV taumelt. Spieler, die nach dem Saison-Start-Desaster fuer den Turn-Around standen, wurden schnell “aussortiert” bzw. sind vergessen. Sogar hier im Blog – gaaanz schnell. Sie waren kurz gut genug, wurden gepusht und gefordert, haben auch ihr Bestes gegeben aber wurden nach der ersten Schwaeche wie “heisse Kartoffeln” wieder fallen gelassen. Gleichzeitig wird hier mangelnde Identifikation mit der Raute und Soeldnermentalitaet angeprangert.
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Bin ich der einzige hier, der da nicht mehr mitkommt? Ist hier keiner, der einen der Genannten in irgendeiner Weise in der Startelf vermisst? Ist es normal dass eine halbe Mannschaft ein- und wieder aussortiert wird? Ich verstehe, dass experimentiert wird. Aber sind ALLE, die noch in dieser Stammelf sind, wirklich besser? Sind ALLE, die fuer die Aussortierten reingekommen sind, besser? Komme da einfach nicht mehr mit…
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P.S.: Die Diskussion bestimmen die von mir genannten Namen aber eher nicht. Das tun Namen wie Petric, Jansen, Aogo, Ilicevic usw. Warum die einen eiskalt aussortiert werden, an anderen aber beinhart festgehalten wird, erschliesst sich mir wie gesagt nicht immer.

Zum Schluss noch ein Hinweis auf morgen – und in eigener Sache. Da geht bei „Matz ab“ eine großartige Neuheit auf Reisen. Wir starten mit dem „Matz-ab-Talk“ – und zwar live hier bei “Matz Ab”. Gegen 17.30 Uhr (wenn ich den Bericht vom Lautern-Spiel in den Blog gestellt habe) wollen und – so behaupte ich einmal kühn – werden wir „auf Sendung“ gehen. Wir, das sind die Gäste Lotto King Karl und der erfolgreichste Amateurtrainer Hamburgs, Bert Ehm, sowie die Gastgeber, das werden „Scholle“ und ich sein. Wir werden cirka eine halbe Stunde über das eben gelaufene Spiel in der Pfalz reden, diskutieren, urteilen, analysieren und fachsimpeln. Und Ihr seid hoffentlich mit von der Partie – meines Wissens sind wir, das Hamburger Abendblatt, die erste Zeitung, die eine solche Talkrunde live im Internet anbietet.
PS: Wer es live verpasst, der kann sich später die Aufzeichnung bei „Matz ab“ ansehen. Wir freuen uns auf diese Neuheit – wir hoffen, dass es euch ebenso geht. Und natürlich hoffen wir alle, dass wir nur über einen HSV-Sieg zu reden haben werden.

Und noch eine gute Aktion von den HSV-Fans. Unter: http://www.hsv-sc.de/nc/news-anzeige/article/immer-erst-liga.html?tx_ttnews[backPid]=6
findet Ihr folgenden Hinweis:

Immer erste Liga!

Wir für Euch – Ihr für uns … Nur der HSV!

Unser Hamburger Sport-Verein e.V. befindet sich in einer schwierigen Situation und gerade jetzt müssen wir alle zusammen halten und gemeinsam alles zur Unterstützung unserer Mannschaft tun! Jetzt sind wir alle gefordert!??Gemeinsam mit vielen Personen und Gruppen aus der Fanszene, dem Vorstand und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des HSV und auch der Mannschaft haben wir in den letzten Tagen die gemeinsame Aktion??IMMER ERSTE LIGA! ?WIR FÜR EUCH – IHR FÜR UNS ?NUR DER HSV??ins Leben gerufen. Schon zu unserem morgigen Spiel in Kaiserslautern werden wir das erste kleine Zeichen setzten!??Lass uns alle gemeinsam die Mannschaft unterstützen! Sie brauchen uns! Jetzt! Bringt alle Eure Schals mit nach Lautern und macht den Gästebereich zur blauen Wand, zeigt die Farben unseres HSV, immer und überall! Singt, schreit, grölt und feuert unsere Mannschaft frenetisch an – egal wie das Spiel läuft! ??Wenn auch Euer Fan-Club diese Aktion unterstützt, dann meldet Euch bei uns, damit wir Euch mit in die Liste aufnehmen können!?Ihr habt Ideen??? Her damit, schreibt uns eine Mail an supporters(at)hsv(dot)de oder sprecht uns direkt an !??

Unterstützt von:
Vorstand und alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Hamburger Sport-Verein e.V.
Der Mannschaft des HSV ?HSV Supporters Club
HSV OFC “Kap der guten Hoffnung”
HSV OFC “Der Norden hebt ab”
Chosen Few Hamburg
1887-Shop
Abschlach!

17.59 Uhr

Vor dem Abstiegs-Endspiel in Lautern

29. März 2012

Diesmal die erfreuliche Nachricht zu Beginn des Beitrags:
Das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) hat den HSV wegen mangelnden Schutzes des Gegners mit einer Geldstrafe in Höhe von 30 000 Euro belegt. Während des Bundesligaspiels zwischen dem HSV und Werder Bremen am 18. Februar war aus dem Hamburger Zuschauerblock in Richtung des Bremer Spielers Marko Marin ein Getränkebecher geworfen worden, in dem sich ein Feuerzeug befand. Marin wurde von dem Wurfgeschoss zwar getroffen, ging kurz zu Boden, trug aber keine Verletzung davon.

Erfreulich deshalb, weil es ja auch eine etwas härtere Strafe hätte geben können. Und damit ist nicht nur das Finanzielle gemeint. Geld hat der HSV ja genug, da kommt es nicht so groß darauf an, ob es nun eine sechs- oder doch nur eine fünfstellige Zahl an Strafe gibt. Bitter ist nur, dass die, die hinterher herumquaken, dass sich der HSV keine neuen Spieler mehr leisten kann, nach Herzenslust mit dem Geld des Klubs spielen. Aber das lasse ich lieber, Geld ist ja ohnehin ein ganz besonderes Thema (bei „Matz ab“) – und bei den Bilanzen kann der HSV ganz sicher noch viele, viele weitere Strafen mühelos aus der Portokasse bezahlen . . .

Nun gut, es gibt in diesen Tagen ja auch noch die etwas anderen Sorgen um die Raute. Das Reizthema wird auch „Abstiegsgefahr“ genannt. Und da steht am Sonnabend bekanntlich ein ganz schweres Spiel auf dem Programmplan: Kaiserslautern. Was mich an dieser Partie jetzt schon total nervt ist die Tatsache, dass ich überall nur höre: „Wir haben noch sieben Spiele vor der Brust. Und nach den 90 Minuten in der Pfalz immer noch sechs.“ Das mag ja wahr sein, aber im Moment kann und darf es nur dieses eine Spielchen geben, nur dieses eine. Und das ist als absolutes Endspiel zu betrachten. Der HSV spielt beim Tabellenletzten um den Klassenerhalt. Dort muss gewonnen werden. Und dort kann eigentlich auch gewonnen werden, denn der 1. FC Kaiserslautern ist nun mal die schlechteste Mannschaft der Liga. Wenn nicht dort gewinnen, wann dann? Gegen wen dann? Da ist es total egal, dass es hinterher noch sechs weitere Spiele geben wird. Spiele, die ganz sicher nicht leichter sind, als das vom kommenden Sonnabend.

Witzig finde ich, oder besser: Kurios finde ich, dass mit Marcus Berg nun innerhalb des HSV ein Strohhalm gefunden wurde, der vor Wochen noch gar keine Option gewesen ist. Der Schwede war jenseits von Gut und Böse, er fiel nur durch magere Trainingsleistungen auf, die sogar sein Trainer festgestellt hatte. Nun aber wird genau dieser Berg zum großen Hoffnungsträger. Ein Schuss und ein daraus resultierendes Tor hat dafür gesorgt. Marcus Berg hatte, so hat es mein Kollege Lars Pegelow (NDR 90.3) ausgerechnet, in Wolfsburg exakt 17 Ballkontakte (in 90 Minuten). Einen von den 17 Ballkontakten nutzte er zum 1:1. Das macht den Schweden nun, in dieser prekären Lage des Klubs, so besonders wertvoll.

„Er wirkt sehr selbstbewusst, er hat auch in dieser Woche im Training wieder sehr schöne Tore gemacht – und er braucht für seine Tore auch wenige Chancen. Und wir brauchen so einen Spieler, denn in letzter Zeit hatten wir ja einigen große und gute Chancen, die wir nicht ausgenutzt haben. In Wolfsburg hatte Marcus Berg eine Möglichkeit, und die hat er genutzt, das zeichnet einen guten Torjäger aus. Für uns kann er in den letzten Spielen sehr wichtig sein“, sagt Trainer Thorsten Fink über seinen großen Hoffnungsträger.

Und Marcus Berg? Kann er das alles, was jetzt um ihn herum passiert, alles nachvollziehen? Der Schwede sagt: „Ich habe zwar ein schönes Tor zuletzt gemacht, aber wichtiger ist, dass wir zusammen gut spielen, dass wir die Taktik befolgen und hart kämpfen. Nur das zählt jetzt.“ Zur allgemeinen Lage befindet Berg: „Die Stimmung ist gut, das Training ist hart, aber wir sind locker drauf und haben Spaß. Und bei uns gibt es viele Spieler, die genug Erfahrungen haben, um dieses schwere Spiel zu meistern. Sie haben schon schwere Spiele hinter sich gebracht, so dass sie wissen, was auf sie zukommen wird.“

Was glaubt Marcus Berg, wie kann das Spiel in Kaiserslautern positiv für den HSV laufen? „Das wird ganz, ganz schwer, aber wir müssen die drei Punkte holen, und dazu müssen wir unser Spiel spielen, den Ball lange halten, hart kämpfen.“ Und Tore schießen. Du eine Einheit sein, die Berge versetzen will – und kann.

Dazu traf sich die Mannschaft am Mittwoch im Restaurant „Gallo Nero“ in Winterhude. Essen etwas Nicht-Alkoholisches trinken, Fernsehen, und zwar die Champions League. Und natürlich viel miteinander reden. Manchmal ist das hilfreich. „Das war locker, das war in Ordnung, wir haben in aller Ruhe beisammen gesessen – es war nur schön“, sagt Berg. Gemeinsam sind wir stark. Ob es tatsächlich etwas gebracht hat, das wird der Sonnabend zeigen.

Und wenn nicht? Dann werden die Sorgen in Hamburg noch größer – und in ganz Deutschland ebenfalls. Ich sprach heute mit Udo Lattek, dem einstmals erfolgreichsten Trainer der Welt. Auch er macht sich Gedanken um den Dino: „Ich mache, das gebe ich zu, mir natürlich Sorgen um den HSV, ich weiß aber nicht, ob sich die Leute beim HSV auch Sorgen um den Verein machen. Da habe ich meine leisen Zweifel. Was sich in Hamburg zuletzt alles so abgespielt hat – da hätte ich als Trainer keine ruhige Minute mehr gehabt“, sagt Udo Lattek und fügt hinzu: „Ich weiß auch nicht, ob jeder HSV-Spieler weiß, um was es jetzt geht. Aus der Ferne habe ich oftmals das Gefühl. Dass es dem einen oder anderen Profi wurscht ist, was passiert, denn er wird ja auch jeden Fall einen neuen Klub finden, für den er im Falle des HSV-Abstiegs weiterhin erstklassig spielen kann.“ Dann erinnert Udo Lattek an die vergangene Saison: „So lief es doch auch in Frankfurt. Da hat zur Halbzeit der Saison niemand an Abstieg gedacht, und als es passiert war, da sind die Spieler dann ganz schnell zu anderen Vereinen gegangen.“

So läuft das heute im Profi-Fußball. Udo Lattek hat mit seinen Mannschaften nie gegen den Abstieg kämpfen müssen , kennt er überhaupt ein solches Gefühl? Er korrigiert mich: „Mit Borussia Dortmund habe ich den Abstiegskampf genossen, da wurde ich als Retter geholt – eine harte Zeit. Lieber spiele ich Jahr für Jahr um die Meisterschaft, als noch einmal gegen den Abstieg. Ich habe in Dortmund auch die große Flatter gekriegt, weil man Tag und Nacht damit beschäftigt ist, einen solchen Klub vor dem Sturz nach unten zu bewahren. Keine schöne Zeit für mich.“

Was tippt Lattek für den Sonnabend? Auf Kaiserslautern oder den HSV? Er sagt: „Das ist völlig offen, und da ich beide Klubs lange nicht mehr live gesehen habe, enthalte ich mich bei diesem Tippspiel.“ Immerhin sagt Lattek in Richtung Hamburg: „Der HSV ist etwas ganz Großes im deutschen Fußball, so etwas darf nicht absteigen. Die Mannschaft ist von den Positionen her ganz gut besetzt, sie dürfte eigentlich nichts mit dem Abstieg zu tun haben, aber sie war wohl auch oft genug keine Einheit auf dem Platz – So kam es mir jedenfalls manchmal vor – Und es spielen ja auch immer mal wieder neue Leute, kontinuierlich mit einem Team zu spielen war da nicht viel.“ Dann rede ich mit dem Meister-Trainer über Paolo Guerrero, dass der Peruaner ja jetzt auch ganz schmerzlich vermisst wird. Lattek: „Ich verstehe es bis heute nicht, wie ein Spieler so ausrasten kann. Ich verstehe es nicht. Das ist doch auch eine Sache der Erziehung. Wenn ich an diesen Vorfall, an dieses Foul denke, dann macht es mich krank . . .“

Ganz zum Schluss: Wie denkt Udo Lattek über Thorsten Fink? Lattek sagt: „An ihm kann es nicht liegen, dass der HSV dort unten steht, denn überall wo ich hinhöre, wird er gelobt. Vor allen Dingen in der Schweiz, da wird er mit Lob geradezu überhäuft . . .“

Vielleicht kann man das ja auch irgendwann in ferner Zukunft über Hamburg und Thorsten Fink sagen. Vielleicht.

So, schnell noch ein Blick zum Gegner:

Trainer Krassimir Balakow setzt bei Bundesliga-Schlusslicht 1. FC Kaiserslautern vor dem Abstiegsduell gegen den HSV auf Torschusstraining, Einzelgespräche und eine Prise Lockerheit. „Im Fußball ist Psychologie ein wichtiger Faktor. Wir wollen mit Mut nach vorne spielen und beschäftigen uns nicht mit dem Gegner“, sagte Balakow, der am Donnerstag seinen 45. Geburtstag feierte.

Seit 17 Spielen hat der FCK nicht mehr gewonnen und in dieser Saison erst 17 Tore erzielt.

Und dann noch „Matz-ab-intern“

„Der Allgäuer” schreibt:

PROST – wer trinkt mit mir? Ich habe heute Geburtstag und schon mal auf das neue Lebensjahr angestossen. Das zweite Glass will ich jetzt auf den H S V leeren, damit die Mannschaft in Kaiserslautern das Punktekonto um 3 Punkte füllt. Ich gehe mal ganz fest davon aus auch im 72sten Lebensjahr mit dem HSV in der 1.BUNDESLIGA zu spielen.

Eure Kommentare lesen sich alle, durch die Bank, wie aus dem tiefen dunklem Keller in dem wir zurzeit sitzen und wir hoffen inständig die Tür nach oben noch vor dem Abpfiff der Saison zu finden. Ich bin sicher, wenn wir alle wollen dann finden wir die Tür und sehen wieder Tageslicht in dem wir dann in der nächsten Saison -umgebrochen- ungebrochen wieder auf die treffen, die uns in dieser Saison so manches Mal die Nase gezeigt haben. Ab morgen erhole ich mich für eine Woche in der Türkei und dann geht es aufbauend auf dem Dreier vom Betzenberg in die letzten 6 (END-)Spiele dieser Saison und dann ist Tag der Abrechnung an dem wir auf einem Platz stehen, der den DINO auch in der nächsten Saison in der 1. Bundesliga spielen lässt. (An Geburtstagen sind Wünsche ja nun mal erlaubt!!!!)
Euer Allgäuer.

Von „we_are_family“ kam das:

… Ähnlich klang CEJ zum Thema “Generationen” am Sonntag im Sportclub. Zitat: “…. In erster Linie den Spielern des Mannschaftsrates kommt jetzt eine besondere Aufgabe zu. In erster Linie unser Kapitän Heiko Westermann, der das auch macht, aber auch Drobny, Jaro, Petric und Aogo müssen voran gehen, müssen den 19-jährigen den Weg weisen und motivieren” … – Über wie viele reden wir da eigentlich, die 19 oder jünger sind, die sich seit Wochen um die 18 Plätze im Kader und der Start 11 streiten? ….. Über genau EINEN, nämlich Son! – Gegen Wolfsburg hatte unsere Start11 ein Durchschnittsalter von 26,7 (!) Jahren; der jüngste war mit 22 Dennis Diekmeier! Alle 11 Nationalspieler! (Werder 22,7 (!), Freiburg 23,7 (!).
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Wir werden von 3 Spielern in den Abstiegskampf geführt, die – Stand heute – in der neuen Saison nicht mehr beim HSV sein sollen. Dazu Spieler, die im Falle eines Abstiegs und nicht akzeptierter Gehaltskürzungen ablösefrei gehen könnten. Wirkt sich das eher motivierend aus oder besteht die Gefahr eines “Mir doch egal, über MEINE Zukunft brauche ich mir keine Gedanken zu machen”.? … Ich weiß`es nicht. Das alles unter der Leitung von 3 Bundesliga-Neulingen (VV, SpoDi, Trainer), die alle 3 Null Erfahrung im Abstiegskampf haben.
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Sonnabend wird richtungsweisend und der Rest der Saison ein Tanz auf der Rasierklinge. Hoffentlich geht es gut!

Und vom HSV-Presseservice kam auch das noch:

Ostern mit der ganzen Familie zum HSV Am Ostersonntag, 08. April 2012, empfängt der HSV das Team von Bayer 04 Leverkusen in der Imtech Arena (Anstoß 17.30 Uhr). Zum Fest der Familie öffnet der HSV die komplette Südtribüne zu Familienblock-Konditionen. Die Preise liegen bei 34 EUR bzw. 25 EUR für Erwachsene und 10 EUR für Kinder. Die Tickets sind wie alle anderen Karten auch im Onlineshop auf www.hsv.de, in den HSV Fanshops, im Service Center in der Imtech Arena, in allen HSV-Vorverkaufsstellen oder über die Telefonhotline 01805 – 478 478 (0,14 EUR/Min. aus dem Festnetz; Mobilfunk max. 0,42EUR/Min.) erhältlich.

Training ist am Freitag nicht öffentlich.

19.16 Uhr

In eigener Sache:
Am Sonnabend wartet eine wirklich nette Überraschung auf Euch, eine absolute Neuheit – nicht nur bei Matz Ab! Mehr dazu im morgigen Blog…

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