Tagesarchiv für den 26. Februar 2012

Gänsehaut bei der Halbzeitansprache

26. Februar 2012

Lieber Bob (in Anlehnung an Deinen ersten Kommentar zu meinem gestrigen Artikel),
natürlich auch liebe “Matz-abber”,
der folgende Absatz aber ist vor allem für und an Bob:
Wenn ein Verteidiger auf der Torlinie angeschossen wird, dann darf der da erstens stehen, und zweitens gehört auch ein Verteidiger zum Spiel (des HSV). Und ferner darf auch ein (so guter) Torwart wie Jaroslav Drobny den einen oder anderen Ball halten, denn dafür wird er erstens bezahlt, zweitens ist das seine einzige Aufgabe – abgesehen davon, dass er den Ball nach einem Aus wieder ins Spiel zu bringen hat. An meiner Spielanalyse, so glaube ich, hätte das aber nichts geändert – und ich habe inzwischen auch von einigen Kollegen, die in Mönchengladbach waren, Zuspruch erhalten. Aber wie gesagt, jeder darf und jeder soll natürlich auch seine eigene Meinung haben – und verbreiten. Davon lebt „Matz ab“.

So, ganz normal weiter:
Wo ich gerade bei Drobny war: Der Tscheche hat mir imponiert. Steht mit einer Bärenruhe unerschütterlich zwischen den Pfosten, sagt nicht einen Ton – und hält riesig. Wohl wissend, dass er im Sommer von Rene Adler abgelöst wird. Das hat echte Klasse, „Drobo“, und das dokumentiert eine einwandfreie profihafte Einstellung. Wie bei Landsmann David Jarolim ebenfalls feststellbar.

Natürlich hat Drobny nicht allzu viel zu tun gehabt, am vergangenen Freitag, aber es waren bei den wenigen Sachen doch Dinge dabei, die ein Torwart nicht unbedingt halten muss. Und dazu hatte der HSV-Keeper ja auch in der Woche noch „Knie“. Nein, nein, das war in meinen Augen eine glatte Eins, Herr Drobny!

Ich hätte es darüber hinaus ja auch professioneller vom HSV gefunden, wenn der Adler-Transfer noch nicht an die Öffentlichkeit gedrungen wäre. Im Interesse des sportlichen Erfolgs. Und: Was ist, wenn Drobny auf einmal wieder einmal daneben greifen würde? Würde man ihm da nicht unterstellen, in Gedanken schon Abschied vom HSV genommen zu haben? Mir ist es rätselhaft, warum solche Transfers immer und immer wieder auf den „Markt“ gelangen. Kann man nicht einfach mit Adler im Stillen einig sein, den Vertrag unterschreiben und weiterhin Stillschweigen vereinbaren?
Nein, ganz klar, man kann nicht. Ich bin (auch in dieser Beziehung) wohl ein ewiger Träumer. Schade ist es trotzdem. Auch um Drobny, der uns allen wohl eindrucksvoll gezeigt hat, welch ein guter Torwart er ist. Trotz der Formkrise zu Beginn der Saison.

Sportchef Frank Arnesen zu diesem speziellen Drobny-Thema: „In Sachen Rene Adler haben wir am Mittwoch eine Entscheidung. Und zu Jaroslav Drobny: Wir sind mit ihm im Gespräch. Grundsätzlich ist es aber auch so, dass wenn ein neuer Spieler kommt, dass das Ansporn für unsere Spieler sein muss. Und Jaroslav hat gezeigt, dass er diese Situation angenommen hat, er hat in Gladbach hervorragend gehalten, hatte viele hervorragende Szenen – er ist als Torwart besser als gut.“

Thorsten Fink hat zum selben Thema folgende Meinung: „Zu Rene Adler sage ich weiterhin nichts. Und zu Jaroslav Drobny kann ich nur sagen, dass er hervorragend gehalten hat. Er ist mental richtig stark, hat sich von den Diskussionen nicht beeinflussen lassen – er ist einfach ein guter Typ.“ Stimmt genau.

„Drobo“ und „Jaro“ – ein einfach nur gutes Gespann. Denn auch Jarolim hat in Mönchengladbach wieder eine Klassepartie abgeliefert. So dass ich am Wochenende quasi angebettelt wurde (von einem Mann, der sowohl den HSV als auch St. Pauli im Herzen hat – so etwas gibt es tatsächlich!): „Didi, du musst einfach dafür sorgen, dass Jaro noch ein weiteres Jahr beim HSV spielt, der ist so stark wie nie.“

Zu diesem Thema wollte ich eigentlich eine Mail an mich erst später veröffentlichen, aber jetzt passt sie gerade so gut, deswegen nun los:


Lieber Herr Matz,
ich habe Sie in oftmals im Blog wegen Ihrer Lobhudelei für David Jarolim kritisiert.
Ich möchte mich hierfür auf diesem Wege bei Ihnen entschuldigen.
Siehe nachst. Blogbeitrag.
Mit freundlichen Grüßen Reinhard H. aus Lengede.

„Reinhard 1954“ sagt:
25. Februar 2012 um 17:39
Dobry den (Guten Tag) Herr Jarolim.

Die Leistung die Sie gestern gezeigt haben, kann man nur als phänomenal bzw. grandios bezeichnen. Ich entschuldige mich hier abermals, für die vielen vielen kritischen Statements meinerseits Ihnen gegenüber. Sie sind im Moment ein ganz ganz wichtiger Baustein im HSV-Gebilde. Kein Spieler beim HSV identifiziert sich so mit dem HSV und trägt die Raute so tief im Herzen wie Sie. Sie und Rincon waren gestern die entscheidenden Männer beim HSV. Wenn statt Jarolim und Rincon gestern Kacar und Tesche gespielt hätten, hätten wir wahrscheinlich verloren.

Schade dass der Linienrichter die Abseitsstellung der Gladbacher beim 1:0 nicht erkannt hat. Die Mannschaft des HSV hat gestern eine engagierte und bemerkenswerte Leistung abgeliefert und damit die richtige Antwort auf die Pleite gegen Werder gegeben.

Endlich hat Fink gestern mal das antiquierte Spiel mit zwei Spitzen aufgegeben und stattdessen mit dem sehr guten Arslan hinter Guerrero gespielt. Jansen hat gestern leider wieder eine eher unterdurchschnittliche Leistung geboten. Mit Jansen ist einfach kein schnelles Konterspiel möglich. Warum spielt statt Jansen nicht Ilicevic von Anfang an? Über eines habe ich mich geärgert. Der HSV bekam in der zweiten Halbzeit mittig vor dem Tor einen Freistoß aus ca. 16,5 Metern. Arslan wollte diesen Freistoß ausführen. Arslan hat übrigens in Aachen reihenweise Freistöße direkt verwandelt. Aber Aogo nahm Arslan den Ball weg und drosch diesen wie meistens unplatziert in die Mauer. Warum darf Aogo immer wieder Standards ausführen?

Die Stimmung im Block war wie immer super. Ich habe nette Fans vom HSV-Fanclub aus Köln kennen gelernt.
Hoffentlich darf Arslan gegen Stuttgart wieder statt Petric spielen.

So, das war „Reinhard 1954“. Ich bin ganz sicher, dass David Jarolim das lesen wird, denn er liest hier regelmäßig mit – ich hoffe dass „Jaro“ nicht nachtragend ist. Bin mir eigentlich sogar sicher, dass er es nicht ist.

David Jarolim sagte nach dem 1:1 in Gladbach: „Nach dem Verlauf der ersten Halbzeit ist das 1:1 ein gutes Ergebnis. Wir standen schon im ersten Durchgang ganz gut, haben aber versäumt, nach vorne zu spielen, das haben wir in der zweiten Halbzeit viel besser gemacht, da war unser Spiel richtig lebendig. Deswegen haben wir den Punkt verdient. Das Gegentor war ärgerlich, denn erstens war das kein Freistoß gegen Heiko Westermann, und zweitens stand Hanke im Abseits. Aber so ist Fußball, damit muss man klar kommen. Die Leistung in der zweiten Halbzeit war ein gutes Signal, denn in Mönchengladbach haben nicht viele Mannschaften einen Punkt geholt.“ Dann lobt „Jaro“ auch noch den „Neuzugang“: „Tolgay Arslan ist ins Team gekommen, weil Mladen Petric verletzt war. Er kam ins Team, schießt das Tor – das ist wunderbar für ihn und für uns. Er hat gut trainiert, gut gearbeitet, das zahlt sich jetzt aus.“ Dann verriet Jarolim noch ein kleines Fitness-Geheimnis: „Tolgay hat mit mir zusammen noch ein zusätzliches Programm absolviert, das Nikola Vidovic leitet, und zwar zusätzlich zu dem normalen Trainingspensum.“

Ja, wie Arslan schon sagte: „Von nichts kommt nichts.“ Er hat es begriffen. Kompliment. Und solche schönen (Tor-)Momente wie die in Gladbach entschädigen dann ja auch optimal für diese Schinderei. Vorbildlich!

Paolo Guerrero hatte auch ein Lob für seinen neuen „Hintermann“ parat: „Tolgay Arslan hatte ich diese Tor verdient, er war unheimlich viel unterwegs, wir haben versucht, uns gegenseitig zu unterstützen – und in der Pause haben wir uns geschworen, dass wir diese Ding noch drehen wollen. Leider ist es uns nicht ganz gelungen.“ Immerhin aber nicht verloren. Und Guerrero leistete ja auch die Vorarbeit zu diesem 1:1, indem er den schwachen Dante übersprang – gut gemacht, Paolo!

Und was war eigentlich beim 1:0 los? Marcell Jansen zeigte auf jeden Fall ein schlechtes Abwehrverhalten, indem er nur seine Brust an den Rücken von Hanke drückte. Auch deswegen sagte Hanke danke. Aber es war, da beißt die Maus ja trotzdem keinen Faden ab, abseits! Ich habe aber keine Lust, auf meinen „Lieblingsschiedsrichter“ G. Perl einzudreschen, denn er ist in einer solchen Szene auf seinen Mann an der Linie angewiesen. Dass Perl zuvor aus dem Nichts einen unberechtigten Freistoß für die Borussia pfeift – das passiert auch anderen Unparteiischen. Insgesamt hat der Mann aus München diesmal eines seiner besseren Spiele gepfiffen – denke ich.

Dass Thorsten Fink dennoch zur Pause auf „180“ war, ist schon okay – bei einem solchen Spielverlauf. „So habe ich den Trainer noch nie erlebt“, sagte Frank Arnesen und fügte hinzu: „Er war total aufgeregt, dieser Freistoß, dieses Tor und auch die Tatsache, dass wir zu wenig nach vorne gemacht haben, hatte ihn sauer werden lassen.“ Ich fand es ja auch deshalb gut, dass Fink beim Halbzeitgang in die Kabinen kurz Kontakt zu Perl aufgenommen hatte – man muss sich ja nicht alles gefallen lassen.

Zurück zu Arnesen, der zum Spielausgang sagte „Ich habe hier die Spiele gegen Wolfsburg und gegen die Bayern gesehen, beide Mannschaften wurden von den Borussen aus dem Stadion gefegt. Das zeigt, wie schwer es ist, hier etwas mitzunehmen. Wir aber hatten es verdient, denn wir haben hier gut gespielt, wir haben sie in der zweiten Halbzeit mit unserem Spiel überrumpelt.“

Zu Tolgay Arslan befand der Sportchef: „Er hatte eine schwierige Phase, ähnlich wie Jacopo Sala, beide waren durch ihre Verletzungen völlig aus der Spur. Jetzt ist er aber physisch stark, er spielt clever, hat gute Bewegungen und hat auch Ruhe am Ball – aber er hat noch Luft nach oben. Er hat unglaublich viel Selbstvertrauen, er ist ein Talent, wir glauben daran, dass er uns in Zukunft helfen kann – deswegen haben wir ihn auch nicht noch einmal verliehen. Er hat eine Zukunft bei uns.“ Der so Gelobte sagte: „Ich verdanke dieses Comeback Nikola Vidovic und Markus Günther, die sehr viel mit mir gearbeitet haben, sie haben mich in diese Verfassung gebracht, dass ich nun wieder spielen kann. Ich hätte vielleicht noch ein Tor mehr schießen können, aber auch so ist es ein überragendes Gefühl.“

Dann sagte Tolgay Arslan auch noch: „Ich bin endlich angekommen beim HSV, ich will eine große Zukunft haben bei diesem Verein. Ich bin ein Arbeiter, der viele Extraschichten macht, um an seinen Defiziten arbeitet – und ich freue mich, dass es voran geht. Ich bedanke mich beim Trainer, denn nicht jeder hat den Mut, einen Spieler, der sieben Monate verletzt war, ins kalte Wasser zu werfen.“ Und Arslan zeigte zudem, dass er ein Teamplayer ist, denn er sprach über den Mann, für den er in die Mannschaft gekommen war: „Es ist kein Problem für mich, mich hinter Mladen Petric anzustellen, Petric ist ein überragender Stürmer, er ist ein Vorbild von mir, ich kann unheimlich viel von ihm lernen – aber vielleicht findet der Trainer ja trotzdem eine Position für mich im Team.“

Dann verteilte Tolgay Arslan auch noch ein besonderes Lob an den Coach: „Bei seiner Halbzeitansprache hatte ich eine Gänsehaut, er hat uns enorm gepusht. Er hat uns erinnert, was wir eigentlich drauf haben – und dann wollten wir einfach nur noch raus und Vollgas geben.“ Ist voll gelungen.

Übrigens erklärte Thorsten Fink noch, warum Arslan und nicht Petric gespielt hat: „Mladen war nicht bei 100 Prozent. Das gehört zu meinem Arbeitsstil dazu, dass ich nur Spielern vertraue, die 100 Prozent haben – 80 Prozent reichen nicht. Aber nächste Woche wird Petric wieder dabei sein, das ist klar, auf Spieler seiner Qualität wollen wir nicht verzichten. Arslan ist belohnt worden, er hat keine Angst – aber natürlich muss er sich wieder hinter Petric anstellen.“

So, kurz möchte ich noch auf meinen Abendblatt-Artikel (Freitag) kommen, in dem es um die Nachspielzeit generell geht. Es gab ein großes Echo darauf. Dabei hatte ich noch lange nicht alles zu diesem Thema gesagt (Platzgründe).
Es geht darum, dass pro Spielerwechsel 30 Sekunden nachgespielt werden sollten – nachgespielt müssen, wenn ich das Sagen hätte. Auch dann, wenn das Spiel entschieden ist (oder es so scheint). Erstens zählt am Ende vielleicht jedes Tor, zweitens muss man jedem Spieler (Freund oder Feind) die Gelegenheit geben, sich noch eine farbige Karte „einzufangen“. Schließlich fehlte diese Zeit ja schon während der 90 Minuten, die zuvor gespielt werden sollten.

Mir haben zu diesem Thema „Nachspielzeit“ auch zwei Schiedsrichter unabhängig voneinander „gestanden“, dass sie froh sind, wenn sie das „Ding“ nach exakt 90 Minuten abpfeifen können, denn in der Nachspielzeit passieren oft Dinge, die ein zuvor souverän geleitetes Spiel auf den Kopf stellen können. Auch ein Argument . . .

In England aber sind beispielsweise vier bis sechs Minuten Nachspielzeit an der Tagesordnung – warum nicht auch in der Bundesliga?

Und noch ein Argument dafür, dass es eine solche 30-Sekunden-Nachspieleit pro Spieler geben sollte: Radio- und TV-Stationen könnten sich so besser auf die jeweilige Zeit, die drauf gelegt wird, einstellen. Wie jeder Fan im Stadion auch – und vor allem jeder Trainer. Denn oft wird draußen ja genörgelt, weil zu wenig oder zu lange nachgespielt wird. Könnte man alles umgehen – wenn sich der DFB oder die DFL irgendwann einmal bekehren ließen.

Zuletzt noch einmal zu den Randgeschichten.

Der Aufruf, ob ein „Matz-abber“ noch irgendwelche Sachen für das HSV-Museum hätte (ist übrigens mit dem Museums-Chef Dirk Mansen nicht abgesprochen – ich hoffe dennoch, dass er sich freuen wird), hat schon zwei tolle Dinge zu Tage gefördert.

Einmal dies hier:


Moin Herr Matz,

als Hamburger Jung (Jahrgang 1938) kam ich 1952 zum ersten Spiel meines HSV zum Rothenbaum. Den Gegner kann ich nicht mehr erinnern, aber die Bombenstimmung hinter dem Tor zur Rothenbaumchaussee.
Meine Eltern wussten nichts von meinem “Ausflug” zum HSV. denn Geld für die Bahnfahrt war ja nicht vorhanden.

Meine beiden Freunde und ich lösten uns damals eine Bahnsteigkarte (ich glaube sie kostete 10 Pfenning), mit der man kostenpflichtig den Bahnsteig betreten durfte und fuhren – natürlich rechtswidrig – zum Dammtor Bahnhof. Eine Eintrittskarte hatten wir natürlich auch nicht. Wir erbettelten uns den Einlass – der uns durch einen Ordner gelang, indem er uns zwischen die HSV-Mannschaft schubste, die von Klubheim über die Straße zum Platz kam. Ein Erlebnis, das ich erst sehr viel später verinnerlichte.

Die Rückfahrt sollte wieder auf Bahnsteigkarte erfolgen – aber bereits auf dem Dammtorbahnhof wurden wir durch die Bahnpolizei aus der S-Bahn herausgeholt und zur Bahnpolizeistation Hamburg-Hauptbahnhof gebracht und hier zur Zahlung von je 2,00 Mark Strafe “verurteilt”, die eine nette Nachbarin für mich damals in bar bei der Bahnpolizei bezahlte, da meine Eltern ja nichts davon wissen durften. Aber nun Schluss…

Ich könnte noch einige Erlebnisse berichten, speziell auch von meiner Autogrammsammellei, der eigentliche Grund meines Schreibens.
In den Jahren 1954/55 kam neben meiner Fußballleidenschaft das Autogramme sammeln hinzu. Hiervon existieren noch 3 kleine Bücher mit zahlreichen Autogrammen der HSV-Spieler, der Nationalmannschaft, vieler anderer Vereine, Richard Hofmann (Dresdner SC, Helmut Schön, Herbert Zimmermann usw. Alle Namen aufzuzählen wäre zuviel.

Da mein Sohn und meine Enkel zu den Bücher keine Beziehung haben, meine Frage: wären sie etwas für das HSV-Museum? Ich beziehe mich hierbei auf den heutigen Matz-Blog.
Ich würde Ihnen die Bücher gern zur Durchsicht überlassen. Wenn ja, geben Sie diese bitte weiter – wenn nein einfach an mich zurück.

Mit freundlichen Grüßen!
Horst N.

Zudem schickte uns der “Matz-abber” “Tim” zwei Fotos von einem HSV-Becher mit Autogrammen aus den 90er-Jahren, ich habe die Unterschriften von Uwe Jähnig, Andre Breitenreiter, Yordan Letchkov, Sven Kmetsch, Holger Hiemann, Karsten Bäron und, und, und erkannt. Hatte einen solchen Becher zuvor aber auch noch nie gesehen. Ein tolles Stück. Ich werde mit Dirk Mansen sprechen.

Dann gab es noch einen Brief aus der Ferne:


Lieber Dieter, lieber Scholle,

eventuell mag Euch entgangen sein, was für eine verrückte Karriere unser früherer Publikumsliebling Besart Berisha derzeit hinlegt! Er avanciert mehr und mehr zum Superstar der Australischen A-League, spielt bei Brisbane Roar. Das ist natürlich kein hohes Level, sein Teamkollege Broich war vor kurzem Spieler des Jahres, aber es passt zum verrückten Werdegang des Ex-Hamburgers, ihr erinnert Euch sicher, muss ich ja nicht zusammenfassen.
Lg. Oliver.

Und auch das gab es noch:

Moin, moin Herr Matz, diesmal aus Shanghai . . .
Die Mail das HSV’ers aus Hong Kong von gestern hat mich animiert diese Zeilen zu senden, denn wir beide leben in der gleichen Zeitzone und zumindest ich mache ‚Kopfstände’ den HSV zu sehen und zu verfolgen, denn in China habe ich leider Probleme Spiele ‚live’ zu sehen, der Fan in Hong Kong hat es da sicherlich etwas leichter….genauer gesagt, es war meine Frau, die der Meinung war ich könnte nichts falsch machen, wenn ich diese Mail auf den Weg bringe…. Hat sie vielleicht erneut Recht…?

Ist es Ihnen möglich, mich mit dem HSV’er in Hong Kong in Verbindung zu bringen? Da ich häufig in Hong Kong bin würde ich gerne bei einer der nächsten Reisen die Gelegenheit haben, mich mit einem ‚Gleichgesonnenen’, einer ‚Raute’ zu treffen, um Bekanntschaft zu machen….auch ich habe lebendige Erinnerungen an Besuche im ‚Volkspark’ Stadion und Spiele des HSV u.a. vs. Santos mit Pele etc…
Ich höre gerne und sende beste Grüsse aus einer der Partnerstädte Hamburg’s…….SHANGHAI-J

Ich bin sicher, ganz sicher sogar, dass unser „Matz-abber“ aus Hong Kong diese Zeilen lesen wird (weil er alles liest) – und er wird sich bei mir melden. Dann werde ich ihm die Mail-Adresse geben – und es werden sich hoffentlich zwei weitere HSV-Freunde in der Fremde zusammenfinden.
Was ich übrigens ganz, ganz toll finde. Es haben sich ja hier (bei Matz ab) schon so viele Freunde (fürs Leben?) gefunden – das macht echt viel, viel Spaß. Auch ich gehöre ja dazu, denn ich habe durch diesen Blog auch schon sehr, sehr viele liebenswerte Menschen kennen gelernt, die Freunde für mein Leben bleiben werden. Weiter so!

So, das war es heute wieder einmal – in kurzen Zügen. Nein, nein, ist wieder ein wenig lang geworden, aber ich hoffe, Ihr verzeiht mir. Lasst den Sonntag noch schön ausklingen – immer mit der guten HSV-Leistung vom Freitag im Hinterkopf.

PS: Morgen, Montag, wird um 15 Uhr im Volkspark geübt.

17.05 Uhr