Tagesarchiv für den 5. Februar 2012

Auf dem besten Weg zur echten Einheit

5. Februar 2012

David Jarolim? Jaroslav Drobny? Paolo Guererro? Heiko Westermann? Slobodan Rajkovic? Tomas Rincon? Ja, wer war denn nun der beste HSV-Spieler an diesem Abend? Wir Kollegen standen im Kreis und beratschlagten – aber immer wieder fiel ein neuer Name. Letztlich einigten wir uns so, dass es diesmal keinen „den Besten“ gab, sondern viele. Und irgendwie ist es ja auch so, wie Dennis Aogo nach dem 1:1 gegen die vorher übermächtig scheinenden Bayern sagte: „Es ist wichtig zu kapieren, was wir imstande sind zu leisten.“ Und das ist ganz offenbar viel mehr, als alles das, was vorher in dieser Saison zusammengekickt worden war – vom HSV. Als ich durchgefroren nach Hause kam, da empfing mich Frau M. mit den folgenden Sätzen: „Was für ein tolles Spiel. Ich war von den Socken, so gut, so überragend war das. Und ich habe mich während der Partie immer wieder gefragt: warum geht das nicht immer so?“ Gute Frage, Frau M. Aber eine Antwort weiß ich auch nicht. Ich sagte nur hoffnungsvoll: „Warte ab, das wird schon werden, der Thorsten Fink kriegt das jetzt immer besser in den Griff.“

Auch weil sich eines auch beim Bayern-Spiel herauskristallisierte: Allmählich scheint dieser HSV, an dem so viele Trainer vorher gescheitert sind, eine „richtige“ Mannschaft zu werden. Eine, in der einer für den anderen da ist, in der alle an einem Strang ziehen, in der sich aufgemuntert wird, mitgerissen wird, aufgebaut wird. Bestes Beispiel – nach dem Spielschluss. Da stand Heung Min Son, der Unglücksrabe, mit den Händen vor sein Gesicht haltend und völlig verzweifelt wirkend auf dem Rasen. Er hatte vor dem 1:1 von Ivica Olic einen Fehler begangen, zudem später eine Großchance auf den Sieg vergeben. Früher wäre ein solcher HSV-Spieler allein gelassen worden in seinem Kummer, diesmal war der Kapitän zur Stelle. Heiko Westermann gab dem Südkoreaner einen Klaps auf den Rücken und sprach Son gleichzeitig Trost zu. Vorbildlich! Unter anderem auch durch solche Gesten und Handlungen wird eine Mannschaft zu einem echten Team. Weiter so!

„Wir haben diesmal Leidenschaft gezeigt und uns gewehrt“, sagte Westermann später gegenüber der Presse. Thorsten Fink darauf angesprochen, sagte quasi ergänzend: „Von der Leidenschaft her war es das beste Spiel, seit ich hier bin.“ Der HSV-Coach nahm den Ball, der ihm von seinem Kollegen Jupp Heynckes verbal zugespielt worden war, dankbar auf: „Wir haben kompakt und intelligent verteidigt.“ Und dazu einige gefährliche Konter gefahren. Der HSV bot ein Klasse-Spiel, es war allgemein ein sehr gutes Fußballspiel, es gab ein ständiges Hin und Her mit vielen super Szenen, mit allem was den Fußball so ausmacht und auszeichnet. Trotz der eisigen Temperaturen an diesem 4. Februar 2012. Diejenigen, die dabei waren, die werden wiederkommen, davon bin ich überzeugt. Und die, die vor dem Fernseher saßen? Die waren ebenfalls begeistert. Mein Freund Peter heute noch, denn er ereiferte sich über den Sport1-Doppelpass: „Da wird immer erzählt, dass die Bayern schwach waren. Das ist verwerflich, denn ich behaupte, dass der HSV so stark war. Und wenn der Gegner nicht viel zulässt, das ist ja eine alte Fußball-Weisheit, dann spielt auch ein FC Bayern eben nicht so gut, wie er es eigentlich könnte.“

Die Münchner waren trotz allem unzufrieden mit dem Auswärtspunkt. Uli Hoeneß und Karlheinz Rummenigge waren sogar sehr sauer – und zu keinen Kommentaren mehr fähig. Das war vor dem Spiel noch ganz anders. Da spazierte Hoeneß mit HSV-Vorstandsmitglied Oliver Scheel durch das Stadion, um zur Talkrunde „Volksparkett“ zu gelangen. Auf dem Weg in die Nordkurve musste Uli Hoeneß immer wieder für Fotos posieren und Autogramm schreiben, zudem wurde er mit „Uli, Uli“-Sprechchören gefeiert. Wie bei einem Heimspiel. Oder vielleicht sogar noch schöner. Die Gesprächsrunde, von Thorsten Eikmeyer und Johannes „Jojo“ Liebnau geleitet, war ein echter, vielleicht sogar der Höhepunkt aller bisherigen Veranstaltungen (und die gibt es ja schon seit vielen Jahren). Oliver Scheel: „Diese Veranstaltung war die am besten besuchte auf jeden Fall, der Andrang war riesig. Und die, die dabei gewesen sind, werden von der Hoeneß-Vorstellung noch lange zehren.“ Zum Bayern-Boss befand Oliver Scheel: „Ich glaube, das auch ihm das gefallen hat.“

Das Spiel dann aber nicht mehr so richtig. Interessant fand ich, was FCB-Trainer Heynckes nachher sagte: „ . . . weil uns etwas die Selbstsicherheit fehlt.“ Und: „Wir brauchen einfach nur mal wieder einen souveränen Sieg, das würde uns befreien.“ Ja, solche Töne vom FC Bayern. Wenn der HSV so etwas sagt (sagen würde), dann gäbe es vom kritischen Anhang einen auf den Deckel. Dass sogar aber der FC Bayern zu solchen Erklärungen greift, das ist eher ungewöhnlich. Aber gut, vielleicht ist ja sogar etwas dran, obwohl ich das nicht glaube, nicht glauben kann. Bei dieser Star-Truppe . . .

Egal. Ich habe mich auch gefragt, wo denn der schon berühmt-berüchtigte Bayern-Dusel diesmal bleibt, geblieben ist? Früher war das doch so: Ein enges Spiel der Bayern, das kurz vor dem Schlusspfiff unentschieden stand, endete doch in der Regel noch mit dem Siegtreffer der Münchner, am liebsten war es ihnen, Sekunden vor Schluss, am besten sogar in der Nachspielzeit zu treffen. Das stand diesmal nicht (oder kaum) zur Debatte. Da hatte eher noch der HSV den Sieg auf den Schlappen. Obwohl die Spiel-Statistik schon für den Rekordmeister sprach:

21:15 Torschüsse für die Bayern, 10:5 Ecken für sie, 13:8 Flanken für München, 61:39 Prozent Ballkontakte für Schweinsteiger und Co. Nur in Sachen Zweikämpfen sprach die Statistik für den HSV – und diese Statistik ist nicht ganz so unwichtig: gewonnene Zweikämpfe. Da führte der HSV mit 51:49 Prozent.

Und, das sei auch noch zugegeben, der HSV hatte ja auch ein wenig Glück. Und zwar in der 11. Minute, beim Stande von 0:0. Da köpften weder Boateng noch Schweinsteiger den Ball ins HSV-Tor, sondern Heiko Westermann. Viele befanden sofort (einige auch erst später): „Klares Tor!“ Schiedsrichter Knut Kircher aber hatte schon abgepfiffen, als der von Ribery getretene Ball noch in der Luft war. Warum? Weil Gomez den HSV-Kapitän geschubst hatte. Aber pfeift das ein jeder Unparteiische? Da habe ich meine Zweifel. Der Sky-Experte Dr. Markus Merk sagte in der Halbzeit, dass diese (Kircher-)Entscheidung zweifelhaft war. Merk, einst einer der besten „Schwarzkittel“ im Lande, ließ durchblicken, dass er (früher) auf Tor entschieden hätte.

Ich hatte aber nach dem Schlusspfiff noch eine interessante Begegnung, nämlich mit meinem Kollegen Oliver Wurm (saß heute im Doppelpass). Wir sprachen über dieses nicht gegebene Tor, und er hatte eine – wie ich finde – sehr gute Erklärung (die ich voll unterstreiche): „Bevor es den Eckball für die Bayern gab, hatte es ein Foul an David Jarolim gegeben. Ein klares Foul, aber Kircher ließ weiterspielen – Ribery schoss aus 16 Metern, Jaroslav Drobny hielt super – Ecke. Und dann hat sich der Schiedsrichter, der von einigen HSV-Spielern – ziemlich massiv und nachhaltig – auf seinen Fehler hingewiesen worden war, wohl dazu entschieden, seine vermeintliche Fehlentscheidung zu revidieren. Indem er den Eckball noch in der Luft abpfiff. Irgendetwas lässt sich bei einem Eckball schließlich immer an Geschubse finden und pfeifen . . .“ Und bevor hinterher das Fernsehen entlarvt, dass es vor dem Eckball ein klares Foul an Jarolim gegeben hatte und dennoch keinen Freistoß für den HSV, sondern Eckstoß für die Bayern . . . Es lässt sich ja nie beweisen, dass es so war, aber ich glaube, dass da etwas dran ist (ich bin bei Dir, Olli Wurm!).

Etwas dran ist mit Sicherheit auch an der alten Fußball-Weisheit, dass ein Trainer bei einem Eckball (und zwar für und gegen die eigene Mannschaft) keine Wechsel vornehmen soll(te). So aber geschehen in der 71. Minute. Heung Min Son kam für Mladen Petric. Und dieser Wechsel ging, das muss man mal so sehen, gründlich daneben, denn: Son musste von der Mittellinie an den Fünfmeterraum sprinten, und bevor er dort angekommen war, schoss Ribery den Ball schon zur Mitte. Da war nichts mit akklimatisieren, mit sammeln, mit orientieren. Ins kalte Wasser wurde Son in diesem Fall geschmissen – und es ging schief. Sein Kopfball auf Müller, das anschließende Gestochere – Tor von Olic, 1:1. Mit Petric wäre das wohl nicht passiert, denn der hatte in den 70 zuvor absolvierten Minuten stets seine besten Szenen, wenn er den Ball hinten rausgeköpft hat. Aber natürlich ist das hypothetisch, so etwas zu behaupten, das weiß ich wohl. Ich will damit ja auch nur sagen, dass der gute Son nicht die Alleinschuld an diesem Gegentreffer trägt.

Zu diesem Thema kam übrigens ein interessanter Beitrag von „we are family“ (in ungekürzter Fassung):

„Ich möchte bei aller Freude über das mit Abstand beste Saisonspiel noch einmal meine Kritik an den Wechseln von ThoFi konkretisieren. Spätestens nach den Bayern-Wechseln in der 61. und 64. Min. hätte mMn ThoFi reagieren MÜSSEN. Nach den Einwechslungen von Alaba und Olic für Timoshchuk und Kroos spielten die Bayern mit 6 (!) Offensiven. Hinten wurde dadurch die 4er-Kette zur 3er-Kette und Schweini alleiniger 6er. Im offensiven MF mit Ribery, Müller, Robben und Alaba. Davor 2 Spitzen mit Gomez und Olic.
Wir haben uns den Luxus geleistet, nicht auf diese Umstellungen zu reagieren und trotz 1:0 Führung weiter mit 2 Spitzen zu spielen, während hinten das Doppeln mangels Masse immer schwerer wurde.
Tesche (Kacar) für Petric als Reaktion auf die Wechsel der Bayern nach 65 Minuten (Drei 6er) und Ilivevic für Sala (Son für Jansen) als bessere Konterspieler hätten der Mannschaft wohl eher geholfen, als zwei 1:1 Positionswechsel. Unsere Anfälligkeit in den letzten 15-20 Minuten ist ja auch hinlänglich bekannt.

Den 1. Wechsel (Son für Petric) ausgerechnet vor einer gegnerischen Ecke vorzunehmen und einen der besten Kopfballspieler raus zu nehmen, ist im Nachhinein nicht wirklich glücklich gewesen.

Insgesamt aber eine “TEAMleistung”, die ich der Truppe so nicht zugetraut habe. Das macht wirklich Hoffnung.“

So, das war „waf“. Vielen Dank für diesen sachlichen und fachlichen (sehr guten) Beitrag – so stelle ich mir das ja vor. Aber das nur so nebenbei.

Noch einmal kurz zu Son. Er war trotz dieser Tor-Szene eine Belebung, weil er bemüht war und endlich einmal wieder Leben und Präsenz zeigte. Wie Ivo Ilicevic übrigens auch. Starker Kurz-Auftritt. Diese beiden Einwechselspieler taten dem HSV schon gut.

Und kurz noch zu Mladen Petric. Wenn ihn hier nun einige auf dem Zettel haben, dann möchte ich nur dezent darauf hinweisen:
Gestern habt ihr wahrscheinlich noch über Petric-Tore gejubelt, zudem denkt immer dran, dass David Jarolim vor Wochen auch stets und ständig von einigen (hier) „runtergebürstet“ worden ist – mit welchem Erfolg? Heute jubeln wieder alle über „uns Jaro“. Recht so. Aber warum mussten vorher die wochenlangen Verunglimpfungen sein? Zumal da ein Spieler „runtergemacht“ wurde, der ja schon seit Jahr und Tag das HSV-Trikot trägt – und der die Raute so was von im Herzen hat.

Wie Jarolim diesmal während des Spiels und auch danach gefeiert wurde, das war schon klasse, das war erste Sahne. Vor allem die Mädels und Jungs im Norden sind da zu loben – danke! „Jaro“ hat es doch verdient. Das müssen doch auch endlich einmal seine Kritiker einsehen. Man muss schließlich auch mal dazu stehen, wenn man sich getäuscht hat. Das ist (und hat) menschliche Größe – daran wächst man!
Ich habe mich jedenfalls „tierisch“ gefreut, als ich die Gesänge hörte: „David Jarolim, schalalala, David Jarolim, schaaaaaaalalalalalaaa . . .“

So, eigentlich wäre ich für heute am Ende. Es gibt ja immer wieder mal „Matz-abber“ , die mit mir deswegen meckern, weil ich sooooo viel schreibe. Die sollten jetzt ihre Augen schonen und abschalten. Aber einige kleinere Dinge habe ich dennoch:

Morgen (Montag) ist trainingsfrei.

Und dann noch:

Wer noch immer nicht genug von Thorsten Fink weiß – da gibt es noch eine kleine Nische:
Christof Rupprecht, Projektleiter der „SportXperten“ (und ehemaliger Liga-Spieler des TuS Holstein Quickborn, damals noch in der höchsten Hamburger Klasse), schrieb mir:

„Der neue Dirigent des HSV

Die SportXperten Leslie, Alina, Nick und Ben-Ole von der Gyula-Trebitsch-Schule Hamburg- Tonndorf hatten die Chance, den neuen Trainer des HSV beim Training filmisch zu beobachten und ihn nach der offiziellen Pressekonferenz in einem exklusiven SportXperten-Interview mit ihren Fragen zu löchern. Sie erfuhren hierbei interessante Details, z. B. zu seinen tänzerischen Fähigkeiten, die man so auf den ersten Blick nicht vermuten würde („www.SportXperten.de“).

Dann noch dies (muss ich mir unbedingt gönnen):

Der Welt-Trainer von Rot-Weiß Oberhausen hat diesmal daheim ein 1:1 gegen Offenbach geschafft . . .

Und dann, ihr wisst es, erreichen mich ja auch einige Mails im privaten Postfach. Einen davon möchte ich gerne einmal hier (ohne Namen) hineinstellen – vielleicht spricht er ja dem einen oder anderen User aus dem Herzen.

„Hallo Dieter,

erstmal muss ich sagen, dass ich mich sehr freue, dass Du wieder zurück bist. Ich weiss ja nicht, was Du hattest, aber ich hoffe, dass Du es hinter Dir lassen konntest und jetzt wieder topfit bist.

Da ich in Deinem Blog nicht schreibe, wollte ich es Dir nur kurz direkt schreiben, dass ich Deine Spielerwertung von gestern sehr teile. Ganz besonders ist mir das bei 3 Spielern aufgefallen:

- Westermann: Du hast ja sooo Recht! Ich fand Westermann auch seit seiner Ankunft bei uns bis zu Saisonbeginn richtig scheisse. Ich kann es nicht anders sagen. Ich hätte ihn niemals ausgepfiffen, weil ich ohnehin nicht gegen den HSV pfeife, aber ich finde schon, dass seine Eingewöhnungszeit für einen gestandenen Bundesligaprofi viel zu lange gedauert hat. Und ich hätte ihn der Tat NIEMALS geglaubt, dass ich den nochmal so gut finden werde. Aber wie der sich im Laufe dieser Saison entwickelt hat. Sensationell. Persönlich (also so Führungsperson-Geschichten und so) kann ich ihn nicht beurteilen, aber er spielt inzwischen wirklich klasse da hinten drin. Nicht mehr wegzudenken.

Und auch wenn ich finde, dass man ihm die Kapitänsbinde nicht von Anfang an hätte geben dürfen und man insbesondere auch ihm damit keinen Gefallen getan hat, so hat er sie sich inzwischen verdient. Zumindest von seiner Leistung auf dem Platz her.
Da sieht man mal wieder, dass Trainer doch einiges mehr an Ahnung haben als Fans wie ich. Seine 3 Trainer (Veh, Oenning und Fink) haben ja immer an ihm festgehalten. Bei mir wäre er damals schon raus gewesen.

- Jaro: Den liebst Du ja genauso wie ich! Jaro ist enorm wichtig und er zeigt jetzt eigentlich auch wieder, dass er unverzichtbar ist. Natürlich ist er offensiv eher ne glatte 6, würde ich sagen. Ich verstehe auch, dass sich Fink da vielleicht was anderes wünscht. Aber ich finde, er macht das defensiv mehr als wett. Was der läuft und ackert. Naja, das sehen wir glaube ich alles genauso. Ich finde es top, dass Du ihn auch immer verteidigst.

Was ich allerdings überhaupt nicht verstehe ist, dass Fink ihn überhaupt bringt jetzt. Da komme ich nicht mit. Und das finde ich aus Finks Sicht sehr inkonsequent.
Jaro wird sich im Training sicher nie hängen lassen haben und gleichmäßig seine Leistung gezeigt haben. Der wird sich jetzt nicht plötzlich besonders angeboten und aus einem Loch herausgespielt haben.

Und Fink konnte ihn ja (zumindest spielerisch) offenbar überhaupt nicht leiden, denn er hat ja absolut überhaupt keine Chance bekommen. Und nun, nach diesem einen Desasterspiel gg Dortmund, schmeißt er Kacar und Tesche auf einmal raus und bringt Jaro.
DAS verstehe ich echt überhaupt nicht.
Ganz klar finde ich es super, aber ich finde es von Fink inkonsequent, wenn ich sehe, wie absolut gar nicht er vorher offenbar von Jaro überzeugt war.

- Jansen: Alter Schwede…. Wenn der auf dem Platz mal auch immer so vorne dabei wäre wie bei Interviews. Wenn ich da vorher schon lese „…bla bla bla ein Spiel gegen die Bayern…. und dann auch noch unter Flutlicht… mehr geht nicht…. bla bla bla” – und dann so eine Nullinger-Leistung!

Ich glaube, den hast Du noch deutlich positiver gesehen als ich. Der ist für mich nicht nur phasenweise nicht im Spiel gewesen sondern praktisch überhaupt nicht. Als Ilicevic kam, hoffte ich, dass man mich von Jansen erlöst. Denn selbst ein erschlaffter Sala hatte da ja noch mehr Lichtblicke als „Cello”….

Und ich empfand das nicht nur gegen Bayern so. Der Jansen hat in meinen Augen als er zu uns kam und dann nach seiner ersten Verletzungspause mal ne Zeit lang links vorne sooo geil gespielt. Da war er echt quasi mein Lieblingsspieler. Aber an diese Form hat er nie wieder angeschlossen.

Bayern hatte hinten rechts mit Tymostschuk wirklich ne Schwachstelle. Und das konnte besonders Jansen (aber auch Aogo, der für mich leider auch nur noch Durchschnitt ist) überhaupt nicht nutzen. Sorry, aber der Jansen geht mir seit Wochen sowas von auf den Geist (hier stand etwas anders, habe ich geändert. DM). Den Mund (auch hier habe ich geändert) immer schön weit auf und gern zu 1000 Interviews bereit. Aber er untermauert es überhaupt NULL durch Leistung.
Das einzige, was er wirklich gut kann ist vollstrecken. Vielleicht könnte man ihn zu einem Stürmer umfunktionieren. Wenn ich aber gelesen habe, dass er sich eigentlich für nen linken Verteidiger hält…. Seine Qualitäten sind doch eindeutig in der Offensive (wenn er sie denn mal anbringt), aber als LV – das möchte ich bitte nie dauerhaft erleben müssen.
Sorry, dass ich mich da so in Rage geredet habe, aber der geht mir echt auf den Geist (wieder Änderung von mir. DM).
Meilenweiter Unterschied zwischen Anspruch und Wirklichkeit!

- Guerrero: Dafür nun wieder liebe ich Dich, dass Du den (wie auch Jaro) auch so super findest. Ich verteidige Paolo auch oft gegen alle anderen. Und ich muss sagen, dass der in der Fanszene (zumindest die Leute, mit denen ich so zu tun habe) überhaupt keinen Rückhalt besitzt. Das finde ich superschade.
Ich halte ihn für unglaublich wertvoll! Wie er die hohen Dinger runterpflückt, annimmt und weiterspielt – das erinnert mich an meinen HSV-Lieblingsstürmer Yeboah. Der konnte das auch so geil. Der war natürlich noch mehr Vollstrecker, aber Paolo ist sooo wichtig für das Team. Der geht auch in jeden Zweikampf richtig rein. Da hätte sich der gute Herr Petric gestern mal 1 bis 3 Scheiben von abschneiden können.
Da aber für die meisten Fans dann immer nur Tore (oder leider seine blöden Aussetzer neben dem Feld) zählen, freue ich mich bei ihm besonders, wenn er auch noch trifft.
Ich denke schon, dass Paolo eher eine sehr schlichte Persönlichkeit ist, um es mal freundlich zu sagen. Aber auf dem Feld ist er für mich kaum wegzudenken. Ich freue mich sehr, dass er wieder so in Form ist.

Schön, dass Du wieder da bist.
Und man freut sich als kleiner Fan ja doch, wenn auch Leute, die tagtäglich mit Profisportlern zu tun haben, vieles genauso bewerten wie man selbst.
Einen schönen SONNtag!
LG, alles ist gut!“

So, das war es nun aber (in aller Kürze! Hahaha) wirklich, bis morgen, einen schönen Rest-Sonntag noch. Oder Rest-SONNtag, wie mein Vorschreiber so richtig schrieb.

17.03 Uhr