Tagesarchiv für den 8. Oktober 2011

Wat isn Kopfballpendel?

8. Oktober 2011

Liebe HSV-Freunde, im Volkspark herrscht an diesem Wochenende Ruhe. Der Ball bleibt in der Kiste, es fließt kein Schweiß. Lediglich Frank Arnesen arbeitet emsig. Noch ist kein neuer Trainer verpflichtet worden.
Und weil es im Blog ja ganz besonders interessant ist (siehe mein Beitrag am Ende), möchte ich gar nicht groß stören. Deswegen mal etwas ganz Wertneutrales:

Wat isn Kopfballpendel?

Wikipedia erklärt:
Ein Kopfballpendel ist ein Trainingsgerät zur Verbesserung des Kopfballspiels im Fußball.
Es besteht aus einer längenverstellbaren Schnur, die üblicherweise an einem Balken oder Schwenkarm befestigt ist und an deren unterem Ende ein Ball befestigt ist. Der Ball wird über die Kopfhöhe des Trainierenden gehängt, der an dem frei schwingenden Ball Koordination und Sprungkraft trainieren kann. Es kann auch dazu verwendet werden den Spielern die Angst vor dem auftreffenden Ball zu nehmen.
So, das ist die offizielle Erklärung. Ich behaupte: Ein Kopfballpendel ist wichtig. Und wir in seiner Wichtigkeit überhaupt nicht erkannt.

Kürzlich traf ich Uwe Seeler. Das soll ausnahmsweise keine Angabe sein, denn ich durfte ein Interview mit dem Ehrenspielführer führen. Dabei sprach ich auch mit dem großen Mittelstürmer-Idol (mein größtes Idol, wie ich zugeben darf) über den Fußball von gestern und heute. Und was „uns Uwe“ am liebsten von gestern mit in die heutige Zeit genommen, vielleicht sogar gerettet hätte. Uwe Seeler sprach nicht über das Kopfballpendel. Er sprach über Teamgeist, Mannschaft und Gemeinschaft.
Später dann aber doch über ein Gerät, dass er früher fast täglich benutzte: das Kopfballpendel.
Ich habe ihm oft am Rothenbaum zugesehen, wenn er dort trainierte. Und wie er am Pendel schuftete, während die Kollegen schon unter der Dusche standen. Ohne Fließ kein Preis – fällt mir dazu ein. Und: Im Volkspark gibt es ein Kopfballpendel. Doppelkopfballpendel sogar. Ein solches Gerät kostet um die 600 Euro. Gibt es gebraucht aber auch billiger (günstiger). Ein Pendel mit nur einem Ball kostet ungefähr 70 bis 80 Euro weniger.
Uwe Seeler sagt über das Kopfballpendel: „Ich kann es noch immer nicht nachvollziehen, dass im heutigen Fußball weitgehend auf das Pendel verzichtet, aber was soll ich mich darüber aufregen, wenn die Trainer von heute glauben, darauf verzichten zu können? Heute wird ja oftmals wissenschaftlich trainiert.“ Seeler weiter: „Ich sehe mir die Bundesliga genau an, ich sehe, wie die Spieler im Kopfballspiel sind. Es gibt durchaus Talente, die auch im Kopfballspiel ein gewisses Talent mit in die Wiege gelegt bekommen haben, aber davon gibt es nicht so viele.“

Über sich und sein Kopfballspiel verrät Uwe Seeler: „Ich habe meine Sicherheit im Kopfball durch das Kopfballpendel bekommen. Man ist in luftigen Duellen ja auch körperlich attackiert worden, und trotz allem habe ich meistens noch einen vernünftigen Kopfball zustande gebracht. Weil ich oft am Pendel gearbeitet habe. Dabei habe ich nicht nur mein Kopfballspiel geschult, sondern auch Drehschüsse geübt. Ich bekam dabei den Blick für den Ball. Man lernt, den immer sehr schnell zurück kommenden Ball zu berechnen. Man kann links wie rechts üben, und erst wenn man das richtig beherrscht, bekommt man auch den Blick, wann und wie ich mich zum Ball zu stellen habe.“ Das gilt natürlich auch für das Kopfballspiel. Wann muss ich hoch, um den Ball bestens zu treffen? Uwe Seeler hat es am Pendel gelernt.

Und wenn es schon die Profi-Vereine ablehnen, am Pendel zu arbeiten, dann sollten sich, so finde ich, doch einige Amateur-Klubs aufschwingen, dieses patente Gerät mal wieder auszumotten.

So, das war der Abstecher zu der Frage: wat isn Kopfballpendel.

Damit es aber so weitergeht wie in den letzten Stunden, möchte ich zum Abschluss des Tages noch einmal in eigener Sache schreiben:
Wie pervers ist diese Welt? Es passiert tagtäglich so viel Mist auf diesem Planeten, über den man sich aufregen könnte – aber über diesen Scheiß, den ich hier verzapfe? Wieso muss man sich so aufregen und ärgern – und abpesten? Warum tun sich Menschen so etwas an? Das muss doch unnormal sein. Warum tun sich diese Leute Matz ab an? Warum? Ich werde es nie begreifen. Natürlich, Polizisten, die genau aufpassen, dass der Journalismus nicht verkommt, das sehe ich ein, die müssen sein – aber muss es denn auf diese grausame Art und Weise geschehen?

Ich werde immer wieder gefragt, was denn hier so Verwerfliches hier im Blog geschrieben wird, weil diese User bei Matz ab schon lange nicht mitlesen. Vieles schmeiße ich, das gebe ich zu, gleich in den Papierkorb. Weil es Schwachsinn ist, weil hier unterhalb der Gürtellinie ausgeteilt wird. Einiges davon aber habe ich diesmal freigegeben, weil ich es den „Matz-abbern“ einmal vor Augen führen möchte, was hier alles so los ist.

Nehmen wir mal das Beispiel Tabatabei. Ostalb. Der oder die schreibt hier ja nicht über den HSV. Heute schrieb der Amokläufer folgende Zeilen, die nicht so viel mit den HSV und dem Fußball zu tun haben:

„P.S.:
Mit Grauen erwarten viele von uns ihre peinlichen, vertrottelten und verstotterten Kommentare morgen im S.port.1- D.oppelpass…“

Das war O-Ton Ostalb. Aber: Ostalb schreibt, besonders schön, auch unter “von Heesen”. Und unter “von Heesen” antwortet er sich selbst:

„Daß er seine Statements im DoPa REGELMÄßIG verstottert und verdaddelt und nur halbgahres erzählt weiss doch jeder hier! Also was soll diese falsche Moral?
Wo war da bitte eine einzige “Beleidigung”…???
Schwachsinn!!!”

Wie peinlich ist das denn, Tabatabei?

Lasst es Euch mal auf der Zunge zergehen.
Dieser nette Zeitgenosse schreibt unter zwei Namen, spielt sich so die Bälle zu, weil es sonst kein anderer tut. Er spielt Doppelpass mit sich selbst. Das spricht für sich selbst. Er oder sie (Ostalb) schreibt diesen Mist( über mich), und maßregelt sich dann per „von Heesen“ selbst. Wer es sich antun will, der sollte mal die „Unterhaltungen“ zwischen Ostalb und von Heesen nachlesen – wenn es nicht so traurig wäre, dann könnten man das große Heulen bekommen. Was sind das bloß für Menschen?
Menschen?

PS: Ich werde morgen tatsächlich im Doppelpass sein. Ostalbern und von Heesen haben dann aber Fernsehverbot (Herr Odenwald bitte auch), diese beiden Zeitgenossen sind ausnahmsweise davon befreit, den Dopa diesmal sehen zu müssen. Ich zahle ihm (oder ihr) den Verdienst-Ausfall aus eigener Tasche.

Vielleicht kann die eine oder auch der andere jetzt verstehen, warum es manchmal sehr, sehr spaßig ist, „Matz ab“ zu bedienen. Und wenn nicht: schönes Wochenende.

19.19 Uhr