Tagesarchiv für den 6. August 2011

Trauer um Kuno Klötzer

6. August 2011

Der HSV trauert um Kuno Klötzer. Der frühere HSV-Trainer, einer der beliebtesten Sympathieträger aller Zeiten, starb am Sonnabend im Alter von 89 Jahren. In den letzten Monaten hatte der “Ritter” immer wieder mit schweren Herzproblemen zu kämpfen, er lag oft im Krankenhaus von Bad Segeberg. Von dort war er zuletzt in ein Eohnheim nach Norderstedt gekommen, doch in der vergangenen Woche lag Klötzer bereits wieder im Krankenhaus. Jetzt war sein großes Herz zu schwach – der HSV verliert einen großartigen Menschen.

Auch ich bin sehr, sehr traurig, denn Kuno, wie ich ihn nennen durfte, war quasi ein Nachbar von mir. Vorzugsweise trafen wir uns sonnabends beim Einkaufen im Supermarkt – oder beim HSV. Er ließ, wenn er gesund war, kein Heimspiel aus. Und Klötzer war bis zuletzt hellwach, ihm entgimg nichts. Weder von dem, was sich auf dem Spielfeld tat, noch von dem, was hinter den Kulissen passierte.

Kuno Klötzer war ein wirklich hervorragender Mensch, einer, der stets Volksnähe verkörperte. Ich habe ihn nie schlecht gelaunt angetroffen, er war stets herzlich, offen und freundschaftlich.

Alles Gute, lieber Kuno, Du warst ein großartiger Fußball-Fachmann, Du warst ein echter Freund, Du warst ein ganz, ganz feiner Mensch – mach es gut dort oben.

Wir werden stets ehrenvoll an Dich denken, ich werde Dich nie vergessen – ich bin tief traurig.

19.36 Uhr

Töre und Jansen – die Lichtblicke

6. August 2011

Die 1:3-Niederlage von Dortmund passt so gar nicht zum Matz-ab-Geburtstag, aber ein Weltuntergang ist dieser Auftakt ganz sicher nicht. Der HSV hat beim Meister verloren. Es sah anfänglich nach einem Debakel aus, aber es gab keines. Im Gegenteil, der HSV konnte in der Schlussphase noch zulegen, stand kurz vor dem 2:3. Beim Training heute im Volkspark diskutierten die Kiebitze lebhaft über zwei Szenen: Elfmeter nach einem Foul an Änis Ben-Hatira? Und das Foul, dass Marcell Jansen an Torwart Weidenfeller begangen haben soll. Tatsächlich ein Foul? Angeblich soll BVB-Trainer Jürgen Klopp gesagt haben, er hätte das Foul nicht gesehen – also Tor? Ich meine, dass Jansen mit dem linken Arm gegen den linken Arm von Weidenfeller gekommen sei – also Foul. Aber sicher ist auch, dass Weidenfeller viel zu nachlässig in dieser Szene vorgegangen ist.

Egal, uninteressant. Wichtig ist der HSV. Und ich habe hier sehr wohl auch gelesen, dass es einige HSV-Fans gibt, die dieser Vorstellung durchaus etwas Positives abgewinnen können. Mir geht es ähnlich. Weil ich glaube, dass die HSV-Mannschaft der Vorsaison gestern in Dortmund mit 0:7 eingegangen wäre. Die hätte schon zur Pause, bei dem „gefühlten“ 0:5, aufgegeben. Dass diesmal aber der HSV nicht aufgab, in der Schlussphase sogar besser wurde, das spricht für den „neuen HSV“. Erstens stimmte, keine große Überraschung, die Kondition. Das wusste vorher jeder, denn die Truppe hat – unter der Region von Trainer Günter Kern – super gearbeitet. Im konditionellen Bereich. Dass sich die Moral der Truppe aber schon wieder so gut erholt hat, das war schon ein wenig überraschend.

Generell bleibt ja festzuhalten: In dieser Form gibt es keine bessere deutsche Mannschaft, als Borussia Dortmund. „Die spielen in einer anderen Liga“, sagt HSV-Coach Michael Oenning. Das ist zwar falsch, weil beide Klubs in der Bundesliga spielen, aber was er meinte war ja klar: Spielerisch und läuferisch war der BVB eine Klasse besser als der HSV. Aber in Dortmund saß ja auch Uli Hoeneß auf der Tribüne, und der dürfte sich seine Gedanken gemacht haben. Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass die Bayern noch besser spielen können, als dieses Dortmund. Die erste Halbzeit war sensationell, und wenn 199 Länder dieses Spiel live verfolgt haben, dann war das die beste Eigenwerbung, die die Liga seit Jahr und Tag für sich selbst betrieben hat.

Natürlich spielt „man“, so sagt es eine alte Fußballweisheit, immer nur so gut wie es der Gegner zulässt. Und der HSV hat eben einiges zugelassen. Aber dieses unglaubliche Laufvermögen eines jeden Dortmunders, die Schnelligkeit, die Pfiffigkeit, die Aggressivität, dieser Biss, dieser Wille zum Erfolg, dieser Spaß am Spiel, diese Menge an Ideen – das ist großartig und im Moment noch von keiner deutschen Mannschaft zu toppen.

Der HSV kam den Dortmundern – meiner Meinung nach – auch deswegen ein bisschen entgegen, weil er „mitspielen“ wollte. So bei der Szene zum 0:1. Wahnsinn, wie aufgerückt und unsortiert die Abwehr da war. Warum? Heiko Westermann sagte nach dem Spiel: „Das wollten wir vermeiden, das hatten wir uns vorgenommen . . .“ Aber nicht durchgehalten. Zur Erinnerung: In Mainz, beim 2:1-Sieg über die Bayern, stand der HSV fast 60 Minuten ganz, ganz tief – und konterte. Ausgerechnet in Dortmund aber wird dieses Vorhaben (so es denn eines war) über den Haufen geschmissen. Tödlich.

Es gibt sicherlich einiges zu bemängeln am HSV. Vielleicht sogar auch die Tatsache, dass die Mannschaft von Michael Oenning schon „chancenlos“ nach Dortmund gefahren ist. Dass der BVB schon von vornherein in einer „anderen Liga“ gespielt hat. Der HSV hat sich in den Tagen vor diesem Auftakt immer mehr kleingeredet. So, als würde man schon mit einem 0:1-Rückstand in diese Partie gehen. Dabei bestand gar keine Veranlassung dazu – siehe das 2:1 gegen die Bayern.

Trotz dieser „unangebrachten Unterwürfigkeit“ gab es ja Lichtblicke – und an die sollten wir uns alle klammern.

Da wäre einmal Gökhan Töre zu nennen. Zehn Töres im Feld, und der HSV hätte in Dortmund nicht verloren. Der neue Mann nahm sein Herz in beide Hände, dribbelte sich erneut in die Herzen der Hamburger – er gab alles, gab nie auf – er war der eindeutig beste HSV-Spieler an diesem Abend. Dieser Auftritt macht Mut. Und sollte den Kollegen auch Mut machen. Ich verstand allerdings einige Fernsehkommentare nicht. Im Ersten wurde die Eigensinnigkeit Töres immer und immer wieder gerügt. Unfassbar für mich. Wie übrigens auch die absolute Ahnungslosigkeit eines Weltmeisters namens Paul Breitner (in Waldis Club), der ehemalige Revoluzzer verkauft sein Viertel-Wissen immer als 100 Prozent – dieser Mann ist höchst gefährlich! Was hat Breitner da wieder für einen absoluten Scheiß erzählt? Unglaublich, dass er das immer noch darf. . .

Aber zurück zu Töre und seiner angeblichen „Eigensinnigkeit“: Wenn alle den Ball so einfach spielen würden, dann gäbe es ein schön statisches Kugelgeschiebe. Wir erinnern uns doch noch alle an Thomas Doll. Dessen Dribblings haben einst Räume in der gegnerischen Abwehr geöffnet, so hat er Tore vorbereitet. Nein, nein, Töres Dribblings waren das Salz in der Suppe, schade nur, dass kaum einer seiner Mitspieler darauf einging. Schade, sehr, sehr schade. Ein Lob gab es – das sei am Rande erwähnt – bei Sky-Co-Kommentator Franz Beckenbauer: „Der Töre ist der einzige Hamburger, der sich richtig wehrt.“

Ein großer Pluspunkt war dann aber auch in Halbzeit zwei die „Wiederauferstehung“ von Marcell Jansen. Mein Gott, was hat der Ex-Nationalspieler auf links „gerötelt“. Dickes Kompliment. Es geht doch! So habe ich ihn ja seit Jahr und Tag nicht mehr erlebt. Eljero Elia hatte zuvor 45 Minuten den „Stehgeiger“ gegeben, Jansen mischte den HSV auf, mischte auch die BVB-Abwehr auf – und er riss mit. Mit einer von ihm noch nie (oder selten) gesehenen Aggressivität. Das war vorbildlich. Und ich behaupte einmal: Mit diesem Auftritt hat sich Jansen in die Mannschaft gespielt, die nächstes Wochenende gegen Hertha BSC spielen wird.

Gegen die Berliner werden wir alle erleben, wo der HSV tatsächlich steht. Dortmund ist nicht der Maßstab, kann noch nicht wieder der Maßstab sein. Aber gegen den Aufsteiger muss ein Erfolgserlebnis her, so einfach ist das. Und dann werden sich eben alle anderen HSVer so von Beginn an ins Zeug legen (müssen), wie es diesmal Töre und Jansen getan haben.

Und vielleicht sagen dann, wenn das passiert, die Berliner das, was gestern Dennis Diekmeier in die Blöcke der Journalisten diktierte: „Die Dortmunder machten bupp-bupp und Torschuss, das war zu einfach!” Der Offensiv-Verteidiger, der beim 0:1 zu offensiv war, sagt auch weiter: „Wir dürfen nach so einem Spiel nicht aufgeben.“ Richtig, Und: „Wir brauchen noch Zeit, das merkt man.“ Wohl wahr.

Torschütze Robert Tesche stellte sachlich fest: „Nach dem 0:1 hat das Spiel seinen Lauf genommen . . .“ Auch wahr. Und: „Für mein Tor kann ich mir nichts kaufen.“ Nicht so viel jedenfalls. Aber es war ein Hamburger Lebenszeichen. Davon konnte Mladen Petric diesmal nicht eines setzen. Er stellte aber fest: „Dass wir noch Abstimmungsproblem haben, das haben wir beim ersten Gegentor gesehen.“ Und er unterstrich das Ding mit „nicht in einer Liga“: „Es ist kein Geheimnis, dass wir nicht auf dem Level der Dortmunder sind.“

Warum das so ist, das wusste Marcell Jansen: „Alle wissen bei Dortmund, wo sie hinlaufen müssen.“ Vielleicht aber weiß dass der HSV ja schon am nächsten Sonnabend auch. Heiko Westermann prophezeite jedenfalls noch in Dortmund: „ Wir werden jetzt nicht zerfallen.“ Weil er, der Kapitän, weiß, woran es lag? Westermann meinte nämlich: „Wir hatten keinen Zugriff im zentralen Mittelfeld, das war das größte Problem.“ Und: „Wir müssen daraus lernen.“ Und das möglichst schnell.

PS: Ich beharre nicht auf meine Meinung. Ich habe sie hier nur einfach mal aufgeschrieben – es ist mein Job. Jeder, der eine andere Meinung vertritt, ist herzlich willkommen. Weil heute aber Geburtstagsstimmung herrscht, bitte nur in netten, launigen und wenig verletzenden Sätzen. Danke.

Nur der HSV!

18.32 Uhr

“Matz-ab” hat heute Geburtstag

6. August 2011

Danke.
Danke.
Danke.
Vielen Dank für alles. Die erste Gratulantin war heute „Rautenschälchen“. Um 1:52 Uhr gratulierte sie – gemeinsam mit unserer „Eva“ aus Dortmund zum zweijährigen Geburtstag von „Matz ab“. Ja, heute vor zwei Jahren erschien hier an dieser Stelle „Matz ab“ zum ersten Mal. Es gibt inzwischen – an diesem Tage – viele Glückwünsche, ich bedanke mich jetzt und hier dafür – Ihr seid wirklich allererste Sahne, einfach nur klasse. Vielen, vielen Dank. Frau M. hat den Tag natürlich auch nicht vergessen, sie gratulierte am Frühstückstisch und bemerkte fast nebenbei: „Erst zwei Jahre, mir kommt das schon wesentlich länger vor . . .“ Mir auch. Habe ich ihr auch gesagt. Das waren zwei intensive Jahre, ganz intensive Jahre, die mir viel Spaß gebracht haben, aber, das möchte ich dabei nicht verschweigen, auch einigen Ärger. Davon aber will ich heute nichts schreiben, vieles von dem habe ich seit Beginn des Jahres 2011 abgelegt, abgehakt, verdrängt und vergessen. Ich habe viel gelernt in diesen zwei Jahren, zum Beispiel, dass ich es nicht allen recht machen kann. Ich bin offener für die Sorgen anderer geworden, und ich bin, so glaube ich, auch demütiger geworden.

„Ich nehme nur Liebeserklärungen persönlich.“ Hat einst die Therapeutin Ute Lauterbach gesagt. Irgendwo, irgendwie, irgendwann. Ich kenne diese Dame nicht, dieser Spruch steht heute auf dem Springer-Kalender vom Abendblatt – und ich fand ihn passend zu Tage.

Danke – ich kann mich nur wiederholen. Ich habe durch Euch sehr viele schöne Zeiten erlebt, vor allem aber sehr viele nette und menschliche Menschen. Ja, menschliche Menschen. Das schreibe ich bewusst. Leute, die ihr Herz auf dem rechten Fleck haben, die einen Blick für die Umgebung neben sich haben, die freundlich sind, die nachsichtig, fair, tolerant (!) und herzlich sind. Die wie Freunde sind, echte Freunde. Davon gibt es inzwischen sehr, sehr viele Menschen – und die sind mir längst ans Herz gewachsen. Wenn ich so ans Trainingslager denke, oder an das tägliche Training im Volkspark – so viele Menschen bedanken sich für diesen Blog, geben mir die Hand und freuen sich über diese HSV-Nähe. Leute, die mir persönlich unbekannt sind, die sich trotz allem nicht scheuen, ihre Gefühle zu offenbaren. Auch dafür ein herzliches Dankeschön von mir.

Als wir am 6. August 2009 starteten, da hatten wir nicht einmal zehn Beiträge. Der erste war Florian Hebbel um 6:21 Uhr. Der allererste Beitrag kam von meinem ehemaligen Mitspieler (1. SC Norderstedt) Uli Lutkus unter „Autor“. Christian Pletz und ich, wir waren in den Anfangswochen froh, wenn die Beiträge langsam stiegen. Wir freuten uns über die ersten 20, die ersten 50, die ersten 100 – und es ging immer weiter nach oben. Unglaublich. Dass dieses „Matz ab“ so in den Himmelschießen würde, hätten wir alle nie für möglich gehalten – das seid Ihr, vielen Dank dafür.

Inzwischen haben wir hier in zwei Jahren 959 Beiträge veröffentlich, und die Firma Axel Springer freut sich über den großen Erfolg. Spricht oft vom „erfolgreichsten Fußball-Blog Deutschlands“. Ich halte den Ball flach, ich freue mich, dass Ihr so unglaublich toll dabei seid – und will von Zahlen und „Einschaltquoten“ nichts wissen. Alles unwichtig. Ich freue mich, dass Ihr mitmacht, ich freue mich, dass viele von Euch inzwischen untereinander befreundet sind – das alles hatten wir uns vorher nicht erträumt. Und ich glaube, dass wir noch lange nicht am Ende sind.
Hoffentlich.

Zwei Dinge möchte ich schnell noch abhandeln: Das Gewinnspiel. Wenn ich gestern hörte, dass das Spiel Dortmund – HSV in 199 Ländern live zu sehen war, so dachte ich immer an „Matz ab“. Da kommen wohl aus 200 Ländern und mehr Einsendungen zum „Matz-ab“-Gewinnspiel, die Beteiligung an dieser Rubrik ist unfassbar – hoch! Ihr könnt es Euch ganz sicher nicht vorstellen. Auch dafür sage ich Euch ganz herzlichen Dank – ich kann nur hoffen, dass wir auch in den nächsten Jahren (!?) genügend Trikots (und Eintrittskarten) haben, um dieses Spielchen fortsetzen zu können. Wenn es am letzten Spieltag der vergangenen Saison die Rekordmarke noch einmal in die Höhe schnellte (wegen des Trikots von Frank Rost!), so ist sie jetzt aktuell, mit dem Trikot von David Jarolim noch einmal in die Höge geschnellt. Wo es in dieser Welt überall HSV-Fans gibt – klasse. Einfach nur klasse! Weltklasse.

Und dann kurz noch zu dem Thema „Beiträge“. So viele „Matz-abber“ haben mir schon gesagt, dass sie diese „Anhänge“ längst nicht mehr lesen. Ich kann es verstehen, mir geht es gelegentlich ebenso. Aber, das habe ich inzwischen gelernt, mit etwas mehr Toleranz als sonst im Alltag üblich lässt sich auch das ertragen. Ich weiß inzwischen, wovon ich spreche.

Und halte mir dabei immer ein plastisches Beispiel vor Augen – immer wieder. Ehrlich. Als ich kürzlich von der Redaktion zur U-Bahn ging, war ich gerade auf Höhe Staatsoper, als es passierte: Drei ältere, nett gekleidete Damen gingen über eine Seitenstraße gegenüber der Oper. Sie wollte in die Oper, gingen zur Ampel. Plötzlich bog ein Wagen in Richtung dieser Nebenstraße – und der Fahrer musste nicht nur bremsen, er hupte auch wie wild. Und er gestikulierte, dass diese drei Damen nun möglichst schnell vor seiner Kühlerhaube verschwinden sollten. Die Damen waren natürlich maßlos erschrocken – aber sie wurden immerhin nicht überfahren . . .
Wobei ich mich gefragt habe, wie ich das wohl gelöst hätte?
Wohl so, indem ich die Damen in aller Ruhe über die Straße hätte gehen lassen – natürlich.

Aber es muss selbstverständlich auch einen solchen „Huper“ geben. Sonst wäre eine Hupe im Auto wohl überflüssig. Was ich aber damit sagen möchte: Es gibt solche und solche Menschen. Es gibt Leute, die nachsichtig und zurückhaltend sind, und solche, die hupen. Die auf sich aufmerksam machen, die wie „Don Krawallo“ durch das Leben gehen – die nur ihr Ego pflegen.
Ich bitte nun alle jene Leute, die zur ersten Gruppe gehören, weiterhin an das Gute in jedem Menschen zu glauben. Ich weiß, ich weiß, ein frommer Wunsch, aber anlässlich des Geburtstags wollte ich den noch einmal loswerden. Ich bitte nochmals darum, tolerant zu sein, Nachsicht zu üben – denn ich habe es mittlerweile gelernt (auch wenn es ein harter Lernprozess war).

Denn eines eint uns doch ohnehin alle: die drei großen Hamburger Buchstaben: HSV. Nur darum sollte es hier in erster Linie gehen, um den HSV und um den Fußball allgemein. Ich habe den Fußball nicht erfunden, ein jeder von Euch gewiss auch nicht. Es kann also immer auch verschiedene Meinungen geben, niemand sollte stets nur auf seiner beharren.

Deshalb möchte ich nun jeden von Euch bitten, sich (mal wieder) auf die Fairness im Miteinander zu besinnen. Natürlich weiß ich, dass ich bei einigen Usern damit auf wenig Gegenliebe stoßen werde, aber ein Versuch ist es mir immer wieder mal wert. Die Saison wird hart genug, das hat Dortmund gestern bewiesen, aber keinem HSVer ist damit gedient, wenn hier alles rigoros vernichtet wird. Mit Pfiffen und Beleidigungen wird kein Mensch aufgebaut, eher wird damit das Gegenteil erreicht. Kritik ist nach wie vor nicht nur erlaubt, sie ist auch willkommen, nur persönlich sollte sie niemals werden, nicht persönlich, nicht böse, nicht hässlich, nicht diffamierend.

Es wäre schön, wenn das hier ein jeder mehr und mehr beherzigen würde – dann könnte „Matz ab“ nämlich noch in Jahrzehnten bestehen.

Vielen Dank – ich kann mich nur noch einmal wiederholen – für Eure Treue. Das ist einzigartig. Ich bin stolz auf Euch, auf „Matz ab“ – auf die nächsten Jahre.

PS: Auch diese Bitte sei mir heute einmal erlaubt: Sie geht an „Grüß Gottle Schmidt“. Ich habe noch keine einzige Mail, die mich täglich so zahlreich erreicht, gelesen, ich habe es auch nicht vor, jemals eine zu lesen – vielleicht, zum Geburtstag, kann man das ja ganz einstellen – oder ein wenig reduzieren. Wäre eine Hilfe, weil ich dann nicht immer so viel überflüssigen Ballast löschen müsste. Danke.

15.59 Uhr

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