Tagesarchiv für den 12. Juli 2011

12:0 – Son-Gala nach der Pause

12. Juli 2011

12:0 gewonnen – ein Muster ohne Wert. Aber total ohne jeden Wert. Das war wie im Training, und das war nach dem Motto: „Leben und leben lassen“. Nur nicht verletzen. Der HSV erwies sich als netter Gast, er besiegte die Bezirksauswahl Zillertal und hielt sich dabei nur im ersten Durchgang höflich zurück. Da hieß es nur 3:0. Es war ein lockeres Spielchen, und in den zweiten 45 Minuten wurden die Gastgeber dann förmlich überrollt. Fünf Tore erzielte dabei Heun Min Son, der sich seinen großen Auftritt für die Zeit nach dem Seitenwechsel aufgespart hatte.

In Halbzeit eins spielten die „Alten“, jedenfalls die, die noch fit sind, und in der zweiten Halbzeit durften die Jungen ran. Eine Einzelkritik erspare ich mir, sie ist an einem solchen Tag völlig, aber so was von überflüssig, deswegen Null. Dennoch kann ich mir ein Lob nicht verkneifen: Die jungen Talente haben ihre Sache sehr, sehr gut gemacht. Kompliment, da wollte ein jeder!

Das Spiel begann mit einem absoluten Höhepunkt. Co-Trainer Frank Heinemann landete mit einem Tandem-Gleitschirm – und brachte den Ball mit. Mutig, mutig, der Herr Assistent. Michael Oenning, der Chef, war offenbar so beeindruckt, er fotografierte den Flug und die Landung.

Es blieb bis zur 19. Minute die einzig gute Aktion der Hamburger. Erst dann erzielten sie das 1:0 gegen die tapferen und beweglichen Amateure. Erst sollte es Eljero Elia gewesen sein, dann hieße es: Heung Min Son. Salomonisch entschied der neben mir sitzende Hermann Rieger: „Beide sind Torschütze, einer mit dem Kopf, einer mit dem Ohr.“ Son hatte diesen Treffer nötig, denn er vergab, wie schon in Norderstedt gegen die Polizei-Auswahl, einige „Hundertprozentige“.

Zwei Minuten später war dann Elia tatsächlich der Schütze des 2:0, und zum 3:0-Halbzeitstand schoss Dennis Aogo aus 16 Metern ein. Bemerkenswert an den ersten 45 Minuten: Son konnte seine Show von den Trainingseinheiten in Halbzeit eins nicht wiederholen, er sparte sich seine Gala für den zweiten Durchgang auf. Zudem muss erwähnt werden, dass Torwart Wolfgang Hesl mindestens drei oder vier sehr, sehr gute Möglichkeiten der Zillertaler glänzend vereitelte. Beim Halbzeitgang in die Kabine gab es dafür „Hesl, Hesl“- Rufe. Wie natürlich auch immer wieder „Hermann Rieger“.

Der HSV spielte im ersten Durchgang mit: Hesl, Diekmeier, Mancienne, Sternberg, Aogo; Tesche; Jarolim, Kacar; Töre (der Linksfuß kam über rechts), Elia; Son. In der zweiten Halbzeit war auf dem Rasen: Hesl, Götz, Mancienne, Kacar, Sternberg, Aogo; Nagy, Besic; Ben-Hatira, Jansen; Son.

Und ein „Alter“ wollte es dabei offenbar ganz besonders wissen: Marcell Jansen. Ein Traumtor mit rechts (halblinke Position) in den hinteren oberen Winkel (50.), dann glashart und humorlos aus 17 Metern mit links in die lange Ecke (54.). Zwei sehr, sehr schöne Tore zum 5:0.

Das 6:0, 7:0 und 8:0 erzielte Son. Zuerst nach schöner Vorarbeit von Sören Bertram und Hanno Behrens (64.), dann traf er aus dem Gewühl heraus, danach bediente ihn in der 73. Minute Änis Ben-Hatira. Und weil Son danach eine weitere „Hundertprozentige“ vergab, staubte Ben-Hatira ab (77.) – 9:0. Für das 10:0 war dann wieder Son nach einem schönen Alleingang zuständig (78.). Und weil der HSV die Abwechslung liebt: Ben-Hatira erzielte das 11:0 (86.) – nach schöner Vorarbeit von Son. Für den 12:0-Endstand sorgte dann Daniel Nagy in der 90. Minute.

Die weiteren Wechsel beim HSV: Labus, Bertram und Behrens kamen in der 62. Minute für Sternberg, Aogo und Kacar.

20.28 Uhr

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