Tagesarchiv für den 2. Juli 2011

Oenning ist zufrieden: “Die Jungs haben toll mitgezogen”

2. Juli 2011

Meine Herren, was für ein Abschied! Dass der Blog heute erst spät kommt und auch noch etwas kürzer ist als gewohnt – das alles hat viele Gründe. Ergo: Kurzer Blog – lange Geschichte. Aber eine mit Happy End. Danke dafür noch mal an den HSV-Fanclub Sylt, der uns gestern mit Gastfreundlichkeit derart verwöhnte, dass ich noch heute davon „profitiere“. Männer, das war ein richtig netter Abend bei Euch im Einstein!! Dass ich eben gerade doch noch mein verloren geglaubtes Portemonnaie wiedergefunden habe, bzw. sich das Hotel arosa gemeldet hat – natürlich erst nachdem ich alle Karten mühevoll hatte sperren lassen – das alles führte zu diesem späten Blog – aber es rundet den Abreisetag für mich doch noch positiv ab. Ein Happy End eben…

Obwohl die Tage auf Sylt trotz aller lobender Worte von Trainer Michael Oenning nicht nur Positives zu bieten habe. Genau genommen gibt es nur einen kleinen Wehrmutstropfen – namens Gökhan Töre. Der junge Deutsch-Türke hat sich innerhalb weniger Tage bei der Mannschaft mit seinem divenhaften Verhalten ins Abseits manövriert und gilt dringend wieder auf Spur zu bringen. „Es gibt da ein paar Muster, die ich aufbrechen muss“, analysiert Oenning, „er ist aber auch erst eine Woche da und muss sich erstmal an die neuen Umstände gewöhnen. Klar ist aber auch: Gökhan muss geführt werden.“ Klare Worte für einen 19-Jährigen, der über ebenso viel Talent wie Eigensinn verfügt.

Nun denn, ansonsten hat die Mannschaft fünf harte aber durchaus erfolgreiche Tage hinter sich. Womit ich weniger das nichtssagende 9:0 gegen die Nordfrieslandauswahl denn die absolvierten Einheiten meine. Dieser Günter Kern hat es in sich. Genau genommen ist das für mich der neue Quälix des HSV. Drei knallharte konditionsorientierte Einheiten am Tag – so kann man den Spielern selbst die ansonsten wunderschöne Insel Sylt madig machen. „Die Jungs habe alle voll mitgezogen“, lobt Oenning. Insbesondere die Tatsache, dass alle gesund geblieben sind freut den HSV-Trainer. Einzig Jacopo Sala musste mit Muskelproblemen kürzertreten und soll in der kommenden Woche ärztlich durchgecheckt werden. Aber ansonsten gibt es grünes Licht von den Spielern. Auch Mladen Petric liegt voll im Plan. „Ich hoffe, dass er in Österreich (9. Bis 16. Juli, d. Red.) wieder voll mittrainieren kann“, sagt Oenning, „denn bislang liegt er bei seinem Genesungsprozess voll im Plan.“

Ebenso wie Romeo Castelen, der zwar nicht alle Läufe absolvierte, allerdings ansonsten einen gesunden und fitten Eindruck vermittelt. „Bei ihm muss man geduldig sein“, so Oenning, „er muss behutsam wieder an die Mannschaft herangeführt werden.“ Genauso wie Aogo, der als einziger Nachzügler für das morgige Spiel gegen den VfL Wolfsburg in Flensburg in Betracht kommt. „Er ist voll fit“, freut sich Oenning, „deshalb überlege ich, ihn spielen zu lassen.“ Eine endgültige Entscheidung wird allerdings erst am morgigen Sonntag fallen.

Nach dem Spiel bekommt die Mannschaft zwei Tage Pause, ehe es am Mittwoch „wieder in die Vollen“ geht, wie Oenning ankündigte.

In diesem Sinne, ansonsten ist es mal wieder sehr ruhig. Keine Neuen, keine neuen Abgänge – und die Mannschaft ist trotz anderslautender Ansage von Oenning vor ein paar Wochen heute doch beim Klitschko-Kampf in der Imtech-Arena. Eine erste teambildende Maßnahme.

Im Anhang findet ihr die Statistik des gestrigen Spiels, die leider bei der Übermittlung der Daten verlorengegangen war.

Bis morgen!

Scholle
20.40 Uhr

Aufstellung des HSV gegen die Nordfrieslandauswahl:
Drobny (46. Mikkel) – Diekmeier (58. Ingreso), Westermann, Sternberg, Jansen (65. Sowah) – Kacar (46. Nagy), Tesche (46. Besic), Jarolim – Ben-Hatira (46. Arslan), Son, Töre (Bertram).