Tagesarchiv für den 19. Mai 2011

Analyse Teil vier: Die Defizite des HSV-Sturms

19. Mai 2011

So ist das ja im Leben: einer geht, ein anderer kommt. Oder: einige gehen, andere kommen. Das passiert beim HSV auch dieser Tage. Es werden noch einige gehen müssen, die jetzt noch nicht dran denken. Lasst Euch überraschen. Und es kommt ein Neuer, den keiner auf dem Zettel hatte: Frank Heinemann. Als ich am Mittwoch um kurz vor 20 Uhr den Namen des neuen Co-Trainers erfahren wollte, wusste man beim HSV noch von nichts. Und dann steht es plötzlich in der Bild. Kompliment den Kollegen, sie sind doch immer auf Ballhöhe – auch dann, wenn sie beim HSV noch von nichts wissen.

Zu Heinemann habe ich schon seit Jahrzehnten meine persönliche Einstellung gehabt. Ohne zu wissen, dass er eines Tages einmal beim HSV (als Co-Trainer) landen würde. Jedes Mal, wenn es gegen den VfL Bochum ging, und das ist jetzt absolut die Wahrheit, jedes Mal habe ich Heinemann schon vorher verflucht. Der Grund: Ich hatte das Gefühl, dass dieser kleine Kämpfer, Grätscher, Hacker, Treter und Dauerläufer immer vor Spielen gegen den HSV einen Eier Kälberblut getrunken hatte, um wie gedopt aufzulaufen. Jedes Mal, wenn Heinemann gegen den HSV gespielt hat, hat der „das Spiel seines Lebens“ gemacht. Ich weiß, ich weiß, das kann man nur einmal machen, aber bei Heinemann gab es von HSV-Spiel zu HSV-Spiel immer eine Steigerung. Es war unfassbar. Der gute Mann hat nie ein Länderspiel bestritten, aber gegen den HSV präsentierte er sich immer in Länderspiel-Form. Wenn er hier seinen Dienst antritt, dann werde ich ihn sicher fragen, wieso das so war. Heinemann, der 195 Erstliga-Spiele für den VfL bestritt, war als Spieler ein „Giftnickel“, eine Klette, die sich nicht abschütteln ließ, er gab nie auf, er gab immer 100 Prozent. Ein Vorbild für sein Team, das ja als Graue Maus der Liga bekannt war. Ich hoffe, dass er so auch FÜR den HSV zur Sache gehen wird – und ich gehe auch fest davon aus.

So, weitere Namen werden folgen. Auf der einen Seite (die gehen müssen), wie auf der anderen Seite. Das werdet Ihr schon morgen sehen. Ich aber komme in dieser Woche noch einmal zu jenen Jungs, die das Vergnügen hatten, in der vergangenen Saison die Raute auf der Brust zu tragen. Es geht in der Saisonanalyse diesmal um die Stürmer. Es geht um den Angriff, von dem ich ja schon seit Jahren glaube, dass er falsch zusammengestellt worden ist. Thomas Doll, das hatte ich vor Wochen schon einmal geschrieben, hatte das erkannt, als er Trainer des HSV wurde – er trennte sich von Bernardo Romeo. Und „alle Welt“ schrie und stöhnte damals auf: „Wie kann man nur . . .“ Doll aber wollte auf schnelle Stürmer setzen, die nicht nur am Fünfmeterraum des Gegners stehen und bedient werden wollen, sondern mit denen der HSV auch kontern kann.

Das Vorhaben war da, die Gedanken waren gut, aber es wurde leider nicht zur Zufriedenheit umgesetzt. Jedenfalls nicht zu meiner. Ich glaube ja, dass der HSV schon seit Jahren keinen Stürmer hat, der von den Kollegen auch gelegentlich mal steil geschickt werden kann – um kontern zu können. Gibt es nicht! Natürlich, auf den Außen gab es pfeilschnelle Leute, wie Jonathan Pitroipa und auch Eljero Elia, aber solche Angreifer-Typen haben auch in der Mitte gefehlt. Und sie fehlen bis heute in der Mitte. Der HSV ist einfach nicht in der Lage, ein Konter-Spiel aufzuziehen, denn es fehlen die Leute dafür. Und deshalb hoffe ich vor allem auf Frank Arnesen, dass er diese Problematik ähnlich sieht, er sie erkannt hat – und nun endlich etwas tut, um diesen Missstand abzustellen. Wenn ich höre, dass der Vorstandsvorsitzende Carl Edgar Jarchow sagt, dass hinten und im Mittelfeld etwas getan werden muss, dann sträuben sich mir die Nackenhaare. Das ist doch nur die halbe Wahrheit. Der HSV braucht dringend einen Stürmer, der in der Mitte spielt und blitzschnell ist. Einer, der weder sich noch den Gegner schont, der dorthin geht, wo es weh tut, der einst wie Uwe Seeler abgeht – und wie Schmitzens Katze.

Nun bin ich kein Fantast, ich weiß, dass solche Stürmer nicht auf dem Baum sitzen und gepflückt werden wollen. Solche Angreifer sind höchst selten, und sie kosten in der Regel viel Geld. Es sei denn, man hat ein solches Juwel schon in der Jugend – und kann es fördern, bis es „voll da“ ist. In meinen Augen hatte der HSV einen solchen jungen Mann, im Grunde hat er ihn noch immer, aber er ist (leider) noch bis zum Sommer 2012 an Fortuna Düsseldorf ausgeliehen: Maximilian Beister. Okay, okay, er hatte hier schon seine Chancen, aber ich glaube ganz einfach, er hatte zu jener Zeit noch viel zu wenige. Wenn ich so an Marcus Berg denke, der hatte deutlich mehr davon gehabt und bekommen. Weil er für viel Geld (viele Millionen) gekommen, besser geholt worden, war? Beister war damals (vor ein, zwei Jahren) ein Rohdiamant, ihn hätte man beim HSV schleifen müssen, aber man hat es nicht (genügend und mit mehr Ausdauer) getan. Leider. Meine Hoffnung aber ist die, dass es dafür noch nicht ganz zu spät ist – man wird sehen.

Dafür wurden beim HSV andere Spieler gefördert, die in meinen Augen weniger Talent hatten. Aber auch das hat ja schon Tradition . . .

Mögen die neuen Leute, die jetzt bereits beim HSV angefangen haben, und auch die Leute, die noch kommen werden, weitaus glücklichere Händchen haben, als das in der Vergangenheit der Fall war.

Wobei ich beim Angriff der vergangenen Saison bin. Bei jenen Stürmern, die den HSV auf Tabellenplatz acht (man muss es sich immer mal wieder vor Augen führen – weil es unglaublich ist) enden ließen. Los geht es; aber ich muss schell noch einmal loswerden, dass wir die folgenden Daten (und auch alle Daten der hier bereits genannten HSV-Spieler) von der Firma Castrol bekommen haben – vielen Dank dafür:

Eric-Maxim Choupo-Moting
wurde von keinem Gegenspieler jemals so kaltgestellt, wie in dieser Spielzeit von einem gewissen Fax. Fridolin Fax war es, so glaube ich. Das Faxgerät verhinderte, dass der Nationalstürmer des Kameruns im Winter zum 1. FC Köln wechselte – und das war mehr als jammerschade. Ich hätte es gerne schon einmal eine Halbsaison betrachtet, ob sich der talentierte Angreifer bei den Geißböcken durchgesetzt hätte. Ich glaube es nämlich nicht. Jetzt werden wir alle (und auch ich) auf die nächste Spielzeit warten müssen, denn dann stürmt „Choupo“ bekanntlich für Mainz. Ob er oft stürmt? Meine Zweifel bleiben bestehen. Ich glaube nicht daran. Ich glaube, dass ihn der Herr Papa (als Berater) stets besser gesehen hat, als der Filius tatsächlich war. Ich kann mich irren, aber ich habe mich in über 30 Jahren HSV selten einmal gravierend geirrt. Ein Beispiel gibt es aber, denn im „Fall“ Oliver Bierhoff lag ich damals krass daneben. Ich würde es Eric-Maxim Choupo-Moting ja gönnen, aber wie gesagt, ich glaube nicht daran. Mainz müsste in meinen Augen schon absteigen, wenn „Choupo“ dort einmal zum Stamm-Stürmer werden sollte.

Eric-Maxim Choupo-Moting in Zahlen:
Einsätze: 10
Gespielte Minuten: 377
Tore: 2
Minuten/Tor: 189
Schüsse auf das Tor: 4
Schüsse neben das Tor: 3
Schussgenauigkeit in Prozent: 57
Chancenverwertung in Prozent: 29

Eljero Elia
ist vielen Hamburgern, und auch mir, ein großes Rätsel. Bei der niederländischen Nationalmannschaft blüht er in der Regel auf, beim HSV sucht er weiterhin seine Bestform. Das war auch in dieser Saison so. Und eventuell bleibt es auch so, wenn nicht der HSV eingreift. Elia ist ein sicher begnadeter Fußballer, der aber auch eine andere Art der „Betreuung“ für sich beansprucht. Beim HSV werden alle Spieler, so meine Beobachtungen (seit Jahren), gleich behandelt. Da wird kaum (oder gar nicht) Rücksicht darauf genommen, dass es verschiedene Menschen mit verschiedenen Charakteren gibt. Elia würde sicher bei einer anderen Ansprache, einer individuelleren Führung besser kicken können. Oftmals hat er sich darüber beklagt, dass ihm von Seiten des Vereins zu wenig Respekt entgegen gebracht worden ist. Eine Art des Hilferufs. Man kann dazu stehen wie man will, aber Elia erfordert und beansprucht damit indirekt eine besondere Behandlung – und die muss man ihm geben. Ganz einfach. Oder man muss ihn verkaufen. Gibt es Trainer und auch Offizielle, die sich nicht zu schade sind, dem Niederländer „Zuckerklümpchen in den Hintern zu pusten“, dann wird der Wirbelwind sicher aufblühen. Ich bin davon überzeugt. Aber ich bin auch davon überzeugt, dass sich eher keiner beim HSV erbarmen wird, dem besonderen Menschen Elia auf besondere Art zu begegnen. Schade eigentlich.

Eljero Elia in Zahlen:
Einsätze: 24
Gespielte Minuten: 1645
Tore: 2
Minuten/Tor: 823
Schüsse auf das Tor: 9
Schüsse neben das Tor: 13
Schussgenauigkeit in Prozent: 41
Chancenverwertung in Prozent: 9

Paolo Guerrero
wird immer ein Fußballer sein, an dem sich die Geister scheiden. Ich habe lange zu dem Peruaner gestanden, weil ich von seinen fußballerischen Qualitäten überzeugt war – und es noch immer bin. Aber Fußball ist die eine Seite der Medaille, der Kopf die andere. Paolo Guerrero kann mental nicht über seinen Schatten springen, und ich glaube allmählich, dass er das auch nicht mehr lernen wird. Oder besser, dass er nicht mehr in sich gehen wird, um sein bisheriges Profi-Leben zu überdenken – und dann gegebenenfalls etwas zu ändern. In seinem Falle spielt auch der Berater eine gewisse Rolle, denn ich erwarte von solchen Leuten, dass sie sich auch in die fußballerische Betreuung ihrer Klienten einmischen – aber da kommt ganz offenbar nichts. Null! Wir alle haben es in dieser Saison erlebt. Der HSV gibt Paolo Guerrero noch einmal eine (weitere) Chance, der Peruaner könnte endlich befreit aufspielen – aber auch da kam nichts. Null. Und ich habe die Befürchtung, dass es auch so bleiben wird. Note fünf für ihn für die vergangene Saison.

Paolo Guerrero in Zahlen:
Einsätze: 25
Gespielte Minuten: 1564
Tore: 4
Minuten/Tor: 391
Schüsse auf das Tor: 10
Schüsse neben das Tor: 19
Schussgenauigkeit in Prozent: 34
Chancenverwertung in Prozent: 14

Mladen Petric
ist der beste „Knipser“ des HSV. Ob er es auch bleiben wird? Ein großes Fragezeichen von mir. Der Kroate ist in England im Gespräch, und ich weiß nicht, was besser ist – für ihn, und für den HSV. Petric könnte auf der Insel sicher in einer besseren Mannschaft spielen, und der HSV könnte einmal probieren, wie es ohne ihn geht. Wie gesagt, ich weiß es nicht, was besser ist. Bleibt Mladen Petric einmal ohne Treffer, dann sind viele Fans auch schnell gegen ihn aufgebracht. Das Argument, das dann oft zu hören ist: „Petric bewegt sich zu wenig, er steht oft nur herum und warte darauf, dass man ihm den Ball in die Schuhe spielt.“ Das hat gewiss schon jeder einmal gehört. Ich glaube aber, dass Petric dann noch wertvoller sein könnte, wenn er in der Offensive Leute um sich herum hat, die ihn mitreißen, die ihn einbinden, die ihn bedienen – die ihn auch als Torjäger, als „Knipser“ anerkenn und auf eine gewisse Art auch hofieren. Ruud van Nistelrooy war das nicht, denn der ist (oder war?) selbst ein Weltstar. Deswegen ist zu hoffen, dass der HSV (im Falle des Verbleibens von Petric in Hamburg) eine Mann an die Seite des Kroaten setzt, der mit ihm spielen will, der ihn als Nummer eins anerkennt, der zu ihm hoch schaut, der auch weiß, dass es nur gemeinsam geht. Daran hat es in dieser abgelaufenen Saison gemangelt, sonst hätte es mehr HSV-Tore gegeben, sonst hätte auch Petric weit mehr Treffer auf seinem Konto gehabt – als nur elf.

Mladen Petric in Zahlen:
Einsätze: 22
Gespielte Minuten: 1730
Tore: 11
Minuten/Tor: 157
Schüsse auf das Tor: 24
Schüsse neben das Tor: 29
Schussgenauigkeit in Prozent: 45
Chancenverwertung in Prozent: 21

Heung Min Son
war die Entdeckung der ersten Wochen der Saison 2010/11. Was spielet der kleine Koreaner für einen großartigen Fußball! Das war eine Wucht in Tüten. Alle, nein, fast alle waren restlos begeistert. Da kam ein neuer Stern am HSV-Himmel auf. Doch das Glück des kleinen Talentes hielt nicht lange. Eine Verletzung zu Beginn, ein kleiner Hänger im Herbst, ein Berufung in die Nationalmannschaft, die Teilnahme am Asien-Cup, die Tatsache, dass er keine Rückrunden-Vorbereitung hatte – das alles sorgte für einen kleinen (oder doch schon größeren?) Absturz des Zieh-Sohnes von Ruud van Nistelrooy. Es bleibt nur die Hoffnung, dass es in der kommenden Saison wieder besser laufen wird. Aber ich habe auch bei ihm kleinere Zweifel. Hoffentlich hat der kleine Son nicht schon jetzt sein ganzes Pulver verschossen. Er wird zulegen müssen, in Sachen Fitness, mentaler Stärke und Engagement. Immer nur lächeln hilft auch in seinem Fall nicht weiter.

Heung Min Son in Zahlen:
Einsätze: 13
Gespielte Minuten: 719
Tore: 3
Minuten/Tor: 240
Schüsse auf das Tor: 7
Schüsse neben das Tor: 7
Schussgenauigkeit in Prozent: 50
Chancenverwertung in Prozent: 21

Tunay Torun
wird nun Berliner. Und wir alle werden sehen, ob ihn der Wechsel zur Hertha beflügeln wird. Ich glaube nicht, aber das ist nur meine unmaßgebliche Meinung. Torun, inzwischen türkischer A-Nationalspieler, trat in der abgelaufenen Saison auf der Stelle, vielleicht entwickelte er sich auch zurück. Natürlich hatte er eine schwere Knieverletzung, natürlich kam er erst spät in Fahrt, aber er wird aufpassen müssen, dass er stets und ständig alles gibt, um sich für die Stamm-Elf zu empfehlen. Ich weiß nicht, ob er ein Spieler ist, der sich auch schon damit zufrieden gibt, es in einen Profi-Kader geschafft zu haben. Die Tatsache, dass er deswegen, weil er zu wenige Einsätze beim HSV hatte, zur Hertha wechselt, spricht eigentlich gegen diese These, aber ich weiß auch nicht, ob Tunay Torun immer alles dafür gegeben hat. Um sich durch Leistung sportlich aufzudrängen. Dazu muss mehr kommen – von ihm, und das habe ich im Training während dieser Saison nicht so oft von ihm gesehen. Er blieb beim HSV nur ein Mitläufer, soll ihm das nicht auch in Berlin passieren, so muss er lernen, stets und ständig an seine Grenzen zu gehen. Nur so könnte es klappen. In Hamburg hat es nicht so geklappt.

Tunay Torun in Zahlen:
Einsätze: 5
Gespielte Minuten: 252
Tore: 0
Minuten/Tor: –
Schüsse auf das Tor: 2
Schüsse neben das Tor: 3
Schussgenauigkeit in Prozent: 40
Chancenverwertung in Prozent: –

Ruud van Nistelrooy
war für mich DER Star dieser Mannschaft. Er hat sich in Hamburg wieder herangekämpft, obwohl er eigentlich schon weg war. Er hat hier nie den Star heraushängen lassen, sondern war ein Bestandteil dieser Gruppe – für mich war und ist er ein Fußball-Gentleman. Dafür gebührt ihm Dank, dafür lobe ich ihn ausdrücklich. Der Mann hat sich eingeordnet, und er hat in seinen Analysen zum HSV und zum Fußball stets vernünftige und großartige Sachen von sich gegeben. Seine Einstellung zu seinem Job (beim HSV) war und ist (wohl) hervorragend! In Hamburg war es das bis zu jenem Tag, als ihn Real Madrid wieder in Madrid sehen und haben wollte. Von nun an ging’s bergab. Da war die Saison für ihn gelaufen, da hatte der HSV (und sein Anhang) keinerlei Freude mehr an ihm, da war kaum noch zu spüren, dass „RvN“ ein HSVer ist. Schade, schade, er hätte hier ein besseres Ende verdient gehabt, aber ich freue mich trotz allem immer noch darüber, dass er hier in Hamburg gespielt hat – das war ein Hauch von Weltklasse. Auch wenn man davon nur 2010 etwas spüren konnte. Leider.

Ruud van Nistelrooy in Zahlen:
Einsätze: 25
Gespielte Minuten: 1785
Tore: 7
Minuten/Tor: 255
Schüsse auf das Tor: 28
Schüsse neben das Tor: 28
Schussgenauigkeit in Prozent: 50
Chancenverwertung in Prozent: 13

So, das war der Angriff des HSV. Es folgt demnächst noch die Analyse der Trainer und Funktionäre. Und hoffentlich folgen dann auch schon bald weitere Neuzugänge – nicht nur die Namen von Co-Trainern.

17.28 Uhr