Tagesarchiv für den 24. Dezember 2010

Ein, zwei fromme Wünsche . . .

24. Dezember 2010

Ein frohes Weihnachtsfest, Ihr lieben Matz-abber, genießt die schönen Tage in aller Ruhe und Besinnlichkeit. Vielen Dank für Eure großartige und überragende Unterstützung, für Eure Treue und für die fast grenzenlose Verbundenheit zum HSV – Ihr seid wirklich ALLE SENSATIONELL !!!

Schnell noch ein herzliches Dankeschön für die vielen Weihnachtswünsche, die Ihr mir geschickt habt, auch heute konnte ich mich darüber sehr, sehr freuen – zumal Matz-abber der ersten Stunde dabei waren, die ich schon verloren geglaubt hatte . . . Toll, von Euch zu lesen und zu hören.
Danke, danke, danke – für alles. Ihr alle seid mir in den nun anderthalb Matz-ab-Jahren wie eine Groß-Familie ans Herz gewachsen!

Auch von Marcus “Scholle” Scholz soll ich Euch ganz herzlich grüßen und alles Gute zum Fest wünschen – hiermit geschehen.

So, es folgt nun noch ein kleinerer Schüttelreim. Bitte keine Reklamationen in irgendeiner Art, es ist alles nicht so ernst gemeint, es soll eigentlich nur ein wenig witzig, ironisch, flapsig und mit einem gewissen Augenzwinkern versehen sein. Wie in den Vorjahren auch. Und wer damit überhaupt nichts anfangen kann, der sollte bitte, bitte jetzt nicht mehr weiterlesen, sondern sich schon voll auf das Weihnachtsfest konzentrieren.
Feiert schön!
Nochmals alles Gute für Euch, und los geht es:

Du lieber guter Weihnachtsmann,

für Dich ist Fußball dann und wann,
bestimmt mal schön und auch ganz toll,
bei vielen Siegen wundervoll,
- nur HSV-Fans haben’s schwer,
Erfolge gibt’s schon lang’ nicht mehr,
ganz Hamburg hat viel Frust und Schmerz:
Die Spieler spielen ohne Herz,
sie sind kein Team – sie kämpfen nicht,
und Besserung ist nicht in Sicht,

drum bitt’ ich Dich von Herzen nun,
Du musst mal wieder etwas tun,
hilf uns aus dieser Not heraus,
sonst wird der Klub zur grauen Maus,
der HSV vom Rothenbaum,
schlägt zu viel Luft und zu viel Schaum,
bring’ ihn wieder ganz nach oben,
dann wird’ ich Dich immer loben,
gib’ allen wieder Lust und Mut,
auch Spaß und Freude täten gut,
gib auch Kraft in alle Haxen,
lasse Teamgeist tüchtig wachsen,
bremse Missgunst – stopp’ die Neider,
davon gibt es reichlich – leider,

setz’ die Truppe auf den Pott,
sonst ernten wir hier nur noch Spott,
pack’ die Profis bei der Ehre,
mach’ sie deutlich, die Misere,
sag’ uns’ren Jungs, was Du vermisst,
dass ihr Spiel oft kein Fußball ist,
mach’ so nun heiß und mach’ sie rund,
sei auch gemein – ganz harter Hund,
lass’ sie Deine Rute spüren,
Schluss jetzt mit den Star-Allüren,
lass’ sie springen, kämpfen, laufen,
sie soll’n stöhnen, schwitzen, schnaufen,
sie soll’n endlich alles geben,
wie im echten Fußball-Leben.

Und ganz speziell da bitt’ ich Dich,
verbess’re jeden wesentlich:

Lass’ Frank Rost die Töne treffen,
knurren, bellen und auch kläffen,
das soll er ruhig – dann und wann,
weil er das auch am besten kann,
doch er muss das gut dosieren,
muss mal loben, motivieren,
weil das die Stimmung hebt im Team,
- drum bitte assistiere ihm.

Dem „Jaro“ Drobny gib Geduld,
dass er nicht spielt – nicht seine Schuld,
seine Zeit, die wird noch kommen,
dann wird er ins Tor genommen,
er darf jetzt nur nicht verzagen,
- kannst Du ihm das weitersagen?

An Mathijsen Weihnachtsgrüße,
stell’ ihn schnellstens auf die Füße,
mit seiner Zuverlässigkeit,
gibt es kein’ Bess’ren weit und breit.

Diekmeier? Der soll genesen,
bislang ist da null gewesen,
er soll „Giiiiee“ mal Beine machen,
der Demel, der hat gut Lachen,
mit Mini-Aufwand stets dabei,
und das mit Füßen wie aus Blei,
er konnte doch mal so viel mehr –
sein Akku der scheint restlos leer,
bau’ ihn nun auf, das wäre schön,
sonst muss der „Giiiiee“ im Sommer geh’n.

Westermann, dem sollst Du sagen,
er soll Fußballstiefel tragen,
die ohne Spanner sind – ganz fein,
- beim Passen soll das besser sein;
es geht zur Not, zeig’ ihm auch das,
mit Willi Schulz’ Gedächtnispass,
zwei, drei Meter – und dann gut,
auch das erfordert oftmals Mut.

Besic – den lass’ ganz schnell reifen,
und dann nach den Sternen greifen,
solide, nüchtern – konzentriert,
ist ihm der Aufstieg garantiert.

Stärk’ Aogos Adduktoren,
er soll nie mehr draußen schmoren,
den brauchen wir, den jungen Mann,
der geht doch schneidig hier voran,
zum Glück bleibt er noch so viel’ Jahr’,
ich finde das ganz wunderbar!

Schenk’ Jansen einen harten Zeh,
ihm tut das Ding noch immer weh,
er stellt schon lang’ das Spielen ein –
das kann doch nicht Dein Wille sein,
lass’ den Linksfuß nun gesunden,
der muss sich durch Überstunden,
wieder mal in Höchstform bringen,
- Glück lässt sich doch auch erzwingen!

Lennard Sowah mach’ erwachsen,
tritt ihm ruhig auf die Haxen,
und zeig’ ihm klar und ganz gezielt,
was er sonst hier zu leicht verspielt.

Gib Ze Roberto wieder Lust,
denn er verkam zuletzt im Frust,
ihn muss man nur mächtig loben,
dann wird Ze schon wieder toben . . .

Dem Rincon zeig’ des Gegners Tor,
der kommt ja viel zu selten vor,
und schenke ihm ’nen kühlen Kopf,
er ist zu hitzig oft, der Tropf.

Dem Tesche gib’ mal „Hallo wach!“,
der hält den Ball mir oft zu flach,
mit einer Prise Temp’rament,
spielt der bestimmt ganz ungehemmt.

Dem Jarolim fehlt Spritzigkeit,
sagte Herr Veh – das tat mir leid,
schenk’„Jaro“ nun die ganze Kraft,
dass er bald wieder voll im Saft,
stets läuft und rennt, und läuft und rennt,
und weiter jeden Grashalm kennt.

Gojko Kacar lass’ trainieren,
es muss endlich was passieren,
kann doch nicht sein, dass er nicht fit,
so lahm wird er nie Kühnes Hit.

Gib „Troche“ Interview-Verbot,
durch Sprüche bringt er sich in Not,
und auch Kreisel soll er lassen,
sich mit Standards mehr befassen,
und ab und zu noch volles Rohr,
in jedem dritten Spiel ein Tor,
dann sind alle hier zufrieden –
könn’st Du diesen Plan schnell schmieden?

Castelen? Beschenk’ ihn immer,
gib ihm jeden Hoffnungsschimmer,
dass er es doch noch einmal schafft,
das wär’ doch wirklich sagenhaft.

„Choupo“ – der soll sich besinnen,
wie die Spiele heut’ beginnen:
kämpfen, ackern – alles geben,
voller Tatendrang erbeben,
nicht verbal mit Künsten protzen,
nicht nur kleckern – sondern klotzen!

Mach’ den Elia reif und schlau,
er kam nie an beim HSV,
er ist launisch und ganz eigen,
soll uns doch so viel noch zeigen,
mach’ ihm doch bitte einmal klar,
dass nie in Bestform er hier war,
da muss schon noch viel mehr kommen:
Bringeschuld – ganz strenggenommen.

Schenk „Collo“ noch ein halbes Jahr,
in dem er hier mit Haut und Haar,
den Muster-Profi geben kann –
der Benjamin, ein Klasse-Mann,
der geliebt wird, den sie achten,
den als Vorbild sie betrachten.

Gib „Pit“ vom Killer den Instinkt,
dass ihm auch mal ein Tor gelingt,
nimm’ uns’rem Dribbler mit Diplom,
vom Zappel-Philipp das Syndrom,
stärkt ihm Muskeln, schenk’ ihm Waden,
auch mehr Kraft könnt’ echt nicht schaden,
und Du wirst seh’n, Du Weihnachtsmann,
was unser „Pit“ doch alles kann!

Änis halte bei der Stange,
ich wär’ sehr dafür: noch lange,
er hat so viel an den Hacken,
wär’ so schön, könnt’ er’s noch packen.

Der “Tunay-Torun-Superstar”,
ist nun nach langer Pause da,
lass’ das Kreuzband nie mehr reißen,
auch kein and’res Band verschleißen,
Tunay soll es krachen lassen,
und sein Glück beim Schopfe fassen.

Der Ruud, das geb’ ich offen zu,
der tut mir leid – wie siehst das Du?
Der hatte Biss, der griff voll an,
und zeigte uns, was er noch kann,
doch diese Zeit, sie scheint vorbei,
bei ihm läuft nichts mehr einwandfrei,
vergangen ist ihm wohl die Lust,
er schiebt seit Wochen nur noch Frust –
kannst Du ihm was and’res suchen?
Viele werden nun laut fluchen,
doch Ruud der braucht doch einen Klub,
’nen richtig guten Fußball-Trupp,
der laufen und auch kicken kann –
er hat’s verdient, der gute Mann.

Petric, den lass’ wieder wollen,
der soll nicht mehr länger schmollen,
natürlich tat das Ding ihm weh
(er sollte ja zum VfB),
doch das muss Schnee von gestern sein,
nun heile mal ganz schnell sein Bein,
Mladen – der soll wieder schießen,
und nach Treffern Ruhm genießen,
er soll uns nach oben knallen –
sag’ ihm das, er muss es schnallen!

Und Paolo lass’ erwachen,
man, was macht der Mann für Sachen?
Der „Digge“ lässt kein Fettnapf aus,
und gibt naiv die Mickymaus,
er schmeißt, er tritt – er baut viel Mist,
er zieht ihn an – den bösen Zwist,
er gab dem Trainer nicht die Hand,
war auf dem Platz nicht mehr gewandt,
ihm fehlt seit Wochen jede Form –
und denkt vielleicht, das ist hier Norm?
Er soll ackern, knüppeln, laufen,
andernfalls: sofort verkaufen!

Den kleinen Son bring’ ganz groß raus,
dann gibt’s nicht nur von mir Applaus,
der Junge bringt doch alles mit,
der wird hier noch ein Riesen-Hit,
lass’ ihn aber nicht entschweben,
immer hübsch am Boden kleben,
er soll ganz natürlich bleiben,
hier noch lange unterschreiben,
und so erfolgreich sein wie Ruud –
das wär’ doch schon mal super-gut.

Ich glaub’ ja fest, dass ich Herrn Veh,
sobald nicht mehr in Hamburg seh’,
sein Auftrag hier, der endet nun,
er muss ab jetzt was and’res tun -
was ich mit Bedauern sehe,
aber eine Fußball-Ehe,
wird ganz oft blitzschnell geschieden –
mal im Bösen, mal im Frieden,
in diesem Fall, so nehm’ ich an,
trägt Armin Veh es wie ein Mann.

Gib der Führung, uns’ren Bossen,
die schon häufig angeschossen,
ganz dicke Nerven – wie aus Stahl,
die brauchen sie nun allemal,
am 9. Ersten kommt es dick,
da braucht der Vorstand viel Geschick,
um die Lage zu erklären –
kannst Du heut’ sie schon bescheren?

Du, lieber guter Weihnachtsmann,
fang’ nun auch gleich mit helfen an,
erfülle meine Wünsche flott,
wir müssen raus aus diesem Trott,
erfülle meine Wünsche nun,
es gibt ja noch so viel zu tun;

Gib Durchblick für den Aufsichtsrat,
der grottenschlecht und desolat,
auf Suche nach dem Sportchef war –
verloren ging dabei ein Jahr,
was diesem Klub geschadet hat –
mach’ diese Räte schon mal glatt,
sag’ ihnen mal, wie’s richtig geht,
obwohl? Ist es nicht schon zu spät?

Ja, Weihnachtsmann, hau’ jetzt schnell rein,
es soll doch Großes hier gedeihn,
sprich Tacheles, sprich alles an,
weil man es nur so ändern kann,
setz’ alle schon mal auf den Topf,
gib allen einen kühlen Kopf,
sag’ allen, wenn’s noch nicht zu spät,
dass es nur miteinander geht,
gemeinsam sind wir stark und schlau,

es grüßt ein Fan vom HSV.

(um) 12.08 Uhr