Tagesarchiv für den 9. Dezember 2010

Dennis Aogo: “Es nervt”

9. Dezember 2010

Drei Tage hatte er Muskelkater. Gab Dennis Aogo zu. Erst heute fühlt er sich wieder richtig gut. Fast ein halbes Jahr hatte der Nationalspieler und WM-Teilnehmer nicht mehr gespielt, in Freiburg dann gleich über 90 Minuten. Und sogar gute 90 Minuten. Zur Freude von Armin Veh, zur Freude vieler Fans, auch zur eigenen Freude. „Fakt ist, dass ich noch nicht bei 100 Prozent bin, ich bin noch nicht auf dem Level, auf dem ich sein muss, auf dm ich auch sein will. Es ist ja nicht normal, dass man nach einem Spiel drei oder vier Tage braucht, um zu regenerieren, und deshalb habe ich auch noch einige Arbeit vor mir. Deswegen werde ich auch keine Winterpause haben, ich werde weiter trainieren, um so schnell den Anschluss zu schaffen“, sagt Aogo. Frohes Fest!

Am Sonnabend kommt Leverkusen auf den HSV zu, und die Bayer-Elf hat in dieser Saison noch kein Auswärtsspiel verloren. Ist zudem vielleicht der große oder größte Konkurrent von Dortmund. Oder? Dennis Aogo gibt aber zu: „Das weiß ich gar nicht, weil ich mich mit der oberen Hälfte der Tabelle zuletzt gar nicht mehr beschäftigt habe.“ Er sagt aber auch: „Für mich ist der BVB noch kein Meister, da kann noch viel passieren. Und Leverkusen ist ein ganz heißer Kandidat auf einen Champions-League-Platz.“

Aogo beschäftigt sich nicht viel mit der Konkurrenz, sondern viel mit dem HSV. Und natürlich macht auch er sich Gedanken, warum es nicht so gut läuft, wie vor der Saison erhofft. Auf die Frage, ob er davon überzeugt ist, dass diese Mannschaft, seine Mannschaft einen guten Geist hat, sagt er: „Wenn man jeden einzelnen Spieler durchgeht, dann kann ich nicht bei einem sagen, dass er nicht rein passt bei uns, der nicht mitziehen will, der gibt nicht alles. Das ist für mich das Hauptaugenmerk, dass wir hier charakterschwache Leute haben. Es ist schwierig. Es ist wahrscheinlich nicht eine Sache, an der man erkennt, dass wir nicht so funktionieren wie man das möchte, es sind in meinen Augen einige Kleinigkeiten, und die müssen wir abstellen. Das geht nicht über Nacht, aber wir müssen es Punkt für Punkt angehen und schaffen.“

Und wie kommt er mit der Berg- und Talfahrt seines Klubs zurecht? „Es ist schon nervend“, gibt Dennis Aogo zu, „weil immer Unruhe herrscht. Es gibt eine Woche mit guter Stimmung, dann eine Woche, in der wir wieder auf den Deckel bekommen. Das nervt. Eine gewisse Konstanz wäre wünschenswert, aber wie ich schon mehrfach gesagt habe, es war ja in den letzten beiden Jahren immer so. Und das ist wirklich schade. Es gibt außerhalb Unruhe, und in der Mannschaft gibt es kleinere Reibereien, lebhafte Diskussionen. Es ist auch kein gutes Gefühl, dass man einmal gelobt wird, und dann beim nächsten Mal wieder auf die Fresse kriegt, das ist wirklich nicht schön.“

Nach dem Schlusspfiff in Freiburg gingen die Profis auf die HSV-Fans zu, aber die Spieler wurden bepöbelt. Und Guy Demel pöbelte zurück. Ein Vorfall, der noch Folgen haben könnte? Hat Dennis Aogo die Sorge, dass sich die Fans einmal zurückziehen könnten? Er sagt: „Was heißt Sorge, ich habe auch Verständnis. Wenn man eine gewisse Erwartungshaltung hat, und die dann nicht erfüllt wird, dann wird es schwierig. Dann reagiert man als Fan, und das ist für mich völlig verständlich. Vor allem mit dem Kader, den wir haben, wollen wir natürlich alle mehr erreichen, das wissen die Fans. Und sie erwarten natürlich, dass wir einen gewissen Einsatz zeigen. Man kann verlieren, und in Hamburg können die Fans sehr wohl auch Niederlagen verzeihen – wenn sie sehen, dass man alles gegeben hat Und wenn sie dann 800 oder 900 Kilometer nach Freiburg fahren, und sie sehen dann, dass die Mannschaft nicht kämpft, dann ist es schon klar, dass sie ihren Unmut äußern.“

Aogo appelliert aber auch an die Fans, sich einmal mit dem Seelenleben der Spieler zu beschäftigen: „Wichtig ist für die Fans zu wissen, dass das keiner von uns mit Absicht macht. Und dass sich wirklich jeder in der täglichen Arbeit damit auseinander setzt, sich zu verbessern, damit etwa passiert. Und das ist kein Gerede, kein Geschwafel – es im Moment aber ein wenig schwierig. Ich verstehe die eine Seite, ich hoffe aber auch darauf, dass die Fans die Spieler verstehen. Das Beste wäre es jetzt natürlich, jetzt mit einem guten Spiel und einem Sieg eine Trotzreaktion zu zeigen. Es geht, so glaube ich, im Fußball nur mit Erfolg. Und die Fans wären zufrieden, wenn wir wieder gewinnen, wenn wir am Sonnabend nach dem Spiel wieder alle miteinander feiern können.“

Er ergänzt auch noch: „Die Fans sollen zudem wissen, dass sich die Mannschaft mit der jetzigen Situation ganz genau auseinandersetzt. Alle Spieler beschäftigen sich damit. Man führt jeden Tag zehn Gespräche mit verschiedenen Spielern, in denen wir uns fragen: Was machen wir falsch? Woran kann es liegen? Was können wir ändern? Jeder hinterfragt sich selbst, aber da ist auch ein Prozess, der noch dauern kann. Vielleicht muss sich aber auch erst strukturell etwas verändern, damit da etwas entsteht. Es ist für mich jedenfalls nichts, was man von heute auf morgen ändern könnte. Was wir lösen können ist das, dass sich jeder – verdammt noch einmal – 90 Minuten lang den Arsch aufreißt, und versucht, noch die letzten beiden Spiele des Jahres zu gewinnen. Damit wir dann eine ordentliche Rückrunde spielen können. Wie Heiko Westermann schon gesagt hat, wir müssen näher zusammenrücken, jeder muss für den anderen rennen und tun. Wir können auch mal Mist spielen, aber wir müssen versuchen, zum Erfolg zu kommen.“

Dennis Aogo wird es am Sonnabend wohl mit dem früheren HSV-Spieler Sidney Sam. Eine reizvolle Aufgabe? Der HSV-Verteidiger sagt: „Ich kenne ihn, ich habe einige Male mit ihm unter Reha-Trainer Markus Günther trainiert. Ich werde mir von Sidney aber auch noch einige Szenen auf Video ansehen, um mich bestens auf in einstellen können – aber ich kenne ihn natürlich. Er ist jung, eine gute Entwicklung genommen, spielt eine Super-Saison.“

Im Gegensatz zum HSV. Aber kann das noch einmal geändert werden, nimmt diese Saison noch eine Wende zum Besseren? Dennis Aogo ist, wie viele seiner Kollegen, optimistisch: „Wenn wir eine gute Vorbereitung spielen, wenn auch die ersten Spiele erfolgreich bestritten werden können, dann ist noch viel möglich. Das ist auch die große Hoffnung von jedem von uns.“ Dass seine Vertragsverlängerung immer noch nicht in trockenen Tüchern ist, bereit ihm noch die geringste Sorge. „Es entwickelt sich.“ Und: Er will bleiben, das hat er signalisiert, das hat er mehrfach gesagt, und er wiederholt es auch gerne: „Ich will hier mithelfen, dass etwas entsteht. Und davon möchte ich ein Teil sein, und davon weiche ich nicht ab. Egal, ob wir uns für den internationalen Wettbewerb qualifizieren oder auch nicht, egal. Ich werde alles dafür tun, dass wir international spielen können, aber wenn nicht, dann werde ich mit großer Lust versuchen, dass wir dann das nächste Jahr etwas erreichen können. Aber es muss auf jeden Fall etwas passieren, denn in einem solchen Verein müssen wir viel besser stehen, als wir jetzt stehen. Und das ist die Lust, die mich antreibt.“

Das klingt doch hervorragend, oder? Für mich ist Dennis Aogo nicht nur ein netter, höflicher Mensch, für mich ist er auch ein Vorbild-Profi. Eier, auf den ich mich in den nächste Jahren sehr, sehr freue, denn er wird versuchen, seinen Worten Taten folgen zu lassen. Ganz, ganz sicher. Und er wird dann, wenn der HSV eine „neue“ Mannschaft auf die Beine stellt, ein Kopf und eine Stütze dieses Teams sein.

Aber das ist Zukunftsmusik. Noch geht es um Bundesliga-Punkte der Saison 2010/11. Und wenn da der HSV am Sonnabend auf Bayer trifft, dann trifft Armin Veh auch seinen ehemaligen Trainer (bei Borussia Mönchengladbach wieder: Jupp Heynckes. Der HSV-Coach: „Er ist der beste Trainer, den ich gehabt habe. Und er ist immer noch ein sehr guter Trainer.“ Veh erinnert sich an die Zeit bei den Gladbachern, als sein Mitspieler Lothar Matthäus sein Nachbar war: „Ich hatte mir einen neuen BMW gekauft, Lothar fragte mich, ob er ihn mal fahren dürfte. Ich ließ ihn. Am nächsten Tag kam er zurück und sagte: Ich habe das Auto leider nicht mehr dabei. Er hatte es an die Leitplanke gesetzt, Aquaplaning – das Auto war hin. Und es war nur 14 Tage alt. Aber das ist noch eine harmlosere Geschichte von damals . . .“

Zurück zum HSV. Es zeichnete sich i dieser Woche ab, dass gegen Leverkusen die Routiniers zum Einsatz kommen werden. Warum das so ist, erklärte Armin Veh: „Ich muss immer die Gesamtsituation sehen. Meine jungen Spieler werfe ich ja lieber rein, wenn man eine stabile Mannschaft hat. Wir sind erst auf dem Weg, eine stabile Mannschaft zu werden, und mit Paolo Guerrero, Collin Benjamin zum Beispiel können wir wieder stabiler werden. Und sind wir stabil, dann können die Jungen auch wieder spielen.“ Dann ergänzt Veh noch: „Es ist nichtso bei uns, dass wir nun de Jugendwahn ausrufen bei uns, nur damit es gut aussieht – nein, es muss eine Mannschaft auf dem Platz sein, von der wir im Trainer-Team der Meinung ist, dass sie gegen diesen Gegner am besten gewinnen kann. Das ist der Punkt. Nichts anderes. Es geht nicht um Jung oder Alt. Wenn ich der Meinung bin, dass wir it dieser Mannschaft erfolgreich sein könne, dann ist es mir egal, ob er 40 Jahre ist, oder erst 18.“

Und ich habe Armin eh, weil Ihr das zuletzt häufig wissen wolltet, auch noch kurz nach Muhamed Besic gefragt. Spielt er deswegen nicht mehr, weil er den Fehler in Hannover 96 begangen hatte? Veh sagte noch einmal: „Nein, nein, das hat damit nichts zu tun, absolut nicht. Er wird schon wieder seine Spiele bekommen, ich lasse ihn nicht fallen. Warum sollte ich das machen? Ich habe ihn doch gefördert, habe ihn zu uns geholt. Wer kannte denn Besic vorher?“ Das leuchtet ein. Hoffentlich auch bei jenen Kritikern, die Armin Veh wegen der „Besic-Verdammung“ schon heftig angegangen sind.

Veh wurde übrigens auch noch zu seiner Vertragsverlängerung befragt. Der Coach reagierte darauf ein wenig unwirsch: „Das ist kein Thema jetzt, wirklich nicht. Ich habe ja gesagt, dass wir in der Winterpause spreche werden. Dann werden wir es auch entscheiden, auch entscheiden müssen.“ Und in seiner typischen Art, einer Mischung aus Ironie, Spaß und Sarkasmus, fügte er noch lächelnd hinzu: „Wir sollten bis dahin auch noch ein paar Spiele gewinnen, sonst braucht man darüber gar nicht mehr diskutieren – teilweise.“

Ein paar Spiel gewinnen? Es gibt nur noch ein Paar. Veh über den nächsten Gegner: „Leverkusen ist eine sehr spielstarke Mannschaft, mit sehr vielen guten Individualisten, dass sie sehr gut sind bei Standardsituationen, dass sie das Spiel auch bestimmen können, dass sie sehr gefährliche Spieler haben, dass sie relativ schnell, wenn sie im Ballbesitz sind nach vorne rücken können, mit ihrer Klasse und ihrer Schnelligkeit. Aber sie haben auch einige Schwächen . . .“ Ja, und die sollte der HSV dann am besten sofort ausnutzen.

So, das war es sportlich. Dann noch zwei Sachen am Rande.
Eine Mail hat mich erreicht, ich gebe sie an Euch weiter, weil sie zum Nachdenken anregen soll. Mir schreibt ein Matz-abber privat, weil er Angst hat, sonst zerrissen zu werden. Bitter, bitter. So weit ist es schon gekommen. Bei der Gelegenheit: Es wurde hier in Chef-Kreisen besprochen, dass von den nun Gesperrten keiner zurück kommen wird. Wenn nämlich einer, dann will auch ein anderer – und noch ein anderer, und noch einer . . .

So, nun aber zu dieser schon beschrieben Mail:

„Hallo Dieter,

ich wollte dir mein Dank für deine vielen Artikel zukommen lassen, da die Gefahr im Blog besteht, dafür mal wieder beschimpft oder kritisiert zu werden auf diesem Wege. Egal ob es die eingestellten Interviews mit Hoffmann, Veh und Jansen der letzten Tage sind, oder deine Trainingsberichte an denen ich mich ergötze, auch wenn das Team das im Training gezeigte dann nicht am Spieltag umsetzen kann. So sind die deine Artikel im Gegensatz zu den redaktionellen Artikeln eben irgendwie persönlicher, fan-näher und emotionaler und das finde ich klasse. Ich glaube, sehr viele Matz-abber teilen deinen Blogfrust, so dass ich mir manchmal wünschte, das du deine Artikel als Art Newsletter versenden würdest. Denn die Neugier liegt in der Natur des Menschen, und so gucke ich, obwohl ich weiß, dass es meist nicht gut ist, in den Blog was die anderen über das Geschriebene so denken. Dann muss man lesen, wie sich zwei oder mehrere Personen permanent über ein längeren Zeitraum bepöbeln, andere reißen aus den Interviews oder deinen Berichten Teilsstücke aus dem Zusammenhang, um diese dann kritisieren zu können.

Und diese penetranten Besserwissen, Nörgler und anscheinend Anti-HSVer lassen einem jeglichen Spaß an deinen Artikeln vergehen.
Selbst das in meinen Augen positive Interview von Jansen, der trotz seiner Verletzungen ein Vorzeigeprofi ist und noch weiß, wo er herkommt,
wird gnadenlos zerrissen und er wird teils auch noch beschimpft („Soll die Fresse halten solange er nicht spielt!“). Am besten wäre es, wenn sich KEINER mehr vom HSV äußern würde, dann kann die holde Fangemeinde genauso weiter so pöbeln, ohne jemanden direkt dafür an den Pranger stellen zu können. Denn diese Blogger sind ja täglich beim Training oder Kraftraum, sprechen mit den Spielern, kennen die Tagesabläufe von Reinhardt & Co. Und nicht zu vergessen, dass jeder gescheiterter Transfer zum HSV nicht an dem Spieler liegt . . . Sondern an den Verantwortlichen, weil sonst jeder zum HSV kommen würde. Im Endeffekt wird doch alles Geschriebene, gerade jetzt wo der Erfolg fehlt, auf die Goldwaage gelegt und ohne „wenn und aber“ zerrissen.

Der HSV hat ein positives Ergebnis und macht Gewinn, und das, ohne einen Doll oder Elia zu verkaufen, doch das erste was kommt ist: „ABER!“ In meinen Augen ABER „nein“. Nein, es kann nicht sein, das wir problemlos die Lizenz seit Jahren bekommen. Es wir das Haar in der Suppe gesucht, nur um Argumente contra Hoffmann zu finden. Wie soll eine positive Aufbruchstimmung entstehen, wenn doch so viele alles nur negativ sehen.

Ich hoffen weiter, das unser HSV die erste geile Rückrunden seit Jahren spielen wird. Und wenn nicht? Dann hoffe ich, dass die nächste Saison besser wird,
denn ich weiß, irgendwann wir mein – oder das Hoffen aller HSV-Fans – mit eine Meisterschaft belohnt werden.

Wenn jetzt die Spieler auch so denken, dann wird das auch was!

Noch einmal vielen Dank für deine vielen Artikel. Mach bitte weiter so und lobe, wen du loben möchtest, und kritisiere, wenn du kritisieren möchtest. Jeder hat seine Meinung und die muss nicht immer zwingend die des anderen sein!

In diesem Sinne, freundliche Grüße.“

Der Name ist mir natürlich bekannt, das ist klar.

Und dann noch dies:

„Liebe HSV-Mitglieder, liebe Forums-User, liebe Fans,

dem Hamburger Sport-Verein ist eine begeisterungsfähige und leidenschaftliche sowie gleichzeitig kritische Mitgliedschaft und Fangemeinschaft sehr wichtig. Aus diesem Grund geben wir allen Anhängern in unseren Foren die Möglichkeit für einen Gedankenaustausch und für konstruktive Diskussionen.
Aus gegebenem Anlass und im Hinblick auf die bevorstehenden Aufsichtsratswahlen am 9. Januar 2011 möchten wir noch einmal eindringlich darauf hinweisen, dass unsere Foren und die Anonymität des Internets nicht dazu missbraucht werden, unwahre Behauptungen, Verunglimpfungen oder sogar Denunzierungen gegenüber Usern, HSV-Mitgliedern, Vereinsverantwortlichen oder anderen Personengruppen zu verbreiten.
Der Hamburger Sport-Verein ist ein Verein mit Kultur und Anstand, der den respektvollen Umgang miteinander in jeder Hinsicht und in jeder Kommunikationsform wahren möchte. In diesem Sinne bitten wir darum, die auch in den Forenregeln ausführlich beschriebenen Umgangsformen einzuhalten.

Mit freundlichen Grüßen.
Der HSV-Vorstand

PS: Am Freitag Training um 16 Uhr, aber in der Arena, also unter Ausschluss der Öffentlichkeit.

18.48 Uhr