2:1 – was für eine Leistungssteigerung!
6. November 2010
Was für ein Nachmittag im Volkspark. Endlich mal wieder mit einem Sieg. Herausgespielt, als die ersten der insgesamt 54 162 Anhänger im Stadion schon angefangen hatten, die eigene Mannschaft auszupfeifen. Herausgespielt mit einer Leistungssteigerung in der zweiten Halbzeit, die den HSV zum 2:1-Sieger kürte. Und das völlig verdient. Und bevor ich hier über ein mir echt auf dem Herzen liegendes Thema (Jonny) schreibe, erstmal der schöne Teil des heutigen Tages:
Lange die Null halten. So hatten wir es vorher aus dem Munde eines jeden HSV-Spielers gehört. Und? Na ja, immerhin fünf Minuten hielt es. Bis der der Pullacher mit dem gelben Hemd eine Idee hatte: er pfiff zum Erstaunen aller im Stadion Elfmeter. Pitroipa soll Demba Ba umgecheckt haben. Allerdings, und das zeigen die TV-Bilder ebenso deutlich wie es eigentlich auch in Echtzeit im Stadion zu sehen war: das war Körpereinsatz. Mehr nicht. Salihovic war es naturgemäß egal und er verwandelte das von Günter Perl offerierte Geschenk sicher zum frühen 0:1 aus HSV-Sicht.
Was sich in der ersten Halbzeit auf dem Rasen abspielte, war an Hilflosigkeit schwer zu überbieten. Trochowski war zwar viel unterwegs, ebenso Guerrero und Pitroipa über die Außen – aber Chancen ergaben sich kaum. Einzig das Missverständnis von Hoffenheims Torwart Haas und Beck sorgte für Gefahr, doch Guerrero konnte den gekonnt gelupften Ball nicht mehr vor der Torauslinie erreichen.
Allerdings, und darüber darf an diesem Tag auch das Ergebnis nicht hinwegtäuschen, was sich diese HSV-Defensive leistet, ist erschreckend. Nein, nicht nur erschreckend, das war schon peinlich in der ersten Halbzeit. Insbesondere Heiko Westermann leistete heute 45 Minuten lang einen Offenbarungseid. Kaum einen Zweikampf gewonnen, in der Zentrale (wieder!) ohne Abstimmung mit seinen Nebenleuten und am Ball – oha, dazu sage ich lieber nichts. Aber es wirkte schon so, als hätte er einen bitteren Streit mit der „Torfabrik“ auszufechten.
Und als die Fans auch die letzte Geduld verloren hatten, sogar Westermanns Ballkontakte von ersten Pfiffen begleitet wurden, zog der HSV-Kapitän in der letzten Minute der ersten Halbzeit den letzten Joker, der ihn zumindest in die Halbzeit retten konnte: er traf zum 1:1. Keine Pfiffe auf dem Weg in die Kabine – und das obwohl die Stimmung in der Imtech-Arena ebenso fragil wirkte wie die HSV-Abwehr.
Was mir fast genauso viele Sorgen macht wie die schwache Defensive ist, wie auffällig langsam der HSV (Ausnahme: Pitroipa) im Vergleich zu den Kanten aus Hoffenheoim war. Mlapa und insbesondere Ba wussten über die kompletten 90 Minuten ihre Gegenspieler – ob Westermann, Mathijsen, Zé Roberto oder Demel! – zu überlaufen. Der HSV? Nichts. Petric ist und wird ganz sicher kein Sprinter, Jarolim und Trochowski ebefalls nicht. Und Kacar schon gar nicht. So Leid es mir für den bemühten Serben auch tut, aber da ist nicht nur Luft nach oben, da ist dringend Nachholbedarf.
Nur gut, dass ein Fußballspiel zwei Halbzeiten hat. Jetzt wachte der HSV offensiv auf. Plötzlich war es Hoffenheims Defensive, die mächtig wackelte. Mal ausgespielt, mal mit langen Bällen und Standards in Verlegenheit. Das 2:1 schien nur eine Frage der Zeit, denn der HSV erspielte sich endlich Chancen. Unterbrochen nur von Perl, der seinen nächsten groben Fehler machte. In der 52. Minute ist Petric frei durch, wird von Compper gefoult – und Perl zückt nur Gelb. Dabei wäre der Kroate frei durch, wäre auch an den Ball gekommen. Ergo: Eine Rote Karte wäre die einzig logische Konsequenz gewesen. Genau so wie die zweite Gelbe für Compper in der 75. Minute fällig gewesen wäre. Dafür pfiff Perl in der 76. Minute Ba zurück – obwohl Demel die Abseitsfalle aufgehoben hatte und Ba durch gewesen wäre.
Nun denn. Wenigstens perlte jetzt das HSV-Spiel. Und das fast im Minutentakt. Angeführt von dem Mann, den ich schon in den letzten Wochen über den Klee gelobt hatte: Jonathan Pitroipa. Der Junge macht mit immer mehr Spaß. Wie der die Hoffenheimer links und rechts und in der Mitte und egal wo stehen ließ – sensationell. Ich weiß nicht, was die Vorgänger von Armin Veh falsch gemacht haben, aber so eine Leistungsexplosion wie von Pitroipa kommt nicht von ungefähr.
Ähnlich Gutes bekamen wir zuletzt von Heung Min Son zu sehen. Der kam in der 73. Minute für Pitroipa. Und er reihte sich nahtlos ein. Was glaubt Ihr, wäre passiert, wenn dieser Südkoreaner in der 78. Minute getroffen hätte? Da tauchte der mit einem neuen Vertrag bis 2014 ausgestattet Angreifer plötzlich völlig frei vor Hoffenheims Keeper Haas auftauchte – und verzog. Bei all dem Hype um ihn hätte man in Hamburg wahrscheinlich neue Superlative erfinden müssen. Stattdessen wurden es sehr lehrreiche 17 Minuten für den insgesamt eher unglücklich agierenden Son.
Einen Superlativ verdiente sich allerdings die zweite Halbzeit. Die zweiten 45 Minuten wussten für vieles zu entschädigen. Endlich war das zu sehen, was unter der Woche von Spielern und Trainerteam eingefordert worden war. Einsatz, jeder lief für seinen Nebenmann, die Mannschaft war endlich eine Einheit. Und, fast noch wichtiger, sie traf. Guerrero bedient Zé Roberto über links, dessen Flanke verwandelt Petric per Kopf – das verdiente 2:1.
Verdient, weil sich der HSV gefangen hatte. Nach ersten Pfiffen in der ersten Halbzeit verdiente sich die Mannschaft stehende Ovationen. Und weil hier immer wieder über Charakter gesprochen wurde, müssen wir so fair sein und den Hut ziehen für diese zweite Halbzeit, für diese Leistungssteigerung in einer alles andere als leichten Situation für den HSV. Einzig das I-Tüpfelchen, der dritte Treffer, wollte trotz bester Gelegenheiten nicht fallen.
Trotzdem bleibt festzuhalten, dass Drobny endlich nur einen (mal wieder unhaltbaren) Gegentreffer kassierte. Dass Demel über rechts solide wirkte. Dass die beiden Innenverteidiger weiter Abstimmungsschwierigkeiten haben und Zé Roberto alles spielen kann. Es zeigte uns, dass Kacar noch Nachholbedarf hat, dass Jarolim nach 20 Minuten ins Spiel gefunden hatte und, das freut mich besonders, dass Piotr Trochowski endlich das zeigt, was wir von ihm fordern. Der Nationalspieler gefiel durch seine Lauffreudigkeit und überdurchschnittlich viele kluge Pässe. Zudem hat der HSV mit Pitroipa und Guerrero zwei formstarke Außenstürmer und mit Mladen Petric einen – so ist ja auch sein Spitzname – echten Knipser.
Und vor allem hat der HSV in der Tabelle den Abstand zu den Champions-League-Rängen verkürzt. Ein Sieg, der hoffentlich nur der Anfang einer tollen Serie sein wird.
Um dann doch einmal – so schwer es mir gerade fällt – weg von diesem Fußball-Sonnabend zu kommen: Vielen, vielen Dank für diesen wunderschönen Abend. Ich bin immer noch von den Socken, weil es ganz einfach herzlich, harmonisch, stimmungsvoll, nett und freundlich war. Was mir unheimlich gefiel: Es waren mehr „Matz-abber“ aus der gesamten Republik in die Raute gekommen, als aus Hamburg. Dass einige User dann kurz vor Mitternacht vergaßen, ihre Rechnungen zu begleichen, war zwar nicht eingeplant, aber es war eben so. Schade. Und wie großartig, dass es solche feinen Menschen wie „Bommel“ gibt, die ohne mit der Wimper zu zucken ihre Geldbörse aus der Hose ziehen . . . Vielen Dank, lieber „Bommel“, zumal Du mir verziehen hast, dass ich Dich nach Köln „versetzte“. Sorry nochmals. Übrigens hat nicht nur „Bommel“ eine fremde Rechnung beglichen, sondern auch ich. Aber davon möchte ich jetzt nicht erst anfangen.
Trotz allem: Es war grandios. Und wird natürlich eine Fortsetzung erfahren. Aber erst einmal sacken lassen. Herrlich auch das „Gelage“ bei strömendem Regen vor der Arena, als „Kuri“ sein „Dankeschön-Bier“ aus dem Kofferraum holte. Das hatte schon was. Sehr viel sogar.
Erfreulich auch, dass die Gäste so gut „passten“. Auch sie haben viel zum Gelingen des Abends beigetragen, vielen Dank dafür.
Komme ich dann zum Unerfreulichen Teil dieses Treffens. Ich wollte in meinen einleitenden Sätzen kein Moral-Apostel sein, als ich darum bat, künftig freundlicher miteinander umzugehen. Nicht sofort in die Luft gehen, wenn einmal ein böses Wort fällt, nicht zurück pöbeln, nicht Gleiches mit Gleichem vergelten. Und dann diese fürchterliche Entgleisung. Wahnsinn. Mir fehlen die Worte. Und ich sage ganz klar: Das darf einem erfahrenen Mann ganz einfach nicht passieren! Ganz klar. Und deswegen bin ich natürlich maßlos von „Jonny“ enttäuscht. Fünf Minuten aus dem Haus, und schon alles vergessen. Ich kann es einfach nicht verstehen, dass man sich eines solchen Tons befleißigen muss. Ich bin fassungslos. Wie oft wurde mir (nicht nur von Jonny, aber auch von ihm) versprochen, sich künftig zu mäßigen, sich ab sofort mehr (und mehr) zusammenzureißen.
Mir fehlt das Verständnis, und zwar total, und ich habe auch keine Lust mehr auf einen solchen Mist. Das sage ich klar und deutlich. Und ich wäre froh, wenn sich Jonny künftig nicht mehr äußern würde. Ansonsten wird es Maßnahmen geben. Es kann doch nicht angehen, dass jeder „Architekt“ hier vom Platz gefegt wird, und ansonsten nichts geschieht. Es wird etwas geschehen, das verspreche ich hiermit. Und es wäre meiner Meinung nach angebracht, wenn in diesem Falle auch einmal eine Entschuldigung, die nicht einmal öffentlich gemacht werden müsste, erfolgen würde.
Bei der Gelegenheit: Gravesen hat genau so reagiert, wie ich es mir in meiner gestrigen Ansprache gewünscht und erhofft habe. Kompliment.
Wie schade, dass ich das alles nach einem so schönen Abend schreiben muss. Es ist ein Schock für mich, es tut mir weh. Und ich möchte alle „Matz-abber“ nur noch einmal ganz eindrücklich darum bitten, fair und freundlich miteinander umzugehen. Bitte, bitte, bitte.
In diesem Sinne, auf den HSV, auf die Freundschaft, auf uns!
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- 636 Kommentare
2:0 Barrios super unverdient in HZ 2
moin moin!
BVB als Vorbild…………….no Nams …keine Maulhelden …….keine 3-4 Mio Gehalt……….aber aber……
AV bitte Video laufe lasse……….
nur junger wilder HSV!!!
Hehehehe .. Sahin kriegt den Elfer nicht rein.
Abgesehen davon: Gegen den BVB, das wird für uns ne harte Nuss, puuuh ..
Der FCB 12 Punkte hinter dem Spitzenreiter. Ulli muss von Wein auf Wasser umsteigen.
@ Neu-Ossi: Tach auch. Dass unsere Mannschaft irgendwie doch zueinander findet, wäre ja mal eine schöne Sache, aber selbst ich als hemmungslose Optimistin bin da noch sehr sehr vorsichtig.
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Hilfe: 3:0 für DO. Mir tut der kleine HSV ein bisschen leid ..
Wie sagt doch Ulli H. immer : “Der Weihnachtsmann ist nicht der Osterhase ”
Irre, die Dortmunder.
Egal wie gut oder schlecht H96 heute spielt. Der BVB ist aktuell ein echter Spaßbringer. Hut ab, muss ich neidvoll anerkennen
Mal sehen ob Ulli dem HSV Würstchen und Freibier verspricht, wenn wir Freitag gewinnen.
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Freitag gibts den ersten Dämpfer für die Gelben
Isa, super für den link. Ach ist das Gestern schön gewesen. Bitte mehr davon
Der BVB spielt das jetzt clever runter. Aber der HSV soll sich die erste Phase der zweiten Halbzeit ansehen und darauf achen, wie man die unter Kontrolle halten kann.
Qualitativ sind wir viel besser aufgestellt als Hannover – wenn man die zweite Halbzeit gegen Hoffenheim zum Maßstab nimmt, sind wir auch als Mannschaft viel besser. Ob es reicht, werden wir sehen. Ich denke mal, dass unsere Jungs den BVB zumindest nicht unterschätzen werden.
Jonny,
wenn man den Osterhasen in Ketten legt, kann der Weihnachtsmann aber ungehindert das Feld bestellen. Danach kann der Hase rennen wie er will, er kommt immer zu spät.
ISA,
absolut. Aber die darfst die jugendliche Euphorie nicht unterschätzen. Da läuft es rund im Sandkasten, da rennt und grätscht einer für den anderen. Wird wichtig sein, dass wir nicht in Rückstand geraten.
randy , dafür ist Trapper zuständig, der alte Schlingenleger.
Heiko Westermann hat in Dortmund noch nie verloren, dabei wird es bleiben. Mich beeindruckt Dortmund heute absolut nicht. Bin nur schockiert vom kleinen HSV. Dümmer kann man sich gar nicht anstellen.
@randnotiz, 15:50 Uhr:
Es gibt immer ein erstes Mal. Und heute ist das erste Mal, das mir bei einem Post von dir der Mund offen steht. Herr Repplinger, übrigens freier Mitarbeiter von Spiegel Online – nur mal zur Information und das halte ich nicht für einen Zufall – schrieb in der Zeit folgende Artikel über den HSV:
Chaosclub: Die Jahreshauptversammlung des HSV offenbart die Situation des Vereins: Er ist nicht mehr Herr der Lage.
Das Knirschen im Spiel: Der Hamburger SV hat ein echtes Problem: Erfolgslosigkeit
Beide Artikel kommen aus 2006(!). Und wenn mir der Herr mehr Recherche wert wäre, würde ich in seinem Oeuvre bestimmt noch mehr Hetzartikel finden.
Was er schreibt, ist zusammenhangloser Mist und das merkst du schon am gräßlich missbrauchten Homer-Zitat, das in den Kontext noch weniger passt als Herr Repplinger in ein HSV-Trikot.
Wir wissen doch, das es Leute gibt, die ein Interesse daran haben, den Vorstand des HSV zu stürzen und das es um Mike Glindmeier von Spiegel Online einen Kreis von Autoren gibt, die noch nie ein positives Wort über den HSV verloren haben. Wir sind nicht cool genug, nicht alternativ und zu etabliert. Wären wir doch mehr wie Pauli, dann würden uns zumindest diese Schreiberlinge auch mehr mögen.
@Trapper ‘Doc’ Seitenberg, 15:57 Uhr:
Das ist eben das Problem von Klappentext-Bildung auf Asterix-Niveau. Da kann so etwas immer passieren….
Wow,
das ist beeindruckend 4:0. Aber dem Reporter geht ja gleich einer ab.
Ist für uns nicht gerade förderlich das der BVB so hoch gewonnen hat. Es wird sehr schwer werden am Freitag. Die werden mit einer Menge Selbstbewusstsein ins Spiel gehen. Hoffentlich kriegen unsere Trainer das hin, die Rothosen mental richtig einzustellen.
Christian,
ich habe auch schon Eiche geantwortet. Mir geht es genauso wie euch, als ich den Artikel gelesen habe, blieb auch mir der Mund offen. Ich habe es aber wohl völlig falsch rüber gebracht. Aber auch solche Beiträge gehören hier rein um darüber zu reden. Es gibt genügend, die so etwas lesen und sich davon beeinflussen lassen. Dieser Blog ist dafür da die Dinge gerade zu rücken.
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Das habt ihr prima gemacht
Die müssen nur sagen: Die haben gewonnen, daß könnt ihr doch auch
@ eva
spiele gegen große gegner sind aber weniger unser problem…
und nach so vielen spieltagen muss jeder unserer spieler verstanden haben, dass der bvb eine solche mannschaft ist – diese saison (stand jetzt)
wäre köln in der tabelle unter den ersten 5 gewesen, hätten wir bestimmt auch besser abgeschnitten…
was natürlich nicht heißt, dass das ding von alleine läuft… aber gegen freiburg und konsorten muss man erfahrungsgemäß noch mehr aufpassen…
Dieter macht heute früher Feierabend. Neuer Blog
Eva: Genau, es muss in die Köpfe rein, dass wir diese Tigerenten schlagen können.
Christian: Deine Recherchen sind erstklassig. Aber auf diese Schreiberlinge entwickele ich so langsam eine Wut. Mann!
Wenn man nicht angegriffen wird,sieht es natürlich Super aus.
Egal ich habe trotzdem ein gutes Gefühl wenn wir gegen die Biene Majas spielen, denn dann werden wir die Freitag zu Willis machen.
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Wenn wir gegen stärkere Manschaften spielen tun wir uns generell nicht so schwer,deswegen hoffe ich das uns der HSV ab Freitag so ein schönes Wochenende beschert wie dieses.
@Neu-Ossi, 16:58 Uhr:
Neu-Ossi,
die Lektüre deines Posts lässt mich etwas ratlos (zurück). Es bleibt (mir) unklar worauf Du dich denn nun genau beziehst (etwa auf meine Replik an HKHans bezgl. des SPIELGEL-Artikels?).
Wenn Du einige Monate zurückblättern würdest, dann würdest Du Posts von mir finden in denen ich einen holprigen Saisonstart vorhergesagt und begründet habe. Daher weiss ich auch nichts mit deinem Hinweis auf die Findungsphase anzufangen. Dies ist mir sehr wohl bewusst!
Dennoch bin ich unverändert der Ansicht, dass die anhaltende Phase ohne absoluten (sic!) Erfolg Gründe haben muss! Bei einem (zumindest in dieser Saison) weitestgehend unverändert gebliebenen Kader kann “Findungsphase” nämlich nicht als alleinige Erklärung oder Rechtfertigung für die grundsätzlichen Mängel herhalten.
Konstant ist doch – unbestreitbar – folgendes:
Die Mannschaft gewinnt keinen Titel, der Verein hat – entgegen seinem Anspruch (und dem von ihm betriebenen finanziellen Aufwand) genau ein (1!) Mal die CL erreicht. Konstant in dieser Truppe sind einige Spieler, die (aus meiner Sicht fälschlicherweise) als unverzichtbare Leistungs- bzw. Potenzialträger
gesehen werden. Es liegt daher nahe zu fragen, ob möglicherweise der absolute Erfolg mit den Charakteristika genau dieser Spieler verknüpft und zu erklären ist.
Jenseits der hoffentlich in Erfüllung gehenden Hoffnungen auf Besserung im Zusammenspiel und bei den einzelnen Spiel-Ergebnissen bleibt bis auf weiteres zu fragen, was genau uns hindert den absoluten Erfolg (den wir leider ziemlich sicher auch diese Saison verpassen werden) zu erreichen. Diese Frage wird auch keineswegs durch erfreuliche Siege obsolet.Um dein Bild aufzunehmen: Ich sehe durchaus Wasser im Glas. Ob das Glas halb leer oder halb gefüllt ist, diese Frage überlasse ich anderen. Voll ist es – leider! – in jedem Fall nicht.
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Gar kein großer Widerspruch, Trapper.
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Weswegen die hohen Erwartungen der vergangenen Jahre, trotz hohen Budgets, nicht eingelöst werden konnten, wissen wir doch alle zur Genüge: 7 Trainer, etc. pp. (…). Dass dafür auch, vermutlich sogar in nicht unbeträchtlichem Umfang, der Vorstand, in persona BH, für verantwortlich zeichnen muss ist hier ja nun kein Geheimnis mehr. Zu sehr hat er wohl geglaubt, dass man mit Geld einfach Leistung zusammenkaufen kann.
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Ich für mich gestehe aber auch BH eine Lernphase in diesem Job zu – und man kann auch den Glauben haben, er hätte diese Phase konstruktiv genutzt. Die nun endlich einsetzende “Umdenke” in Sachen Trainer, Spielerkader, Jugend, etc. hat doch gerade erst angefangen; BH trägt das doch mit. Ich erlebe zur Zeit eine Phase der geringsten Reibungsverluste – im Vergleich mit den letzten Jahren – die im Vorstand, wie auch im Kader auch von Hackordnungskämpfen geprägt waren. Es scheinen aber alle – letztendlich jetzt auch die Spieler – anerkannt zu haben, dass man an einem Strang ziehen muss (…).
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Dass das alles noch nicht aus dem Stand 1:1 umgesetzt werden kann, was jetzt langsam auch in die Köpfe sickert, siehst Du doch auch ein.
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Deswegen meine ich, dass man Deiner durchaus richtigen Betrachtungsweise noch den positivistischen, Kräfte mobilisierenden Appell beifügen könnte, das jederzeit Gelegenheit zur Besserung da ist. Warnen vor Rückfällen in alte Verhaltensweisen möchte ich allerdings auch ausdrücklich.
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Deswegen würde ich jetzt auch mit der Mannschaft einen Pakt schließen, einen Kurzen bis zum nächsten Samstag: Dortmund ist nicht unverwundbar, lasst ihnen ihre Favoritenrolle – und schlagt dann gnadenlos mit maximalem Impetus zu!! Wir können das packen! Danach reden wir erneut. So fängt man eine erfolgreiche Serie an, mit dem ersten Sieg… und nicht mit der ständigen Analyse alter, (hoffentlich) vergangener Fehler, die (hoffentlich) eh alle wissen…
Sidney S. ! : 1 LEV – Kaiserslautern!
1 : 1 !
#Neu Ossi …
“… bis zum nächsten Samstag: Dortmund ist nicht unverwundbar …”
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War da nicht ‘was mit Freitagabend?
hat jemand einen Livestream?
Guten Moooooooooorgen,
wie hat Wer da eigentlich gestern gespielt? :mrgreeen:
war ja gestern ein feiertag für uns hsv fans dank bremen

zum spiel gegen hoffenheim:1 halbzeit wie man es gewohnt ist, viel ballgeschiebe ohne wirklich den gegner damit unter druck zu setzen, aber was in der halbzeit los war in der kabine echt keine ahnung, in der zweiten halbzeit lief ja unser spiel und war auch noch nett anzusehen, da habe ich nach sehr langer zeit mal wieder “den willen zu gewinnen gespürt” bei unserem hsv, und das war auch gut so
nächsten freitag in dortmund die ja gerade eine richtige “formkrise” hoffe ich auf zumindest einen punkt, oder keine klatsche bei unserer abwehr (defensive), die ja bekannterweise sehr sehr selten mal kompakt steht.
Piotr Trochowski. Letzterer hat mich besonders mit seinen Standards überzeugt, fast jeder Freistoß und jeder Eckball kam brandgefährlich vor das Hoffenheimer Tor. Ganz offenbar reißt sich „Troche“ nun mehr am Riemen.
Konnte man dieses basic play von einem so hoch gehandelten talentierten bezahlten und hochgeschriebenen nicht vor etwa 3 jahren schon erwarten, und zwar KONSTANT bitteschön ??
Der grösste Lobbyist des Herrn T. ist Matz selbst, das muss man angesichts dieser Re-Glorifizierung leider so konstatieren – das Wort Schnell-lebigkeit reicht da garnicht aus, zum Glück scheidet der Herr T. als fussballerisches Liebes-Objekt für Dieter bald aus ! ciaosen
Also bis jetzt hat mich diese HSV Mannschaft nicht überzeugt, mir persönlich
fehlt der unerschütterliche Glaube an den Erfolg in dieser Truppe. das was der Hoffmann vor kurzem gesagt hat trifft den Nagel auf den Kopf ” es fehlt die Gier und die Galligkeit ” und genau das ist es was den Erfolg ausmacht. Doch diese
Eigenschaften sehe weder bei dem Trainer noch bei den meisten Spielern. Ok, das Spiel gegen Hoffenheim ist gewonnen worden, dennoch ist ein Funke noch keine Flamme. Wenn ich jetzt z.B lese wie ein Trochowski gelobt wird, fällt mir dazu eigentlich nichts mehr ein. Gehört er doch zu diesen Spielern die uns in der Vergangenheit immer wieder die Zornesröte ins Gesicht getrieben haben, mit seinen Vollmundigen Aussagen und seinen wenig kontanten Leistungen.
Da die Hoffnung ja zuletzt stirbt, hoffe ich das der HSV konstantere Leistungen
bringt und sich für Europa – Qualifiziert. Zu mehr wird es nicht Reichen….leider !
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Lecker, nachher gibt es Gulasch