6. September 2010
Urlaub auf den Malediven. Wer träumt nicht davon? Ein HSV-Fan, den ich bewusst nicht namentlich nenne, hat es geschafft. Und dabei auch ganz oft und intensiv an „seinen“ Verein gedacht. Als er nämlich einen jungen Mann auf dem Fußballplatz spielen sah. Motto: „Der wäre doch etwas für den HSV.“ Der Fan beließ es nicht nur bei den Gedanken, er schrieb mir. Zweimal einen ganz langen und ausführlichen Brief. Und ich ging damit zur HSV-Scouting-Abteilung. Dort wurde alles sorgfältig gelesen und diskutiert. Es gab aber ein Manko bei der Sache: Der junge Mann, der zu entdecken gewesen wäre (oder noch ist), spielt in keinem Verein.
Käme das Talent auf eigene Kosten nach Hamburg, so wurde mir mitgeteilt, so würde die Möglichkeit bestehen, ihn beim HSV einige Tage zu testen. Aber wie soll dieser junge Mann nach Hamburg kommen? Damit hat sich diese Sache erledigt.
Das teilte ich dem „Matz-abber“ mit, und er antwortete mir mit den nun folgenden Zeilen, die ich deswegen veröffentliche, weil sie zum Nachdenken anregen. Im Anschluss daran folgt noch ein zweiter Brief, der mich privat von einem anderen „Matz-abber“ erreicht hat, auch diese Zeilen möchte ich nicht allein für mich behalten, sondern Euch zum Diskutieren geben. Es sind in meinen Augen wirklich lesenswerte Beiträge – zwei etwas andere Sommergeschichten.
Aber keine Angst, es wird heute auch noch etwas Aktuelles geben, nur trainiert der HSV (der Rest-HSV) heute erst um 16 Uhr. Ich bitte also um Geduld.
Und nun folgt Brief eins, die Idee von den Malediven:
Hallo Dieter, vielen Dank für deine E-Mail und deine Bemühungen. Auch wenn sich das Thema damit – wie du ganz richtig vermutet hast – erledigt hat, weiß ich deine Bemühungen doch sehr zu schätzen. Solch ein Engagement – noch dazu für eine „spinnige Idee“ mit einem gänzlich Unbekannten – hätte mit Sicherheit nicht jeder an den Tag gelegt! Also nochmals meinen herzlichen Dank. Einen Versuch war es wenigstens wert, auch wenn die Chance natürlich von vornherein klein war. Dessen war ich mir auch von Anfang an bewusst. So realistisch muss man sein. Aufgrund der ärmlichen Verhältnisse vor Ort, kommt für ihn ein Kauf der Tickets aus eigener Tasche – natürlich – nicht in Frage. Und auch mir ist eine solche Investition leider nicht möglich, weshalb wir dieses Thema damit zu den Akten legen können. In meiner ersten E-Mail hatte ich ja geschrieben, dass ich das Thema – zum Wohle des HSV – so lange nicht öffentlich machen möchte, bis eine endgültige Entscheidung gefallen ist. Dies ist ja nun der Fall. Somit überlasse ich dir, ob und wie du ggf. darüber berichten möchtest. Und wer weiß: Vielleicht sehen wir den Spieler ja irgendwann in der niederländischen Ehrendivision.
Auch wenn dies hier eigentlich nicht der Raum für solche Nachrichten ist, diese gehören schließlich in die Kommentare deines Blocks, möchte ich dir zur aktuellen „Lage des HSV” dennoch ein paar Worte schreiben und dir meine persönliche Einschätzung mitteilen. Um es abzukürzen möchte ich mich auf ein zentrales Thema konzentrieren: Rafael van der Vaart. Natürlich war er ein unglaublich guter Spieler im Trikot des HSV, Kapitän und Aushängeschild. Aber das waren viele andere vor ihm auch. Und er hat Fehler gemacht (Valencia-Trikot, etc.). Natürlich. Insofern war er ein guter Spieler, hätten sich viele auch gefreut, wenn er zurückgekommen wäre, nun ist er es nicht. Auch gut.
Es gibt ja genügend andere gute Leute. Und überhaupt: wo hätte er spielen sollen? Nee, nee, so ist das schon in Ordnung. So denken meines Wissens einige. Vor allem der etwas „älteren“ Generation. Ob sie damit recht haben, das lassen wir mal dahingestellt. So einfach ist das aber leider nicht. Denn da gibt es noch eine etwas andere Generation, mit Geburtsjahren Ende der 70er bis in die späten 90er. Und diese Generation ist in hohem Maße Meinungsbildner, in Gruppen und im Internetengagiert und besonders kritisch. Diese Generation – und dazu zähle ich auch mich mit einem Geburtsjahr 1985 – hat nie eine erfolgreiche HSV-Zeit miterlebt, höchstens in frühesten Kindertagen.
In weiten Teilen war es eine recht „biedere“ Truppe mit „Startrainern“ wie Benno Möhlmann und „Top-Kickern“ wie André Breiternreiter, Niclas Kindvall oder Jürgen Hartmann. „Wir“ haben gegen den Abstieg gespielt. Ein Uefa-Cup-Platz wurde gefeiert wie die Meisterschaft, und alle paar Jahre kreiste der Pleitegeier über dem maroden Volksparkstadion. Trotzdem war die Liebe zum Klub immer da. Aber wir kennen nur die eher schlechten Zeiten – ohne Erfolge, Stars und Titel.
Wir hatten keinen Uwe Seeler, keinen Horst Hrubesch, keinen Kevin Keegan, viele nicht einmal bewusst einen Thomas Doll. Unser erster „richtiger“ Star war Rafael van der Vaart. Für uns ein Weltstar. Eine sympathische Identifikationsfigur. Er war Herz und Seele des HSV-Spiels. Aufbruch in eine hoffentlich bessere HSV-Zukunft. Irgendwann ging sein Vertrag dem Ende entgegen. Natürlich wollte er hoch hinaus, was bei seiner Klasse auch verständlich war. Und ja, natürlich war es richtig, ihn für viele Millionen zu verkaufen, bevor er im Jahr darauf ablösefrei geht. So wirtschaftlich vernünftig muss man einfach sein.
Trotzdem blieb eine große Wunde im HSV-Herzen zurück. Sobald irgendwo der Name van der Vaart auftaucht, fängt es erneut an zu bluten. Als in den vergangenen Transferperioden Spekulationen um eine mögliche Rückkehr auftauchten, waren viele vollkommen „wuschig“, gestandene und beruflich erfolgreiche Mannsbilder konnten vor Aufregung kaum schlafen. Kommt unser „verlorene Sohn“ etwa doch zurück?
Nun war es wieder mal an der Zeit. Die Spekulationen kamen – natürlich – erneut. Aber nun ist die Tür zu (wenn er sich bei Tottenham nicht selbst ins Abseits schießt). Er ist weg von Real und bei Tottenham. Einem Klub, der mit dem HSV auf Augenhöhe ist (wenn überhaupt….), für keine zehn Mio. Euro. Es ist für viele einfach nicht nachvollziehbar, dass man es nicht geschafft hat, diesen Star und Liebling einer ganzen Generation zu überzeugen, zum HSV zurückzukehren. Es hört sich bescheuert an, aber es ist so: für viele ist eine (HSV)-Welt zusammengebrochen. „Unser“ Rafael für „Kleingeld“ in den englischen „Provinzfußball“ – um es mal überspitzt auszudrücken. Und dann kommen noch ein paar „delikate“ Faktoren hinzu: So sehr Herr Kühne gerade von Fans dieser Generation vom Hof gejagt wurde, er hat sich immer offen zu vdV bekannt und – davon bin ich auch heute noch fest überzeugt – bei einer entsprechenden Anfrage ein Engagement mit Sicherheit nicht abgelehnt. Eine Rückkehr von vdV hätten die Anhänger (bis auf die letzten Hardliner) zu nahezu jedem Preis akzeptiert – auch durch Kühne-Millionen. Und Kühne hätte sein Image – als HSVer mit Herz – aufpoliert. An Kühne wird ein Scheitern dieses Deals also vermutlich nicht gelegen haben…
Umso mehr rückt bei vielen nun wieder die HSV-Führung in den Blickpunkt, die mit einer (jedenfalls momentanen) Beendigung des Kühne-Engagements – auch aufgrund seiner Äußerungen – mit Sicherheit nicht vollkommen daneben lag, aber zu kurz gedacht hat. Nun hört man bereits erste Stimmen: der Vorstand hätte Kühne vom Hof gejagt und damit vdV „geopfert“. Das es nun – von vdV – sogar noch heißt, dass der Aufsichtsrat den Deal wohl nicht wollte, bringt das Fass zum Überlaufen. Motto: Aha, „unser“ Star ist nicht gewollt. Jetzt reicht es. Jetzt werden wir es euch zeigen. Die „junge HSV-Seele“ kocht. Der Aufsichtsrat ist unten durch. Sowieso, aber nun erst recht. Der Vorstand hat taktisch alles falsch gemacht und Kühne vom Hof gejagt. Und um vdV schon mal überhaupt nicht ausreichend gekämpft. Sonst wäre er ja wohl zu uns gekommen und nicht zu dem englischen „Provinzclub“ gewechselt.
Und Kühne, der Sprücheklopfer. Hätte er doch jetzt helfen können, wo es drauf ankam. Diese Meinung ist nicht unbedingt meine, beschreibt die Situation aber vielleicht ein bisschen. Vermutlich wird sich irgendeine „Gruppierung” in den kommenden Wochen weiteräußern (vdV, Vorstand, AR, Kühne). Der eine schiebt die Schuld auf den anderen – und das Fass könnte explodieren. Ich will es nicht hoffen, aber alle Beteiligten haben sich nun mehr als ein Ei ins Nestgelegt…Durch die ewigen Spekulationen um vdV wurden die Fans mehr als verrückt und geierten regelrecht auf seine Rückkehr, nun kommt er nicht. Es ist für viele unfassbar. Ein Rafael van der Vaart, „unser großer HSVer der Neuzeit“, ist für die meisten auch völlig alternativlos. Bei der Wahl zwischen Cristiano Ronaldo und van der Vaart hätte die große Mehrheit dieser Generation sich für vdV entschieden. Man kann es sicher schwer vergleichen, da er natürlich auf einer ganz anderen Ebene steht, aber auf die heutige, schnelllebige Zeit bezogen, ist es wohl nicht völlig von der Hand zu weisen. Und zeigt „älteren Semestern” vielleicht die Thematik etwas besser auf: Man stelle sich vor, ein Uwe Seeler wäre damals mit 25 Jahren zum AC Mailand gewechselt, dort nicht so recht klar gekommen und nach zwei Jahren wieder auf dem Markt gewesen. Wo wechselt er hin? Zu Real Madrid oder Barcelona, was alles nachvollziehbar gewesen wäre? Nein, zu einem – in unseren Augen -mittelklassigen Klub nach Frankreich. Ob dieser Geld hat oder nicht, ist dabei völlig nebensächlich. Das Geschrei wäre riesig gewesen. Die Fans hätten protestiert und die „Köpfe“ des Vorstands gefordert. Wie kann man „Uns Uwe“ so fahrlässig einem anderen überlassen.
Und nun ist genau das mit „Uns Raffa” passiert. Daher kocht die Stimmung. Nicht nur deswegen. Das stimmt. Auch viele andere Themen stören die Anhänger (teilweise auch absolut zu unrecht). Aber dieses Thema sticht vielen noch einmal so richtig ins Herz. Man kann nur hoffen, dass der sportliche Erfolg anhält und sich die Enttäuschung bis zur nächsten kleinen Krise etwas gelegt hat – und vor allem nicht noch jemand behauptet, vdV wäre ja gekommen, aber Vorstand, Aufsichtsrat oder Kühne wollten nicht. Die betroffenen Personen sollten dann wohl lieber den Hinterausgang benutzen.
Allerdings wird die nächste Krise irgendwann kommen. Und der nächste neue, „riesengroße“ Kritikpunkt. Morgen kann es schon so weit sein. Wer weiß das schon? Was der HSV – neben sportlichem Erfolg – ganz dringend braucht, ist ein „neuer“ Star. Eine Identifikation der „neuen Generation“. Ein „Anker“ in dieser schnellen Fußballwelt. „Uns . . .“ eben. Diese Spieler kann man sich nicht backen, man muss Glück haben und sie dann fördern. Der FC Bayern hatte viele großartige Spieler in den letzten Jahren, aber erst Müller hat das Zeug dazu, wieder ein richtiger „Liebling” über alle Grenzen hinaus zu werden. Nicht nur aufgrund seiner fußballerischen Qualitäten, sondern vor allem wegen seiner „Art”. Ein „Uns-Müller” eben.
Der HSV hat aktuell eigentlich nur einen, der dafür in Frage kommen könnte. Ruud ist dafür leider schon zu alt – und bereits woanders zum Weltstar gereift, so dass er nicht mehr „Uns Ruud”, sondern nur noch „Auch uns Ruud” werden kann. Aber Ruud hat einen „Sohn“. Seinen Son. Man kann nur hoffen, dass sich dieser Spieler schnell und gut entwickelt und zu „Uns Son“ wird, so dass die offene Wunde und das Warten auf unsere „neuen HSV-Identifikationsfigur” endlich gestillt wird. Einem Spieler, den viele „anhimmeln”, dem man bei Interviews freudestrahlend zuhört, der den HSV 2010 verkörpert. Es ist dem HSV und uns allen nur zu wünschen.
Nun bin ich doch wieder viel zu lang geworden. Vielleicht hast du diese Zeilen daher auch gar nicht bis zum Ende gelesen, wenn doch, freut es mich natürlich. Vielleicht kannst du dann auch die Sicht vieler „jüngerer HSV-Fans” etwas besser nachvollziehen, für die Rafael van der Vaart eben nicht NUR der begnadete Fußballer war, sondern viel, viel mehr.
Jetzt folgt an dieser Stelle Brief zwei:
Sehr geehrter Herr Matz,
ich bin einer der ’stillen Leser’ ihres Blogs und finde es immer wieder interessant Ihre Meinungen zu lesen – zumal ich diese gerne auch mit den Meinungen der Supporters vergleiche. Mir sind allerdings zwei Dinge aufgefallen, die bisher völlig unbeachtet geblieben sind und im Laufe der Saison und insbesondere im Hinblick auf die nächste Saison für neuen Streit sorgen könnten.
Punkt eins ist dabei der Jugendwahn in der Bundesliga und im Profi-Fußball derzeit insgesamt. Dass in der deutschen Nationalmannschaft viele Spieler gesetzt sind, die eigentlich noch für die U 21
oder sogar U 20 spielberechtigt wären. Gleiches gilt für die Kader der Bundesligisten. Im Grunde geht es doch aber darum den nächsten Messi zu finden – der Hype um Heung Min Son zeigt, dass auch in Hamburg gehofft wird.
Wie aber jeder weiß, kann es nicht unendlich Spieler wie Messi geben. Trotzdem entsteht bei den jungen Talenten (und es gibt viele davon) die Hoffnung, dass sie der nächste Messi sein könnten – bestimmt auch von Beratern befeuert, die eine hohe Ablösesumme für ihre „Schützlinge“ erzielen wollen, um dann kräftig mit zu verdienen. Also werden die jungen Spieler verliehen, bzw. wollen verliehen werden, um Spielpraxis zu bekommen und schlussendlich den Sprung in den Profikader zu schaffen. So auch beim HSV. Hier gab es fast einen Ausleihwahn: Beister, Bertram, Schulz, Arslan und auch Hesl wurden alle ausgeliehen, um bei anderen Vereinen zu reifen. Nicht zu vergessen, dass auch mit Chrisantus und Berg zwei weitere Perspektivspieler in der nächsten Saison wieder kommen werden. Die ersten fünf Akteure spielen eine wichtige Rolle, weil sie alle für HSV II spielberechtigt wären und dort auch wichtig waren bzw. gewesen sind. Passend dazu läuft es beim HSV II auch nicht besonders gut.
(vielleicht hat man die Saison aber auch von Beginn an abgeschrieben, weil alle mit einem Durchmarsch von RB Leipzig rechnen).
Unabhängig davon, wie gut die ausgeliehen Spieler gerade spielen, werden sie alle in der nächsten Saison wieder kommen und Ansprüche stellen. (Ausgenommen davon Maximilian Beister, der bis 2012 ausgeliehen ist) Und schon gibt es neue unzufriedene Profis. Gleichzeitig erhofft sich ganz Hamburg, dass wir am Ende vor Bremen stehen und in der Champions League spielen. Dann rufen wieder alle nach van der Vaart und neuen, teuren Stars und für die jungen Spieler ist kein Platz im Kader. Im schlimmsten Fall wird den jungen Spielern – ohne deren Qualität bewerten zu wollen oder zu können – ein junger Spieler vor die Nase gesetzt, der für sieben oder mehr Millionen eingekauft wird – wie z.B. Shaqiri von Basel.
Die Frage ist, ob das der richtige Weg ist. Muss man nicht die Frage stellen, welche Nachwuchspolitik beim HSV verfolgt wird? Derzeit bekommt den Eindruck, dass junge Spieler ausgebildet werden, dann werden sie ausgeliehen und im Normalfall verkauft. Wir alle wissen, dass in den letzten Jahren kein Spieler aus dem eigenen Nachwuchs den Sprung in die Stammformation des HSV geschafft hat – ob Choupo-Moting es noch schafft, glaube ich derzeit eher nicht, ich könnte ihn mir eher mit Hennings zusammen bei Pauli vorstellen. Die jungen Spieler im Kader sind alle dazu gekauft worden. Diese Problematik existiert, die Lösungen dafür aber nicht einfach.
Leider weiß ich auch keine Lösung, denn wenn man ehrlich ist, ist am Ende nur die Qualität der Spieler entscheidend – ich schätze Armin Veh als einen Trainer ein, der nach Leistung aufstellt. Insofern können die jungen Spieler nur versuchen auf sich aufmerksam zu machen. Bei den Hamburger Fans ist es auch nicht gerade einfach einen jungen Spieler einfach mal so rein zu werfen. Wenn, dann muss der Spieler gleich Tore machen, wie Son. Passiert das nicht, wird alles kritisiert. Ich erinnere mich an das Spiel gegen Mainz in der letzen Saison. Alle HSV Fans rufen im Vorfeld nach jungen Talenten und blablabla – und dann wirft Bruno Labaddia einfach mal Bertram rein und alle regen sich ohne Ende auf. Das Nachwuchsproblem des HSV ist auch ein Problem des eigenen Anspruchs und der Erwartungshaltungen.
Auf diese Problematik wollte ich nur mal hinweisen, es würde mich sehr
Interessieren, Ihre Perspektive dazu zu hören.
PS: Heute hat übrigens die „Eiche“ Geburtstag. Wer dem „Baum“ der ersten Stunde gratulieren mag . . .
Und: Immer wieder kommen Anfragen, wie hier bei „Matz ab“ mitgeschrieben werden kann. Es soll ganz leicht und einfach sein, kostet aber auf jeden Fall nichts – hier folgt die Erklärung. Allerdings, das sei noch kurz erwähnt, „Neulinge“ müssen beim ersten Mal, wenn sie mir denn einen (ihren) Beitrag gemailt haben, freigeschaltet werden, es kann also etwas länger dauern, bevor der eigene Beitrag dann zu lesen ist. Wie gesagt, nur beim ersten Mal.
So geht es:
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Viel Spaß – und gutes Gelingen!
So, ganz zum Schluss – einen habe ich noch: Uwe Eikmeier. Der war einst Profi beim FC St. Pauli (Halblinks, ein „Daddelbruder“ mit vielen guten Ideen), ist heute „Matz-abber“ und nahm kürzlich Bezug auf die „Sommergeschichte aus Holstein“. „Uns Uwe“ Eikmeier stellte nur richtig, dass bei dem in der Geschichte angegebenem Spiel Uwe Seeler nicht auf dem Rasen war. Ich war etwas überrascht, dass uns das ein ehemaliger Profi schrieb und “funkte” deshalb Uwe Eikmeier an, fragte, wieso er so etwas wisse – und erhielt heute die Antwort:
Hallo Dieter,
da ich selbst bei diesem Spiel war, wusste ich, dass Uwe Seeler nicht mitgespielt hat. Uwe saß direkt nach Spielschluss im Mannschaftsbus. Mein Vater wollte, dass ich Uwe begrüße. Vor lauter Aufregung und zittern am ganzen Körper habe ich es nicht gemacht. Du sollst wissen, dass ich seit 1954 großer Uwe-Seeler-Fan bin. Noch immer.
Für den FC St. Pauli habe ich gespielt, Seeler-Fan war ich trotzdem.
Da mir die Sommergeschichte keine Ruhe ließ, habe ich bei Euch (Hamburger Abendblatt) recherchiert – und bin am 29. April 1957 auf den Artikel mit der Aufstellung gekommen.
Sonst hat mir die Sommergeschichte aber sehr gut gefallen.
Liebe Grüße, Uwe.
13.15 Uhr
Tags: Breitenreiter, Choupo-Moting, Chrisantus, Eikmeier, HSV, Möhlmann, Seeler, Son, van der Vaart