Monatsarchiv für Juni 2010

Eine Sommergeschichte aus NRW

26. Juni 2010

Es ist immer wieder erstaunlich, wo die HSV-Fans beheimatet sind, wie sie ihren Klub kennen und lieben gelernt haben – und ebenso erstaunlich ist, dass sich diese Rothosen-Anhänger ganz, ganz emsig an den Sommergeschichten beteiligen. Ich freue mich sehr darüber, ich finde das nicht selbstverständlich und genieße es. Ich hoffe, dass das auch allen „Matz-abbern“ so geht. Vielen Dank den Autoren – und allen viel Spaß beim Lesen.

Und ab:

Vater und Sohn gemeinsam auf HSV Tour

Beginnen möchte ich mit meiner Sommergeschichte zu erzählen, wie ich zum Fußball gekommen bin. Mein Vater, Jahrgang 1939, hätte immer gerne Fußball im Verein gespielt, durfte aber nicht. Daher stand für ihn fest, dass sein Sohn es besser haben und auf jeden Fall im Verein Fußball spielen sollte. So kam es dann, dass ich im Alter von sieben Jahren (Jahrgang 1963) im April 1971 Mitglied bei Altona 93 wurde. Ich begann in der zweiten E-Jugend als linker Verteidiger.

Zur Saison 1974/75 wechselte ich dann zur Groß Flottbeker Spielvereinigung, wo ich dann später bis zur A-Jugend recht ansehnliche Spiele, wie ich meine, als Linksaußen ablieferte. Ich kann mich noch gut an die hervorragend besetzten Pfingstturniere beim SV Munster in der Lüneburger Heide und an internationale Turniere in Dänemark und Norwegen (wo wir 1980 den sog. Scandia Cup gewannen) erinnern. Das waren damals schon tolle Erfahrungen für uns Jugendliche. Und natürlich erinnere ich mich an ein Spiel gegen die zweite B-Jugend des HSV, das wir in Ochsenzoll 2:1 gewannen.

Wie bin ich nun HSV-Fan geworden? Es begann alles mit dem Uwe-Seeler-Abschiedsspiel am 1. Mai 1972, als mein Vater mich das erste Mal mit ins Volksparkstadion nahm. Der HSV u.a. mit Özcan, Schulz, Nogly, Zaczyk, Ripp, Hönig, Björnmose, Volkert und natürlich Uwe Seeler spielte gegen eine Weltauswahl. Da waren die Weltstars von damals zu bewundern: u. a. Pelé, Johan Cruijff, Franz Beckenbauer, Sepp Maier, Gerd Müller, Karl-Heinz Schnellinger, Eusebio, Bobby Charlton, Bobby Moore, Dennis Law, George Best, Gordon Banks, Paul van Himst, Giacinto Facchetti, Sandro Mazzola, Gianni Rivera und Ferenc Bene. Ich erinnere mich noch genau, dass mein Vater mir eine HSV-Fahne kaufen wollte, aber ich habe mich dann für einen Wimpel vom Abschiedsspiel entschieden, den es heute noch gibt.

Es folgten weitere Spiele im Volkspark, vornehmlich auf der Südtribüne in Begleitung meines Vaters oder sogar meiner Mutter, die ich zum Achtelfinale im Europacup der Pokalsieger 1976 gegen Heart of Midlothian Edinburgh (4:2 für den HSV) für 15 DM eingeladen habe, damit ich ins Stadion durfte, denn alleine ließen sie mich noch nicht gehen. Später ging ich dann regelmäßig mit meinen Kumpels in die Westkurve Block E oder F. Was haben wir nicht für tolle Spiele gesehen, die Eintrittskarten habe ich heute noch, z.B. ein 5:0 gegen die Bayern (Saison 76/77) , das Europapokal-Halbfinale 1977 gegen Atletico Madrid (3:0 für den HSV), das 5:1 gegen Real Madrid im Halbfinale des Europapokals der Landesmeister (Saison 1979/80), ein 4:1 gegen die Bayern (Saison 81/82) und auch das Endspiel um den UEFA-Cup gegen IFK Göteborg (Saison 81/82), das der HSV leider 0:3 verlor.

Schlimme Erinnerungen habe ich an den 9. Juni 1979, als der HSV Meister wurde und die Fans aus der Westkurve den Innenraum stürmten und es bei diesem Stadionunglück viele Schwerverletzte gab.

Dann zog ich nach dem Abitur und der Bundeswehrzeit 1984 zur Berufsausbildung nach München, aber keine Angst, ich bin nicht Bayern-Fan geworden. Ich verfolgte den HSV in den darauf folgenden Jahren eher distanziert aber weiterhin interessiert aus der Ferne und sah auch das ein oder andere Spiel des HSV im Olympiastadion. Ich finde, Bayern-Fan kann jeder sein, denn es ist einfach, für eine Mannschaft zu halten, die fast immer alles gewinnt. Zum richtigen „Fan-Sein“ gehört aber auch, Höhen und Tiefen, Siege und Niederlagen seines Vereins mit zu durchleben. Und wer eben fast nur Siege kennt, der kennt auch dieses Gefühl der Enttäuschung nicht, das eben auch zum Fußball dazu gehört. Es sind ja gerade die Emotionen, positive wie negative, die diesen Sport so besonders machen.

Seit 1996 wohne ich nun in NRW zwischen Aachen und Mönchengladbach, da hat man natürlich ganz viele Auswärtsspiele unseres HSV in gut erreichbarer Entfernung. Die nie ganz verloren gegangen Leidenschaft zum HSV wurde nun sozusagen neu entflammt. Mein Sohn (1993 geboren) spielt selbst auch Fußball und gemeinsam besuchen wir seit einigen Jahren Auswärtsspiele und jedes Jahr werden es mehr. Dieses Jahr waren wir u.a. auch in Eindhoven und in Anderlecht (beides sehr nervenaufreibende Spiele mit positivem Ausgang), für uns ja quasi fast vor der Haustür gelegen.

Eine richtige Achterbahn der Gefühle war natürlich auch das letzte Auswärtsspiel der Saison 2008/09 in Frankfurt mit dem Last-Minute-Tor von Trochowski zum 3:2. Wir versuchen immer, Karten im Stehblock zu bekommen, um die richtige Stadionatmosphäre zu spüren und den HSV entsprechend lautstark anzufeuern. Es ist immer wieder toll mit anzusehen, wie viele HSV-Fans die Mannschaft auswärts unterstützen. Mir macht es riesigen Spaß, mit meinem Sohn gemeinsam auf HSV-Tour unterwegs zu sein und mit unserem Verein mitzufiebern. Besonders freut mich natürlich auch, dass auch mein Sohn die Raute im Herzen trägt. Ist ja nicht immer ganz einfach, wenn die Schulkameraden um einen herum alle für Borussia Mönchengladbach, 1. FC Köln, Bayer Leverkusen oder für S04 und BVB halten.

Da mein Vater noch in Hamburg wohnt, besuchen wir natürlich auch immer wieder mal ein Heimspiel im Volkspark. Einfach ein Genuss! Alleine schon „Hamburg, meine Perle“ mit Lotto ist den Besuch wert.

Wie gut, dass es das Internet gibt! In unserer Zeitung ist ja über den HSV kaum mal was zu lesen, also lesen wir täglich Hamburger Abendblatt online und natürlich Matz ab von Beginn an, auch wenn wir uns an den Diskussionen bisher nicht beteiligt haben. Dieser Blog ist einfach klasse und wir möchten nicht mehr darauf verzichten. Da saugen wir dann alle Informationen rund um den HSV auf. Und wir hören bei den Spielen, die wir nicht besuchen, die Reportagen von NDR 90,3 mit Lars Pegelow.

Natürlich hofften auch wir in den letzten Jahren auf einen Titel. Die Gesamtentwicklung des HSV ist sehr positiv, die letzte Saison war nach dem furiosen Start in der Bundesliga mit Platz 7 letztlich enttäuschend. Aber inzwischen sind wir schon wieder optimistisch gestimmt und freuen uns auf eine hoffentlich erfolgreiche Saison 2010/11 unseres HSV.

Es grüßen Thomas und Thorsten Mäker aus Hückelhoven, NRW

13.50 Uhr

Holt Rijkaard Mathijsen?

25. Juni 2010

WM-Zeit ist Spekulationszeit. Das ist nicht neu. Und lässt sich wahrscheinlich auch nicht ändern. Nun ist zum Glück wenigstens ein Thema endgültig geklärt. Michael Ballack wird in der kommenden Saison nicht für den HSV spielen. Das ist einerseits bedauerlich, weil so ein gestandener Spieler wie die Nummer 13 dem HSV natürlich gut zu Gesicht gestanden hätte. Es ist aber andererseits auch eine Wohltat, dass Bayer Leverkusen die intensiven Hamburger Bemühungen noch einmal getoppt hat. Auch finanziell, wie ich mir sagen ließ. Denn so kann sich der HSV womöglich doch einzig und allein dem Ziel widmen, die nach wie vor stark besetzte Mannschaft punktuell, sinnvoll und zugleich mit Perspektive zu verstärken.

Und ich kann Euch eines versprechen, weil es mir heute von verschiedenen Seiten gezwitschert wurde (nicht getwittert!): Beim HSV wird in dieser Sommerpause noch einiges passieren. Meine Informanten und auch ich rechnen aber nicht damit, dass vorm Ende der WM wirklich viel und Entscheidendes passieren wird. Bis dahin wird noch der eine oder andere Name gehandelt, das war ja auch heute wieder der Fall, und mit Sicherheit ist an einigen auch etwas dran, aber endgültige Verhandlungen und Abschlüsse – vor allem mit WM-Aktiven, die nicht aus Frankreich oder Italien kommen – können ja eh erst nach dem Turnier oder zumindest nach dem Ausscheiden der jeweiligen Nationen erfolgen.

Nach dem heutigen Tag gehe ich übrigens fest davon aus, dass wir alle in der kommenden Spielzeit einen neuen Abwehrboss sehen werden. Dazu haben nicht nur die Gerüchte und Berichte um und über Joris Mathijsen beigetragen, die ja von einigen guten Detektiven unter Euch mit einigen Zusatzinfos unterfüttert wurden, sondern auch entsprechende Bestätigungen aus der Türkei. Ich habe dort mit einem Freund telefoniert (nicht Thomas Doll), der sich bestens im Fußballgeschäft auskennt und mir schon den einen oder anderen Transfer weit vor der offiziellen Bekanntgabe gemeldet hat. Heute war er überrascht, als ich ihn anrief: „Willst du mich fragen, gegen wen wir im Achtelfinale spielen?“, sagte er, dabei hatte ich überhaupt keine Ambitionen dieser gemeinen Art. Als ich ihm dann von den Geschichten rund um den HSV erzählte, dass Galatasaray Istanbul an Joris Mathijsen dran sein könnte, plapperte er plötzlich los wie ein Wasserfall. Er bat um zwei Stunden Zeit und sagte anschließend zu mir: „Unglaublich – Gala ist wirklich an Mathijsen dran.“ Seine Informationen besagen, dass der Kontakt kurz vorm Ende der abgelaufenen Spielzeit bereits intensiv gewesen sein soll. Berichte über eine offizielle Offerte der Türken an den HSV konnte er aber nicht bestätigen, und auch beim HSV habe ich diesbezüglich keine Zustimmung erhalten. Trotzdem haben mir mehrere Insider, auch beim HSV, gesagt, dass Mathijsen bereit sein soll, nach der WM zu wechseln. Und wenn Frank Rijkaard, Trainer bei Galatasaray, ruft – dann würde ein Transfer schon Sinn machen, oder?

Irgendwie passen die Indizien doch alle zusammen. Ich dachte ja anfangs, dass der HSV einen zweiten Manndecker für die Position neben Joris Mathijsen suchen würde. Und war bei einigen gehandelten Namen überrascht, weil das doch eher erste Leute, also Abwehrchefs waren. Nun erklärt sich das von selbst. Ich wage daher mal folgende Prognose (ich weiß, ich lehne mich damit ziemlich weit aus dem Fenster): Bis zum 20. Juli wird der HSV Mathijsen verkaufen. Und in Hamburg wird mal wieder eine neue Abwehr-Ära beginnen müssen. Wenn ich freie Wahl in der Bundesliga hätte, wem ich den Posten in der Innenverteidigung geben sollte, würde ich mich für Mats Hummels entscheiden. Nicht wegen des Vornamens, sondern weil ich seine Entwicklung sehr gut finde und er für mich der Abwehrspieler der Zukunft ist.

Apropos Zukunft. An diesem Wochenende wird es bei den Verantwortlichen des Vorstandes und auch bei einigen Aufsichtsräten bestimmt wieder ein kopfschüttelndes Raunen geben. Grund dafür sind neue Kommentare aus Reihen der Supporters zum geplanten Investitionsprogramm des Milliardärs Kühne, die ja bekanntlich bei einigen Führungskräften für dauerhaftes Unverständnis sorgen. Die Lage ist wirklich angespannt. Die einen verstehen die „Nörgler“ nicht, dass sie das „Geschenk“ eines leidenschaftlichen Fans und potentiellen Gönners kaputtreden wollen. Die anderen verstehen die alten „Ja-Sager“ nicht, dass sie ohne große Nachfrage den millionenschweren Einstieg eines potenten Investors akzeptieren wollen und nicht vor dem Deal alle Einflusschancen und Konsequenzen eines solchen Geldflusses hinterfragen. Na, das werden noch spannende Wochen. Vorstand und Aufsichtsrat täten ebenso wie die Supporters-Führung gut daran, das Thema zeitnah in einer internen Zusammenkunft ein- für allemal aufzuarbeiten, sonst werden unnötige Kräfte vergeudet und Nebenkriegsschauplätze eröffnet, auf die wahrscheinlich die meisten von Euch liebend gern verzichten würden. Ich muss ehrlich gestehen: Ich auch.

So, da ich nicht zu allen Namen, die derzeit durch die Foren und auch durch Eure Kommentare rauschen, Stellung Beziehung kann und will, belasse ich es bei einer Information, die ich von einem der bestinformierten HSVer bekommen habe. Demnach ist derzeit noch gar nichts dingfest mit möglichen Neuen und auch nicht mit möglichen Abgängen. Das heißt für uns: Abwarten und Achtelfinals gucken.

22:50 Uhr

Zwei weitere Sommergeschichten

25. Juni 2010

Und weiter geht es. An diesem Freitag folgen zwei Sommergeschichten unterschiedlichster Art. Ich bedanke mich bei Christina (ja, eine Dame hat geschrieben!) und bei Uns-Fredi – und wünsche allen Matz-abbern viel Spaß beim Lesen. Und ab:

Vom Geißbock zur Raute

(In Erinnerung an meinen Bruder Dieter)

Jede freie Minute wurde auf der Straße gebolzt. Die Leidenschaft hatte mich schon vor der Schulzeit gepackt, und in unserer Kleinstadt an der holländischen Grenze fanden sich immer Spielkameraden für einen Kick auf der Straße oder auf der Wiese. Wir brachten es sogar in früher Selbstorganisation fertig, Straßenmeisterschaften auszuspielen. Der kleinstädtische Wohlstand hatte uns zu Beginn der 60er-Jahre bereits Lederbälle beschert, die sich bei Regen allerdings in Bleikugeln verwandelten.

Und mein Herz gehörte dem 1. FC Köln. Auslöser dafür war der grandiose und tapfere FC-Verteidiger Wolfgang Weber. Wie kam es dazu? Bei einem meiner ersten Fußballerlebnisse am heimischen Fernseher (schwarz-weiß natürlich mit Flimmerbild) spielte jener Verteidiger eine Heldenrolle. In einem dramatischen Europapokalspiel Köln gegen Liverpool in der Saison 64/65 spielte Weber mit gebrochenem Wadenbein bis zum Ende der Partie. Geholfen hat es nicht, denn der FC verlor das Spiel.

Die bittere Niederlage kostete mich einige Tränen (45 Jahre später hatte ich erneut ein tränenreiches Erlebnis mit dem FC Köln, dazu später), aber für mich war ein Held geboren. Wolfgang Weber war ab sofort ein echtes Vorbild für mich. Jemand, der sich durchbeißt, der trotz Schmerzen seine Mannschaft nicht im Stich lässt und weiter für den Sieg kämpft – das beeindruckte den kleinen Fredi ganz enorm!

Mein nächster Held sollte dann ein Torhüter werden. Ich selbst hatte inzwischen eine Torwartkarriere in der D-Jugend gestartet und fand bei der WM 1966 in Hans Tilkowski ein nächstes Vorbild. Bodenständig, nicht spektakulär und dennoch zuverlässig, so sah ich Till. Und wieder flossen bittere Tränen vor dem alten schwarz-weiß Fernseher. Wir alle wissen: er war nicht drin. Und Wolfgang Weber spielte beim Wembleytor auch wieder eine Rolle. Meine beiden Helden im Unglück vereint. Tragische Helden hatte ich mir da ausgesucht. So konnte es nicht weitergehen!

Es sollte besser werden – und endlich kam der HSV ins Spiel. Es dürfte 1969 gewesen sein. Mein großer Bruder, inzwischen in Hamburg nah der alten Heimat bei Schwerin wohnhaft, nahm mich mit ins Volksparkstadion. Zusammen mit seinem Arbeitskollegen von der DEA am Mittelweg verfolgten wir von der Westkurve aus das Spiel gegen Hannover. Ich erinnere mich noch genau, wie ich beim Abpfiff vom super Spiel schwärmte. Ich erinnere mich auch noch an das Grinsen der Beiden und die Bemerkung des Arbeitskollegen meines Bruders: „Er ist ja zum ersten Mal hier“.

Egal für mich. Ich hatte Uwe Seeler und Willi Schulz gesehen. Es muss zwar ein Grottenkick gewesen sein, aber ich war dabei und der 1. FC Köln von nun an nur noch eine frühe Jugendsünde.
Meine neue HSV-Liebe wurde schon bald, nämlich im September 1970, auf eine harte Probe gestellt. Mein erstes Auswärtsspiel nahte in Form der legendären Begegnung in Oberhausen. Mein Bruder holte mich an der holländischen Grenze ab und los ging es ins damals noch verqualmte Ruhrgebiet. 1:8! Ich glaube, mein Bruder kaufte mir die kleine HSV-Fahne (die ich immer noch habe) schon vor dem Spiel.
Endlich 18 und auf nach Hamburg! Jahrelang holte mich mein Bruder vor fast jedem Spiel am Lokstedter Weg EckeTarpenbekstraße ab, und nach dem Spiel ging es häufig in die Kegelhofstraße zu mir zur Sportschau. Vizemeisterschaft, Europokalspiele, Meisterschaft, Kaltz, Keegan und so weiter, und so weiter . . .

Tolle HSV-Jahre! Es war leicht, ein HSV-Fan zu sein und machte meistens riesig Spaß. Der verging mir in den 90er-Jahren allzu oft. Inzwischen wieder an der holländischen Grenze wohnhaft, standen eher Auswärtsspiele, zum Beispiel in Dortmund auf dem Programm. Noch heute gefallen mir diese Partien vor, während und nach dem Spiel außerordentlich, egal ob im Volkspark oder im Westfalenstadion. Vielleicht fünfmal im Jahr schaffe ich es in diesen Jahren wieder zu Heimspielen.

Manchmal treffe ich dann den Sohn meines Bruders, der wiederum mit seinem kleinen Sohn (im HSV-Trikot) kommt. Der freut sich dann auch noch mal über ein mieses Spiel, so wie ich damals 1969 als Zwölfjähriger in der Westkurve gegen 96. Mensch, wie die Zeit vergeht!

Ach ja, mein tränenreiches Wiedersehen mit den Geißböcken: Mai 2009, vorletztes Heimspiel, vorher die Partien gegen Werder und dann 0:1. Ich war extra angereist, um den Trostpreis (Europa-Liga-Quali) feiern zu können – und dann so etwas! Wenn das alles nicht zum Weinen war!

Herzliche Grüße – Uns Fredi

Geschichte Nummer zwei folgt sofort:

Hallo Herr Matz,

Sie möchten eine Sommergeschichte von Damen und „Jünglingen“? Hier kommt eine:

Vor zwei Jahren besuchte ich mit meinem Sohn, damals sieben Jahre alt, das Saisonvorbereitungsfest des HSV. Wir schauten uns das Spiel an und im Anschluss sollte eine Autogrammstunde einiger Profis folgen. Mein Sohn, glühender HSV-Fan und noch größerer Frank Rost Fan freute sich besonders auf sein Autogramm von Frank Rost. Wir mussten dann leider feststellen, dass sich eine Menschentraube gebildet hatte, die alle Autogramme wollten.

Meinem Sohn zu Liebe schlossen wir uns an und warteten geduldig. In der Zwischenzeit fing es an zu regnen. Mein Sohn lies sich jedoch nicht beirren und so warteten wir eineinhalb Stunden, bis wir endlich vor der Tür angelangt waren. Wir konnten Frank Rost und andere Spieler schon sehen. Die Aufregung bei meinen Sohn stieg an. Nur noch fünf Leute vor uns. Das bedeutete, mit der nächsten Gruppe würden wir eingelassen werde. Plötzlich näherte sich von drinnen ein Ordner der Tür, zückte einen Schlüssen und schloss ab.

Drinnen sahen wir wie die Spieler aufstanden. Auf dem Gesicht meines Sohnes machte sich Entsetzen breit. Wir bekamen die Auskunft, die Autogrammstunde sei beendet. Pech gehabt! Zu dem Zeitpunkt war es 17.30 Uhr. Es hätte vielleicht noch eine halbe Stunde bis Stunde gedauert alle Autogrammwünsche zu erfüllen, aber das war scheinbar zu viel verlangt.

So gingen wir klitschnass und schwer enttäuscht nach Hause. HSV-Fan ist mein Sohn immer noch, das hat er mit in die Wiege gelegt bekommen, aber die Spieler, die damals aufgestanden sind, die sind bei ihm unten durch!

Ich habe auch noch schöne Sommergeschichten mit dem HSV, aber davon ein anderes mal.

Viele Grüße,
Christina

Anmerkung von mir: Liebe Christina, vielleicht kann ich etwas für Ihren Sohn tun, wenn ja, dann sollten Sie sich noch einmal bei kir melden. Der HSV, so meine Erfahrungen, ist ganz sicher bereit, in irgendeiner Form Wiedergutmachung zu leisten.

Und noch einmal in ganz eigener Sache: Was mich geritten hatte, gestern über den heutigen 25. AUGUST zu schreiben, weiß ich nicht, es muss wohl an Dänemark – Japan gelegen haben, dass ich nicht ganz bei der Sache war. Wenn nicht, so hoffe ich, dass ich die nächsten Jahre bis zur Rente noch “unfallfrei” überstehen werde. Auf jeden Fall bedanke ich mich hiermit bei allen, die mir bei Sortieren der Monate auf die Sprünge geholfen haben.

Übrigens: Heute ist natürlich der 25. Juni, genau vor 50 Jahren gewannen Meinke, Schnoor, Seeers, Dörfel und Co die Deutsche Meisterschaft. Sollte am Abend vielleicht noch das eine oder ander Prost erfolgen.

14.08 Uhr

Zeit für Jansen und Aogo

24. Juni 2010

Sonst heißt es im Fußball ja immer: Torwart und Linksaußen . . . Bei dieser Weltmeisterschaft aber muss man wohl sagen: Torwart und Schiedsrichter. Was hat sich wohl der dänische Keeper Sörensen bei dem 1:0 der Japaner gedacht? Wollte er hechtend Schmetterlinge fangen? Unfassbar schlecht. Auch beim 0:2 sah er nicht unbedingt gut aus. Und dann dieser Unparteiische aus Südafrika bei diesem Spiel: Mein lieber Mann, der ist aber auf Zack. Der muss im Alltag entweder General sein, oder Verkehrspolizist in der Hauptverkehrsstraße von Johannesburg. Dass die Spieler nicht noch vor ihm stramm stehen und dazu salutieren müssen, ist ein Wunder. Wie der gute Mann den Japanern ins Ohr gepfiffen hat, damit die endlich ihren Gesprächskreis, den sie Sekunden vor dem Anpfiff einberufen hatten, beenden, das hatte schon was. Habe ich auf jeden Fall noch nie gesehen. Aber man lernt ja nie aus, auch bei dieser WM nicht.

So, zuerst jetzt aber zum HSV. Allmählich nimmt es Formen an. Mit Tasci wird ernsthaft gesprochen, obwohl der Stuttgarter ja auch gelegentlich in diesen Tagen mit der WM zu tun hat, aber wozu gibt es Berater? Und ein Handy tut dann noch das Nötige. Ich glaube ja, dass es mit Serdar Tasci was werden könnte. Und dann dazu der Algerier Madjid Boughera, für den sich HSV-Boss Bernd Hoffmann ja höchst persönlich eingesetzt hat – das wäre doch schon mal ein Anfang. Der 27-jährige Nationalspieler ist Innenverteidiger, klingt für mich ein wenig nach „Boulahrouz“, und wenn er dann auch so einschlagen würde wie einst „Boula“, dann wären doch alle zufrieden, oder? Der Abwehrmann hat jedenfalls signalisieren lassen, dass es mit ihm in Richtung Hamburg losgehen könnte – der HSV ist jetzt am Zug. Klingt irgendwie gut.

Wenn auch nicht nach deutsch, hungrig, Talent, charakterstark, wenn ich ehrlich bin. Aber: Über den Charakter von Boughera, der noch für die Glasgow Rangers spielt, weiß ich ehrlich überhaupt nichts, Vielleicht hat er ja sogar einen absolut starken Charakter, dann würde er zumindest einen Punkt aus dem HSV-Anforderungsprofil erfüllen. Wie es heißt, das nur ganz nebenbei, sollen auch Sevilla und Liverpool an ihm dran sein. Abwarten. Mehr können wir alle nicht tun.

So: Zwei Kleinigkeiten noch zum HSV. Vor etwa einem Jahr hat Bernd Hoffmann allen kommenden Hamburger Meistern in der Oberliga in Aussicht gestellt, zu Saisonbeginn ein Freundschaftsspiel bei den Amateuren auszutragen. Ein Mann, ein Wort. Es ist Bewegung in diese Idee gekommen, beim SC Victoria freut man sich auf den HSV (und die Eintrittsgelder), das Spiel könnte Ende August oder Anfang September stattfinden. Zeit genug ist ja – leider.

Und dann ist morgen Freitag der 25. Juni (sorry, ich werde wohl alt. Oder zuviel Fußball nebenbei. Danke für Eure August-Korrektur!). Was sagt Euch dieses Datum? Richtig, vor 50 Jahren wurde der HSV in Frankfurt mit einem 3:2-Sieg über den 1. FC Köln Deutscher Meister. Anlässlich dieses Datums erscheint am Freitag eine Seite über diese wunderbare Mannschaft – und es werden zehn handsignierte Fotos von diesem Team verlost. Zehn im Abendblatt. Und dazu noch einmal 20 bei Matz ab. Das ist doch auch was, oder? Wer also Interesse daran hat, sollte sich hier im Blog melden, wenn diejenige oder derjenige dann ausgelost wird, danach werde ich mich bei den Gewinnern melden und nach der jeweiligen Adresse fragen, um das Foto (DIN A 4) per Post abschicken zu können. Okay? Noch etwas: Unterschrieben haben natürlich nur die heute noch lebenden HSV-Spieler, ich habe diese Unterschriften vor einigen Tagen selbst eingesammelt, als die Spieler zu Besuch beim Abendblatt waren.

So, noch einmal zurück zur WM. Und zur deutschen Mannschaft. Da wimmelte es ja im Spiel gegen Ghana plötzlich nur so vor HSV-Spielern. Alle Achtung. Nun aber erwarte ich eigentlich, dass zumindest auch Marcell Jansen mal von Beginn an zum Zuge kommen wird. Und eigentlich müsste nun auch Dennis Aogo kommen. Das HSV-Duo auf links, Jansen müsste nach vorne rücken, um dem pomadigen Herrn Podolski, der meilenweit von Bestform entfernt ist, mal kurz vorzumachen, was dynamischer Fußball ist. Aber indem ich das schreibe kapituliere ich auch schon, denn dass „Jogi“ Löw seinen erklärten „Liebling“ fallen lässt, halte ich doch für ausgeschlossen. Obwohl es klug wäre. Und irgendwas sollte nach diesem Ghana-Spiel schon mit der deutschen Formation passieren.

Was bis Sonntag zum England-Spiel mit Jerome Boateng (Wadenverhärtung) wird, vermag ich aus der Ferne nicht zu diagnostizieren, aber sollte er rechtzeitig fit werde, müsste er eigentlich für den pomadigen und unheimlich schwachen Per Mertesacker zum Einsatz kommen. Der Bremer Innenverteidiger nervt mich schon vom ersten WM-Spiel an, denn er macht immer einen auf lässig. Allein wenn er sich den Ball auf „Beckenbauer-Art“ mit der Sohle elegant nach vorne streichelt, bringt mich das auf die Palme, Der gute Mann sollte das spielen, was er kann: Eisern am Mann, kopfballstark (auch gelegentlich mal wieder im gegnerischen Strafraum!?) und stets mit kühlem Kopf. Aber auch in diesem Falle vermute ich, dass Löw keine Traute hat, um dem Bremer mal zu zeigen, dass es auch für ihn Grenzen gibt.

So, ganz zum Schluss möchte ich Euch noch sagen, wie traurig ich über den Tod von Trainer und TV-Kommentator Jörg Berger bin. Ein feiner Mensch, mit dem ich während der EM 2008 viel zu tun hatte, und den ich auch danach noch bei einigen Länderspielen traf. Wir haben immer ein wenig (oder auch länger) miteinander gesprochen, von seinem Krebsleiden war ihm nichts mehr anzusehen und anzumerken – und nun das. Wie tückisch ist diese Krankheit? Ruhe in Frieden, Jörg.

21.52 Uhr

Die nächste Sommergeschichte

24. Juni 2010

Liebe „Matz-abber“, heute kann ich mit einer ganz besonderen Sommergeschichte aufwarten. Sie schrieb uns Alex Carstensson aus Salzwedel. Diese kleine Stadt ist mir, das möchte ich dem lieben Alex schnell einmal sagen, nicht unbekannt. Eine angeheiratete Cousine lebte dort mit ihren Eltern, es war ein großes Erlebnis, damals zum ersten Mal bei Bergen (Dumme) über die Grenze gefahren zu sein. Es würde zu weit führen – und wäre auch eine kleine Sommergeschichte -, wenn ich das in allen Einzelheiten aufschreiben würde, aber nur so kurz: Bei der Einreise baute sich hinter mir ein langer Stau auf, weil der erste Grenzer, der mit mir sprach, schnell auf Fußball zu sprechen kam. Und dann haben wir gelabert, gelabert und gelabert. Die ganze DDR-Oberliga haben wir durchgekaut. An der zweiten Grenzstation, 200 Meter weiter, war es dann aber nicht mehr ganz so nett, dann begannen nämlich die Schikanen. Aber das würde, wie gesagt, zu weit führen.
Vielen Dank an Alex für diese tolle Geschichte, und ich wünsche Euch nun viel Spaß beim Lesen:

Untersuchungshaft statt Volksparkstadion

Ich bin 67er Baujahr und wuchs in der ostdeutschen Provinzstadt Salzwedel (Altmark), direkt an der ehemaligen deutsch-deutschen Grenze auf. Es müssen Mitschüler gewesen sein, die Ende der 70er mein Interesse für Fußball weckten. Aus Lokalpatriotismus wählte ich den 1. FC Magdeburg als meinen ostdeutschen Favoriten. Zum HSV kam ich durch die erfolgreiche Indoktrination seitens unserer aus Hamburg stammenden und uns mehrmals im Jahr besuchenden ‚West’-Verwandten.

Meine Leidenschaft für die Bundesliga und den HSV konnte ich überwiegend nur mittels eines kleinen Radios befriedigen (heilige ARD-Konferenz). Mein Vater duldete keine Sportsendungen auf dem heimischen TV; zumindest durfte ich hin und wieder in den elterlichen Stuben von Freunden die Sportschau mit ansehen.

Meine erste bewusst verfolgte HSV-Saison war die von 79/80, die ja mit den jüngsten Spielzeiten gemein hatte, dass man kurz vor der Zielgeraden alles aus der Hand schenkte. Ich war erschüttert, als man am vorletzten Spieltag Tabellenführung und Meistertitel an die Bayern verlor. Tage danach vergoss ich sogar das erste (und ich glaube auch das einzige) Mal Tränen nach der Niederlage gegen Nottingham Forrest im Landesmeister-Pokalfinale, welches ich unter meiner Bettdecke am Mittelwellen-Empfänger verfolgte.

Diese leidenschaftliche ‚Fernbeziehung’ zum HSV sehe ich als Beweis des Phänomens, dass Dinge noch attraktiver und wichtiger für einen werden, wenn sie unerreichbar sind oder scheinen.

Über diesen sportlichen Kontext hinaus, traf dies für mich auch in einem größeren Zusammenhang zu. Als 14-jähriger reifte der Plan in mir, die DDR und somit auch Familie und Freunde zu verlassen. Heute will ich nicht mehr behaupten, dass dies in erster Linie politisch motiviert war.

Die Gründe, ausbrechen zu wollen, mögen eine Mischung gewesen sein aus provinzieller Eintönigkeit, dem Gefühl des Fehlens individueller Entfaltungsmöglichkeiten, einer großen Portion pubertären Rebellionsdranges und einer Prise Abenteurertum.

Nicht weniger diffus waren die Reize dessen, was ich zu finden glaubte, im vermeintlich güldenen Westen, in dessen Meer aus Blue Jeans, toller Musik, schnellen Autos und Wrigley’s Kaugummis, der HSV der Leuchtturm war, der mir bei meiner bevorstehenden „Reise“ die Richtung weisen sollte.
In den Sommerferien 1981, am Morgen des 5. Augustes ging es los, per Zug Richtung Tschechei, wo der Grenzübertritt stattfinden sollte. Schon am Abend saß ich dann leider in einer erzgebirgischen Verhörzelle…

Die Naivität der Fluchtplanung und -ausführung lässt sich auch an der einkalkulierten Zeit von gerade mal vier Tagen nachvollziehen. Ich wollte unbedingt pünktlich zum Saisonauftakt am Samstag, den 8. August in Hamburg eintreffen, um das erste Mal im Leben ein Spiel meines geliebten HSV live anzuschauen. Statt im Volksparkstadion saß ich dann eineinhalb Wochen in Chemnitz (damals noch Karl-Marx-Stadt) in U-Haft . . . Nicht nur wegen der objektiven Umstände eine Leidenszeit; denn vergeblich versuchte ich, das Spielergebnis in Erfahrung zu bringen. Durch das vergitterte Fenster bestand über die Mauer hinweg Sichtkontakt zur gegenüberliegenden Straßenseite. Mein flehentlich geflüstertes „Haaaallo! Wie ist Hamburg gegen Braunschweig ausgegangen?“ blieb von den wenigen Passanten unverstanden und unbeantwortet, jedoch nicht dem Anstaltspersonal verborgen. Ich bekam nun eine Zelle mit Hofblick.

Eine schlimmere Strafe stand mir aber noch bevor: Mein ganzer Stolz war eine übergroße, ausgeblichene Jeansjacke, die ich von einem West-Cousin geerbt hatte. Um angemessen zum Stadionbesuch zu erscheinen, hatte ich Tage zuvor mit einer alten Singer-Nähmaschine vollflächig die HSV-Lettern auf die Rückenpartie auf- bzw. eingenäht. Nun ‚durfte’ ich tagelang im Vorzimmer des Anstaltsleiters sitzen und mit einer Nagelschere die vielen Tausend Stiche wieder auftrennen. Jeder Schnitt war eine kleine Kastration!

Ende August wurde ich dann in meine Heimatstadt überstellt und erst einmal wieder freigelassen. Endlich hörte ich vom 4:2 Auftaktsieg gegen die Niedersachsen – ein kleiner Trost in schicksalsreichen Wochen. Allerdings: Mein damals empfundenes persönliches Pech wurde vom HSV durch die Eroberung der Meisterschale dann doch noch gesühnt! Und die folgenden Jahre sollten ja ähnlich erfolgreich werden.

Wegen meines noch jungen Alters blieb mir eine Gefängnisstrafe erspart. Aber das System wusste sich durch andere Repressalien nachhaltig zu rächen . . .

Bis heute blieb der HSV (m)ein Leuchtturm, auch wenn dieser leider zu oft und zu lang, schwach oder gar nicht leuchtete.

Seit 1986, in Ostberlin lebend, kann ich Stadionbesuche eher selten einrichten, schaue mir aber jedes HSV-Spiel in hiesigen Sportsbars an – meist in der Hamburg-Hochburg „Avalance“.

Zuletzt noch ein Dank an Dieter für die Realisierung des Blogs und an die Matz-ab-Gemeinde. Seit dem Bestehen lese ich täglich mindestens eine Stunde eure Beiträge, die oft sehr informativ, nicht selten auch sehr lustig und in jedem Fall identitätsstiftend sind.

Schwarz-weiß-blaue Grüße
Alex Carstensson

14.16 Uhr

Jetzt wird Tasci gehandelt

23. Juni 2010

Kein Michael Ballack? Kein Ibrahim Afellay? Kein sonstwer? Doch! Das neueste Gerücht um den HSV: Serdar Tasci vom VfB Stuttgart steht nun auf dem Wunschzettel von Trainer Armin Veh. Der 23-jährige Nationalspieler hat zwar noch einen Vertrag bis 2014 mit den Schwaben, aber er hatte in diesem Jahr bereits einige Male signalisiert, dass er sich vorstellen könne, demnächst für einen anderen Verein zu spielen. Und da Afellay den HSV immer noch hinhält, und der Fall Ballack wahrscheinlich keinen guten Ausgang für den HSV nehmen wird, wäre Tasci schon eine gute Nummer. Allerdings: Der Mann wird im Moment auf zehn Millionen Euro taxiert. Ob das so okay wäre?

Abwarten. Bei Ballack ist inzwischen wohl das Ende der finanziellen Fahnenstange für den HSV gekommen. Angeblich soll die Crew um Bernd Hoffmann bereit gewesen sein, zwölf Millionen für den Nati-Kapitän zu bezahlen, aber inzwischen soll sich dieses gesamte Paket nun schon auf 19 Millionen belaufen. Ich finde es da absolut okay, dass der HSV aus diesem Geschachere ausgestiegen ist – wenn es denn tatsächlich so ist, wie es das Gerücht besagt. Ballack ist ja ablösefrei, und dann für einen 33-Jährigen so viel Geld – das muss nicht sein.

Ich hatte kürzlich mit Lotto King Karl, der nicht nur ein Kult-Sänger, sondern sehr wohl auch ein großer und exzellenter Fußball-Experte ist (das solltet Ihr wissen!), über Michael Ballack unterhalten. Was spricht für den Chelsea-Profi, was gegen ihn? Lotto meinte, dass Ballack seine Spielweise total umgestellt hat, seit er auf der Insel spielt. Bei Chelsea hat Frank Lampard den offensiveren Part im Mittelfeld inne, Ballack räumt mehr in der Defensive ab und hat sein Spiel auf körperbetont und gelegentlich auch rustikal umgestellt. Früher glänzte er in der Offensive, ging in der Spitze auch dorthin, wo es wehtut, aber die letzten Spiele in der Nationalmannschaft hat er den Ball nur noch nach links oder nach recht verteilt. Zudem hatte Felix Magath einst über Ballack gesagt: „Der weltbeste Kopfballspieler aus dem Mittelfeld.“ Auch davon war zuletzt nicht mehr viel zu sehen. Deswegen bin ich gespannt, wie er sich dann demnächst wieder in der Bundesliga präsentieren wird.

Gespannt bin ich auch, wie e mit Rafinha und Schalke 04 weitergehen wird. Der Brasilianer erschien heute – fast erwartungsgemäß – nicht zum ersten Training seines Klubs. Ein Anzeichen dafür. Dass er doch zum HSV kommen könnte? Mit Felix Magath sprach ich vor dem Training, also vor dem Schwänzen Rafinhas. Ich wollte den aktuellen Stand wissen. Magath: „Es gibt keinen neuen Stand. Ich habe nichts vom HSV gehört, und ich habe nichts von Rafinha oder seinem Berater gehört.“ Heute gegen Mitternacht werde ich noch einmal mit dem Schalke-Trainer sprechen (weil er ja Abendblatt-Kolumnist ist), vielleicht gibt es dann ja etwas Neues.

Neu ist für den HSV, dass ein seiner Spieler (noch) jetzt auch WM-Spieler ist: Jerome Boateng. Ich habe auf die Begrüßung mit seinem Bruder Kevin Prince geachtet, das war so, als würden sich zwei Fremde die Hände schütteln. Was, so habe ich mich gefragt, wird der Vater von den beiden Knaben wohl gedacht haben? Ob es da mal ein klärendes Gespräch nach der WM geben wird? Ich als Papa würde es so schnell wie möglich anstrengen.

Kurz noch einmal zum Deutschland-Kick gegen Ghana. Ist ja alles schön und gut, wenn vor einem Schiedsrichter wie Carlos Simon gewarnt werden muss. Bis zur 44. Minute spielten dann auch alle 22 Akteure wie steril. Und als dann Thomas Müller einmal – ganz harmlos – grätschte: gleich Gelb! Die sollten doch besser Hallen-Halma spielen lassen, diese Herren der Fifa. Aber gut, wir haben im Moment andere Sorgen ich frage mich, wer soll das deutsche Tor schießen? Und wenn wir es schießen sollten, wird es dann reichen? Und wie lange wird es dann noch in dieser WM reichen? Nun gut, vielleicht wird es ja noch.

Übrigens: Weil heute so oft danach gefragt wurde. Die Internet-Adresse für die Matz-ab-Sommergschichten lautet:

Matz-ab@abendblatt.de

21.32 Uhr

Tante Käthes Sommergeschichte

23. Juni 2010

Die Tante hatte natürlich noch gefehlt. Die Tante Käthe natürlich. Heute wird die Reihe der Sommergeschichten fortgesetzt, und einer der fleißigsten “Matz-abber” hat seine Story rund um den HSV und die Raute für uns aufgeschrieben. Vielen Dank, Tante Käthe, es ist toll, dass Du uns damit verwöhnst. Ich wünsche nun allen viel Spaß beim Lesen:

“Geliebter Manni”

Wie bin ich zum HSV-Verrückten geworden? Ich weiß es ehrlich gesagt nicht! Es fing an 1974 an, bei und mit der WM natürlich. Ich war mit meinen Eltern am Flughafen, das haben wir früher öfters gemacht, raus auf die Terrasse und Flugzeuge gucken. Vor dem Eingang zum Flughafen hielt ein Bus. Es war der Bus der deutschen Fußball-Nationalmannschaft, und genau aus diesem Bus stiegen Kaiser Franz und sein Gefolge.

Mein Vater drückte mir noch schnell einen Zettel mit Kugelschreiber in die Hand und schubste mich gen Lichtgestalt. Dieser nahm von dem kleinen Buttje aber keinerlei Notiz – und so blieb ich ohne ein einziges Autogramm dort im Eingang stehen.

Das war bitter.

Es gibt Fotos von mir aus den 70-er Jahren, auf dem ich mit einem hellblauen Shirt mit den drei großen Buchstaben zu sehen bin, meine Haare wehten im Wind, den Ball hatte ich am linken Fuß. Ich war schon immer ein absoluter Fan von “Manni” Kaltz und seinen Bananenflanken, wie er die Stutzen trug, so lässig auf die Knöchel gerutscht. Als er dann später einen Vollbart trug, fand ich es aber doch sehr befremdlich.

Mein Vater schenkte mir dann später ein echtes Autogramm. Auf einer hellblauen Broschüre von der Airline PanAm hatte Günter Netzer, der neben meinem Vater im Flieger nach Berlin gesessen hatte, unterschrieben. Wer aber war Günter Netzer? Was sollte ich damit?

Mein Bolzplatz war in einer kleinen Wohnsiedlung in Hamburg-Farmsen. Der Platz hatte keine Tore und war eine Mischung aus Wildgras und Bauschutt. Zum Geburtstag bekam ich von meiner Mom gelb-schwarze Stutzen geschenkt. Und meine Oma hatte mir noch ein Paar in schwarz (?) selbst gestrickt, wobei anzumerken war, dass Omi in Rostock wohnte und nicht wusste, wie groß ich schon war.
Das sah „toll“ aus, hellblaues Shirt, rote kurze Hose und gelb-schwarze Stutzen. Das war mir aber so ziemlich egal, denn ich war ja klein Manni. Bis ich eines Tages – ohne Fremdeinwirkung – im Strafraum ausrutschte und sich ein drei Zentimeter großer roter Stein unter meine Haut des rechten Knies schob. Ich war verdutzt, denn es blutete gar nicht. Gehen ging auch nicht. Also „operierten“ wir den Stein mit Stöckern direkt ambulant auf dem Platz aus dem Knie.

Da ging die Sauerei erst richtig los, denn es blutete wie Sau. Ich humpelte nach Hause und meine Mom musste einmal mehr mit mir auf dem Gepäckträger ihres Fahrrades zum Hausarzt nach Rahlstedt fahren. Mir war das egal. Ich bekam eine Spritze gegen Tetanus und ein schönes Pflaster.

Meine Mutter ermunterte mich daraufhin , es doch einmal in einem richtigen Verein zu versuchen. Also erkundigte ich mich. Es gab zwei Vereine, die für mich in Frage kamen. Der SC Condor und der Farmsener Turn-Verein. Warum ich zum SC Condor ging weiß ich auch nicht mehr. Das Training fand auf Grand unter Flutlicht statt. Die Rasenplätze durften nur für Spiele der Liga-Mannschaft betreten werden. Es war bitter. Was war ich enttäuscht. Und ich war meinem Idol Manni Kaltz ferner denn je.

Es kam wie es kommen musste, zum Trainingsabschluss wurden Elfmeter geübt. Ich habe so dermaßen versagt, dass meine Fußballkarriere hier ein jähes Ende nahm. Ich hasste Fußball, ich hasste alle.

Daraufhin ging ich total frustriert nach Hause und verstecke mich im Kinderzimmer. Einige Zeit später wurde mit der Combay-Dance-Band feierlich die Eissporthalle in Farmsen eröffnet. HSV-Eishockey, wow! Schnelles Spiel (John Barnett), Kampf (Ossi) und hübsche Trikots mit ‚ner Nixe vom Asmussen Rum, das hatte es mir nun angetan. Ich wollte ab sofort HSV-Eishockeyspieler werden, da ich ja zum Elferschießen nicht geeignet war
Mein Problem war nur: Ich konnte gar nicht Schlittschuhlaufen. Und um beim großen HSV zu spielen, musste man zumindest das können. Ich ging also zu jedem HSV-Training, um zu lernen. Und ich sammelte dabei fleißig die Pucks auf, die über die Bande geflogen waren. So bekam ich eines Tages zum Dank einen alten Eishockeschläger von John Barnett geschenkt, einfach so (ich hätt’s aber auch umsonst gemacht!).

Jede freie Minute daddelte ich ab sofort mit dem Eishockeyschläger auf der Straße mit einem Tennisball herum. Bis die Kelle des Schlägers vom harten Straßenbelag auf nur noch einen Zentimeter abgefeilt war. Das Problem war, das die Saison mittlerweile zu Ende war und ich somit auch keinen Schläger mehr erhalten konnte. Welch ein Drama!

Über einen Freund kam ich zu Hansi Dreher, der neben dem aktiven Spiel für den HSV auch noch eine Werksvertretung für Schläger und Eishockeyausrüstung hatte. Ein Schläger kostete damals unheimlich viel Geld, ich bekam einen ganz neuen für 15 Mark (danke Hansi ). Dabei fragte er mich, wieso ich nicht im Verein spielen möchte. Ich sagte ihm ,dass ich gar nicht Schlittschuhlaufen könnte und mir nicht sicher bin, ob ich das kann.

Es lotste mich zum SC Condor, genau in den Verein, in dem ich die Elfmeter verschossen hatte – diesmal allerdings in die neue Abteilung Eishockey. Es dauerte ungefähr eine Saison, bis ich endlich die Fähigkeiten hatte, zu spielen. Nebenbei musste ich das Abendblatt austragen, um mir die Ausrüstung, natürlich bei Hansi, kaufen zu können. Wir haben dann viele Spiele gegen den HSV, Altona, Harsefeld, Adendorf, Timmendorf etc. gewonnen, und es hatte mir viel Spaß gemacht. Hamburger Meister, Norddeutscher Meister und mit einer Nordauswahl Deutscher Vizemeister standen zu Protokoll.

Nachdem ich regelmäßig in Bundesleistungszentum nach Füssen gereist bin, um auch im Sommer zu trainieren (1.EHC Hamburg), ging der Verein aber pleite und ich landete nach einigen Jahren endlich bei meinem HSV! Später sogar in der damaligen Zweiten Liga – ich durfte die Raute voller Stolz tragen, wenn auch nur für zwei Jahre . . . Und ich durfte immer mit der HSV-Altliga (die Fußballer!) trainieren, einer wahrhaft tollen Truppe um Klaus „Micky“ Neisner, Dieter Kottysch, Jürgen Roland und einigen ehemaligen Eishockeyspielern, denen ich früher immer zugejubelt hatte, einfach toll!

Es kam der Tag des Barkassenunglücks 1984 im Hamburger Hafen. Es gab ein Benefizspiel zugunsten der Hinterbliebenen und ich sollte meine Ausrüstung einem Prominenten zur Verfügung stellen. Es hieß entweder für Jan Fedder, oder auch für Felix Magath! Klar bekommen die meine Klamotten. Ich wurde flugs zum Schiedsrichter umfunktioniert und los ging es. Jan Fedder in Torwartklamotten hielt sich am Tor fest, aber wo war Felix Magath?

Alle sahen irgendwie gleich alt aus in den „MC Donalds”-Trikots. Meine Ausrüstung trug ein gewisser „Manni“ Kaltz. Unfassbar, ich war überglücklich. Ob er denn alles heil lassen würde? Nach dem Spiel gingen wir ins Blockhouse am Wandsbek Markt. Für uns wurde ein Raum abgetrennt und ich durfte am Tisch direkt neben meinem Idolen Manfred Kaltz, Felix Magath und Uli Stein sitzen. Wir aßen und tranken, ich als 16-Jähriger trank nur das Gift Cola. Und landete spät in der Nacht im Zwick in Pöseldorf – bei Wolle.

Das vergesse ich niemals!

Drei Jahre später saß ich ( neben Eiche?) im Berliner Olympiastation und sah das freche Tor von „Manni“ Kaltz gegen die Stuttgarter Kickers: Freistoß in die Torwartecke, cool! Der lauwarme Abend auf dem Kuhdamm, die Rückfahrt nach Hamburg im „Konvoi“ über die Transitstrecke mit wehendem HSV Schaal und wildem
Gehupe. Allerdings nur bis zum Grenzübergang. Dort ließen uns die Spaßverderber erst einmal zwei Stunden abkühlen. Aber egal.

Einen echten Auftritt sollte ich aber dennoch im Volksparkstation erhalten. Ich durfte beim Spiel gegen den VfB Stuttgart in der Halbzeitpause in voller Eishockeyausrüstung (danke Paul Karner) eine Runde auf Triskates (Vorgänger der Inliner) über die rote Tartanbahn stolpern. Die Westkurve bedankte sich auf ihre Art mit einer Bierdusche bei mir.

Fazit: Seit ich denken kann, seit gestern also, bin ich ein echter HSVer, der mit allen Fans feiert, der aber auch mit leidet. Und mit Euch leide ich am Liebsten, Ihr Matz-abber – ich hoffe die Geschichte gefällt Euch.

Ach ja, und ich nenne mich Tante Käthe, weil ich ein Fan von Rudi Völler war und bin.

Eure Tante Käthe

13.32 Uhr

Ballack ist immer noch möglich

22. Juni 2010

Der HSV hat immer noch keinen neuen Spieler. Und: Der HSV hat in der nächsten Saison auch keine internationalen Spiele. Aber: Der HSV hat ganz offensichtlich immer noch die besten Fans. Die können nicht nur vergessen und verzeihen, die Anhänger der Rothosen sind auch treu. Bereits jetzt sind nämlich schon 30 000 Dauerkarten verkauft worden. Das, obwohl Ballack, Kacar, Messi, Ronaldo und Co noch gar keinen Vertrag in Hamburg unterzeichnet haben. Nein, nein, halt, das war ein Scherz. Wahr ist aber: Bereits jetzt haben sich damit 95 Prozent der Saisonticket-Besitzer auch für die kommende Saison ihr Abo gesichert. Bis Montag haben die Mitglieder noch Zeit, eine Dauerkarte zu ordern, dann beginnt der freie Verkauf. Um kurz noch einmal darauf zurück zu kommen, dass der HSV noch immer keine Verstärkungen präsentieren konnte: Welcher andere Bundesliga-Klub kann das schon? Okay, die Schalker haben schon einige Neulinge, Werder wohl auch, aber dann ist auch schon Schluss. Vom FC Bayern, der das Training bereits aufgenommen hat, habe ich noch nichts gehört und gelesen. Aber, und das sollte einige Heißsporne unter uns beruhigen, auch kein Wort davon, ob sich die Münchner Fans eventuell schon Sorgen um die sportliche Zukunft des Klubs machen. Und überhaupt: Bei vielen Klubs fehlen doch auch noch die WM-Teilnehmer noch einige Wochen.

Also, ich kann es nur noch einmal wiederholen: keine Hektik. Ich weiß zudem, dass in der Führungsetage des HSV noch große Gelassenheit herrscht. Motto: Keine Panik, es wird schon noch. Das Feld scheint mir bestellt, geerntet wird dann wohl Anfang August. Spätestens. Wobei sich die Sache mit Stefan Reinartz, der von Bayer Leverkusen nach Hamburg wechseln sollte, wohl schon erledigt hat. „Da gibt es keine Chance für keinen anderen Klub. Ich stehe auf den Spieler, wir wollen ihn langfristig an uns binden“, sagte Bayer-Sportdirektor Rudi Völler der „Bild“. Das klingt nach endgültig.

Dagegen bleibt Schalkes Brasilianer Rafinha aber ein Thema für den HSV. Der Verteidiger wird an diesem Mittwoch zunächst beim Trainingsauftakt in Gelsenkirchen erwartet wird. Ihr habt es gelesen, was Felix Magath bei uns im „Abendblatt“ gesagt hat: „Falsch ist, dass wir Rafinha los werden wollen, richtig ist, dass wir ihn abgeben würden.“

Und da es von Eurer Seite aus auch Erkundigungen im „Fall Ballack“ gab, sei gesagt, dass nach wie vor alles möglich ist. Die Deutsche Presse-Agentur meldete heute: Gute Chancen auf eine Verpflichtung hat Ballacks früherer Klub Bayer Leverkusen. Das klingt nun noch nicht unbedingt nach einem Wechsel zum HSV, aber der Ballack-Berater schaltete sich auch ein. „Der finanzielle Aspekt spielt diesmal nur eine untergeordnete Rolle“, sagte Ballacks Manager Michael Becker, der aber auch gleich anfügt: „Dass der finanzielle Aspekt nur eine untergeordnete Rolle spielt, heißt aber nicht, dass er gar keine Rolle mehr spielt.“ Neben Leverkusen haben auch der VfL Wolfsburg und HSV Angebote für den 33-jährigen Kapitän der Nationalmannschaft abgegeben. Letztere Vereine gelten im Vergleich mit Leverkusen bei einem Ballack-Transfer als finanzkräftiger.
Nach Informationen des „Express“ beläuft sich das Angebot der Rheinländer auf zwölf Millionen Euro für zwei Jahre. Der VW-Klub Wolfsburg soll deutlich mehr geboten haben. „Unsere Zahlen kommen nicht an die vom HSV oder Wolfsburg heran, aber vielleicht sind für Michael ja andere Dinge wichtiger“, wird Bayer-Geschäftsführer Wolfgang Holzhäuser zitiert. Auch der FC Sevilla und Tottenham Hotspur sollen ihre Fühler nach dem ehemaligen Chelsea-Profi Ballack ausgestreckt haben. „Zum jetzigen Zeitpunkt kann ich nichts ausschließen, aber Deutschland ist realistisch“, sagt Michael Becker.

Kommen wir zur WM. Dass die Franzosen nach Hause fahren (oder irgendwo hin, wo sie nicht erkannt werden), ist schon ein Hammer, aber so wie die sich in Südafrika präsentiert haben, ist es nur logisch. Ich halte es ja nach wie vor für einen riesigen Fehler, dass Trainer Raymond Domenech noch dabei sein durfte, obwohl bereits seit vielen Wochen feststeht, dass er nach dem Turnier von Laurent Blanc abgelöst werden wird. Eine solche total unübliche Konstellation wird von abgezockten Profis eiskalt ausgenutzt, zumal dann, wenn diese ganze Truppe nie auch nur annähernd als eine Einheit auftrat und dazu ganz erschütternden Fußball spielte. Schade, schade ist es nur um die Iren, die durch die Hand von Henry um diese WM betrogen wurden.

Zum deutschen Spiel am Mittwoch gegen Ghana. Die Partie gegen die Black Stars um Kevin Prince Boateng muss Deutschland gewinnen. Dass mit Bastian Schweinsteiger, Mesut Özil, Sami Khedira, Philipp Lahm und Cacau gleich fünf Spieler bei einer weiteren gelben Karte gesperrt sind, macht die Sache nicht unbedingt leichter. Und auch der brasilianische Referee Carlos Simon, der das Spiel leiten wird, treibt einigen Deutschen doch die eine oder andere Sorgenfalte auf die Stirn. Der Brasilianer ist in seiner Heimat umstritten: Wegen Manipulationsverdachts wurde der Unparteiische 2009 in seinem Land für sechs Wochen gesperrt. Zudem gibt es eine DVD mit Simons Fehlentscheidungen, die der Erstliga-Klub Flamengo Rio de Janeiro 2008 an die Fifa schickte. Der Welt-Fußballverband nominierte den pfeifenden Journalisten trotz allem.

Deutschland machte auch schon so seine Erfahrungen mit Carlos Simon. Bei der WM 2006 leitete der Brasilianer das Achtelfinale gegen Schweden, das die DFB-Auswahl mit 2:0 gewann.

Bundestrainer Joachim Löw sagte zu den bisherigen Leistungen der Unparteiischen bei dieser WM: „Sie zücken sehr schnell Gelbe Karten. Da wäre wirklich etwas mehr Zurückhaltung geboten. Bei schweren Fouls werden dagegen manchmal gar keine Karten gezeigt.“ So ist es. Zum Beispiel im Spiel Brasilien gegen die Elfenbeinküste: Schiedsrichter Lannoy aus Frankreich stand etwa fünf Meter daneben, als Tiote (Elfenbeinküste) dem Brasilianer Elano ganz böse mit gestrecktem Bein gegen das Scheinbein trat, aber es gab nicht einmal einen Pfiff. Elano hatte riesiges Glück, dass sein Scheinbein nur geprellt und nicht gebrochen war.

De Kritik an den Unparteiischen nimmt zu. Auch von Experten, die einst selbst Schiedsrichter waren. Für mich ist es unverständlich, wieso die „Schwarzkittel“ eine erste Woche lang recht gut pfiffen, dann aber ihre Linie verloren. Dazu muss man wissen: Alle Schiedsrichter, die für diese WM auf der Nominierungsleiste standen, die mussten sich seit zwei Jahren (!) auf dieses Turnier vorbereiten. Seit zwei Jahren. Sie mussten trainieren und wurden dabei von am Körper haftenden Computern, die jede Bewegung festhielten, stets und ständig überwacht. Auf diese Art und Weise wurde auch der deutsche Schiedsrichter Wolfgang Stark aus Landshut „gefoltert“. Einige werden sich von Euch zudem erinnern: Stark durfte in dieser Zeit, in diesen zwei Jahren, kein Interview in Sachen WM geben, auch keine Auskünfte über sein Trainingspensum.

Ich sage es ganz ehrlich, ich sage es auch extra hart: Die spinnen, die Herren der Fifa. Die wollen immer alles hundertprozentig machen, aber die wichtigste Sache vergessen sie – oder sie übersehen sie einfach: Es kann doch nicht angehen, dass dieser spanische Schiedsrichter Undiano bei der Partie Deutschland gegen Serbien nach jedem Zweikampf eine Gelbe Karte zückt, und dass auf der anderen Seite solche üblen Tritte wie der von Tiote nicht einmal geahndet werden. Da stimmt die Verhältnismäßigkeit nicht, ihr Herren der Fifa – und genau daran sollte nicht nur gearbeitet werden, sondern daran muss gearbeitet werden. Damit uns allen nicht der Spaß an diesem Sport genommen wird.

Apropos Fifa: Ihr erinnert Euch sicher noch. Da gab es vor einigen Tagen den Streit um die vermeintliche Schleichwerbung, die einigen niederländischen Damen unterstellt worden war. Die zwei verhafteten Holländerinnen wurden nun wieder auf freie Füße gesetzt, die Klage gegen sie fallen gelassen. Sie gehörten einer Gruppe von 36 Frauen an, die den Fifa-Ordnern beim Spiel Niederlande gegen Dänemark dadurch aufgefallen waren, dass an ihren Miniröcken die Werbung der niederländischen Bavaria-Brauerei prangte. Diese Bier-Sorte aber gehört, so das Pech der blonden Damen, nicht zu den offiziellen WM-Sponsoren. Die Fifa erklärte nun, es habe eine außergerichtliche Einigung zwischen ihr und der Brauerei gegeben.

Mit dem eventuell nun eingenommenen Geld (der Brauerei) sollte die Fifa den Schiedsrichtern nun sofort ein paar Brillen spendieren, damit die 23. Männer endlich besser unterscheiden können, was bösartig und was im Eifer des Gefechts und damit unabsichtlich passiert.

Zum Schluss noch etwas in eigener Sache. HK Hans gab einmal mehr den Denkanstoß dazu, er ist der “Erfinder” der wunderschönen Sommergeschichten. Nur mal so am Rande: Früher hat es zu 95 Prozent auch nur einen Bericht pro Tag von mir gegeben, aber eben keine Sommergeschichte dazu. Wir alle sollten es genießen – ich genieße ganz besonders. Aber, zurück zu HK Hans, er fragte mich, was eigentlich mit unseren Damen und mit unseren Jünglingen sei? Keine Lust? Keinen Mut? Nie etwas mit Eurem HSV erlebt? Es wäre wirklich ganz hervorragend, wenn Ihr Matz-ab-Frauen und Ihr Matz-ab-Jünglinge Euch auch einmal aufraffen könntet, noch die eine oder andere Sommergeschichte zu schreiben. Dann wäre das wirklich eine ganz, ganz runde Sache. Also: traut Euch! Ich helfe Euch auch dabei, das ist kein Problem.

21.36 Uhr

Und wieder drei Sommergeschichten

22. Juni 2010

Die Sommergeschichten nehmen kein Ende. Und das ist auch gut so. An diesem Dienstag gibt es wieder einmal eine Dreier-Serie. Kurios dabei: Die erste Geschichte, die uns Jörg M. geschrieben hat, könnte die meine sein. Sein erstes HSV-Spiel live sah er am Rothenbaum, es war am 5. August 1959, ein sensationeller 9:1-Sieg im Halbfinale des Nordpokals über Werder Bremen. Ein unvergessliches Erlebnis, wer zum ersten Mal dabei war, der musste ganz einfach ein HSV-Fan werden. Und los geht es:

1:0 für den HSV, Torschütze Kaltz

Als geborener Eutiner und langjähriger Malenter habe ich die Last zu tragen, dass ich als Jugendlicher, nachdem sich ein Mann meine Mutter geangelt hatte, zu den Schwaben verschleppt wurde. Man hat mich dort aber nicht „bekehren“ können. Ich habe 1959, im zarten Alter von sieben Jahren, mein erstes HSV-Spiel sehen dürfen, mein Onkel hatte mich mit an den Rothenbaum geschleppt. Ich war infiziert. Wenn ich mich recht erinnere, haben wir Bremen 9:1 weggebügelt.

Die Zeit ging ins Land, tapfer hielt ich die HSV-Fahne hoch, alle meine Kumpels waren VfB-Anhänger, wir verstanden uns trotzdem gut. Zwischenzeitlich hatte ich einen Landsmann kennengelernt, genannt Husumer, unsere Mädels wurden zu HSV-Fans verurteilt, so hatten wir einen 4-köpfigen Fan-Club. In einer schicksalsträchtigen, sehr feucht-fröhlichen Nacht im Jahre 1977, der VfB Stuttgart war wieder aufgestiegen, muss ich wohl zugestimmt haben, mich den Dauerkartenkäufern für die Haupttribüne anzuschließen. Das erste Spiel gegen Bayern endete 3:3, der VfB spielte wunderbaren Fußball.

Vier Wochen später kam mein HSV, an einem Mittwoch. Wir waren durch ein Paket aus dem Rudi-Kargus-Sportshop, der damals in der Hoheluftchaussee existierte, neu ausgestattet und freuten uns auf das Spiel. Angesagt, beziehungsweise zugesagt, hatten noch einige Kumpels aus nah und fern. Mir wurde das Besorgen der Karten aufgetragen. Durchgezählt, Karten gekauft. Meine Dauerkarte hatte ich für dieses Spiel „vermietet“, logisch. Der Mittwoch kam, Treffpunkt 12 Uhr in meiner Stammkneipe, abends Richtung Stadion. Bereits 100 Meter vor dem Stadion war die Mercedesstraße in Durchlassschleusen abgesperrt. 70 000 Zuschauer! Natürlich hatten wir „verhockt“, so dass wir gerade mal eine Viertelstunde vor Spielbeginn an diesem Durchlass waren.

Also Karten verteilt, eins, zwei, drei, vier, bis 26. Jeder stürmte auf einen der Durchlässe zu. Plötzlich blieb mir das Herz stehen, wo war meine Karte? Ich hatte alle anderen durchgezählt, nur mich selbst vergessen. Jetzt stand ich da wie ein Trottel, alle anderen waren weg. Die Zeit verging wie im Flug und es war Spielbeginn und ich stand draußen. Bäche liefen mir den Körper runter vor Adrenalin und aus den Augen vor Wut über mich selbst. Wie ein Tiger im Käfig lief ich auf und ab. Nach wenigen Minuten verhaltener Jubel und ich hörte die Durchsage: 1:0 für den HSV, Torschütze Kaltz.

Wie sollte ich nur das Stadion stürmen? Ich überlegte und überlegte. Einen Ordner bestechen! Ich ging die einzelnen Durchlässe entlang, die immer noch nicht aufgelöst waren, und schaute mir jeden Ordner an. Alles ältere Herren mit sehr wichtigem Gesichtsausdruck, hoffnungslos. Nur der letzte auf der anderen Straßenseite war noch relativ jung. Den nehme ich. Ich also hin in voller Montur, ’nen norddeutschen Slang rein und meine Geschichte erzählt, weite Anfahrt und dann noch falsch gezählt: „Du kriegst 50 Mark, wenn du mich rein lässt.“ Er legt den Kopf etwas schrägt und sagt: „Dich kenn ich.“

Der Blitz schlug mir ins Hirn. „Du bist Discjockey da und da und spielst da und da Fußball.“ Mist, die ganze Story geplatzt. Plötzlich fängt er an zu grinsen und sagt: „Na, dann komm, das kriegen wir schon hin.” Insgesamt an drei Kontrollstellen mussten wir vorbei bis zum letzten Zugang zu unserem Block. Das geht klar, war jedes Mal sein Kommentar zu den Kontrolleuren.

Das angebotene Geld lehnte er aber mit Nachdruck ab. So war ich nach einer halben Stunde doch bei meinen anderen. Immer noch 1:0 für uns. Etwa eine Viertelstunde vor Schluss fiel der Ausgleich durch einen gewissen Herrn Hoeness, die Stimmung war wieder im Keller. Doch der Fußballgott war an diesem Tag auf meiner Seite, denn wenige Minuten vor Schluss trieb sich ein Herr Hitzfeld im eigenen Strafraum rum und plötzlich war die Kugel drin, zu unserem Sieg. Von diesem Tag an war Ottmar Hitzfeld einer meiner Lieblingsspieler. Den Ordner aber habe ich leider nie wieder gesehen, ich hätte ihm gerne mal einen ausgegeben. Vielleicht jedoch liest er ja bei „Matz ab“ mit und erinnert er sich auch noch an den Verrückten aus dem Jahr 1977.

Nun folgt die zweite Geschichte, die ein wenig mit dem Wort Verzweiflung umgeben ist:

Hallo Herr Matz,
ich habe Ihnen schon eine Sommergeschichte geschickt, doch leider an eine andere Adresse. Mir wurde zwar zugesichert, dass die Geschichte weiter geleitet wird, aber man weiß ja nie.
Zur Sicherheit schicke ich sie deswegen noch mal an diese Adresse.
Beste Grüße und weiter so, Zé Norberto

Ich bin kein Bremer

Mann an Mann quetschten wir uns in den viel zu kleinen Eingang eines viel zu kleinen Stadionklos in der Nordkurve. Es war so eng, dass mir zeitweise die Luft wegblieb. Die Stimmung war trotzdem bestens: Wir fieberten dem UEFA-Cup Halbfinal-Rückspiel gegen Werder entgegen. Das Hinspiel in Bremen hatte der HSV gewonnen und es waren noch zehn Minuten bis zum Anpfiff. Alles perfekt.
Aber ich musste wirklich wahnsinnig dringend pinkeln. So dringend, dass es schon richtig wehtat. Da bei internationalen Spielen kein Alkohol ausgeschenkt wird, sind die zwei Stunden vor Spielbeginn ausschließlich dem Trinken von Bier gewidmet. Die direkte Folge der Uefa-Regelung waren daher drei Bier zuhause, eins in der S-Bahn, zwei auf dem Weg ins Stadion, eins vor dem Stadion. Und dann noch eins bevor man reingeht. Sobald man drin ist: ab zur Toilette.

Dort schob ich mich also in quälender Langsamkeit weiter voran. Mittlerweile musste ich meine Knie zusammen drücken, um nicht aufgrund des Dranges ohnmächtig zu werden. Ich hatte nur einen Gedanken, kannte nur ein Ziel, wollte nur und ausschließlich Wasser lassen. Doch vorher passierte etwas völlig anderes.

Jemand nutzte eine Pause, die sich zwischen die viel beachteten Werder-Witze geschlichen hatte, um voller Inbrunst zu schreien: „Wer nicht hüpft, der ist ein Bremer! Hey! Hey!”

Was anschließend losbrach, kann man nur mit einer Stampede vergleichen. Der Moment, in dem eine Herde Wildtiere in Panik gerät und alles um sich herum dem Erdboden gleichmacht. Das ganze Klo hüpfte und schrie mit. Schrie mit und hüpfte. Hüpfte und schrie mit. Ich natürlich auch. Minutenlang. Alles andere war unwichtig. Wirklich alles.

Doch in den bierkehligen Männerchor mischten sich Misstöne. Verzweifelte, flehende Schreie. Ich versuchte mir einen Überblick zu verschaffen. Normalerweise muss man in einer Menschenmenge nur kurz hochspringen, um sich zu orientieren. Doch in einer Menschenmenge, die ebenfalls gerade kurz hochspringt, ist das schwierig.

So hüpfte und schrie ich noch eine Weile weiter, bis plötzlich einige Männer vor mir zur Seite stolperten. In der entstehenden Lücke tauchte die erlösende Rinne auf. Davor stand eine klägliche Gestalt: einer derjenigen, die sich gerade erleichterten, als der Mob zu toben begann. Nie habe ich in ein verzweifelteres Gesicht geblickt. Und ich konnte hören, was dieser arme Mann uns hysterisch zu verstehen geben wollte: „Ich kann gerade nicht hüpfen, aber ich bin kein Bremer!“

Nun die Geschichte Nummer drei.

Hallo, ich schreibe zwar so gut wie keine Kommentare, lese aber jeden Tag fleißig mit.
Habe zwar grad keine HSV-Geschichte, aber eine kleine Geschichte zu einem Live-Spiel.

Live Feeling

Von Langbein

Passend zur WM möchte ich eine kleine Geschichte erzählen.
Passiert vor zwei Jahren. Deutschland spielt eine solide EM und steht im Viertelfinale gegen Portugal. Ich stellte mich auf einen schönen Abend vorm Fernseher ein. Zwei Tage noch, dann wollten wir ins Halbfinale einziehen. Wir hatten Urlaub, kamen gerade aus Wien vom Spiel Österreich gegen Polen zurück, saßen nun mittags vorm Fernseher. Punkt 12. Und dann war es soweit. Beim Gewinnspiel des TV-Senders kamen wir durch ins Studio und gewannen zwe Karten für das Spiel – inklusive Taschengeld – leider reichte es nicht für den Jackpot, Die Frage war die: Wie alt war Christiano Ronaldo bei der EM 2004?. Das wussten wir, gewonnen und los: Flugs wurde ein Zug nach Basel gebucht – das einzige was man so kurz vorm Spiel noch bekommen konnte.

Die Fahrt war herrlich, je südlicher wir kamen, desto schwarz-rot-goldener wurde der Zug. Die Vorfreude wuchs. Nach langer Odyssee kamen wir in unserem Hotel in der Nähe von Basel an. Mit mehreren Gewinnern warteten wir lange Zeit auf RTL, die noch ein Film von den Gewinnern drehen wollten. Dadurch zog sich alles hin. Dann mussten wir gespielte Szenen nachstellen (Ankunft, Vorfreude usw.), saßen dann aber endlich im Bus. Je näher wir Basel kamen, desto aufgeregter wurden wir. Doch die Zeit verging wie im Flug. Nur noch 45 Minuten bis zum Anstoß.

Doch schon die Ankunft sollte uns entschädigen. Neben uns hielt der Bus der deutschen Spielerfrauen. Ein toller, ein atemberaubender Anblick! Wir liefen zum Stadion und trafen noch ein paar Altgediegene. Ein Interview mit Mattias Sammer war auch noch im RTL-Programm angedacht. Ein paar Fragen, jubeln für die Kamera und dann durften wir endlich ins Stadion. Kurze Randnotiz: Die ganze Show wurde von dem Schnellrestaurant mit dem Goldenen Bogen gesponsert – die hatten da vor Ort noch einen Mitarbeiter, der mindestens 50 Karten noch zehn Minuten vorm Spiel in der Hand hatte und nicht weggeben durfte. So viel zum Thema alles für die Fans.

Die Stimmung im Stadion war großartig. Wir saßen auf Top-Plätzen, so nah war ich noch nie an den Stars. Und das Deutschland gewonnen hat, machte den Abend perfekt.

Nach dem Spiel hatten wir mal wieder ein RTL-Erlebnis, durften dann in der Uefa-Club-Zone noch feiern und ließen dieses tolle Erlebnis dann ausklingen. Jetzt sehe ich diese WM voller Freude, denke aber, dass es für einen Karten-Gewinn für Südafrika wohl zu spät ist..

15.09 Uhr

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