Tagesarchiv für den 18. März 2010

Dramatischer geht es nicht!

18. März 2010

Wow! Was für ein Fußballspiel! Das kostete Nerven, das war eine einzige Zitterei, das war ein sensationeller Kick, das waren Höhen und Tiefen, Harakiri-Fußball, das war hurra, einfach unglaublich und sensationell! Der HSV verliert beim RSC Anderlecht zwar mit 3:4, aber dank des 3:1-Sieges im Hinspiel ist doch das Viertelfinale in der Europa League erreicht. Tief durchatmen! Und dann dieses 3:4 sacken lassen. Nicht meckern, nicht mosern, nicht hadern, der HSV hat es geschafft! Er ist weiter im internationalen Geschäft, er darf weiter vom EL-Finale am 12. Mai in Hamburg träumen. Wir alle dürfen träumen! Auch wenn es in den nächsten Minuten noch ein wenig schwer fallen dürfte, denn die Anspannung kann doch noch gar nicht gewichen sein. Wahnsinn pur, diese 90 belgischen Minuten. Und trotz der Niederlage: Glückwunsch, HSV!

Mut hat er ja, der Bruno Labbadia. Bringt er Tunay Torun. Alle Achtung, dieser Trainer hat Courage. Wenn schon nicht Eljero Elia, dann doch Piotr Trochowski, aber denkste! Labbadia bringt Torun. Weil der dynamisch nach vorne spielen kann, und weil er gut nach hinten arbeitet. Letzteres stimmt tatsächlich, denn der kleine Türke tauchte sogar an der „eigenen“ Eckfahne auf, um dort zu klären.

Dass Ruud van Nistelrooy erneut von Beginn an in der Startelf stand, war keine große Überraschung, denn der Niederländer flößte den Belgiern allein durch seine Anwesenheit gehörigen Respekt ein, und Labbadia hatte einen Vorteil auf seiner Seite: Lassen bei van Nistelrooy die Kräfte nach, kann er ihn vom Platz nehmen. Bringt der Coach aber van Nistelrooy als Einwechselspieler, dann weiß niemand, ob die Kräfte des Torjägers dann auch tatsächlich bis zum Schlusspfiff reichen. Also alles richtig gemacht, Bruno Labbadia!

In der Viererkette gab es gegenüber dem 2:4 von Leverkusen zwei Umstellungen: Tomas Rincon, zuletzt gesperrt, kam für den formschwachen Guy Demel, und links ersetzte Jerome Boateng den an der Leiste verletzten Dennis Aogo.

Und dann dieser Start um 21.05 Uhr. Anderlecht begann mit einem unglaublichen Wirbel – in den ersten zwei Minuten. Es durfte gezittert werden. Doch dieser Sturmlauf wurde vom HSV schnell unter Kontrolle gebracht. Im so gefürchteten Hexenkessel von Anderlecht wurde es zunehmend ruhiger, denn der HSV ließ den Ball und den Gegner laufen. Das sah großartig aus, das wirkte abgeklärt, souverän, ruhig – das war klasse. Und das auf diesem Acker! Beim HSV wurde nicht nur an den Vorwärtsgang gedacht, es wurde mit Bedacht gespielt, es wurden die Räume gut zugestellt, und es wurde bei Ballverlust blitzartig umgeschaltet, um ja keine Lücken entstehen zu lassen. Das klappte bis kurz vor dem Halbzeitpfiff auch hervorragend. Die gesamte Mannschaft legte eine hohe Laufbereitschaft an den Tag, alle Spieler gingen weite Wege, jeder war ganz offenbar dazu bereit, sich zu quälen.

Dazu hatten die beiden „Sechser“, David Jarolim und Ze Roberto, fast alles im Griff. Der Brasilianer wirkte frischer und unternehmungslustiger als zuletzt, jedenfalls in den ersten 20, 25 Minuten. Dann ließ er etwas nach – ohne allerdings so krass abzufallen als zuletzt. Und gegen Ende der Partie konnte er sogar wieder etwas zulegen, das war fast ein kleines Wunder.

In der Viererkette ließ in Halbzeit eins (aber nur da!) Rincon auf seiner rechten Seite kaum etwas anbrennen. Links spielte Boateng mit Licht und Schatten gegen den gefährlichen Suarez, und in der Mitte räumten David Rozehnal und Joris Mathijsen konzentriert auf und ab. Rozehnal offenbarte dabei zwar wieder einmal seinen unglaublichen Hang zu Fehlpässen, aber dafür bewies er in der Defensive, dass er längst viel, viel zuverlässiger geworden ist als noch zu Beginn seiner Zeit beim HSV. Was Rozehnal erahnte, was er klärte (teilweise enorm rustikal, aber effektiv), was er abblockte, das sah super aus, da können auch die Fehlpässe nichts an einer hervorragenden Benotung ändern.

Im Angriff bewegten sich Mladen Petric und Ruud van Nistelrooy viel, aber beide fanden sich selten einmal. Von Harmonie ist zwischen den beiden Torjägern noch nicht viel zu erkennen, aber das kann ja noch werden. Wobei „Van the man“ für mich noch einen Tick egoistischer wirkt, Aber, auch das sei erwähnt, noch lange, lange nicht in Bestform. Oder anders gesagt: Da fehlt noch so viel, das sind für mich gerade mal 70 Prozent, die van Nistelrooy abrufen kann. Aber wie sagt es Bruno Labbadia immer so schön? „Jede Spielminute bringt ihn nach vorn.“ Ihn und den HSV.

Und wie toll sah es aus, als dieser HSV dann 1:0 führte! Boateng hatte von links mit rechts geschossen (42.), ein herrliches Tor, ein wichtiger Treffer – dieses Tor war das Viertelfinale! Eigentlich.

Dann folgten vier chaotische Minuten, die es in sich hatten! Erst wird hinten links die Flanke nicht verhindert (Boateng!), und in der Mitte lädt die HSV-Defensive die Belgier wieder einmal zum „Tag der offenen Tür“ ein. Gegen Lukaku stand (nur noch) Tomas Rincon auf verlorenem Posten. Und als wäre es nicht genug mit diesem 1:1 gewesen – Boateng foult Suarez, Strafstoß. Was für ein dämliches Foul! Wie kann ein Nationalspieler in einer solchen Situation so ungeschickt zu Werke gehen? Das war ja Wahnsinn. Schon in der C-Jugend (spätestens!) wird jedem Abwehrspieler gelehrt: Gegenspieler stellen, nicht umtreten! Unglaublich, das Boateng alles das vergisst, was er doch längst kann. Diese Dummheit wurde mit dem 2:1 für Anderlecht bestraft. Es durfte wieder gezittert werden, obwohl der HSV vorher eindeutig Chef im Ring gewesen war. So wird ein Gegner, der eigentlich schon weg vom Fenster war, wieder aufgebaut!

Und dann diese zweite Halbzeit! Unfassbar. Erst das 2:2 in der 54. Minute. Petric bedient Marcell Jansen, der schießt ein. Wieder einmal Jansen! Großartig, der Linksfuß ist mit Geld ja gar nicht zu bezahlen. Jansen ist super, und ich lege mich fest: Mit diesem Tor hat er sich, falls nicht noch eine Verletzung dazwischen kommt, nach Südafrika geschossen. Nie war Marcell Jansen so wertvoll wie heute.

Die Entscheidung war das aber noch lange nicht. Denn dann folgten die drolligen 20 Minuten der Hamburger Defensive. Defensive? Ein Hühnerhaufen! Es ging wieder einmal drunter und drüber. 3:2, 4:2 für Anderlecht. Erst wurden Jarolim und Rincon hinten rechts Knoten in die Beine gespielt, wobei besonders der Südamerikaner offenbarte, dass ihm das spezielle Denken eines Rechtsverteidigers eigentlich völlig abgeht. Das war Rincon als Brummkreißel. Und beim vierten RSC-Tor sah erst Mathijsen (gegen Lukaku) ganz schlecht aus, und dann auch Frank Rost (sein einziger Fehler), der dem Ball, der von der Torauslinie zur Mitte gespielt wurde, nicht entgegen ging (hechtete). Da brannte im Hexenkessel dann doch wieder die Luft – was für ein Wahnsinnsspiel!

Das Aus drohte. Bis zur 75. Minute. Dann behauptete sich Jarolim, der überall zu finden war, am RSC-Strafraum und passte die Kugel mustergültig auf Petric. Und der hatte endlich einmal wieder das Glück auf seiner Seite. Das 3:4 war der Endstand, der HSV war damit im Viertelfinale. Schlusskommentar der überglücklich neben mir sitzenden Frau M: „Für Mladen Petric freut mich das ganz, ganz besonders, der hatte zuletzt so oft Pech mit seinen Schüssen – einfach traumhaft für ihn und uns, dass er dieses wichtige Tor gemacht hat.“

23.12 Uhr

Kleines belgisches Nähkästchen

18. März 2010

Belgische Zeiten für den HSV. Davon hat es in der Historie nicht viele gegeben. Gent, Brügge und Anderlecht sind die Vereinsnamen, mit denen es Hamburg bislang zu tun bekommen hat – nicht viel. Auch meine Berührungspunkte mit Belgien sind eher rar. Da gab es die aus deutscher Sicht total misslungene Europameisterschaft 2000, nicht der Rede wert. Und meine erste belgische Erfahrung hatte ich mit Ernst Happel. Den hatte Manager Günter Netzer im Sommer 1981 aus Brügge zum HSV geholt – welch ein Glücksgriff!

Um die Zeit bis zum so späten Anpfiff ein bisschen zu überbrücken, streue ich schnell dieses ganz kleine belgische Nähkästchen ein und beginne mal mit Ernst Happel, der ja ein großer Name für Hamburg und den HSVgeworden ist. Ich erinnere nicht mehr den Tag, an das genaue Datum, an dem Happel zum ersten Mal ein Training in Ochsenzoll leitete. Jetzt ziehe ich schnell mal den Vergleich zu Ruud van Nistelrooy. Bei ihm gab es kürzlich den wohl größten Medienrummel, den je eine Neuerwerbung des HSV ausgelöst hat. Nur bei Happel damals war es ähnlich. Es war für mich die Hölle. Ich sollte an ihn ran, ich hatte den Auftrag der Chefredaktion, ein Interview mit dem Wiener zu führen, aber ich war damals, als Neuling unter den vielen arrivierten Journalisten, absolut chancenlos. Alle drängelten sich an Happel ran, alle hatten größere Zeitungen hinter sich, oder sie kamen von Funk und Fernsehen.

Da ich aber nicht ohne Interview in die Redaktion zurückkehren wollte, entwickelte ich irgendwann bei diesem bunten Treiben eine andere Strategie. Ich gab auf. Äußerlich jedenfalls. Und wartete heimlich bis nach dem Training. Auf dem Parkplatz vor dem HSV-Restaurant Lindenhof hatte ich schon bei meiner Ankunft einen silbergrauen Mercedes gesehen – mit belgischem Kennzeichen. Ich parkte mein Auto neben Happels, und als der Trainer nach getaner Arbeit endlich ein seine Nobelkarosse einstieg, fuhr ich hinter ihm her. Ich wusste nicht, wohin. Ich wusste nicht, wo Happel wohnte, aber ich fuhr stur hinter ihm her. Und ich war allein. Das hatte keiner gemacht. Die Reise endete in Henstedt-Ulzburg. Genau in der Straße Fischers Privatweg. Als Happel aus seinem Auto stieg, stand ich neben der Tür – mitten auf dem Grundstück.

Er lächelte gequält. Sah meinen Fotoapparat. Und ich schilderte ihm meine Nöte: Interview, keine Chance an ihn heranzukommen – er lächelte erneut und sagte nur kurz: „Na gut, machen’s schnell.“ Ich knipste ein, zwei Fotos (gegen die Sonne, ich weiß es wie heute), ich stellte einige Fragen – und verschwand danach blitzartig. Bevor er es sich anders hätte überlegen können. So hatte ich ein Exklusiv-Interview mit Happel an seinem ersten Hamburger Tag. Mein Vorteil war da noch, dass Happel noch keinen Hamburger Journalisten kannte. Er wusste also nicht, wie groß oder wie klein meine Zeitung war, für die ich schrieb. Es hätte eine große sein können, deshalb machte er dieses Spielchen mit, doch zu diesem Zeitpunkt war ich noch nicht beim Abendblatt.

Jahre später, als ich dann HSV-Reporter beim HA geworden war, erinnerte ich Ernst Happel an unser erstes Aufeinandertreffen. Er verzieh mir meine damalige Überfalltaktik und Aufdringlichkeit – aber auch dabei lächelte nur ein wenig gequält. Immerhin konnte ich mit dem „Grantler“ bis zuletzt ganz gut. Als er schon mit niemandem mehr von den Hamburger Journalisten sprach, weil sich eine Zeitung über eine Abmachung hinweggesetzt hatte, unterhielt er sich noch (gelegentlich) mit mir. Er vertraute mir, er wusste, dass ich nichts davon schreiben würde . . . Insgesamt aber muss man schon zugeben, das will ich gar nicht verhehlen, dass Ernst Happel eigentlich immer recht wenig (auch mit uns Journalisten) gesprochen hat. Und selbst beim Training war das so: Kurz und knapp gab er seine Anweisungen, er gab immer nur das Nötigste von sich – aber jedes Wort hatte Gewicht. Alle parierten. Und wenn er pfiff, dann nicht etwa mit einer Pfeife, sondern nur leise und kurz durch die Lippen.

Ansonsten Belgien? Horst Heese, heute 66 Jahre alt und einer der ersten (oder der erste?) Retter in der Klubgeschichte des HSV. Der „harte Hund“ spielte von 1972 bis 1974 in Hamburg, wohnt aber schon seit vielen, viele Jahren in Eupen. Und beim RSC Anderlecht denke ich (natürlich) immer an das Europapokal-Finale vom 11. Mai 1977. Ein großer Tag für den HSV, als Georg Volkert und Felix Magath mit ihren Toren den späten 2:0-Sieg unter Dach und Fach brachten. Und es war auch ein großer Tag für den damaligen Trainer Kuno Klötzer. Der „Ritter“ ist bis heute einer der beliebtesten HSV-Trainer aller Zeiten geblieben. Klötzer wohnt bei mir um die Ecke, er hat mir Jahre später viel aus damaliger Zeit erzählt – seine Trainer-Station in Hamburg war für ihn nicht immer „Ponyhof“, er musste damals viele Kompromisse mit der Klubführung eingehen (unter der Regie von Dr. Peter Krohn), bis es eines Tages nicht mehr ging – und dann ging Klötzer von allein. Apropos gehen: Noch heute geht Kuno Klötzer, der in einem Monat 88 wird (am 19. April), zu jedem Heimspiel seines HSV, er ist der Raute immer treu geblieben, obwohl er danach noch bei Hertha BSC, in Duisburg und in Bremen tätig war. Und Kuno Klötzer weiß aus seiner HSV-Zeit noch immer recht, recht viel und Interessantes zu erzählen, er weiß noch immer alles.

Übrigens: In dem sehr schönen Buch „Unser HSV“ von Axel Formeseyn ist auf Seite 233 das etwas andere Mannschaftsfoto der damaligen Sieger-Truppe abgebildet. Nämlich auf einer Telefonkarte. Axel F. hat angegeben, dass auf seiner Karte noch einige nicht abtelefonierte Groschen sein müssten – meine ist noch total „jungfräulich“. Und unverkäuflich, diese Europapokal-Rarität.

Um auf das Spiel von heute (21.05 Uhr) zurück zu kommen: Für den HSV ist diese Partie auch eine Chance, weiterhin an einer großen, an einer besseren Zukunft zu arbeiten. Nur wenn der Klub weiterhin international spielt und damit auch zusätzliche Einnahmen erschließen kann, gibt es die Hoffnung auf die Rückkehr in den ganz großen Fußball – eines Tages wieder (permanent) in der Champions League zu starten. Sollte der HSV aber in der nächsten Saison nicht einmal in der Europa League am Start sein, müssten sich Klub-Chef Bernd Hoffmann und seine Mitstreiter reichlich Gedanken machen, wie dann eine schlagkräftige HSV-Mannschaft zu finanzieren ist. Ich wehre mich innerlich dagegen, vom HSV als „Ausbildungsklub“ für die ganz Großen in Europa zu sprechen, aber dann dürfte dieses hässliche Wort durchaus wieder eine gewisse Rolle spielen – leider. Aber das muss ja nicht. Wenn sich die Herren heute anstrengen, dann geht der Traum weiter. Übrigens: Wenn ich es richtig gerechnet habe, dann absolviert Keeper Frank Rost heute sein 85. Europapokal-Spiel. Eine tolle Zahl, dazu würde doch auch keine Niederlage passen.

Und wo ich gerade bei Traum bin: Entsetzt war ich über die Nachricht, dass Stuttgarts Manager Horst Heldt, der einst auch beim HSV als Beiersdorfer-Nachfolger jongliert wurde, tatsächlich davon gesprochen hat, dass Torwart Jens Lehmann bei der WM in Südafrika wieder zwischen den Pfosten es deutschen Tores stehen sollte, könnte oder gerne würde. Was für ein Schwachsinn! Warum wird eigentlich nicht über ein Comeback von Oliver Kahn gesprochen? Das ist doch schon lange überfällig. Und Weltmeisterschaften kann Kahn doch eigentlich ganz gut – bis auf Brasilien . . .

Noch einmal Heldt: Ich sprach in diesen Tagen mit einem Mitarbeiter des Deutschen Fußball-Bundes. Die Herren in Frankfurt sind in diesen Tagen ja arg gestresst – auch und wegen der Amerell-Affäre. Aber darum ging es diesmal nicht. Er sagte mir, dass sich rund um die Otto-Fleck-Schneise und in der DFB-Zentrale hartnäckig das Gerücht halten solle, dass zur neuen Saison gleich drei hochrangige DFB-Mitarbeiter nach Hamburg wechseln werden, könnten, sollen: Neben Urs Siegenthaler auch noch Bundestrainer Joachim Löw und Teammanager Oliver Bierhoff, einst ja schon als Stürmer in Hamburg tätig, zudem auch (2002) als HSV-Manager im Gespräch. Wie gesagt, jetzt ein hartnäckiges Gerücht, aber es hält sich beharrlich. Und wird auch, wie ich es nun erlebt habe, immer wieder neu aufgetischt. Wobei, das steht ja auch fest, Bernd Hoffmann bereits für den HSV (via Bild-Zeitung) erklärt hat, dass Löw überhaupt kein Thema für ihn und den HSV sei. Mal sehen . . .

Ganz zum Schluss noch ein kurzer Schwenk zum Heim- oder Rückkehrer „HSV-Oliver“. Er schrieb ja (gleich zweimal), dass ich mich bei ihm entschuldigt habe, aber davon ist mir nichts bekannt, ich wüsste auch gar nicht wofür. Ich kann aber doch noch etwas Aufhellendes in Sachen „Oliver“ beitragen, und zwar in der Sache mit Felix Magath. Ich tat es bereits an dieser Stelle, aber korrigierend muss ich festhalten: Eines Tages rief HSV-Präsident Jürgen Hunke bei mir an und fragte, ob ich nicht einen Mann wüsste, der die HSV-Amateure trainieren und zugleich als Co-Trainer von Benno Möhlmann bei den Profis arbeiten könne. Ich empfahl ihm Felix Magath (mit dem ich damals schon befreundet war), der zu jener Zeit Coach des FC Bremerhaven war, brachte die beiden Herren zusammen – ein Abend, ein Gespräch, ein Vertrag, so begann Magaths dritte Zeit beim HSV (nach Spieler und Manager). Er war der „Kalli Kamp“ von Hamburg, Hunke setzte damals auf das „Werder-Modell“: Magath trainierte abends die Amateure und war tagsüber der Assi von Möhlmann bei den Profis. So begann die Karriere eines großen Trainers, der inzwischen schon viele neue Kapitel der deutschen Fußball-Geschichte geschrieben hat. Und wer weiß? Vielleicht gibt es am Ende dieser Saison ja bereits ein neues Kapitel . . .

Aber zuerst heißt es ja nun, ganz, ganz wichtig:
Nur der HSV!

Und spezielle Europapokal-Grüße möchte ich an dieser Stelle schnell noch in die Pfalz und in die „Matz-ab“-Runde in der Raute senden.

12.40 Uhr

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