Monatsarchiv für Februar 2010

Ade, du liebe Champions League

28. Februar 2010

Das musste nicht sein, aber so spielt er nun einmal, der coole FC Bayern! Der HSV verlor erstmalig ein Bundesliga-Spiel in der Allianz Arena, doch diese 0:1-Niederlage war unnötig. Zwar waren die Münchner vor allem in Halbzeit eins meistens leicht überlegen, aber richtig gute Einschussmöglichkeiten hatten sie nicht. Die hatte eher der HSV, einmal in Person von Piotr Trochowski, einmal in Person von Mladen Petric. Durch diese unglückliche Niederlage allerdings steht endgültig fest, dass der HSV keine Chance auf eine direkte Qualifikation für die Champions League mehr hat. Und wohl auch keine mehr auf Platz drei! Da lehne ich mich mal aus dem Fenster. Es kann jetzt nur noch darum gehen, um Rang vier oder fünf zu kämpfen, mehr bleibt nicht – leider!

Und: Zuerst fehlte das Glück, dann kam auch noch Pech hinzu, denn: Frank Rost schied zur Pause verletzt aus, wie es heißt, wird ein Ellenbogenbruch befürchtet. Das wäre natürlich eine große, eine riesige Katastrophe.

Zum Spiel: Mutig, mutig, Herr Labbadia! Aber auch gekonnt. Der HSV-Trainer hatte einige Überraschungen parat. Und er ließ bei den Bayern durchaus mit offensiven Figuren spielen, auch wenn der HSV natürlich oft in die Defensive gedrängt war. Die Maßnahme, Jerome Boateng links gegen Robben verteidigen zu lassen, war ein hervorragender Schachzug – weil klug gedacht. Natürlich, bevor hier wieder ein lauter Aufschrei durch den Blog geht: Robben hatte durchaus auch seine Szenen, die dem HSV auch hätten gefährlich werden können, aber ich gebe zu bedenken: Robben auszuschalten ist fast unmöglich. Und Boateng hat deswegen seine Sache durchaus gut bis sehr gut gemacht. Robben wechselte sogar (aus Verzweiflung?) einige Male auf die linke Angriffsseite. Die Labbadia-Idee, einen Rechtsfuß (statt Linksfuß Dennis Aogo) gegen den über rechts kommenden Linksfuß Robben zu stellen, ist nicht nur nachvollziehbar, ich nenne sie sogar auch ausdrücklich großartig.

Guy Demel auf rechts zu lassen, das war zudem auch enorm, sogar sehr enorm mutig vom Trainer. War das Labbadias Überzeugung? Oder war es die mangelnde Alternative? Egal: Demel rechtfertigte dieses Vertrauen, er wirkte diesmal sehr konzentriert – und was war von Ribery zu sehen? Nichts! Bis zur 78. Minute jedenfalls. Dann „eierte“ er Demel doch noch einmal aus und traf. Auch deshalb, weil der zur Pause eingewechselte Wolfgang Hesl nicht besonders gut aussah, denn der Ball aus 14 Metern geschossene Ball schlug in der kurzen, in der Torwartecke ein. Ganz bitter! Demel hätte Ribery vor dem Strafraum stellen müssen, er hätte auf jeden Fall den Schuss abblocken müssen (enger am Mann!), aber im Moment ist er eben nicht fehlerlos. Aber: Eine kleine Nebenrolle spielte bei diesem Treffer auch David Rozehnal, der Demel im Duell mit Ribery durchaus auch doppeln hätte können, doch der Tscheche zog es vor, im lufleeren Raum zu stehen – denn die Mitte, die er wohl (halbherzig) abdecken wollte, war durch Joris Mathijsen gesichert. Aber: Typisch FC Bayern, denn zu diesem Zeitpunkt ging eigentlich nicht mehr viel für sie – und die Fans pfiffen schon.

Zurück zur HSV-Taktik: Diesmal auf Tomas Rincon zu verzichten? Ich hatte es schon nach dem Eindhoven-Spiel angedeutet, Bruno Labbadia hatte offenbar dieselbe Idee. Das Mittelfeld des HSV hatte in dieser Formation ein „gutes Gesicht“. David Jarolim ackerte wieder einmal unglaublich, Ze Roberto eroberte einige Bälle, verteilte sie klug, hielt sie auch gekonnt – das sah schon wieder ganz gut aus. Und: Spielt Ze Roberto mit, dann, so habe ich das Gefühl, dann spielt auch Piotr Trochowski viel besser. Das (ehemalige?) „Sorgenkind“ war auch diesmal (wie schon in Eindhoven) ein Aktivposten des HSV, bot sich immer wieder an, dribbelte gekonnt, schoss einige Male gut und arbeitete auch die meiste Zeit sehr aufmerksam nach hinten. Ihm sah man es an, dass er disziplinierter spielen wollte als sonst. In Halbzeit eins notierte ich, weil ich extra mal auf Trochowski achten wollte, fünf sehr gute Szene, und drei schlechtere.

Eljero Elia wirkte gegenüber dem Eindhoven-Spiel deutlich verbessert, stellte Lahm vor einige unangenehme Duelle, aber der Niederländer tauchte dann auch immer mal wieder ab. Logisch, er kann einfach noch nicht die Kraft für volle 90 Minuten haben. Dennoch war er für mich okay. Ist Elia demnächst mal wieder bei 100 Prozent, dann ist er für mich der „Robben“ des HSV.

Ein kurzer Blick noch einmal zurück: Die Innenverteidigung stand, bis auf das Tor des Tages, wirklich prächtig. David Rozehnal erfüllte seine Defensivaufgabe – bis auf den einen Aussetzer – gut, Joris Mathijsen war ein ganz dicker Pluspunkt und spielte für mich fast fehlerlos.

Im Angriff, das bleibt leider auch diesmal festzuhalten, ging nicht viel. Marcus Berg hatte kämpferisch wieder einige gute Szenen, aber er hat sie eben nicht in Sachen Torgefahr. Und wenn er mal gefährlich vor dem Bayern-Tor auftauchte, dann machte er sich sein bis dahin gutes Spiel durch ein kleines, aber unübersehbares Foul zunichte. Schade für ihn. Und Mladen Petric, der angeschlagen in diese 90 Minuten ging, war ganz sicher nicht bei 100 Prozent. Das zeigte er uns ganz deutlich, als er in der 45. Minute (auf Vorlage von Berg) einen Ball, den er sonst eigentlich „tödlich“ versenkt, weit über das Bayern-Tor schoss.

Wobei ich die Schuld, dass es in München kein HSV-Tor gab, nicht allein bei Berg und Petric suche, beileibe nicht! In der zweiten Halbzeit fehlte mir das druckvollere Nachrücken des Mittelfeldes, um die beiden Angreifer noch besser zu unterstützen. Wäre da der HSV vor dem Strafraum der Bayern präsenter gewesen, dann wäre sicher auch ein Tor – oder sogar mehr – drin gewesen mehr.

Bitter für den HSV war am Ende nur: Die Bayern nutzte ihre einzig gute Torchance, die sie in der zweiten Halbzeit hatten. Pech dazu, dass Rost, der schon beim Abschlusstraining am Sonnabend in Hamburg humpelnd den Platz verließ, zur Pause ausgewechselt werden musste. Mir war dabei zunächst unklar, ob es der Tritt war, der ihm von Bastian Schweinsteiger zehn Minuten vor dem Seitenwechsel verpasst worden war, der zu dem vorzeitigen Aus geführt hat. Ich glaubte vielmehr, dass Rost sich dabei verletzte, als er nach einer Rechtsflanke hechten wollte, den Ball aber ins Aus passieren lassen musste. Offenbar aber hat das ungestüme Nachsetzen Schweinsteigers zu dieser Verletzung geführt. Dass sich der Nationalspieler für seinen Tritt nicht einmal entschuldigte, dass er sogar noch eine etwas verächtliche Handbewegung in Richtung Rost machte, war natürlich höchst unfein – aber so geht es wohl zu im Profi-Fußball.

19.54 Uhr

Was vorher passiert

28. Februar 2010

Um Mladen Petric muss noch bis kurz vor dem Anpfiff um 17.30 Uhr gezittert werden. Erst in der Allianz Arena wird es den Härtetest geben, der darüber befinden soll, ob der Torjäger trotz seines Bänderanrisses im Fuß eingesetzt werden kann. Bis um 15.30 Uhr hält sich die HSV-Mannschaft noch im Münchner Hotel Kempinski (am Flughafen) auf, dann geht es mit dem Bus zur Arena.

Wie sieht ein Auswärtsspiel des HSV überhaupt aus? Wie zum Beispiel jetzt der Ausflug zu den Bayern? Am Sonnabend flog die Mannschaft um 17 Uhr aus Fuhlsbüttel nach München, um 18.30 Uhr wurde das Hotel bezogen. Das Abendessen stand für 19 Uhr auf dem Programmplan, anschließend haben die Spieler Freizeit. Die meisten Profis nutzen diese, um sich pflegen und massieren zu lassen. Abends trafen einige Hamburger Spieler noch Freunde und Bekannte, die zum Klönen ins Hotel gekommen waren, andere hielten sich auf ihren Zimmern auf und sahen fern. Es gibt bei Auswärtsfahrten (oder Trainingslagern) sowohl Zwei-Mann-Zimmer als auch Einzelzimmer. „Matz-abber“ hatten zuletzt beim Treffen in der Raute gehört, dass Routinier Bastian Reinhardt in den letzten Jahren stets allein auf einem Zimmer logierte – ein Privileg, dass meistens den erfahrenen Profis und den Führungsspielern zugestanden wird..

Eine Bettruhe, wie es sie zu Zeiten von Sepp Herberger einst gab, ist nicht (mehr) angeordnet, diese Zeiten gehören längst der Vergangenheit an. Jedem Spieler ist heute es selbst überlassen, wann er ins Bett geht und wann er dann auch das Licht ausknipst. Natürlich aber verlässt niemand mehr das Hotel, und selbstverständlich sitzt auch niemand von den Profis noch um Mitternacht vor einem Spiel in der Hotelbar.

Auch ein gemeinschaftliches Wecken, wie es das früher einmal gab, gibt es am Spieltag nicht. Dafür ist jeder Spieler selbst verantwortlich. Der erste Pflichttermin am Sonnatg war um 9.15 Uhr das Frühstück, da heißt es denn auch, absolut pünktlich zu erscheinen. Im Anschluss daran gibt es die Besprechung, die den Fokus aller Spieler auf das bevorstehende Match richten soll. Darin wird den Spielern von den Trainern (auch anhand von Videos) die Spielweise des Gegners näher gebracht, werden Stärken und Schwächen besprochen, und es werden zum Beispiel auch Standards gezeigt und beleuchtet. Ein so genanntes „Anschwitzen“ der Mannschaft, ein kurzes Aufwärmen und Ausschütteln auf einem Trainingsplatz oder auch im Stadion, gab es in München nicht, gibt es allgemein bei einem Bundesliga-Spiel (jedenfalls in den meisten Fällen) nicht. Das steht nur bei Spielen im Europapokal auf dem Programmplan.

Nach der ersten Besprechung, die in der Regel 15 bis 20 Minuten dauert, gab es in München einen kurzen Spaziergang. Neben dem Kempinski gibt es einen kleinen Park am Flughafen, durch den schlenderten die Hamburger Spieler, ihre Trainer und Betreuer (alle, das ist ein Pflichttermin), während zur selben Zeit aus dem Hotel der DSF-Doppelpass gesendet wurde.

Für 14 Uhr hatte Trainer Bruno Labbadia heute das Mittagessen anberaumt, danach gibt es noch einmal eine ganz kurze, etwa fünfminütige Besprechung, in der der Coach auch die Mannschaftsaufstellung bekannt geben wird. Was diesmal mit dem Fragezeichen Petric geschieht, denn noch weiß niemand, ob der Stürmer auch tatsächlich dabei ist.

Um 15.30 Uhr erfolgt dann die Abfahrt zur Allianz Arena, um 17.30 Uhr erfolgt der Anstoß der Partie gegen die Bayern – und so gegen 19.20 Uhr steht dann (wohl) der fünfte Auswärtssieg des HSV fest.

14.18 Uhr

Zittern um Petric, Jansen fehlt

27. Februar 2010

Die Stimmung im Volkspark heute um 13.30 Uhr war gut. Jedenfalls auf dem Trainingsplatz des HSV. Die Spieler scherzten, lachten und waren voller Freude und Eifer bei der Sache. Den Kiebitzen am Rande aber nicht unbedingt zum Lachen zu Mute, denn schnell hatten sie festgestellt: Marcell Jansen fehlt, Mladen Petric fehlt ebenfalls, und Ze Roberto dreht nur einsam seine Runden. Einen Tag vor dem Spitzenspiel beim FC Bayern in München hat sich die personelle Situation des HSV nicht entspannt. Im Gegenteil: Jansen fällt, wie bereits ja schon Ruud van Nistelrooy, definitiv für das Spiel am Sonntag (17.30 Uhr) aus, und Petric wird sich am Sonntagmorgen erst noch einem Härtetest unterziehen müssen. Erst dann wird entschieden, ob der Torjäger trotz eines Bänderanrisses im Knöchel (nach dem üblen Tritt von Eindhovens Engelaar) mit von der Partie in der Allianz-Arena sein kann.

Die gute Nachricht des Tages kam dann aber von Ze Roberto, denn der Brasilianer, der nur etwa 30 Minuten auf dem Platz zu sehen war, wird in München gegen seinen ehemaligen Klub spielen können. Die Laufeinheit gehörte zur Regeneration, die dem Mittelfeldspieler nach zwei intensiven Spielen (Frankfurt, Eindhoven) von Trainer Bruno Labbadia zugestanden wurde.

Eine Aufstellung für morgen ließ sich für die Fans, unter denen diesmal auch die „Matz-abber“ „Benno Hafas“, „Nordbert“, „Devildino“ und „Fips“ waren, an diesem Sonnabend noch nicht so recht erstellen. In einem Spiel acht gegen acht waren Stammspieler und Reservisten mehr oder weniger bunt gemischt. Das Team mit den roten Hemden spielte mit Frank Rost, Guy Demel, David Rozehnal, Joris Mathijsen, David Jarolim, Piotr Trochowski, Marcus Berg und Jonathan Pitroipa. Die „Grünen“ hatten Wolfgang Hesl, Henrik Dettmann, Jerome Boateng, Dennis Aogo, Tomas Rincon, Robert Tesche, Eljero Elia und Tunay Torun an Bord. Das Spiel auf kleinem Feld endete 2:2, für Rot hatten Piroipa (tatsächlich!) und Demel (auf Vorlage von Pitroipa), den Ausgleich stellten Rincon und Torun mit einem schönen Linksschuss her.

Eine kurze Schrecksekunde gab es noch für alle Beteiligten, als Rozehnal den dribbelnden Elia zu Boden schickte, der Niederländer legte sich laut schreiend auf den Rasen, konnte danach aber schnell wieder aufstehen und ohne jegliche Einschränkung weiterspielen. Mit dem Trainingsende allerdings gab es erneut eine Sorge, denn Frank Rost sprach erst einige Zeit mit Physiotherapeut Uwe Eplinius, der Keeper winkelte dabei sein linkes Bein an und dehnte es, danach humpelte Rost in Richtung Kabine. Gut sah das nicht aus, die medizinische Abteilung des HSV dürfte da am Sonnabend und Sonntag einmal mehr gefragt sein.

Was den Auftritt des HSV in München nicht unbedingt erleichtert. Obwohl es dort ja in der jüngeren Vergangenheit oft Erfreuliches aus Hamburger Sicht zu vermelden gab. Im alten Olympiastadion gab es in 23 Spielen zwischen dem FC Bayern und dem HSV nur fünf Unentschieden für die Hamburger, aber die Bilanz wird seit 2005 stetig verbessert, denn: Im neuen Münchner Stadion hat der HSV in der Bundesliga noch nicht verloren: Zwei Siege, zwei Unentschieden. Wobei ich mich besonders an einen Sieg erinnere, den ich dort erleben durfte, als Huub Stevens noch der HSV-Trainer war.

Das war am 28. April 2007, der 31. Spieltag einer Saison, in der der HSV fast abgestiegen wäre. Stevens war der Retter. Der knorrige Coach hatte mit seiner Defensivtaktik für die (von mir bereits abgeschriebene) Wende gesorgt. Mit dem Sieg in München war der HSV für mich gerettet. Und dann passierte etwas Einmaliges: Nach dem Spiel ging ich auf Huub Stevens zu und gab ihm spontan die Hand. Der Niederländer war völlig perplex und schlug ein. Ich sagte ihm dabei: „Herr Stevens, es wird einmalig bleiben, aber zur Feier des Tages, weil Sie den HSV gerettet haben, muss ich Ihnen ganz einfach mal per Händedruck gratulieren.“ Hintergrund: Als Stevens in Hamburg angekommen war und die erste Presserunde anstand, verweigerte der Trainer jedem Journalisten die Hand. Seine Begründung: „Das muss nicht sein, das mache ich nie.“ Auf den Einwand von mir, dass das ja auch eine gewisse Zeremonie sei, weil man bei einem Händedruck mit dem Trainer doch weiß, dass das Verhältnis (in jener Situation jedenfalls) ungetrübt sei, entgegnete Stevens nur: „Ich mache das nicht, und dabei bleibt es.“ Er hielt eisern durch – und war damit der erste HSV-Trainer seit der Happel-Ära, der mir (und uns) nicht die Hand gegeben hat. Recht hatte er ja, der Huub Stevens: Das muss nun wirklich nicht sein, denn es gibt Wichtigeres. HSV-Siege zum Beispiel.

Übrigens spielte der HSV damals mit Rost, Benjamin, Abel, Mathijsen, Atouba, Demel (56. Mahdavikia), Jarolim, de Jong (68. Guerrero), Sorin, van der Vaart (82. Laas) und Olic. Ganz gewiss keine überragende Hamburger Mannschaft, auch wenn van der Vaart mit von der Partei war. Ich behaupte aber, dass das Team, das morgen für den HSV in München auflaufen wird (trotz aller personellen Probleme), besser besetzt ist. Warum also sollte der „Angstgegner“ der Bayern nicht erneut eine Überraschung schaffen? Ganz nebenbei: Die Tore damals schossen van der Vaart und Guerrero. Thimothee Atouba sah in der Schlussminute noch Rot.

Beim Sonnabend-Training gab es, wie schon oft in den vergangenen Tagen, eine lebhafte Debatte um Demel. Spielt er wieder? Spielt er doch? Oder sitzt er zunächst nur auf der Bank? Morgen wäre der Ivorer eventuell die „halbe Miete“, denn: Zehn Mal spielte Guy Demel gegen den FC Bayern, und zehn Mal gab es keine Niederlage für ihn. Sieben Siege, drei Unentschieden. Zuletzt gab es ein 2:2, das war am 15. August 2008, damals wurde Demel von Trainer Martin Jol in der 30. Minute für den leicht indisponierten Jerome Boateng eingewechselt. Morgen könnte es eventuell wieder so laufen, denn eigentlich erwarte ich schon, dass diesmal Boateng von Beginn an in der ersten Elf des HSV stehen wird, denn der deutsche Nationalspieler bewies zuletzt, nach seiner Einwechslung in Eindhoven, dass es wieder bergauf geht mit ihm.

Deshalb nun schnell noch mein Tipp bezüglich der HSV-Aufstellung:
Rost – Boateng, Rozehnal, Mathijsen, Aogo – Rincon, Jarolim – Trochowski, Elia (oder Berg), Ze Roberto – Petric.

Und noch kurz ein kleiner Schwenk in Sachen Statistik: Morgen pfeift Routinier Lutz Wagner (Kriftel), der nie zur absoluten Spitze der deutschen Unparteiischen gehörte, die Partie in München. Das tat er bereits am 24. Februar 2008 an derselben Stelle – ein gutes Omen? Damals hieß es nach spannenden 90 Minuten 1:1, die Tore hatte Ivica Olic (HSV) und Ze Roberto (Bayern) erzielt. Ob sie wohl auch diesmal wieder zu den Torschützen gehören werden?

18.12 Uhr

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