Tagesarchiv für den 5. Januar 2010

Das große Torun-Interview

5. Januar 2010

Für Bruno Labbadia ist er eine der großen Entdeckungen der Saison. Der HSV-Trainer sieht den talentierten Stürmer Tunay Torun auf dem Weg zum Stammspieler, hat dem untersetzten Türken ja zuletzt auch schon den Vorzug gegenüber Nationalspieler Piotr Trochowski gegeben. „Matz ab“ sprach in der Türkei mit dem 19-jährigen HSV-Profi Torun, der vor einer großen Zukunft zu stehen scheint.

Matz ab: Tunay, haben Sie sich gefreut, als Sie vom HSV-Trainingslager in der Türkei gehört haben?

TUNAY TORUN: Auf jeden Fall habe ich mich gefreut, es freut sich doch wohl jeder, wenn er weiß, dass es zurück in die Heimat geht. Außerdem wusste ich ja auch, dass es hier sehr gute Trainings-Bedingungen gibt, hier hat man Sonne, der Platz ist gut und das Hotel auch.

Matz ab: Was sind Sie eigentlich, mehr Hamburger Jung oder Türke?

TORUN: Ich denke mal, dass ich mehr Hamburger Jung bin. Ich bin eigentlich immer mehr zum Urlaub in die Türkei geflogen. Meine Familie hat natürlich ihre Wurzeln in der Türkei, meine Eltern sind beide dort geboren. Deswegen fühle ich mich auch zur Türkei hingezogen.

Matz ab: Aber Sie spielen für die türkische U-21-Mannschaft, nicht für Deutschland. Wieso?

TORUN: Ich habe damals ein Angebot der Türkei bekommen, von Deutschland nicht. Deswegen habe ich erst einmal diesen Weg eingeschlagen.

Matz ab: Erst einmal? Bedeutet das, dass Deutschland noch eine Chance auf den Nationalspieler Torun hätte?

TORUN: Man weiß nie, was passieren wird. Ich habe mich nicht auf die Türkei festgelegt. Jetzt spiele ich für die Türkei, aber zurzeit habe ich mir auch eine Auszeit genommen, weil ich mich zunächst einmal ganz auf den HSV konzentrieren möchte.

Matz ab: Sie sagen Heimat zur Türkei, wo sind Sie geboren?

TORUN: In Hamburg. Wie ja aber fast alle wissen, sind die Türken unheimlich stolz auf ihr Land – und ich gehöre natürlich auch dazu. Deswegen sage ich Heimat. Doch ich finde Hamburg und Deutschland sehr schön und freue mich, dass ich dort lebe.

Matz ab: Wo stammen Ihre Eltern her?

TORUN: Mein Vater kommt aus der Nähe von Samsun, meine Mutter ist in der Türkei geboren und ging dann mit ihren Eltern nach Deutschland. Kennen gelernt haben sich meine Eltern aber in der Türkei, und dann ist mein Vater mit meiner Mutter nach Deutschland gegangen.

Matz ab: Zum Fußball. In dieser Saison wirken Sie gefestigter, haben mehr Selbstvertrauen und sie gehören fast schon zur Stamm-Mannschaft. Haben Sie eine Erklärung dafür?

TORUN: Die vergangene Saison hat mir dabei sehr geholfen, auch wenn ich noch nicht so viel gespielt habe. Damals war die Situation anders, es waren alle Stürmer fit, und ich war der Junge, der mittrainieren durfte. Dass ich das überhaupt machen durfte, das habe ich Martin Jol zu verdanken, dass er mich zu den Profis hochgezogen hat, dafür danke ich ihm noch heute.

Matz ab: Dennoch, Ihren Durchbruch erleben Sie nun, unter Trainer Bruno Labbadia.

TORUN: Die Situation war so, dass die Stürmer ausgefallen sind, und da hat mir der Trainer das Vertrauen geschenkt. Darüber bin ich sehr froh, und ich versuche einfach nur, immer 100 Prozent zu geben. Dass das so gut geklappt hat bislang, das freut mich natürlich enorm.

Matz ab: Martin Jol nannte Sie immer „kleiner Türke“, nahmen Sie ihm das übel?

TORUN: Nein, ich bin ihm dankbar, einfach nur dankbar. Er hat zu mir auch immer nur „Kleiner“ gesagt.

Matz ab: Sind Sie in den vergangenen Monaten fußballerisch reifer und besser geworden?

TORUN: Ich merke jetzt auf jeden Fall, dass ich fitter als in der vergangenen Saison bin. Das begann in der Rückrunde der letzten Saison, aber es setzte sich nun fort. Und jetzt unter Bruno Labbadia läuft es rund, denn er ist ja ein Mann, der jungen Leuten die Chance einräumt, darüber bin ich sehr froh.

Matz ab: Ihr erstes Bundesliga-Tor erzielten Sie in Mainz, was war das für ein Gefühl?

TORUN: Da schaltet man total ab. Ich habe einfach alles an Emotionen rausgelassen, was da war, ich habe einfach nur geschrien. Keine Ahnung, was das war, aber man freut sich einfach, man nimmt nicht einmal die Zuschauer wahr.

Matz ab: Ihr schönster Moment in Ihrem noch jungen Fußballer-Leben?

TORUN: Einer der schönsten, ganz sicher, aber da gab es schon einige mehr. Das erste Länderspiel zum Beispiel, das erste Länderspiel-Tor, dann die beiden Tore, die wir zum Klassenerhalt in der Regionalliga benötigten – das waren schon Klasse-Momente.

Matz ab: Wie geht es nun weiter mit Ihnen?

TORUN: Ich weiß, dass ich noch viel lernen muss, aber dafür werde ich weiter hart an mir arbeiten, dann hoffe ich auf weitere Einsätze und dabei versuche ich dann, mein Bestes zu geben. Ich weiß natürlich, dass der eine oder andere Spieler zurück kommt, der dann wieder vor mir sein wird, aber das ist ganz normal, die haben sich ja schon etwas in ihrer Karriere erarbeitet, da muss ich erst einmal noch hinkommen. Ich gebe einfach nur mein Bestes.

Matz ab: Nach der Schule haben Sie keinen Beruf erlernt, Sie setzen also voll auf die Karte Profi-Fußball?

TORUN: Ich habe die Realschule abgeschlossen, danach kamen die ersten Länderspiele mit vielen Reisen, da habe ich dann schultechnisch ein Jahr Pause gehabt, habe danach die Höhere Handelsschule besucht, um mein Fachabitur zu machen, aber da musste ich dann auch nach einem halben Jahr wieder aufhören, denn dann habe ich meinen Profi-Vertrag unterschrieben. Eines ging nur, und ich wollte auf jeden Fall auch zweimal am Tag trainieren. Aber sollte ich eines Tages mal mit Fußball aufhören, dann denke ich mir, dass ich irgendetwas mit und im Sport machen werde.

Matz ab: Für Ihre jungen HSV-Kollegen müssten Sie doch jetzt eine Art Vorbild sein, oder?

TORUN: Ja, schon. Der eine oder andere Kollege ist auch schon zu mir gekommen und hat gesagt, dass man an meinem Beispiel sieht, dass man es doch beim HSV schaffen kann. Einige hatten in den Jahren zuvor schon ihre Zweifel. Die fragten sich, warum es denn keiner schafft? Aber jetzt kommen die Spieler und sagen mir, dass man es ja doch schaffen kann, dass es beim HSV ja doch geht.

Matz ab: Wenn man die Chance erhält, dann muss man sie auch nutzen, aber das ist ja auch nicht leicht, oder?

TORUN: Natürlich, aber es liegt an einem selbst. Hart arbeiten, und dann da sein, wenn man die Chance bekommt – und man bekommt schon seine Chance. Unter Labbadia sowieso, denn der fördert junge Leute.

Matz ab: Hat sich in Ihrem Leben etwas verändert, seit Sie Profi beim HSV sind?

TORUN: Eine Sache. Wenn man auf der Straße ist, dann dreht sich mancher um und dann wird gesagt, das ist doch der und der. Sonst hat sich nichts verändert, auch ich habe mich nicht verändert. Das bestätigen mir meine Freunde, die mir sagen, dass ich der Gleiche geblieben bin. Die behandeln mich auch nicht anders als vorher.

Matz ab: Haben Sie ein fußballerisches Vorbild gehabt?

TORUN: Einige. Ich fand Zinedine Zidane sehr gut, dann auch Ronaldinho zu seiner besten Zeit, das war schon echt krass, was die so gemacht haben.

Matz ab: Ich vergleiche Sie ja oft schon reinkörperlich mit dem jungen Uwe Seeler. Kennen Sie Uwe Seeler eigentlich?

TORUN: Natürlich kenne ich ihn, nur ist seine Profi-Laufbahn ja schon lange her. Ich weiß, wer er ist, was er alles geleistet hat, da habe ich schon Respekt vor, aber persönlich getroffen habe ich ihn noch nie.

Matz ab: Wie lange läuft Ihr Vertrag mit dem HSV noch?

TORUN: Bis 2011. Ich würde mich freuen, wenn ich hier bleiben darf, denn Hamburg ist eine schöne Stadt, wir haben Super-Fans und eine Super-Mannschaft, wir haben das Zeug dazu, in der nächsten Saison in der Champions League zu spielen. Wenn ich es hier, in der schönsten Stadt, bei meiner Familie, bei meinen Freunden klappen sollte, das wäre das Beste, was mir passieren kann.

Matz ab: Gibt es eine türkische Eigenschaft, die Ihnen den Weg nach oben bereitet hat?

TORUN: Ich denke an meinen Ehrgeiz. Früher war das sehr extrem, da habe ich schon mal geweint, wenn ich nur ein Trainingsspiel verloren habe. Das war sehr extrem, daran habe ich gearbeitet, dass es nicht mehr so extrem ist – aber ehrgeizig bin ich immer noch. Das zeichnet mich wohl auch aus.

Matz ab: Gab es dennoch mal einen Moment, in dem man glaubt, es nicht schaffen zu können, dass man am liebsten hinschmeißen möchte?

TORUN: Hinschmeißen nie. Das würde ich niemals tun, denn ohne Fußball könnte ich gar nicht. Auch wenn wir einige Tage frei haben, dann gehe ich mit Freunden Fußball spielen. Natürlich gab es Momente, in denen ich gedacht habe, dass der Profi-Fußball schon sehr schwer ist, viele sind auch schon daran gescheitert, aber dann dachte ich mir nur: Du darfst nicht scheitern, und dann setzte sich mein Ehrgeiz wieder durch.

Matz ab: Hier im Blog, bei „Matz ab“, gab es einen kleinen Torun-Fan, der die erste Tunay-Torun-Homepage eröffnet hat – gab es da schon einen Kontakt?

TORUN: Der Junge ist, so glaube ich, erst elf Jahre alt, ich finde es klasse, dass er so etwas gemacht hat. Ich habe mich auch schon bei ihm bedankt. Das finde ich, ganz ehrlich gesagt, richtig super – denn was wären wir ohne die Fans. Sie machen uns erst zu dem, was wir sind.

In Belek 0.34 Uhr (in Hamburg 23.34 Uhr)

Super-Stimmung in Belek

5. Januar 2010

Es war nachts um 1 Uhr, als bei HSV-Dometscher Dennis Pauschinger das Handy klingelte. Der Mann ist immer auf Sendung, und in diesem Fall war es auch besonders wichtig: Ze Roberto aus Brasilien war am Apparat. Es wurde ein teures Gespräch. Erst brachte Pauschinger sein Handy zu Trainer Bruno Labbadia, Ze und er „klönten“ etwa 30 Minuten, dann übernahm HSV-Medien-Chef Jörn Wolf. Gemeinsam verfassten er und der im „Sonderurlaub“ befindliche Ze Roberto eine Erklärung für die Presse. Und die lautet im Wortlaut so:

„Es tut mir leid, dass ich nicht ins Trainingslager gekommen bin und den HSV erst so spät über die Gründe in Kenntnis gesetzt habe. Ich habe ein ernstes familiäres Problem, welches ich nur vor Ort in Brasilien lösen kann. Ich bitte die Leute, nicht an meiner Zuverlässigkeit zu zweifeln, die ich in meiner Karriere bislang immer unter Beweis gestellt habe. Ich hoffe, so schnell wie möglich nach Hamburg kommen zu können und werde Kontakt zu den Verantwortlichen halten. Meinem Fuß geht es besser, ich muss jetzt nur noch Wadenmuskulatur aufbauen, die durch das Tragen des Gipses verloren gegangen ist.“
So die offizielle Version. Als ich heute Vormittag mit der Heimat telefonierte und die „familiären Gründe“ für das Fehlen Ze Robertos anführte, lachten die beiden Gesprächspartner laut los. Ihr Reaktion danach: „Das musste ja kommen, denn was anderes wäre ja auch keine passende Ausrede gewesen.“ Zumal, so entgegneten mir meine Gesprächspartner, Ze Roberto ja schon im Dezember in Hamburg angekündigt hatte, die Reha-Maßnahmen in Brasilien – und nicht in Hamburg – zu Ende bringen zu wollen. Wenn Ihr Ze Roberto nun keinen Glauben mehr schenken wollt, so ist das eine Sache. Die HSV-Verantwortlichen, die von Ze Roberto die genauen familiären Probleme erläutert bekamen, glauben ihrem Mittelfeldspieler offenbar. Und das ist wohl auch gut so – im Zweifel für den Angeklagten. Und auch in diesem Fall sollte man sich mit Vorverurteilungen zurückhalten.

Wichtig ist in erster Linie: Ze Roberto hat sich (nun endlich) beim HSV gemeldet, hat seinen Fehler eingesehen. Und er scheint auch auf dem besten Wege zu sein, gesund zu werden. Gut für den HSV, denn die Mannschaft wird ihn in der Rückrunde noch dringend benötigen. Wobei ich eines schon mal vorab sagen muss: Bruno Labbadia plant zum Freiburg-Spiel (16. Januar) nicht mit Ze Roberto.

Der HSV-Coach nahm noch einmal kurz Stellung zum „Fall Ze Roberto“ und erklärte: „Ich habe ihm klar gemacht, dass wir das nicht akzeptieren können, wie das bislang gelaufen ist. Und das wir nun permanent in Kontakt stehen müssen. Zudem muss er so schnell wie möglich nach Hamburg kommen, das habe ich ihm gesagt. Dann werden wir uns mit ihm zusammensetzen und das alles klären. Klar ist, dass wir da nicht so einfach nicht drüber hinweggehen können.“ Nach Belek wird Ze Roberto also nicht kommen, die Mannschaft reist ja ohnehin am Sonntag wieder in die Hansestadt zurück.

Zwei andere schwerer Verletzte hat der HSV dagegen „unter Kontrolle“: Romeo Castelen und Paolo Guerrero sind zu Untersuchungen in die USA geflogen, das war so geplant, Ergebnisse liegen dem HSV aber noch nicht vor.

Klarer sieht es da schon bei Miroslav Stepanek aus. Das Talent hatte sich, nachdem er gerade von einem Kreuzbandriss wieder genesen war, erneut am Knie verletzt. Eine Kernspintomographie ergab jetzt aber, dass es sich nur um eine Kapselverletzung handelt – und nicht um den schon befürchteten erneuten Kreuzbandriss. Glück gehabt.

Etwas im Pech dagegen ist Marcus Berg. Der Schwede leidet an einer Kniereizung, hat bislang nicht am Mannschaftstraining teilnehmen können, soll diesen Schritt aber eventuell nun am Mittwoch tun. Dennoch ist Berg ein Pechvogel, denn er hat viele entscheidende Einheiten verpasst, in denen die taktische Vorgehensweise der Mannschaft einstudiert wurde. Da Marcus Berg bereits zu Saisonbeginn einige Einheiten verpasst hatte (wegen der U-21-EM), fehlt er nun bereits zum zweiten Mal während der Vorbereitung, das dürfte sich negativ auf sein Spiel auswirken.

Ein Problemfall ist in Belek auch bislang Eljero Elia. Der hatte wegen seiner Verletzung aus dem Mainz-Spiel (der Brutalo-Tritt von Noveski) am 1. Januar eine Gipsschiene um seinen linken Fuß bekommen, konnte deshalb auch nicht mit dem Team trainieren. Am Dienstag nun bekam Elia den Gips abgenommen, er wird aber weiterhin aus dem Trainingsbetrieb genommen. Der lädierte linke Fuß sieht zwar gut aus, soll aber ganz vorsichtig und langsam aufgebaut werden. Auch mit Elia plant der Trainer hinsichtlich des Freiburg-Spiels (noch) nicht.

„Wir dürfen nicht die Gefahr laufen, zu schnell etwas mit Eljero zu wollen, deswegen gehen wir in kleinen Schritten vor und werden abwarten, wie sein Fuß reagiert“, sagte Bruno Labbadia.

Ähnlich ist es bei Bastian Reinhardt. Auch hat am Dienstag nicht trainiert, weil er Schmerzen in seinem rechten Bein verspürte, die Muskulatur „muckte“ auf. Labbadia: „Das ist ganz normal, das ist nichts Schlimmes, zum Glück ist der Basti gleich zu mir gekommen, bevor das schlimmer werden konnte. Alles in allem ist Basti auf einem sehr guten Weg, er hat in der Reha sehr, sehr gut gearbeitet, da muss man ihm ein Kompliment machen.“

Das ist aber auch der gesamten Truppe zu machen. Beim Training am Dienstag herrschte eine Super-Stimmung. Es gab einen Wettbewerb der besonderen Art: Krafttraining mit der Hantel (Kniebeugen), dann ein Koordinationslauf über verschiedene Hindernisse, anschließend Torabschluss. Menschenskinder, was wurde da gefightet. Gedroschen, geschossen, geballert. Jeder gab alles. Und beobachtete die Konkurrenz ganz genau, denn es gab drei Teams, die auf drei Tore und Torhüter schossen: Frank Rost, Wolfgang Hesl, Tom Mickel. Und Sieger wurde das Team mit Kapitän David Jarolim, Piotr Trochowski, Jerome Boateng, Tomas Rincon, Mladen Petric und Joris Mathijsen. Kurz angemerkt: Der beste Schütze von allen war Jarolim, der wie ein entfesselt schoss und traf! Einfach unglaublich. Die Spieler jubelten und tanzten nach ihrem Erfolg, als hätten sie die Europa League gewonnen. Schließlich bauten sie sich als Mannschaft auf und forderten lautstark: „Foto, Foto, Foto . . .“ Co-Trainer Eddy Sözer flitzte daraufhin an den Spielfeldrand und kam mit einem Ball und einem weißen Begrenzungs-Hütchen (die die Spieler sonst umkurven müssen, sieht aus wie ein Teller) wieder. Dann erfolgte das Foto: Die Spieler jubelten immer noch, Sözer kniete sich mit einem Bein auf den Rasen (wie ein richtiger Fotograf), zählte dann bis drei, riss das Hütchen wie zu einem Blitzlichtgerät hoch und ließ gleichzeitig den Ball fallen. Ein herrlicher Spaß! Damit war das Foto „im Kasten“ – und die zufriedenen Spieler jubelten noch einmal umso lauter. Riesenstimmung eben.

Zur Freude von Bruno Labbadia: „Es ist ja nicht so, dass das eine schlaffe Übung war, da ging es nicht nur um Spaß, die Spieler mussten schon viel tun dabei. Der Wettkampf aber stachelt jeden an, jeder will gewinnen, und das ist auch gut so.“ Zum Abschluss der Einheit gab es denn Applaus. Die Kollegen beklatschten die Sieger. Und alle Verlierer mussten „zur Strafe“ laufen und den Parcours abbauen. Da kam dann bei den Gewinnern noch einmal Freude auf.

Am Donnerstag absolviert der HSV sein erstes von zwei Testspielen in der Türkei. Gegner ist Kayserispor, eine Spitzenmannschaft der Ersten Liga, das Spiel wird auf Eurosport live übertragen. Anpfiff ist um 20.30 Uhr nach türkischer Zeit, in Deutschland ist es eine Stunde zurück: 19.30 Uhr. Übrigens: Labbadia hat sich nun wohl doch dazu entschlossen, Tomas Rincon in diesem Test von der „Sechs“ zu nehmen um ihn dann rechts in der Viererkette aufzubieten. Damit deutet alles darauf hin, dass Rincon auch gegen den SC Freiburg auf der vakanten Demel-Position zum Einsatz kommen wird.

In Belek 16.54 Uhr (in Hamburg um 15.54 Uhr)

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