Tagesarchiv für den 23. Dezember 2009

Das Gedicht – Teil zwei

23. Dezember 2009

Liebe Matz-abber,

wie versprochen folgt hier nun Teil zwei des HSV-Weihnachtsgedichtes. Wie schon gestern bemerkt, es erhebt immer noch keinen Anspruch auf absolute Ernsthaftigkeit, es soll witzig, ironisch und spaßig sein. Und es soll den Weihnachtsmann unter Druck setzen, nun endlich alles für den HSV zu geben, denn ein Titel ist schon lange überfällig.

Nochmals an dieser Stelle Euch allen ein wunderschönes, stressfreies und friedfertiges Weihnachtsfest, auch Frau M. und ich werden die kommenden Stunden in Ruhe genießen, am ersten Feiertag geht es dann im Lauf des Tages weiter – mit einem Nähkästchen.

Gestern endete Teil eins des Gedichtes mit Mickael Tavares, heute geht es mit dem Ersatztorwart weiter:

Dem Wolfgang Hesl gib Geduld,
dass er nicht spielt? Nicht seine Schuld,
seine Stunde wird noch schlagen,
und dann werden viele fragen:
„Was habt ihr da nur ausgeheckt?
Wer hat denn den so lang’ versteckt?“
Ersatzmann ist dann echt vorbei,
Hesl ist drin – statt nur dabei,
er hält im Training wunderbar,
er ist dann auf dem Weg zum Star,
vom Schattenmann zur Nummer eins
– gelernt hat er das Einmaleins,
dann bei dem guten „Fäustel“ Rost
– na „Wolle“, wann geht ab die Post?

Ja, lieber guter Weihnachtsmann,

Du packst es besser ganz schnell an,

den Marcus Berg mach’ explosiv,
er wirkt mir manchmal zu passiv,
der alte Schwede riecht das Tor,
doch mir kommt das zu selten vor,
schenk’ ihm doch bitte noch mehr Biss,
denn das Talent hat er gewiss,
er muss nur mehr Leben zeigen,
und dem Gegner einen „geigen“,
noch ist es bei ihm Berg und Tal,
und ihm, so scheint’s, ist das egal,
darum mach’ ihn viel, viel heißer,
mach’ aus ihm ’nen echten Reißer,
das wär’ ein wunderbares Werk
– und Hamburg liebt dann seinen Berg.

Schlitzohr Petric, unser Mladen,
den bewahre nun vor Schaden.

Fehlt er – wird mir angst und bange,
er pausierte schon zu lange,
der Magier ist so abgezockt,
dass er damit die Gegner schockt,
halt ihn bei Laune und bei Lust.
Schenk ihm ’ne dicke, breite Brust,
lass’ ihn viele Tore schießen,
das ist es, was wir genießen,
halt ihn dazu von Wolfsburg fern,
dann haben ihn hier alle gern.

Für Elia möcht’ ich bitten,
schütze ihn vor üblen Tritten,
stell’ die Treter und die Hacker,
nach dem ersten Foul vom Acker,
halt’ ihn immer unbeschadet,
denn der Typ, der ist begnadet,
er spielt so schnell und so modern,
als käme er vom and’ren Stern,
ist er einmal losgegangen,
ist er gar nicht einzufangen,
deswegen halt’ ihn immer fit,
und sag’ bei Barca und Madrid,
bei Chelsea, ManU, Arsenal,
uns ist ihr Geld hier ganz egal,
Elia wird nie mehr verkauft,
selbst wenn manch’ Scheich vor Wut laut schnauft!

Torun, der ist echt im Kommen,
hat sich tüchtig freigeschwommen,
bau’ ihn auf, den Mini-Seeler,
alles and’re wär’ ein Fehler,
stärke ihm das Selbstvertrauen,
er soll weiter „Buden“ bauen,
Tunay, der ist mächtig rege,
und auch auf dem besten Wege,
Liebling vieler Fans zu werden
– halt’ ihn deshalb hier „auf Erden“,
bleibt er sich treu – und Realist,
und spielt elanvoll und mit List,
dann kann Hamburg sehr bald melden:
„Nun ha’m wir ’nen neuen Helden.“

Gib Piet, dem schnellen Jonathan,
vor jedem Spiel mal Baldrian,
damit er ruhig wird am Ball,
er ist ja schneller als der Schall,
vergisst dabei die Kugel oft,
zu oft als doch von uns erhofft,
manchmal spielt er sich alleine,
auch manch’ Knoten in die Beine,
ja, lieber guter Weihnachtsmann,
schau Dir den Piet genauer an,
er hat Talent, er könnte was,
er wär’ hier doch schon längst ein Ass,
wenn er nur etwas cooler wär’
– doch er macht sich das Leben schwer.
Stopp’ ihn doch bitte, fang’ ihn auf,
und kontrolliere jeden Lauf,
wenn er ab jetzt sich Ruhe nimmt,
und dann sein Timing wieder stimmt,
dann wird er noch zum Edelstein,
nun, alter Mann, dann hau’ mal rein.

Schenk Castelen ab jetzt mehr Glück,
blick’ ich bei ihm kurz mal zurück,
so lag er jahrelang auf Eis,
stand oft schon auf dem Abstellgleis,
auch jetzt ist er schon lange raus,
und steht schon wieder vor dem Aus
– was ist der Sinn, was ist der Zweck?
Schenk’ ihm doch bitte ein Comeback,
das kann’s noch nicht gewesen sein,
wenn Du ihm hilfst, das wär’ schon fein.

Und auch um Arslan kümm’re Dich,
lass’ das Talent jetzt nicht im Stich,
er kann schon was, ist ein Juwel,
ist auch im Training quietsch-fidel,
doch dann im Spiel, da ist es mau,
er wirkt nervös, und dazu flau,
es scheint, als wenn’s die Nerven sind,
gib ihm nun wieder Rückenwind,
dass er das zeigt, was er auch kann,
das wär’s doch, guter Weihnachtsmann.

Zudem möcht’ ich noch bestellen:
weiter Glück den Offiziellen,
Siege – wie der gegen Bremen,
würd’ ich jede Woche nehmen,
er bedeutet schon ’ne Masse
– und für Bruno war er klasse,
er schwimmt jetzt auf Wolke sieben,
weil ihn viele Fans nun lieben,
er hat schon vieles hier bewegt,
was auch der vierte Platz belegt,
Bruno hat viel angeschoben,

vielleicht endet’s ja ganz oben?

Nur bitte, guter Weihnachtsmann,
fang’ schnell noch einen Crash-Kurs an,
das Thema; „Wechsel – schnell gemacht“,
denn ich hab’ lang schon den Verdacht,
dass es da Defizite gibt,
weil Bruno Wechsel nicht so liebt,
er hängt an seiner ersten Elf,
sieht Wechsel nur als Notbehelf,
entscheidet sich dann meist zu spät,
nicht selten dann, wenn nichts mehr geht,
bei Jansen und auch bei Demel,
war Bruno ja nicht wirklich schnell,

wenn da ein Crash-Kurs etwas bringt,
und jeder Wechsel dann gelingt,
das wär’ ja echt wie Weihnachten
– ich werd’ jetzt mal darauf achten. . .

Mach’ den Aufsichtsrat auch helle,
und schenk’ ihm ‘ne Antriebswelle,
die Räte, Mensch, die haben Zeit,
ja ist das denn die Möglichkeit?
Fahnden, schnuppern und auch suchen,
und dann immer: Pustekuchen,
die finden nicht mal einen Mann,
die schleppen keinen Sportchef ran,
der Kreuzer sagte einfach nein,
bald sollte es ein Grill dann sein,
doch der war auch nicht so genehm,
vielleicht auch etwas unbequem,
eventuell auch arrogant
– der Posten blieb deshalb vakant,

außer Spesen nichts gewesen,
kann der Rat denn nicht mal lesen?

Ein kurzer Blick mal zu „Matz ab“,
war dazu denn die Zeit zu knapp?
Hier gab’s doch die besten Namen,
die auch stetig wiederkamen:
von Heesen, Bester und auch Golz,
die Herren Räte: „Ach, was soll’s. . ?“
Hoogma, „Fummel“ und der Sammer,
jeder davon wär’ der Hammer;
doch diesem Rat ist das zu dumm,
der eiert lieber weiter rum,
ich glaub’ die wollen Stuttgarts Heldt,
weil der den Herren sehr gefällt,

wieso, weshalb, ich weiß es nicht,
bring’ Du ins Dunkle nun bald Licht.

Schenk’ dem Herrn Hoffmann, das wär’ nett,
’nen Titel, den er zu gern hätt’,
ich denk ja auch, er hätt’s verdient,
ist hier ja schon fast altgedient,
er lechzt nach einer Meisterschaft,
das wär’ ja auch ganz meisterhaft,
er will es schnell, er will es bald,
wer dabei stört, den macht er kleiner,
so viel Ehrgeiz hat sonst keiner,
drum schenk dem guten Mann viel Geld,
damit er hier das Feld bestellt,
Stürmer und auch Abwehrspieler,

sind die Wünsche ja so vieler,

der HSV, der soll nun rauf,
Enttäuschungen gab es zuhauf,
Hoffmann würd’ man ewig loben,
ging’s mit ihm nun ganz nach oben,
und mit Herrn Hoffmann auch Frau Kraus,
auch sie bekäme viel Applaus,
wenn es endlich Titel gäbe –
mach es jetzt, dass ich’s erlebe,
hilf uns’rem guten HSV,
lang lebe es, das Schwarz-Weiß-Blau,
hilf uns allen, hilf der Raute,
gib der Konkurrenz die Flaute,
lass uns an die Spitze schießen,
lass’ die anderen verdrießen,
lass die Schalker und auch Bremen,
Plätze sechs und sieben nehmen,
bring’ Leverkusen aus dem Tritt,
und nimm die Bayern dabei mit,
lass’ Dortmund dort, wo die jetzt steh’n,
dann wär’ das Fest schon wunderschön,
Hoffenheim halt’ auch ganz flach,
den ganzen Rest, den lass’ man schwach,
gib alles für den HSV,
er hat’s verdient, das stimmt genau,

ja, lieber guter Weihnachtsmann,
am besten fängst Du jetzt gleich an,
und mach’ die Arbeit ganz genau

– es grüßt ein Fan vom HSV.

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