Monatsarchiv für Oktober 2009

Frank Rost steht außer Frage

28. Oktober 2009

Rost oder Enke? Van der Vaart oder nicht? Unglaublich, wie viele Kommentare es zu den besagten Diskussionen gibt. Man könnte fast den Eindruck bekommen, der HSV stecke mitten in einer längeren Spielpause, denn sonst bliebe ja gar nicht so viel Zeit für so ausführliche Personalthemen. Na, das ist eben auch eine Folge des Pokalausscheidens und der ersten Nicht-Englischen Woche seit einiger Zeit. Während in Dortmund, Stuttgart und Duisburg Frust über das Ausscheiden den Mittwoch bestimmt, werden in Hamburg potenzielle Kaderveränderungen besprochen, kommentiert und aufgezeigt. Ich vermeide bewusst den Begriff Verstärkungen, weil ich gar nicht weiß, ob eine Verpflichtung beispielsweise eines Robert Enke eine personelle Verbesserung im Vergleich zu Frank Rost darstellen würde.

Wobei ich zum aktuellen Stand ganz eindeutig sagen kann: Besser als Rost momentan kann Enke gar nicht sein. In seiner aktuellen Form verkörpert der Schlussmann des HSV all das, was ein Trainer von einem Führungsspieler erwartet: Rost zeigt gute, stabile Leistungen, er strahlt Ruhe auf seine Vorderleute aus, er ist um eine stetige Verbesserung des gesamten Defensivverhaltens bemüht, er dirigiert, er organisiert, er kritisiert. Daher halte ich den jetzigen Zeitpunkt auch für mehr als unangebracht, um über die Torwartposition ernsthafte öffentliche Diskussionen anzustellen.

Denn eines ist ja auch klar: Sollte der HSV Robert Enke zur kommenden Saison holen, dann wird es bestimmt keine Konstellation Enke Nr. 1/Rost Nr. 2 geben. Dafür sind beide Torhüter zu alt, zu erfahren, zu ambitioniert. In Sachen Torhüter müsste beim HSV doch eigentlich folgendes angestrebt werden: Ein junger, talentierter Keeper wird für den Tag aufgebaut, an dem er Frank Rost als Nummer eins beerben kann. Das hat beispielsweise bei Bayer Leverkusen, wo Rene Adler für Jörg Butt zwischen den Pfosten ging, doch gut geklappt.

Ob Wolfgang Hesl das Zeug hat, Rosts Nachfolger zu werden, mag ich nicht einschätzen. Bei seinen bisherigen Einsätzen hat er trotz eines Aussetzers in Guingamp einen soliden Eindruck hinterlassen. Ich hätte jedenfalls keine Sorge, wenn Hesl Rost mal für eine oder zwei Partien ersetzen müsste. Aber ob es eben für eine ganze Saison reicht, auch um in großen Drucksituationen zu bestehen, das müssen und können nur die verantwortlichen Trainer, allen voran Claus Reitmaier, entscheiden. Und die werden es nur intern und ganz im Vertrauen tun, denn nichts ist schlimmer als ein verunsicherter oder auch übermotivierter Ersatztorwart, wenn er dann doch plötzlich ins Rampenlicht rückt. Eines ist jedenfalls klar: Hesl hat ein paar entscheidende Nachteile, die seine Position in Hamburg sicherlich nicht stärken. In der vergangenen Saison wurde er von Trainer Martin Jol eher mit Skepsis als Vertrauen bedacht, und der HSV durchforstete den Markt offenkundig nach zweiten Torhütern mit „Aufstiegspotenzial“. Das hat das Selbstvertrauen Hesls mit Sicherheit nicht gefördert, vielleicht aber eine Trotzreaktion hervorgerufen.

Wer Frank Rost regelmäßig im Training und auch in den Spielen beobachtet, der kann sicher sein, dass „Fäustel“ das Gegenteil eines Nervenbündels ist. Auch wenn ich ihn in der Vergangenheit nicht immer als DEN souveränsten Rückhalt betrachtet habe, so hat er meine Zweifel an seinen Qualitäten mittlerweile längst ausradiert. Mit guten Leistungen. Frank Rost ist mit Sicherheit kein Schmusetyp – auch oder gerade für die jungen Mitspieler nicht, gelegentlich auch für Claus Reitmaier nicht (dem er gelegentlich deutlich sagt, wenn er Übungen für sinnlos hält) -, aber er ist eine Größe, die Verantwortung übernimmt. Er entschuldigt sich für deplatzierte Abwürfe oder Abschläge, er stellt hohe Ansprüche an sein eigenes Agieren und fordert entsprechend viel von seinen Teamkollegen.

Allerdings – und darum existiert die Torwartdiskussion meines Wissens überhaupt – wird Frank Rost auch nicht jünger. Mit 36 Jahren ist er zwar noch nicht der älteste Bundesligaschlussmann, aber er gehört zum „älteren Eisen“. Aus Managementsicht wäre es fahrlässig, wenn sich die HSV-Verantwortlichen keine Gedanken um eine Torhüter-Nachfolge machen würden. Ob Enke, 32 Jahre alt, da das richtige Zeichen ist? Ich weiß ja nicht.

Das Thema van der Vaart möchte ich eigentlich gar nicht großartig kommentieren. Ich vertraue da voll und ganz den Informationen, die ich aus berufenem Munde erfahren habe. Demnach spielt der Niederländer in den aktuellen und mittelfristigen Planungen von Bruno Labbadia gar keine Rolle. Und trotzdem kann sich so etwas natürlich auch sehr schnell ändern. Der Fußballmarkt ist ja mittlerweile fast stündlich in Bewegung. Und warum sollte sich der HSV in der Winterpause nicht mal interessante Angebote anhören, sofern es denn welche gibt? Zuhören kann nie falsch sein.

Foto: RöhrbeinBelohnung für den 5000. Kommentar!
Mein Kollege Christian Pletz hat es noch in der Hand: das Hamburger Original-Trikot von Rafael van der Vaart mit der Rückennummer 23. Die Besonderheit an dem Dress: Auf der Vorderseite sind die Originalunterschriften von van der Vaart und seinen letztjährigen Teamkollegen. Der 5000. Kommentar in diesem Blog wird mit dem Trikot belohnt. Ein kleiner Tipp: Momentan liegen wir bei knapp 4700 Kommentaren (Foto: Röhrbein).

16:15 Uhr

Viel Freistoß-Luft nach oben

27. Oktober 2009

Das ist wirklich kurios. Heute wollte ich mich dem Thema Standards annehmen, das ich bei der Zwischenbilanz tatsächlich vergessen habe – und meine Abendblatt-Kollegen haben es ebenso wie einige von Euch in ihren Kommentaren auch schon angesprochen. Auch wenn Mickael Tavares’ Freistoß ins Nirgendwo in der Schlussphase auf Schalke bestimmt kein typischer HSV-Feistoß war, so war er dennoch symptomatisch für viele ruhende Bälle des Teams im bisherigen Saisonverlauf.

Wenn man bedenkt, dass bei den mitunter engen und engsten Partien Standardsituationen Spiele entscheiden können, dann kann der HSV in diesem Bereich mit Sicherheit noch nach- und zulegen.

Falls jetzt jemand auf die Idee kommen sollte, dem HSV vorwurfsvoll zu begegnen, nach dem Motto: Na, Freistöße muss man doch üben, dann sollte das immer im Rahmen bleiben. Es ist ja nicht so, dass Bruno Labbadia seine Profis in den vergangenen Wochen nicht auch mal Standards hätte proben lassen. Ich habe es ja gelegentlich selbst geschildert, dass Dennis Aogo, Tunay Torun und Piotr Trochowski Freistöße aus unterschiedlichen Positionen gefährlich vors Tor bringen mussten. Aber mangels Zeit waren das eben nur Standard-Häppchen und keine neuen Varianten, Überraschungsszenen oder komplette Standard-Einheiten.

Viele Fans, die die Begründung „fehlende Zeit“ hören, springen im Quadrat und schütteln verständnislos den Kopf. Kann ich verstehen. Es hört sich ja nun auch wirklich eigenartig an, wenn man als normaler Arbeitnehmer einen Fußballer von hoher Belastung oder gar Stress sprechen hört. Und dennoch stellt der Zeitfaktor ein Problem dar. Nehmt doch mal die bisherige Saison. Da gab es entweder Englische Wochen oder Länderspielpausen. In beiden Phasen hatte der HSV keinen normalen Trainingsbetrieb. Es geht fast immer nur um aktive Erholung, um Vor- oder Nachbereitung eines Spiels. Bruno Labbadia konnte froh sein, wenn er mit den verbliebenen Spielern während der Länderspielreisen wenigstens mal die Zügel anziehen konnte, Auffrischungen des physischen Vorbereitungsprogramms absolvieren konnte. Wenn man dann noch akute Personalprobleme hat, Ausfälle, Angeschlagene, dann gibt es in der Prioritätenliste für das Trainingsprogramm wichtigere Punkte als Standards. Eckbälle und Freistöße sind dann eher die Kür.

Ich habe beim Lesen einiger Kommentare manchmal das Gefühl, als warteten einige Fans nur darauf, dass es einen leistungstechnischen Einbruch und einen Absturz in der Tabelle gibt. Weil es den in den vergangenen Jahren ja eigentlich immer gegeben hat. Ich weiß, das prägt und bedeutet immer eine gehörige Portion Skepsis. Wenn ich von Abwehrproblemen, offensiven Defiziten oder Schwächen bei den Standardsituationen schreibe, dann ist das – und das muss betont werden – Jammern auf sehr hohem Niveau.

Und dabei ist anzumerken, dass die Spieler selbst ja häufig noch Extraschichten nach den normalen Trainingseinheiten einlegen, um an solchen Details, dem Feinschliff, zu arbeiten. Da diskutieren Joris Mathijsen und Dennis Aogo dann miteinander, wo Bälle von der linken Seiten landen müssen, um maximale Torgefahr auszustrahlen. Da gibt auch Torwart Frank Rost Tipps, der ja selbst am besten weiß, welche Freistöße einem Keeper die meisten Probleme bereiten. Da versucht sich Piotr Trochowski immer wieder an der Justierung seines Schussfußes, und Tunay Torun verbessert das Verhältnis gute Hereingaben/Grottenbälle regelmäßig.

Ich betrachte es sogar als extrem positiv, dass der HSV in Sachen Freistöße und Eckbälle noch alles andere als meisterlich ist. Warum? Weil das bedeutet, dass da noch Luft nach oben ist. Weil das heißt, dass Bruno Labbadia mit seinem Team auch noch Überraschungsmomente setzen kann in den kommenden Wochen und Monaten. Und das ist mir lieber, als wenn ich wüsste, dass sich der HSV schon oberhalb seines eigentlichen Limits aufhält.

Ich muss noch etwas in eigener Sache loswerden. Ich werde in den kommenden zwei Wochen nicht beim Training und auch nicht bei allen Spielen des HSV auftauchen. Keine Sorge, es hat nichts mit meinem Gesundheitszustand zu tun (der sich nur langsam bessert). Ich habe Urlaub. Das heißt aber nicht, dass dieser Blog in der besagten Zeit zur Matz-freien Zone werden soll. Ich habe mit meinem Kollegen Christian Pletz folgendes vereinbart: Er besucht die Trainingseinheiten und schaut sich die Spiele an, berichtet mir dann per Telefon von allem (ich schaue natürlich auch alles im Fernsehen), und ich werde dann weiterhin meine Einschätzungen abgeben. Mit Christian Pletz habe ich in den vergangenen zehn Jahren so viele Spiele und Trainingseinheiten verfolgt, dass ich weiß, dass wir eine sehr ähnliche Fußballphilosophie haben und in Sachen Bewertung absolut auf einer Wellenlänge liegen.

Und da meine Frau auch einverstanden ist, ist mein Laptop ständig bei mir. Ich hoffe, dass ich weiterhin so viele Erfolgserlebnisse kommentieren darf. Und vielleicht fällt ja schon gegen Gladbach das eine oder andere Tor nach einer Standardsituation.

11:50 Uhr

Eine erste Zwischenbilanz

26. Oktober 2009

Zuerst einmal möchte ich Euch allen ein riesengroßes Dankeschön aussprechen. Im Eifer des gestrigen Gefechts und im Schwindelgefühl der 3:3-Achterbahnfahrt habe ich gestern völlig vergessen, mich für die zahlreichen und herzlichen Genesungswünsche zu bedanken. Das ist mir echt unangenehm. Ich war und bin überwältigt (und von meiner ebenfalls begeisterten Frau soll ich auch Grüße ausrichten). Und auch wenn es mit meiner kompletten Genesung wohl noch etwas dauern wird (ich war beim Arzt und muss Antibiotika schlucken), so bin ich doch schon wieder so weit aufm Damm, dass ich mich der aktuellen HSV-Lage widmen kann.

Wenn die Trainer und Spieler und Manager in der Bundesliga nach ein paar Spieltagen zur Tabellenlage befragt werden, reagieren die meisten gleich: „Fragen Sie mich doch nach zehn Spieltagen noch einmal, dann hat die Tabelle wenigstens schon ein bisschen mehr Aussagekraft.“

Jetzt, da zehn Spieltage vorüber sind, ist also der perfekte Zeitpunkt für eine ernsthafte Zwischenbilanz. Die fällt angesichts des zweiten Tabellenplatzes in der Liga und Platz 1 in der Europa League Gruppe C extrem positiv aus – vor allem in Anbetracht der personellen Probleme, die für Trainer Bruno Labbadia in den vergangenen Wochen so etwas gewesen sein dürften wie dicke Holzknüppel, die einem 100-Meter-Sprinter permanent zwischen die Beine geworfen werden. Und der „HSV-Läufer“ ist noch immer nicht gestürzt.

Da sich so eine Zwischenbilanz am besten in Einzelaspekten abarbeiten lässt, würde ich fünf Einzelbereiche betrachten:

1. Aktuelle Lage in den Wettbewerben
2. Situation des Kaders
3. Der neue Trainer
4. Sportliche Entwicklung
5. Problemzonen

1. Platz zwei in der Bundesliga ist mehr als beachtlich. Der HSV ist neben Tabellenführer Leverkusen das einzige Team ohne Niederlage und mit 13 Punkten (von möglichen 15) neben Mainz (ebenfalls 13) der heimstärkste Verein. Mit 23 erzielten Toren hat Bruno Labbadias Mannschaft die meisten Treffer erzielt, elf Gegentreffer sind allerdings auch die meisten aller Top-Mannschaften (Vergleich: Leverkusen hat sechs, Werder sieben, die Bayern, Schalke und Hoffenheim neun).

Im DFB-Pokal hat der HSV in dieser Saison enttäuscht. Dem Weiterkommen im Elfmeterschießen bei Fortuna Düsseldorf folgte das Aus beim Drittligaklub VfL Osnabrück im Elfmeterschießen.

In der Europa League steht der HSV nach drei Spielen mit sechs Punkten auf Rang eins und hat von den verbliebenen drei Spielen noch zwei Heimauftritte. Die Mannschaft liegt im Soll und hat trotz eines Aussetzers bei Rapid Wien (0:3) die Fassung bewahrt. In der aktuellen Form steuert die Mannschaft auf den Gruppensieg zu.

2. Die personellen Hiobsbotschaften rissen in den vergangenen Wochen nicht ab. Erst verletzte sich Alex Silva schwer (Kreuzbandriss), dann legte Collin Benjamin nach, es folgten Paolo Guerrero und Mladen Petric. Marcell Jansen plagten immer wieder neue Probleme, von denen er sich jetzt erst erholt hat. Zwischendurch kamen immer wieder schmerzliche Einzelausfälle hinzu: Guy Demel, Jerome Boateng. Trotz der Engpässe jammerten die Profis nie, ebenso wenig ihr Trainer, sondern gingen selbstbewusst und angriffslustig in die Spiele. Auch Nachwuchskräfte wie Tunay Torun und Tolgay Arslan erhielten Bewährungschancen und zeigten im Training und auch in den Spielen Fortschritte.

3. Bruno Labbadia benötigte keine große Eingewöhnungszeit. Er stand von der ersten Sekunde beim HSV unter Strom, unter Vollspannung. Er arbeitet akribisch, prägt die Trainingseinheiten mit taktischem Feinschliff und verpasst der Mannschaft so seine Handschrift. Er führt viele Einzelgespräche und hat stets ein Gehör für die Sorgen und Ansichten seiner Spieler. Er lässt den Offensivkräften kreative Freiräume und fördert stets offensives Denken. Ihm ist ein 4:3 offenbar lieber als ein 1:0. Labbadia „lebt“ sein HSV-Engagement, was ihm nach Rückschlägen nicht zugute kommt, denn dann leidet er eben auch wie ein Hund. Labbadia wirkt so, als habe er bei seinem gescheiterten Engagement in Leverkusen viel gelernt. Er achtet sorgsam auf atmosphärische Störungen, hält den Spaß- und Wettkampfcharakter in den meist eingeschränkten Übungseinheiten hoch und lässt sich auch durch personelle Rückschläge nicht von seiner Linie abbringen. Labbadia ist ein Gewinn für den HSV und identifiziert sich total mit seiner Aufgabe.

4. Im Vergleich zur Vorsaison macht der HSV erkennbare taktische Fortschritte, was vor allem auf Bruno Labbadias Eingriffe und trainingstechnische Maßnahmen zurückzuführen ist. Raumaufteilung und Ballbehauptung in Bedrängnis sind bislang in den meisten Fällen auffällig gut. Die Mannschaft funktioniert als Einheit und ist sich der Notwendigkeit ihrer gemeinschaftlichen Arbeit auch in der Rückwärtsbewegung bewusst. Sie wirkt gelegentlich etwas anfällig bei Kopfballduellen (das war vor allem auf Schalke der Fall). Die individuellen Vorzüge einzelner Spieler (Elia, Ze Roberto, Jarolim) kommen im 4-4-2-System bestens zur Geltung. Die Mannschaft wirkt nach den Rückschlägen in der Endphase der vergangenen Saison reifer. Alte Führungskräfte wie Frank Rost, Joris Mathijsen und David Jarolim haben mit Ze Roberto Verstärkung erhalten. Neulinge wie Marcus Berg und Eljero Elia haben die Vielseitigkeit erhöht, im Angriff wächst Berg nach den Ausfällen von Guerrero und Petric immer mehr in seine neue Stammspielerrolle hinein. Potenzielle deutsche WM-Teilnehmer wie Marcell Jansen und Piotr Trochowski liegen insgesamt noch hinter den Erwartungen, von ihnen erwartet auch Labbadia noch erhebliche Leistungsschübe.

5. Der Konkurrenzkampf hält sich derzeit arg in Grenzen, weil der Kader aufgrund der Verletzungsprobleme arg geschrumpft ist. Im Angriff hängt derzeit viel von der aktuell guten Form Bergs ab, zumal es nach den Verletzungen von Petric und Guerrero an echten Alternativen fehlt. Auch in der Abwehrreihe mangelt es mehr und mehr an Ersatzbesetzungen. Für David Rozehnal dürfte Boateng in die Anfangself gegen Gladbach rutschen, aber Alternativen für die Innenverteidigung und für die Position des Rechtsverteidigers Demel (hat Rückenprobleme) gibt es nicht. Einige Spieler aus der zweiten Reihe (Mickael Tavares, Robert Tesche, Tomas Rincon) bedeuten derzeit noch einen erheblichen Qualitätsverlust. Abseits des Fußballplatzes dürfte die Besetzung des Sportchefpostens die heikelste Personalfrage sein. Seit Wochen ist es diesbezüglich ruhig geworden. Ich werde mich in den nächsten Wochen mal umhören, ob schon neue Namen kursieren.

Das war es vorerst. Habe ich etwas vergessen?

15:50 Uhr

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