Labbadia akribisch

30. September 2009

Bruno Labbadia sah – und zögerte. Er sah noch einmal genau hin, dann marschierte er los. 20 Meter, vielleicht 25 Meter hatte er zurückzulegen, er schritt sie entschlossen ab. Er ging auf dem Trainingsplatz dorthin, wo keiner seiner Spieler stand. Es war niemand dort, wo Labbadia hin wollte. Es stand nur ein Spieler aus rotem Metall auf dem Rasen, der einen Gegenspieler für die HSV-Profis simulieren sollte. Diesen „Mann“ hob Bruno Labbadia nur ganz kurz an, denn versetzte er ihn. Um höchstens fünfzehn Zentimeter. Die aber mussten es dann doch sein. Dann ging er wieder. Die Flucht zum Trainingstor hatte für ihn ganz exakt zu stimmen. Später allerdings „griff“ der Metallkamerad kein einziges Mal in das Spiel ein, egal ob fünf Zentimeter nach links oder nach rechts. Aber der Trainer wollte es eben ganz genau haben, er ging jedenfalls zufrieden von dannen. So ist er.
Diese Szene spielte sich am Montag ab. Am Dienstag folgte Teil zwei: Labbadia flankte seinen Stürmern von rechts die Bälle zu r Mitte, und dort standen auch zwei rote Metall-Abwehrspieler in Treue fest vor Torwart Tom Mickel. Als Co-Trainer Eddy Sözer einen Metallkameraden anpackte und wieder in den Rasen rammte, bat Bruno Labbadia darum, ihn noch zehn Zentimeter weiter nach vorn zu versetzen. Und dann noch einmal fünf Zentimeter oben drauf. Ganz genau eben wollt er es haben, der HSV-Coach. Was er macht, macht er gründlich. Und akribisch. Zufälle scheint es im Trainer-Leben des Bruno L. nicht zu geben, er möchte sie wohl ganz ausschließen. Er prüft genau, er beobachtet genau, er ordnet an und will es ganz genau verfolgt wissen.

Der HSV hatte in der Vergangenheit so manchen Trainer, der wenig bis kaum einmal mit seinen Spielern sprach. Willi Reimann sagte nicht wirklich viel, und auch Felix Magath war kein großer Redner – wie Ernst Happel auch. Oder Branko Zebec. Da Felix und ich gut miteinander konnten (und können), durfte ich ihm so etwas auch gelegentlich sagen – er reagierte auch nicht böse drauf. Er sagte aber stets – und das wurde in geflügeltes Wort zwischen uns: „Matz, du bist ein Amateur, und du bleibst auch ein Amateur. Profis haben zu funktionieren, sonst sollen sie gar nicht erst Profi werden.“

Bruno Labbadia ist da anders. Er redet viel mit seinen Spielern. Und oft. Er trommelt sie auf dem Rasen zusammen, dann hält er seine Rede. Sogar mehrmals während einer Trainingseinheit, wenn es denn sein muss. Und es muss durchaus öfter mal sein.

Zudem führt Labbadia immer mal wieder Einzelgespräche. Vornehmlich nach dem Training. Gibt es in seinen Augen etwas zu sagen, dann spricht er es noch auf dem Rasen an. Das ist stark. Und ganz sicher nicht bei jedem Bundesliga-Trainer Standard. Die meisten denken eher so, wie Felix Magath: „Nicht lange reden, nicht groß erklären, sonst verzettelt man sich.“ Und man könnte auch leicht mal von seinen eigenen Worten überholt werden, das ist die Gefahr dabei.

Gut für Bruno Labbadia zu wissen, dass er einen absolut loyalen Mann an seiner Seite weiß. Auch mit Eddy Sözer unterhält sich Labbadia oft, auch noch auf dem Platz. Jeder Trainingskiebitz kann dabei nur den Eindruck gewinnen, dass zwischen diesen beiden Männern kein Blatt Papier mehr passt. Labbadia und Sözer sind sich absolut einig, funken auf einer Wellenlänge, sind sich auch mal nur durch einen kurzen Blickkontakt einig.
Auch in taktischen Dingen. Wie beim Spiel gegen den FC Bayern. Guy Demel rechts, Jerome Boateng links in der Viererkette, Dennis Aogo ins Mittelfeld, Eljero Elia neben Mladen Petric in die Spitze – das waren durchaus mutige Maßnahmen. Wären sie schief gegangen, dann hätte es eventuell den einen oder anderen Kritiker gegeben, der es (danach natürlich) besser gewusst hätte. Es ging aber nicht schief, wie der 1:0-Erfolg eindrucksvoll bestätigte. Obwohl es bis zur Pause nur 0:0 hieß. Doch auch in der Halbzeit blieb Labbadia seiner mutigen Linie treu. Für den verletzten Abwehrspieler Guy Demel brachte er den seit Wochen glücklosen Stürmer Marcus Berg. Das war nicht nur mutig, das war fast schon Harakiri. Aber auch diese Maßnahme ging voll auf. Viel gewagt, alles gewonnen. So kann es für Bruno Labbadia weitergehen. Und für die HSV-Fans sicher auch.

Ich hatte ja an dieser Stelle gewarnt, laut von der Meisterschaft zu sprechen. Weil es in meinen Augen nichts bringt. Es weckt nur Begehrlichkeiten, die dann, wenn sie nicht erfüllt werden, in Ärger umschlagen könnten. Natürlich spricht beim FC Bayern jeder, selbst der Busfahrer oder auch die Klo-Frau, von der Meisterschaft und von anderen Titeln. Natürlich deswegen, weil das jedes Jahr der Anspruch des FC Bayern ist, sein muss. Aber, die Frage sei mir gestattet: Wie viele Jahre hat der HSV eigentlich keinen Titel mehr gewonnen? Zehn, 20 Jahre? Oder auch schon mehr? Ich will da keine alte Wunde aufreißen, ich glaube aber, es ist schon länger her. Und Ihr wisst es alle, Ihr kennt die schmerzvolle Antwort auf diese Frage. Es ist doch schon dramatisch genug mit dieser fatalen Titeljagd, aber deswegen gleich bei jedem noch so kleinen Aufschwung von der deutschen Meisterschaft zu reden, halte ich für völlig, aber wirklich für völlig falsch. Der HSV muss erst einmal Konstanz in (s)eine Saison bekommen. Wer hat denn nach dem Pokal-Drama von Osnabrück davon gesprochen, dass der HSV jetzt deutscher Fußball-Meister wird? Wer? Kein einer! Und nun auf einmal? Nur weil es einen – zugegeben wichtigen und schönen – Erfolg über den Rekordmeister gegeben hat? Das macht in meinen Augen wenig Sinn.

Und Ihr erinnert doch auch noch eines: In der vergangenen Saison drohten dem HSV gleich drei Titel. Und? Welchen hat es dann tatsächlich gegeben? Null! Aber geredet hatte ganz Hamburg ein Jahr lang davon.
Auch andere Klubs träumen vom Titel, aber auch sie schweigen lieber. Wer mit Worten hoch hinaus will und dann fällt, der erntet schnell mal Hohn und Spott. Einige von Euch werden sich zudem erinnern: Am Sonntag vor dem Saisonstart 2009/10 war ich Gast im DSF-Doppelpass. Neben mir saß Horst Heldt, Manager des VfB Stuttgart. Der sagte mir in einer Werbepause, ich schrieb es bereits einmal: „Wir Schwaben sind ganz froh, dass in Deutschland wieder alle nur vom FC Bayern als Meister sprechen. Alle Experten haben nur die Münchner auf dem Zettel, aber sie werden es, das glaube ich jedenfalls, nicht. Und vielleicht können wir ja dann klammheimlich wieder aus der Tiefe kommen und den Titel gewinnen.“
Er sagte es nicht laut, er sagte es auch nicht öffentlich, er sagte es aber mit einem hoffnungsvollen Unterton. Er wollte aber auf keinen Fall irgendwelche Begehrlichkeiten innerhalb des VfB-Anhangs wecken. Still und heimlich an allen vorbeiziehen, dann Meister werden – das hätte etwas. Stuttgart hat das ja schon einmal ganz grandios geschafft. Und ich sage Euch: Das hätte nicht nur für den VfB etwas, sondern auch für den einen oder anderen Klub – wenn Ihr versteht, was ich meine. In aller Heimlichkeit natürlich nur, das ist doch selbstverständlich, oder?

9.40 Uhr

55 Reaktionen zu “Labbadia akribisch”

  1. Aaron sagt:

    Ich hoffe nur das Labbadia auch länger bleibt, selbst wenn es mal nicht so gut läuft. Allein die ganzen Trainerwechsel der letzten Jahre waren schlecht genug für die Mannschaft.

    Jetzt muss ruhe und Konstanz rein einfliegen, dann kommt alles andere von alleine. :)

  2. HK Hans sagt:

    Guten Morgen, allerseits,

    Sehr schöner Beitrag. Ich habe verstanden und schweige :-) Nur das noch:
    Im aktuellen HA beschäftigt sich ein Beitrag mit der Fußballszene in Tel Aviv und vergleicht sie mit Hamburg. Hapoel ist wie St.Pauli, nämlich links und antifaschistisch, schreibt der Autor. Und der HSV, “so kann man sagen”, ist wie Maccabi. Maccabi bezeichnen die Hapoel-Fans als “arrogant, pompös und größenwahnsinnig”. Alles klar? Die Fußballwelt kann so simpel sein.

  3. lo-king-kai sagt:

    Moin Herr Matz,

    ich bleibe dabei, und da widerspreche ich Ihnen. Natürlich kann man das Ziel Meisterschaft ausrufen. Ich bin keiner von denen, die einen Spieler zerreißen würde, wenn er das Ziel ausgibt, und es dann doch nicht erreicht wird. Ein Zé Roberto z.B. kennt es ja aus Münchener Zeiten, Titel anzustreben. Warum soll er dieses nicht auch in Hamburg wollen? Es gehen am Anfang der Saison 18 Mannschaften in der Bundesliga an den Start. Sicherlich wäre es für einen Verein wie Mainz oder Freiburg etwas zuviel des Guten, die Meisterschaft als Ziel zu formulieren. Aber 5 – 6 Mannschaften dürften das durchaus machen. Ich persönlich glaube, dass die Bayern gerade durch ihre mia san mia Mentalität oft Meister geworden sind. Andere Spitzenclubs haben vielleicht gar nicht ernsthaft daran geglaubt. Ich finde es herrlich, wenn es in der Spitze jetzt enger zugehen sollte, und man den Bayern nicht immer schon im Voraus den Titel zugesteht. Jede Saison, in der Bayern nicht Meister wird, ist für mich ein gutes Jahr. NUR DER HSV!

  4. Dylan1941 sagt:

    @HK Hans

    Ist doch schön, dann soll die Mannschaft die wegknallen und wir haben doppelt Spass.

    @lo-king-karl

    einige Akteure ,insbesondere die mal Meister waren, können/sollten sich äußern das was geht- den arroganten Anspruch der Bayern mit dem Motto “natürlich wird der FC Bayern Meister” den wollen wir ja gar nicht haben.

    Gibt ja nicht nur schwarz-weiß sondern immer auch Grautöne.

    Stellt man sich hin wie Simunic und sagt “wir holen die DM nach Berlin” ist man eher der Depp als wenn die HSVer letzte Saison sagen “wenn wir so weiterspielen ist alles möglich”

  5. WPNikolaus sagt:

    Bescheidenheit ist, wie jeder weiß, besonders im Norden, eine Zier. Nun, vielleicht liegt es daran, dass ich als HSV-Fan schon seit 25 Jahren in München lebe, dass mich das Hohelied auf den FC Bayern nicht mehr erschrecken kann. Auch schon deshalb, weil unser Verein seit einigen Jahren hier nicht mehr verloren hat. Kein Fachmann oder -frau in Deutschland würde den HSV heute nicht als einen der Meisterschaftsfavoriten bezeichnen. Wenn ich die Stimmung in der Stadt (Hamburg) richtig einschätze, genießt der HSV Anerkennung und Begeisterung wie lange nicht mehr. Von dieser guten Stimmung sind auch die Spieler erfasst, wie man in diesem Blog immer wieder lesen kann. Man glaubt an sich und die Möglichkeit, endlich einmal wieder Großes zu erreichen. Warum auch nicht? Und warum soll man eigentlich nicht von der Meisterschaft sprechen, wenn doch alle daran denken? Warum so tun, als ob? Als ob man daran nicht glaubt, oder etwa gar keinen großen Wert darauf legt. Warum nicht die Meisterschaft als Ziel ausgeben? Wenn nicht diese Saison, dann nächste? Was schadet es denn, wenn es nichts wird? Dann ist eben das Ziel verfehlt worden. Das passiert den Bayern auch immer wieder. Nur unrealistische Ziele sollte man nicht hinausposaunen, und vor ein paar Jahren noch wäre die Meisterschaft in der Tat ein unrealistisches Ziel gewesen. Aber wenn nicht jetzt, wann dann? Wir sind nicht großmäulig, wenn wir vom Titel reden, sondern nur realistisch. Und man muss darüber auch nicht gleich die Bodenhaftung verlieren. Wenn dieses Ziel den Verein umtreibt und die Spieler motiviert, die ganze Stadt davon spricht, warum dann so bescheiden? Wir wollen die Mannschaft bedingungslos kämpfen sehen für dieses Ziel, sie sollen alles geben. Wenn sie dann trotzdem scheitern, dann braucht niemand sich zu schämen, dass wir einmal von der Deutschen Meisterschaft gesprochen haben.

  6. Schlienz sagt:

    Heute am 30.09 wieder in klasse Beitrag.. “Labbadia akribisch”

    Es zeigt einfach, wie der Trainer arbeitet und viele, die ihn verfluchen, sollten sich vielleicht mal ein wenig zurückhalten.

    Ich habe Labbadia nie als Heilsbringer gefeiert, ich habe immer gesagt: “Keine Ahnung ob unser Bruno ein Problembär oder ein Goldbär ist, aber wir sollten ihm die Chance geben es uns zu zeigen, bevor wir ihn abstempeln!”

    Ich finde diese Arbeitsweise von Bruno einfach klasse und ich glaube auch nicht, dass das so schnell abstumpft wie in Leverkusen (ich hoffe es).

    Zum zweiten Teil muss man nicht viel sagen, absolut richtig. Durch Bescheidenheit klammheimlich Meister werden ^^ Auch wenn Ze Roberto und Petric das ein wenig anders sehen ;).

  7. Eiche Nogly sagt:

    Es geht darum, dass mit dem Thema Unruhe hereingetragen wird. Jedes Spiel, welches wir nicht gewinnen, respektive verlieren wird zum Anlass genommen, uns den Spiegel vorzuhalten. Sowohl medial als auch z. B. hier im Blog. Blättert doch mal auf letzte Woche zurück. Was haben da einige hier vom Stapel gelassen:
    Labbadia ist doch überall gescheitert und bei uns geht das jetzt schon los. Hoffmann ist eh schlecht für unsere Entwicklung. Rost muss weg, Berg ist ein Fehleinkauf etc., etc. Und überhaupt schafft der HSv es nie und scheitert immer an sich selbst.

    Diese Woche: Labbadias geniale Taktik, Hoffmann sonnt sich nicht im Erfolg, der ist bescheiden und doch gar nicht so schlecht. Warum sollen wir nicht vom Titel reden.
    Überlegt mal – ich übertreibe jetzt bewusst etwas – vom potrentiellen ABsteiger uum Meister innerhalb von 7 Tagen. Merkt ihr was? Irgendwie stimmt das beides nicht so ganz. Es geht immer rauf und runter. Daher, ich weiß ich predige es Gebetsmühlenartig, abwarten. Das nächste Spiel ist immer das schwerste (schon gut 3€, ich weiß).
    Es bringt uns nix und unseren Jungs erst recht nicht. Das bedeutet nicht, dass sie intern Ziele haben müssen. Aber man muss es nicht nach aussen kehren.
    Es wird uns so oder so ausgelegt. Schaffen wir etwas sitzen die Herren im DOPA und sagen: SO muss man das machen. Von Anfang an selbstbewusst sein. Nur wer Ziele ausgibt kann diese auch erreichen.
    Geht das Ding gegen den Pfosten und Du schaffst es nicht sitzen die gleichen Herren dort: Das war doch klar. Wer nach 7 spielen schon vom Titel redet, der fängt schon an sich zu überschätzen. Sie hätten gut daran getan weiter zu arbeiten statt zu reden.

    So einfach ist unsere Welt inziwschen gestrickt. Und die die schlau sind, reden hinterher :-) Da weiß man was man sagen kann!

    Mir werden bei solchen Dingen immer die Blätter welk!!

    EICHE

  8. Ricochet sagt:

    “Bescheidenheit ist eine Zier, doch weiter kommt man ohne ihr!” sagte meine Mutter immer. Die Forderung, die Mannschaft müsse das “Sieger-Gen” entwickeln, solle selbstbewußt auftreten, den Gegner dominieren, ihm ihr Spiel aufzwingen ist allenthalben – auch hier – immer wieder zu hören und wird kaum ernsthaft von irgend jemandem bestritten!

    Und dann soll bei der Frage, ob denn die Meisterschaft möglich ist, mit einmal Leisetreterei bei uns einkehren? Tut mir leid, Herr Matz, aber das passt für mich nicht zusammen.

    Arroganz niemals – aber gesundes Selbstbewußtsein kann uns nur stärken!

  9. Nordkurve24c sagt:

    hochmut kommt vor dem fall … ganz ehrlich, mir geht dieses ganze “hypereuphorisiere” schon wieder gewaltig auf den keks,mal n beispiel an leverkusen nehmen, die den ball schön flach halten und auch “dreckige spiele” wie in köln positiv gestalten … unser verein bzw. zumindest einige buffer haben in aller regelmässigkeit ein bodehaftungsproblem, was immer wieder zu solchen ergebnissen wie in osnabrück führen kann … bei allem respekt, gegen bayern läuft jawohl jeder von alleine … so sehr ich mich freuen würde (weil seit 1983/84, also eine saison zu spät,*g*, dauerkarte ) endlich mal wieder “zählbares” auf dem briefkopf zu lesen, so sehr bin ich genausso davon überzeugt, das das team charakterlich noch nicht reif für titel jeglicher art ist, dafür kommt die “einstellungsproblematik” leider in aller regelmässigkeit zurück … und es ist natürlich keine frage, das ich mich nur zu gerne täuschen würde mit meiner einschätzung …

  10. Dilder Hopfensack sagt:

    Gesundes Selbstbewusstsein? So wie letztes Jahr? Als ich zweimal weinend aus dem Stadion gehen musste, weil sich sämtliche “angekündigte” Titel in Luft auflösten?. Was hat der HSV den in den vergangenen Jahrzehnten schon geleistet, um sich jetzt erlauben zu können, große Töne zu spucken. Das hat in meinen Augen gar nicht mal was mit Selbstbewusstsein o.ä. zu tun. Es ist einfach eine Frage der Demut, des Stils und des – schlagt mich gerne: hanseatischen Understatements, jetzt einfach mal den Ball flach zu halten und in Ruhe zu genießen. Wenigstens so lange, wie es was zu genießen gibt. Denn mal ehrlich: Mit unseren ganzen Verletzten und der starken Konkurrenz in diesem Jahr, die zum Teil noch nicht richtig in Fahrt gekommen ist, wird’s schwierig, dort oben zu bleiben. Ich tippe auf ein Tief zum Ende der Hinserie. Und hoffe auf ein Hoch in der Rückrunde, um am Ende dann vielleicht doch wenigstens ein kleines Wörtchen um die Meisterschaft mitreden zu können.

    Und zum flüsternden Horst Heldt nur soviel: Hätte der mal in besagter Werbepause bloß seine Klappe gehalten! :D

  11. strandadonis sagt:

    Hallo Dieter, zunächst einmal nochmals vielen Dank für deine Infos in der “Fragestunde II”! Deinem heutigen Artikel kann ich nur zustimmen, hanseatisches Understatement nach außen ist der richtige Weg! Wir brauchen uns zwar meiner Meinung nach in diesem Jahr vor niemanden zu verstecken, allzu forsche Töne in der Öffentlichkeit werden uns aber nur wieder um die Ohren gehauen, wenn die Leistung nicht stimmt.

    Bevor wir hier aber weiterhin über eine eventuelle Meisterschaft diskutieren, halte ich es wie “Eiche Nogly”, das nächste Spiel ist das Schwerste. Ein Sieg gegen die Israelis ist Pflicht, sonst schreiben hier am Freitag wieder einige vom Absturz unseres geliebten Vereins.

    Mit schwarz-weiß-blauen Grüßen,

    Strandadonis

    P.S. Was macht eigentlich Joschi Groh, ist der immer noch Postbote?

  12. HSV-Fan seit`59 sagt:

    @ Eiche Nogly
    Mir geht es nicht (nur) darum, ob der HSV gewinnt oder verliert, sondern wie er spielt und kämpft. Spielen und kämpfen sie gut, aber verlieren, bin ich natürlich enttäuscht, aber auch stolz (wie letztes Jahr in Manchester). Spielen sie schlecht und lustlos, gewinnen aber, bin ich sauer und wütend, zumindest, wenn ich das Spiel gesehen habe.

    Mein Albtraum ist folgender: der HSV gewinnt 20 der nächsten 27 BuLi-Spiele mit Gurkenniveau und kommt unter die ersten Drei, und ich habe mich 27 Mal geärgert über miese Spiele mit trägen Stars.

  13. Mario sagt:

    Moin Herr Matz, meine Erkenntnis ist und bleibt, daß wir in dieser Saison nix holen werden, damit meine ich Titel. Daher können wir sagen was wir wollen, nur stimme ich hier mit den meisten überein und sage, wir sollten den Ball mal schon flach halten. Happel, Zebec, Magath alles keine großen Redner sagen sie. Sie sagen Bruno (so beobachten sie) sei da anders und finden das gut. So,so. Ich hab da ne andere Auffassung. Genau diese Kommunikation wurde beispielsweise einem Doll in Hamburg zum Verhängnis und ehrlich gesagt zeichnet das einen großen Trainer auch nicht aus. Mich ärgert immer noch der trainigsfreie Sonntag. Für die Spieler doch ein Zeichen minimaler Aufwand = hoher Ertrag. Das hätte es unter den o.g. erfolgreichen Trainern nicht gegeben und die hätten nicht die 3 Spiele vorm Bayernspiel vergessen.

  14. Alfred E. Neumann sagt:

    Ich kann mich den Meinungen vorn Herrn Matz und Eiche nur anschließen.
    Wenn man nach dem 30. Spieltag noch ganz oben dabei ist, darf man verhalten von der Meisterschaft sprechen.
    Jetzt, nach dem 7.ten Spieltag, läßt sich ein sehr bemerkenswerter Aufwärtstrend erkennen.
    Obwohl die Verletztenliste lang ist, gibt man grad nach blamablen Vorstellungen gegen starke Gegner und direkte Konkurrenten um die DM die richtigen Antworten.

    Ein großer Teil der Mannschaft kann offenbar mit den Erfolgen in der Vorbereitung und Liga einfach nicht umgehen. Anders sind die Auftritte gegen Freiburg, Düsseldorf, Wien und Osnabrück nicht zu erklären.

    Das interne Ziel sollte momentan sein: Tabellenspitze verteidigen und immer das nächste Spiel gewinnen! (Zumal die Alternativen auf der Bank ja sehr eingeschränkt sind.)
    Das gelingt nur, wenn alle am oberen Limit spielen und auch gegen Nicht-Spitzenclubs diese Einstellung zeigen.
    Es macht sich doch leider sehr schnell eine gewisse Überheblichkeit bemerkbar, wenn es gegen -vermeintlich- schwächere Gegner geht.

    Der HSV macht momentan die Big Points in der Liga; er möge die Small Points nicht vergessen.

    Mein persönliches Saisonziel wäre Platz 3 und die CL-Teilnahme, Minimum ist Platz
    5.
    Immer schön den Ball flach halten;)

  15. Thommy HSV sagt:

    Wer jetzt schon von der Meisterschaft faselt, kann nur größenwahnsinnig sein. Das hat nichts mit gesundem Selbstvertrauen zu tun. Der HSV ist viel zu instabil, um ihn als Titelanwärter zu sehen. Wien und Osnabrück sind die besten Beispiele.

    Wenn es dann auf das Saisonende zugeht, versagen beim HSV sowieso regelmäßig die Nerven. Beispiel letzte Saison – das grünweiße Gruselkabinett.

    Also, wie hier schon gesagt wurde, Ball flach halten, von Spiel zu Spiel denken und die Schnauze halten. Auch wenn Hoffmann auf Versammlungen über mögliche Titel schwadroniert, lieber den Mund nicht so voll nehmen.

  16. Maik sagt:

    Vielen Dank Herr Matz für diese tägliche Lektüre, besser als so manche Tageszeitung. Insbesondere wenn man das heutige Abendblatt ließt. Der sympathische Arbeiterverein vom Mittelmeer spielt gegen den pomadigen und rechten HSV. Also kommen alle Braun-Weißen vom Hafenrand um ihre Genossen gegen die bösen Industriellen aus Bahrenfeld zu unterstützen, weil die genau so doof sind wie Maccabi! Ach ja so sympathisch ist das alles und so einfach die Fußballwelt. Und das in einer Hamburger Zeitung, peinlich peinlich!
    Zu Thema Meisterschaft sage ich gar nichts um nicht darüber zu sprechen…als ob so etwas beeinflussend wäre. Soll Petric lieber öffentlich sagen, ne ne Meister wird der HSV auf gar keinen Fall? Ich will Hamburger, die ehrgeizig sind und mal wieder einen Titel nach Hamburg bringen, von mir aus auch den Uefa-Pokal, doch dafür muss man erstmal St. Pauli, ähh Celtic schlagen. Oder war das doch Hapoel? Naja, ist ja eh alles dasselbe! NUR DER HSV!

  17. Stefan sagt:

    Hallo Zusammen,
    ich will einmal etwas anders an die Sache herangehen…
    Hamburg ist eine Großstadt und ein führender Medienstandort mit x Tageszeitungen usw. Dazu kommt, dass der HSV sich glücklich schätzt immer mehr offizielle Mitglieder zuhaben, die wiederum in Hunderten von Fanclubs organisiert sind. Darüber hinaus gibt es immer wieder Unertsuchungen, die den HSV bei den Sympatisantenauswertungen aller Fussballbegeisterten weit oben sehen.
    .
    Wie will man mit diesem Hintergrund, dass auf und ab verhindern?
    Was sollte die Presse denn dann noch machen?
    Wir sind nun mal nicht ein Freiburg, Bochum, Mainz usw.
    Bei uns geht es durch das Umfeld halt so ab wie in Bayern, Schalke, Dortmund usw.
    .
    Bei Hernn Labbadia muss ich ehrlich sagen, dass ich immer noch nicht so richtig weiß woran ich bin. Taktisch scheint merh drin zu sein, aber Fürhrungsqualität? Leider steckt nach meinem Anschein zu viel “Doll” drin. Ich hoffe mit ganzem HSV-Herzen :-)), dass Labbadia in einer richtigen “Abwärstphase” (die wird leider auch noch irgendwann kommen) auch die richtigen “Schalter” bei sich und den Spielern finden wird. Leider bin ich davon noch nicht überzeugt. Somit bin ich weit weg von der Meisterschaft zu sprechen.

  18. Alfred E. Neumann sagt:

    Interessant ist, daß einige hier, bezgl. Bruno Labbadia, zuviel Kommunikation mit der Mannschaft bemängeln und dies mit Kumpanei (Doll-Faktor) gleichsetzen oder ihm gar mangelnde Führungsqualität unterstellen.
    Von letzterer war ich vor seiner Verpflichtung auch nicht überzeugt.
    Die Sache damals in Leverkusen, als sich die Manschaft dort angeblich gegen ihn aussprach, blieb lange bei mir hängen.

    Die (HSV) Spieler nehmen Brunos Konzept aber an und ziehen mit. Das Ergebnis ist (bei richtiger Einstellung) begeisternder Offensiv-Fußball (BVB,VFB,WOB; 2Hz. gegen Bayern) und kluges, taktisches Spiel.
    In Zeiten der Krise, die kommen wird, sollte sich eine Mannschaft mit Charakter an die Vorgaben seines Trainers halten und sich daran erinnern, welche Ergebnisse
    (s. o) in guten Zeiten erreicht wurden.

    Kommunikation: Wenn man nach dem Training die Fehler aufgezählt bekommt, ist es doch schon vorbei. Fehler müssen direkt im Training angesprochen werden, um sie auszumerzen.
    Ich kann das gar nicht positiv genug bewerten.

    Ein Trainer trainiert seine Mannschaft selbst. Ein Feldherr kommuniziert nicht und läßt trainieren.
    Gewann der Feldherr das letzte Spiel?

  19. Mario sagt:

    @Alfred E. Neumann
    Gegenfrage: Wieviel Titel hat der “Feldherr” (oder alle von mir aufgezählten und weitere Beispiele wie Rehagel,Sir Alex usw.)geholt und was erreichte BL mit seinen Mannschaften bis jetzt?

  20. Dylan1941 sagt:

    Mario und AEN

    Generell können wir mal überlegen welche Trainer die Titel holten eher Kumpel oder Feldherren waren ?

    Ferguson,Lattek, Happel, Magath, Hitzfeld, Zebec,Mourinho um nur einige zu nennen waren wohl eher keine Kumpeltypen…ob Bruno einer ist weiß ich nicht , allerdings bin ich davon überzeugt das ein guter,erfolgreicher Trainer nicht zuviel Quatschen und preisgeben darf, fair und seiner Linie folgen muss.

    Mir fällt auch kein Kumpeltyp ein der erfolgreich war

  21. Dylan1941 sagt:

    @Dilder Hopfensack

    Mal ne Frage : Wie alt bist du denn das du wegen verlorenen Spielen weinend aus dem Stadion gehst ?

  22. Dilder Hopfensack sagt:

    Man macht glaube ich immer wieder den Fehler, Profifußballer mit “normalen Menschen” zu vergleichen. Uns allen ist sicherlich immer ein Chef lieber, mit dem man auch mal quatschen oder einen Witz machen kann, als einer, bei dem man sich kaum traut, an die Bürotür zu klopfen. Welche Art der Führung zu einem besseren Betriebsklima und damit im normalen Berufsleben zu mehr Erfolg führt, kann sich wohl jeder vorstellen.

    Eine Profifußballmannschaft gleich da wohl eher einer Schulklasse voller Individualisten und/oder Klassenkasper, die ohne strenge Hand und klare Ansagen nicht mehr und nicht weniger als ein komplettes Chaos veranstalten. Was im Endeffekt auch kein Wunder ist bei einer Horde von mal gerade dem Halbstarkenalter entwachsenen Männern, die in ihrem Leben außer Schulkasse und Trainingsplatz nicht viel anderes gesehen haben und trotzdem vor Geld kaum laufen können.

  23. Eiche Nogly sagt:

    Interessant zu lesen wie ihr jetzt schon wieder BL be(ver)urteilt. Vor allem, ist ein kommunikativer Trainer gleich ein Kumpeltyp? BL hing doch nach, dass er zu hart, zu eigensinnig sei in seiner Auffassung.
    Wir wissen doch gar nicht wie er ist. Nebenbei, Hitzfeld war nie ein Feldherr! NIE!
    Er hat immer ein freundliches Verhältnis zu seinen Spielern gehabt, trotzdem hatte er Autorität und war Konsequent. Weiterhin, und jetzt könnt ihr mich schlagen, auslachen oder sonst etwas: Ich behaupte, dass ein Ernst Happel mit seiner Art heute mit hoher Wahrscheinlichkeit vom Hof gejagt werden würde, bevor er einen Titel gewonnen hätte. Es ist alles Transparent geworden und nach 2 schlechten Spielen wäre alles in Frage gestellt worden.
    Er hat z. B. mitte der 80ger den kleinen Peter Lux regelmäßig rund gemacht. nach einem Waldlauf, der ohne Zweifel nicht zu den Stärken des kleinen Lux gehörte, kam er als einer der letzten in Ochsenzoll an. Da hat Ernstl ihn vor versammelter Truppe run gemacht mit den Worten: ” Na Dicker, hast wieder an der Wurstbude gehalten unterwegs?”. So etwas sollte heute mal passieren. Ab zur Bild, das nächste Spiel verloren und schon geht es los……..

    Alles zu seiner Zeit und heute ist eine andere. Wenn BL etwas gewinnt war alles richtig, wenn nicht, war alles falsch. So einfach ist das! Zumindest wird es dann so dargestellt. Jol war ja wohl auch viel zu nett. Gewonnen hat er nix!
    Im Übrigen, wie viele Fehler mehr hätte er eigentlich rückblickend gemacht, wenn der Linienrichter in der 93. in Frankfurt die Fahne gehoben hätte? Dann wäre wir noch nicht einmal in der EL. Da hätte man dann bestimmt auch Jol und Hoffmann die schuld gegeben.

    Gruß
    Eiche

  24. Dilder Hopfensack sagt:

    @ Dylan1941:

    Wenn wir gegen Werder verlieren, weine ich schon seit mehr als 35 Jahren ;)

  25. HSVIngo sagt:

    Was sagte Zé Roberto kürzlich über Bruno Labbadia: “Er arbeitet wie Hitzfeld” Ist Hitzfeld jetzt ein Feldherr oder ein Kumpeltyp? Ich denke eine gesunde Mischung ist das beste ;-)

  26. Alfred E. Neumann sagt:

    Jetzt muss ich aber mal lachen. Was man selbst so schreibt und wie es interpretiert wird…. Herrlich. ;)
    Mit Feldherr hab ich Herrn van Ccchhaal mit gemeint, nicht den ehrwürdigen Ottmar oder gar den Felix (der Medizinball möge ihm treu sein).

    Kommunikation hat doch nichts mit “Kumpel sein” zu tun!
    Wieso ist Bruno ein Kumpel? Nur weil er mit Nachgeordneten Fehler bespricht?
    Haalllooo?
    Es spricht für Bruno, Fehler im Training sofort zu erkennen und abzustellen.

    Leute, manchmal kann ich da nicht folgen.

    Und wenn Dilder Hopfensack bei manchem Spiel die Tränen kamen, finde ich es nur bemerkenswert das er das hier zugibt.
    Das spricht für ihn, und seinen letzten Post kann ich nur unterstützen:
    einfach treffend beschrieben!

  27. Dylan1941 sagt:

    @Eiche Nogly

    Happel und davon bin ich wiederrum überzeugt würde heute genau wie damals Erfolg haben. Nicht weil er ein Feldherr oder sonstwas war, sondern weil er sich wenig um die schreibende Zunft die im Nachhinein immer alles besser wusste wenig scherte und trotzdem Erfolge einfuhr und einfahren würde.

    Warum ? Weil Originale das immer tun wenn sie Ahnung von einer Sache haben.

    Ein Ferguson gibt nur Interviews wenn er muss und wirft gerne mal nen Schuh mit Stollen an die Nuss von Superstars, ein Mourinho ist absolut autoritär sowie arrogant und lässt Pressefuzzis auflaufen – interessiert keinen solange sie Erfolg haben.

    Schau dir Magath an, wie geht er mit den Spielern um ?

    Da gibt es einen schönen Satz übersetzt von Wolfgang Ambros ins
    deutschsprachige des Dylan Songs Forever Young…

    Wenn dein Kind gerecht behandelst,dann verlässt dich nie…..

    Gerecht ist das Stichwort, wenn der Lux nen fauler Hund war und gerne an der
    Bratwurstbude stand ,dann nimmt er es dem Ernst nicht übel. Was die Presse schreibt ist wurscht , die müssen Seiten füllen .

  28. Mario sagt:

    @Dylan1941
    Da geb ich Dir absolut recht und sonntags wäre nach den Leistungen trainiert worden. Aber ich will hier auch keine Trainerdiskussion führen.
    @AEN
    es war schon klar wen Du meintest, aber auch der hat Titel gewonnen!

  29. rautenträger sagt:

    Lieber Dieter Matz,
    für Ihre nächste Zusammenfassung von Antworten habe ich mal eine Frage: Da Sie als “immermittendrinunddabei”-HSV-Reporter ja doch den einen oder anderen Spieler besser einschätzen können, als wir, die gemeinen Fans, würde mich folgendes interessieren:

    Woran liegt es, dass Albert Streit es bei uns nicht gepackt hat ? Ist er ein so schräger Typ, der immer gegen an geht ? Ein schwieriger Typ eben, weil er immer wieder aneckt ?

    Danke im Voraus.

  30. Alfred E. Neumann sagt:

    Dylan:
    Das waren sicher schöne Zeiten (Happel) und Deine Kernaussage ist mir klar.
    Aber – um mal den Bogen zu spannen – ist Bruno vor der Presse der große Schwätzer? Eher ein Schweiger, sagt nur zum Thema was. Gut, der Ernstl war da abgewichster und humorvoller, aber auch ein bischen(!) älter und erfahrener.
    Brunos taktische Aufstellung gegen den FCB und die Umstellung in der 2 Hz. nötigen mir immer noch Respekt ab.
    Das war richtig gut und nicht voraussehbar.
    Gib ihm mal etwas Zeit, er ist jung und im Gegensatz zu Mourinho hat er keine Weltstars im Team.

    Wir leben in der Gegenwart. Bruno macht einen tollen Job.

    Gerecht ist das Stichwort, wenn ich Dich zitieren darf.

  31. Dylan1941 sagt:

    @Alf Newman

    Über Bueno habe ich doch geschrieben das ich nicht weiß was er ist oder ob er eine Mischung von beiden sein kann…..

    Hier mein Zitat zur Erinnerung:

    “Ferguson,Lattek, Happel, Magath, Hitzfeld, Zebec,Mourinho um nur einige zu nennen waren wohl eher keine Kumpeltypen…ob Bruno einer ist weiß ich nicht , allerdings bin ich davon überzeugt das ein guter,erfolgreicher Trainer nicht zuviel Quatschen und preisgeben darf, fair und seiner Linie folgen muss.

    Mir fällt auch kein Kumpeltyp ein der erfolgreich war”

    Also gerecht ist nur ein Stichwort, vorher den Tex lesen ein anderer ;-)

    Bis November ….. :-)

  32. Alfred E. Neumann sagt:

    @Dylan
    Wird aber auch Tiet. Dann kannste wieder vom Leder ziehen.
    Meld Dich mal:
    michael.bassenauer@online.de
    (Ich vertraue mal diesem “Forum”)

  33. möchtegerntrainer jakob sagt:

    mich hat ebenfalls der artikel exterm genervt, uns mit rechten hier alle in ein topf zu werfen ist eine bodenlose frechheit. tatsache ist zwar dass viel früher block E und F sehr braun waren. habs selbst die “treblinka-sprüche” anhören müssen, und es gibt in jedem stadion nach wie vor idioten. den hsv aber schön hinter… da braunes anzudichten ist eine an idiotie grenzende israelkricherei wie man von AS ja eh gewohnt ist. als hsv-offizieller hätte ich schon längst die rechtsabteilung angerufen. aber was erwartet man von axel springer. mir wird angst und bange wenn hsv hoch am donnerstag gewinnen sollte. bitte kein jubel, sonst sind wir alle antisemiten! für mich hätte israel aufgrund von palästina nie und nimmer mitspielen dürfen. wegen weit weniger kriegsverbrechen sind schon länder ausgeschlossen worden. und wer in der regierung faschisten hat wie liebermann (zit: palästina fussballfeldähnlich plattmachen) barak (zit: wir brauchen palästina als lebensraum für unsere familien, klingt sehr nach goebbels) gehört nicht zu europa! ich gehe aus diesem grund nicht ins stadion!

  34. Dylan1941 sagt:

    @ Alfredo E. Newman

    Ich schreibe dir nur wenn du auch noch deine Kreditkartnummer mit Prüfzahl und die komplette Kontoverbindung postest…. :-)

  35. Alfred E. Neumann sagt:

    Wie indiskret.
    Jetzt wird man von seinem Lover schon erpresst ;)

    Ach, ist nur Spaß.

  36. HSV-Oliver sagt:

    OT
    _________________________________________________
    Kein Ze-Comeback in der Selecao

    http://www.sport1.de/…fussball_wm2010/newspage_157473.html

    Das iszt für Ze schade, aber für den HSV gut.
    _________________________________________________
    Gruss
    OLiver

  37. Dylan1941 sagt:

    @HSV Olli

    Kannte ich schon aber sage trotzdem :

    Ein kleiner Verlust für Ze, ein grosser Vortei für den HSV !

  38. Dembinski sagt:

    Servus Jungs,
    was mich erstens interessieren würde: Lesen auch Frauen diesen Blog? Hab leider noch keine Hinweise dahingegend erhalten.

    Zum anderen: Kann mir jemand eine Pension/Hotel in Hamburg empfehlen? Gut und günstig wenns geht, Lage sollte auch gut sein…Ich komme vom 15.10.-18.10
    Vielen Dank im voraus für Eure Hilfe

  39. HSV-Oliver sagt:

    Moin Herr Matz, :-)

    ["Ich hatte ja an dieser Stelle gewarnt, laut von der Meisterschaft zu sprechen. Weil es in meinen Augen nichts bringt. Es weckt nur Begehrlichkeiten, die dann, wenn sie nicht erfüllt werden, in Ärger umschlagen könnten."]
    _________________________________________________________________
    Das ist ein wirkliches Problem, die Fans wollen endlich einen Titel (wie die Schalker Fans auch) und wenn Ze Roberto plötzlich auch das erreichen will und davon offen spricht, dann kann man es den Fans nicht mal verübeln, ihren Traum leben zu wollen. Wir haben 7/34 einer Saison gespielt, nicht mehr und nicht weniger. Der HSV hat 5 Spiele gewonnen udn spielte zweimal Unentschieden. Wir haben noch 27/34 zu absolvieren. Die Aussagekraft ist fast gleich 0, daher haben sie recht, erst später an morgen(den Tiel) denken und die Erwartungshaltung zu reduzieren und von Spiel zu Spiel zu denken. Und erinnern Sie sich, wie Felix der Glückliche in Wolfsburg damals damit umging? Daraus kann man viel lernen. Er hielt den Ball lange(!!!) flach, bis dann am Ende der Drops gelutsch war!!!
    _________________________________________________________________

    Gruss
    Oliver
    _________________________________________________________________
    „Matz, du bist ein Amateur, und du bleibst auch ein Amateur. Profis haben zu funktionieren, sonst sollen sie gar nicht erst Profi werden. Felix Magath“

  40. comebackhomegravesen sagt:

    Da mein Post wohl leider im anderen Thread ein bisschen zu spät kam, meine Zeilen aber trotzdem gehört werden wollen, hier ein zweiter Versuch:
    *
    @Eiche Nogly
    Wenn mich nicht alles täuscht, gab es bei diesem besagten Spiel gegen M’Gladbach nicht nur eine rote Karte gegen Karsten Bäron sondern mindestens noch eine oder sogar zwei??
    Ich erinnere mich dunkel an ein Freitagsspiel, dass ich damals noch gegen 22:00Uhr bei ran (was für himmlische Zeiten, weniger der Fussball der 90er Jahre, aber ran mit zwei Spielen am Freitag und danach auf dem Sofa einzupennen^^, das hatte was) in der Zusammenfassung gesehen habe.
    Ich erinnere mich auch daran, dass nach zwei Platzverweisen gegen uns, zwei bis drei aufgebrachte Fans aus der Westkurve auf das Spielfeld liefen und dem Schiedsrichter mittels eindeutiger Handbewegungen klarmachten, was Sie davon halten
    Mag sein, dass ich mich irre, aber diese Szene habe ich bis heute im Kopf.
    *
    @Dieter Matz: Ihr Blog wird allmählich zur Institution. Ihr Blog hat es auf meinem in der Lesezeichenliste schon auf Platz 3 geschaff, direkt hinter meinem Email-Account und Facebook. Es ist jedes Mal toll, Ihre Zeilen zu lesen und dass Sie uns so nah am Geschehen teilhaben lassen. Als Fan lechzt man ja nach jedem Schnipsel HSV am Tag, auch wenn es nur die Info ist, dass der Hund von Spieler xy sich gestern den Magen verdorben hat:)
    *
    Eine Frage zur “Sprechstunde” habe ich auch:
    Mich würde interessieren, wie der HSV damals auf Valdas Ivanauskas gekommen ist und wie Ivan der Schreckliche sich in seiner Zeit in Hamburg gefühlt hat.

  41. HSV-Oliver sagt:

    OT…OT…OT…OT….OT…OT
    —>Wichtige Info für Herrn Matz und die HSV Fans—>
    —>ELIA wäre bei Ajax gelandet, wenn Jol 0,5 Mio. € draufgelegt hätte und war sich angeblich schon mit Ajax einig- ich dachte ELIA wollte unbedingt zu uns:-(
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    Ajax’ Sulejmani schickte Elia zum HSV
    28.09.2009 – 14:34 – Stephan Kläsener
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    Eljero Elia ist der große Shootingstar im Team des Hamburger SV. Mit seinen blitzschnellen Dribblings, seinen überraschenden Finten und präzisen Flanken ist der 22-Jährige schon jetzt eine der großen Attraktionen der Bundesliga. Wie der ehemalige HSV-Coach und jetziger Trainer von Ajax Amsterdam Martin Jol gegenüber ’ajaxshowtime.com’ erklärte, wäre Elia jedoch fast in Amsterdam gelandet.
    „Mit dem Spieler waren wir bereits einig: Eljero wollte zu uns. Wenn wir eine halbe Million mehr gezahlt hätten, würde Elia heute für uns spielen. Ich habe aber nein gesagt, denn wir haben schon für Miralem Sulejmani 16,5 Millionen Euro bezahlt.“ – da kann man aus Sicht der Hamburger nur von Glück sprechen.
    http://www.fussballtransfers.com/ajax-sulejmani-schickte-elia-zum_article1847.html
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    Gruss
    Oliver
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    Und hier noch ein Sprüchlein, aus berufenem Munde, für meinen Kumpel Eiche:-)
    HSV-Trainer Bruno Labbadia: „Uns interessiert nicht das Alter, sondern die Leistung und der Mensch.“
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    „Matz, du bist ein Amateur, und du bleibst auch ein Amateur. Profis haben zu funktionieren, sonst sollen sie gar nicht erst Profi werden. Felix Magath“

  42. Dylan1941 sagt:

    @ HSV Oliver

    Das ist ne “alte” bekannte Meldung und hier ist doch nicht der Pressethread.
    Steht doch alles bei Tm.de, und den beiden HSV Boards.

    Seltsam auch bei der Meldung das Elia seit Winter nach HH wollte lt. eigenen Aussagen und er einst beim Konkurrenten Den Haag spielte……

    Aber BTT

  43. Alfred E. Neumann sagt:

    HSV-Oliver:
    WAS willst Du uns sagen?

  44. HSV-Oliver sagt:

    @Alfred E. Neumann,:-)

    Ich bins Mad..erkennst du mich nicht…gg

    Gruss
    Oliver

  45. möchtegerntrainer jakob sagt:

    hoffentlich ist der große “ze” nicht allzu arg enttäuscht! ich hätte es ihm so sehr gegönnt dass er naochmal für die brasis spielt. tja, so muss halt deutsche meisterschaft her ;)

  46. Alfred E. Neumann sagt:

    Also wenn Ihr nicht ernsthafter werdet,
    wird mein Schwager Don Martin die nächste Partie in Echtzeit zeichnen.

    Gott meint grad, Don hätte zuviel Nutten und Champagner und wir sollten das Spiel doch selber spielen.

    Scheiße, müssen wir Brüno wieder die Schuld geben ;)

  47. Dilder Hopfensack sagt:

    Eine Anmerkung zur Sprechstunde habe ich auch:

    Lieber Herr Matz, falls Sie wirklich vorhaben sollten, uns in diesem bisher so wunderbaren Blog (bis auf die Gewinnspielfragen …) in Zukunft tatsächlich darüber zu informieren, ob der Hund von Spieler xy sich gestern den Magen verdorben hat, dann sagen Sie es bitte gleich!

  48. Dylan1941 sagt:

    @AEN

    Jetzt wird es mir zu Jaffee ,könnten wir wieder BTT ? :-)

  49. Alfred E. Neumann sagt:

    Ich halte es mal mit Erich Mielke (Chef der Stasi)

    Leute, ich liebe Euch!

    ;)

  50. Amy sagt:

    Hallo an alle!
    Da nun von Dembinski so direkt angesprochen, muss ich mich auch mal outen und sagen JA, es lesen auch Frauen diesen Blog. Also ICH zumindest und er vertreibt mir vor allem seit Montag die Zeit, da ich mit Grippe im Bett liege.
    Bin mega froh nun auch neben dem HA-Online eine tägliche HSV Quelle hier in Hessen zu haben. (Studiere in Frankfurt (!!!!), komme aus der schönsten Stadt der Welt und bin schon seit kleines Mädchen durch Vater und Bruder HSV-infiziert).
    Also ein Dank an Herrn Matz und euch allen für die täglichen Informationen aus erster Hand, vor allem an die ganzen Infos über die “Nichtachtung” des HSV beim Doppelpass. Hab mit meinem Freund (natürlich Eintracht-Fan:)) am Sonntag auch DSF geguckt und war noch total euphorisch vom Abend. Als dann, wie ja nun schon oft gesagt, der HSV nur noch in den letzten Minütchen “Beachtung” hab ich mich auch total aufgeregt. Jetzt weiß ich ja warum das da so Gang und Gebe ist und muss mich nächsten Sonntag nicht mehr ärgern.
    Schöne Grüße aus FFM

  51. Slival sagt:

    Zu dem Text von HSV-Oliver könnte ich noch anmerken, dass Sulejmani seit letzter Saison bei Ajax spielt und somit auch da die Bilanz belastet. Was Jol damit zu tun hat….Aber das war den meisten hier anscheinend eh schon geläufig.
    Was Bruno angeht würde ich einfach mal abwarten. Momentan macht er auf mich nicht den Eindruck als wäre er ein Freund der Mannschaft, wie es Doll damals war. Geduzt wird er ja auch nicht. Von daher…locker bleiben und gucken was passiert.
    An den Vergleich von (bzw. Maccabi und Hapoel) St.Pauli und uns (bzw. Maccabi und Hapoel) gewöhnt man sich irgendwann. Allerdings wars früher im Volkspark wirklich noch schlimmer. Obwohl, den Vergleich find ich eigentlich doch immer noch besch….! Also Hapoel weghauen. Und gut is.

  52. Dylan1941 sagt:

    @Alfred

    Dann halte es doch eher mit anderen ehemaligen DDR Staatsgrössen und sage “Niemand beim HSV hat die Absicht DM zu werden” ,damit wären wir bei Herrn Matzingers Ausgangsblog!

  53. Alfred E. Neumann sagt:

    Weder Honecker noch Kohl in ihrem Lauf,
    halten den HSV bei dem Anlauf zur Meisterschaft auf.
    Damit schließt sich der Kreis?

  54. Master of Grätsche sagt:

    Tja , der Bruno…Wir haben zusammen 1987 beim HSV angefangen..
    Erstes Spiel gegen Schalke , ich von Anfang , Bruno von der Bank…4:2 Spitzenreiter , hat geklappt…Dann kam München…:-(..
    Um auf die Frage nach Kontakten einzugehen , ist ja kaum noch ein Kicker aus meiner Zeit in Hamburg geblieben..
    Ansonsten noch zu Markus Babbel ( ganz schön müde die Stuttgarter gestern ) und zu Michael Preetz ( voller Gegenwind zur Zeit )..

    Belanow war ne lustige Nummer , aber es gab noch eine andere Spässe und Anekdoten , die zu angebrachter Zeit auch hier auftauchen werden , habe ich dem Dieter zugesagt.

    Jungs , eines sage ich Euch , der MATZINGER ist ein Pfundstyp..
    Und nur ganz wenige dürfen den Dieter so nennen..

  55. Dylan1941 sagt:

    @Master o G.

    Jaja ist angekommen ;-)

    Werde jetzt wieder voller Ehrfurcht “Herr Matz” schreiben ;-)