Eins, zwei, oder drei – der HSV muss sich entscheiden…

6. Dezember 2016

Stefan Reuter kommt am Sonnabend mit Augsburg zum HSV

Stefan Reuter kommt am Sonnabend mit Augsburg zum HSV

Der HSV hat im Kalenderjahr 2016 noch nie zwei Bundesliga-Spiele nacheinander gewonnen – jetzt könnte es soweit sein. Erstmals wieder November 2015 (in Bremen und gegen Dortmund). Blöd nur, dass ausgerechnet jetzt der FC Augsburg kommt. 60 Prozent der bisherigen Bundesliga-Spiele gegen den FCA gingen verloren –das bedeutet einen Niederlagen-Anteil für den HSV, der ebenso hoch ist wie der gegen Bayern München! Augsburg hingegen feierte nur gegen Stuttgart mehr Siege (7) als gegen den HSV (6). Wobei: Nirgendwo siegte der FCA auswärts öfter als beim HSV (drei Siege) und nirgendwo sonst spielten die Schwaben auswärts so oft zu null (ebenso dreimal). Nicht nur wegen dieser direkten Bilanz hat Augsburg seit dem Bundesliga-Aufstieg 2011 satte 30 Punkte mehr geholt als der Scheinriese aus der Millionenmetropole. „Unser Umfeld ist sicherlich deutlich schmaler geschnitten“, weiß Stefan Reuter, der seit Januar 2013 bei den Augsburgern als Sportchef erfolgreich das Zepter schwingt.
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Ein Sieg – und kaum einer spricht drüber…

5. Dezember 2016

Klartext: Vorstandsboss Dietmar Beiersdorfer verteidigte heute seine Marschroute

Klartext: Vorstandsboss Dietmar Beiersdorfer verteidigte heute seine Marschroute vehement

Sie wollten kein großes Brimborium veranstalten. Eine kurze Einladung, eine langer Tisch und am Kopfende die vier strategisch entscheidenden Köpfe des HSV e.V., der gute Nachrichten zu verkünden hat. Pressesprecherin Anne Gnauck und Geschäftsführer Jörn Spuida lauschten den Worten von Präsident Jens Meier sowie seinem Schatzmeister Dr. Ralph Hartmann. Letztgenannter erläuterte das, wovon die AG nur träumen kann: Einen Überschuss aus dem abgelaufenen Geschäftsjahr. Bei Einnahmen von 6,49 Millionen Euro (+ 6,72%) und Ausgaben von 6.217 Millionen Euro bleibt demnach ein Plus von 273.000 Euro. Nachdem man im Vorjahr durch außerordentliche Belastungen (insbesondere Steuernachzahlungen) noch 1,9 Millionen Euro Verlust aufzuweisen hatte, ein sehr guter Schritt nach vorn. Dass sich das Präsidium dennoch einem Abwahlantrag ausgesetzt sieht, ist entsprechend auch weniger der Vereinsarbeit geschuldet, denn der Personalie Dietmar Beiersdorfer – und der stellte sich im Anschluss an die e.V.-Verantwortlichen – mit mächtig Dampf auf dem Köcher.
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Der erste Dreier ist perfekt – verdienter 2:0-Sieg in Darmstadt

4. Dezember 2016

Besiegelte mit seinem ersten Bundesligator den ersten HSV-Saisonsieg:  Matthias Ostrzolek (r.)

Besiegelte mit seinem ersten Bundesligator den ersten HSV-Saisonsieg: Matthias Ostrzolek (r.)

„Wie der HSV in Darmstadt gewinne kann“ hatte ich gestern getitelt – und spätestens jetzt wissen wir es. Denn der erste Dreier der Saison ist perfekt. Aller guten Dinge sind drei – dachte sich Trainer Markus Gisdol und schickte nach Hoffenheim und Werder auch gegen Darmstadt eine identische Startelf auf den Platz. Und die begann engagiert. Man versuchte, die Darmstädter, die komplett auf den vom HSV ausgeliehenen Sven Schipplock verzichteten, unter Druck zu setzen. Und das gelang ganz gut. Der HSV war bissig, präsent und gewann den Großteil der Zweikämpfe – allerdings ohne, dass sich der HSV zunächst selbst großartig Torchancen erspielen konnte. Dennoch: Das Zeichen schien angekommen und Darmstadt wusste von Beginn an, dass der HSV hier nichts anbrennen lassen wollte. es ein harter Gang würde. Und am Ende stand ein hochverdienter 2:0-Sieg durch die Tore von Gregoritsch und Ostrzolek zu Buche, der den geschundenen HSV-Seelen mehr als guttun dürfte…
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Wie der HSV in Darmstadt gewinnen kann

3. Dezember 2016

Nicolai Müller (Mitte) ist wieder obenauf - und ein Hoffnungsträger

Nicolai Müller (Mitte) ist wieder obenauf – und ein Hoffnungsträger

Zum Glück gibt es im Fußball noch sehr viele andere, die schlechter mit Geld umgehen als die HSV-Verantwortlichen. Der „Spiegel“ und „Football-Leaks“ haben heute einen entlarvenden Bericht hingelegt, der deutlich macht, wie auch außerhalb des HSV mit Geld nur so um sich geschmissen wird – und das größtenteils rechtswidrig. Ronaldo, Familie Özil, Mourinho, Mendes und Co. stehen dabei stellvertretend für die heutige Generation, die den Fußball versaut. Sepp Blatter, Beckenbauer und das gesamte korrupte Uefa- und Fifa-Konstrukt hatten vorgelegt – und wurden jetzt eingeholt. Ehrlich gesagt überrascht das wirklich niemanden, der etwas mehr im Fußball unterwegs ist. Denn der Profi-Fußball ist längst nicht mehr das leidenschaftliche elf gegen elf auf dem Platz. Profi-Fußball ist reines Geschäft. Ein Milliardenzirkus, der den Sport an sich immer mehr in den Hintergrund drängt. Investoren überrennen die Klubs und wettbieten Gehälter bis ins eigentlich Unhaltbare. Und damit meine ich tatsächlich nicht Herrn Kühne mit seinen inzwischen knapp 100 Millionen Euro für den HSV. Nein, der Weltfußball hat absolut gar nichts mehr mit Idealismus zu tun. Schon deshalb ist ein Aktion wie die von Ze Roberto, der kostenfrei für den Klub der abgestürzten Chapecoense-Spieler auflaufen will, gar nicht hoch genug zu bewerten.
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Darmstadt schon im „Kampfmodus“

2. Dezember 2016

HSV-Präsident Jens Meier beim Richtfest in Ochsenzoll

HSV-Präsident Jens Meier beim Richtfest in Ochsenzoll

Ortstermin in Norderstedt. Der HSV e.V. hat geladen zum Richtfest des neuen Umkleidehauses in Norderstedt. Auf dem Gelände des alten „Lindenhofs“ entsteht das Gebäude mit 1.500 Quadratmetern, das die alten, marode geworden Anlagen am Weg Richtung Fußballplätze ersetzen soll. Der Präsident des HSV e.V., Jens Meier, nannte den Bau einen Meilenstein, was sicher richtig ist, zumal die Untragbarkeit der alten Zustände schon jahrelang bekannt war. Nun ist gehandelt worden, und es soll in Norderstedt weiter an der Infrastruktur gebaut werden, wie zu hören war. Die Zahlen des HSV e.V. werden in den kommenden Tagen präsentiert werden, und es ist kein Geheimnis vorherzusagen, dass hier solide gewirtschaftet wurde und wird. Nicht ganz so gut gelaunt zeigte sich Meier, als er als Präsident des Mehrheitsgesellschafters auf die HSV AG angesprochen wurde. Natürlich wünsche man sich eine andere Lage in der Fußball-Bundesliga, sagte Meier. Was seine Aktivitäten im AG-Aufsichtsrat, und die seiner fünf Kollegen anbelangt, hielt sich Meier bedeckt: „Es gebührt sich nicht, dass ich mich dazu äußere.“ Wie alle anderen beim HSV blickt Meier allerdings auch gebannt auf das Bundesliga-Spiel am Sonntag in Darmstadt.

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Beiersdorfer: „Bei uns herrscht kein Chaos!“

1. Dezember 2016

Dietmar Beiersdorfer, hier beim 80. Geburtstag von Uwe Seeler. Fotos: Witters

Dietmar Beiersdorfer, hier beim 80. Geburtstag von Uwe Seeler. Fotos: Witters

Über keinen anderen Mann wird im Moment so gestritten im und um den HSV herum: Dietmar Beiersdorfer. Wie groß ist seine Schuld an der Misere? Muss er den Hut endlich nehmen? Oder darf er gerade jetzt nicht gehen? Fehlt es ihm an Führung? Oder kommt das alles noch, wenn man noch mehr Geduld beweist? Heute hat der Vorstands-Vorsitzende der Deutschen Presse Agentur (dpa) ein schriftliches Interview gegeben. „Didi“ macht sich gerade, stellt sich vor die Sache und sieht den HSV – trotz allem – auf dem richtigen Weg. Hier ist das komplette Interview im Wortlaut:

Frage: Nach dem 2:2 im Nordderby gegen Werder Bremen wurde die sportliche Entwicklung der Mannschaft unter Trainer Markus Gisdol öffentlich anerkannt, Kritik gibt es weiterhin an der Führung des HSV und ihrer Person. Wie reagieren Sie darauf?

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Pressekonferenz vor dem Darmstadt-Spiel

1. Dezember 2016

Mathenia hat den Blick fürs Wesentliche

30. November 2016

Die Nummer 31 soll beim HSV von hinten raus die Mannschaft führen: Ersatzkeeper Christian Mathenia

Die Nummer 31 soll beim HSV von hinten raus die Mannschaft führen: Ersatzkeeper Christian Mathenia

Christian Mathenia wollte unbedingt zum HSV. Schon früher als junger Fußballer hatte er sich immer sehr für den HSV interessiert. Insofern kam die Anfrage der Hamburger im Frühjahr diesen Jahres alles andere als unerwünscht. Einzig der Zeitpunkt war ein wenig heikel, da er sich mit seinem damaligen Klub noch mitten im Abstiegskampf befand. Schon deshalb hielten er und sein Berater den bevorstehenden Wechsel unter Verschluss. „Ich wollte hier in dieser Phase keine falsche Unruhe aufkommen lassen“, so Mathenia damals, „ich wollte hier erst noch meinen Job zu Ende bringen und nach getaner Arbeit stolz gehen können.“ Und das schaffte er auch. Obwohl sein Wechsel bei Matz ab damals exklusiv noch vor Saisonende bekanntgegeben wurde.
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Wenn das Risiko unverantwortlich wird…

29. November 2016

Halten zusammen: HSV-Vorstandsboss Dietmar Beiersdorfer und Kühnes rechte Hand, Aufsichtsratsboss Karl Gernandt

Halten zusammen: HSV-Vorstandsboss Dietmar Beiersdorfer und Kühnes rechte Hand, Aufsichtsratsboss Karl Gernandt

Ja, der HSV hätte eine ganze Woche verschenkt, wenn am Sonntag in Darmstadt nicht gewonnen wird. Wenn bei dem Mitkonkurrenten im Abstiegskampf nicht gepunktet wird, fällt der HSV ab. Weit ab, da Bremen gegen Ingolstadt spielt und dementsprechend mindestens einer der beiden punkten wird – und vielleicht fällt er sogar auseinander. Denn schlimmer noch als in der Tabelle würde sich eine Niederlage im Umfeld auswirken. Was in den letzten Wochen schon immer prophezeit wurde, ist auch diesmal wieder angekündigt: Verliert der HSV, muss Vorstandsboss Dietmar Beiersdorfer gehen. Und Aufsichtsratsboss Karl Gernandt, der für die Verzögerung in dieser Entscheidung hauptverantwortlich ist, wohl gleich mit. Sagen viele.
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