Ruhe in Frieden, Timo.

24. März 2017

Hinterlässt eine Ehefrau und zwei Kinder: Timo Kraus

Elf Wochen voller Leid und der immer geringer werdenden Hoffnung, ihren Mann und den Vater ihrer zwei Söhne wieder in den Arm nehmen zu können, sind für Corinna Kraus leider unerfüllt geblieben. Seit gestern steht fest, dass der HSV-Manager Timo Kraus ertrunken ist. Die Leiche wurde nahe der Cap San Diego gefunden. „Wir sind zutiefst bestürzt. Unsere Anteilnahme und unser tiefes Mitgefühl gelten Timos Familie, der wir weiterhin zur Seite stehen werden“, sagt HSV-Vorstand Frank Wettstein.

Kraus wurde seit dem 7. Januar von seiner Familie vermisst. Der 44-jährige Familienvater war nach einem geselligen Abend mit Kollegen an den Landungsbrücken nicht zu sich nach Hause in die Nordheide zurückgekehrt. Corinna Kraus hatte sich daraufhin die Polizei alarmiert, dessen Suche zunächst erfolglos blieb. Erst heute Morgen erreichte die Familie die Bestätigung, dass Timo tot ist.

Anschließend richtete Timo Kraus‘ Eehefrau Corinna bewegende Worte an uns, die ich so an Euch weiterleiten möchte und die es selbstverständlich so zu respektieren gilt. Ich wünsche der Familie in Zukunft unendlich viel Kraft, um diese Tragödie bestmöglich zu verarbeiten.

Ehefrau Corinna in einem Statement:

„Es gibt keine passenden Worte für den Schmerz, den wir empfinden. Unsere schlimmsten Befürchtungen haben sich bewahrheitet. Timo hinterlässt eine riesige Lücke in unserem Leben, und ich weiß noch nicht, wie es ohne ihn weitergehen soll. Wir werden weiterhin Zeit brauchen, um diese entsetzliche Geschichte zu verarbeiten. Dabei werden uns wie bisher unsere Familie, unsere Freunde und auch der HSV helfen. Ich möchte den Behörden, der Öffentlichkeit und den Medien danken, dass sie uns bei der Suche nach Timo so tatkräftig unterstützt haben. Ich möchte sie nun aber alle bitten, unserer Familie die Privatsphäre zu lassen um mit der notwendigen Trauerarbeit im Kreise unserer engsten Vertrauten zu beginnen. Wir brauchen jetzt unsere Ruhe, das gilt insbesondere für unsere beiden Söhne.“

P.S.: Für gestern wurde es von Eurer Seite bereits angemerkt – und es ist sicher angemessen, den heutugen Blog allein Timo zu widmen. Bis morgen.

Hunt droht längere Pause – 5:0 gegen BU mit Videoschiri im Test

23. März 2017

Ist heute nach monatelanger Suche tot aufgefunden worden: HSV-Manager Timo Kraus

Es ist traurige Gewissheit: Am späten Nachmittag bestätigte sich der Verdacht, dass der heute Morgen in der Nähe der Cap San Diego geborgene Mann der seit Januar vermisste HSV-Manager Timo Kraus ist. In den sozialen Netzen wurde bereits kondoliert und auch ich möchte mich an dieser Stelle an die Familie von Timo wenden und Ihr mein tief empfundenes Beileid aussprechen. Es ist für uns wahrscheinlich unvorstellbar, was die Familie von Timo derzeit durchleidet, auch deshalb möchte ich Ihr von dieser Stelle aus viel Kraft wünschen. Ich hoffe, ich darf da im Namen aller hier sprechen: Unsere Gedanken sind bei der Familie von Timo.

 

 

Sportlich durften wir derweil einem Testspiel der etwas anderen Art beiwohnen. Der Video-Schiedsrichter wurde beim Test gegen den Hamburger Oberligisten getestet. Soll heißen: Im Stadion waren acht Kameras aufgestellt, deren Bilder direkt in ein Replay-Center nach Köln übertragen wurden. Bei strittigen Situationen hatte der Bundesliga-Rekord-Schiri Wolfgang Stark dort die Möglichkeit, alle Bilder auszuwerten und das Ergebnis via Funk dem hiesigen Schiedsrichter Tobias Stieler durchzugeben. „Es wird sicher noch einige Anpassungen geben müssen, bis der Video-Schiri praktikabel ist“, so Gisdol, der die Neuerung dennoch nicht ablehnt sondern eher befürwortet. „In wichtigen Situationen sicherzugehen, keine gravierenden Fehler zu machen – das kann doch eigentlich nur gut sein.“

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HSV: Vertrag mit Trainer Markus Gisdol bis 2019 verlängert ***Ergänzt 19.11 Uhr***

22. März 2017

Sind sich einig, weiter beim HSV zusammenarbeiten zu wollen: Trainer Markus Gisdol und Sportdirektor Jens Todt (r.)

Sie haben immer betont, beide zu wollen. Jetzt haben sie es getan – und das, ohne dass irgendwer vorher auch nur einen Piep gesagt hat: Der HSV hat den Vertrag mit Trainer Markus Gisdol bis 2019 verlängert. So, wie man es in einem professionellen Klub handhabt. In aller Ruhe, nach intensiven Gesprächen und reichlich Überlegungen, wurde der zuletzt so positiv verlaufenden sportlichen Entwicklung (26 Punkte aus 20 Spielen) damit entsprochen. „Wir freuen uns sehr darüber, dass wir in der jetzigen bewährten Trainerkonstellation vertrauensvoll weiterarbeiten werden. Wir sind fest entschlossen, den eingeschlagenen Weg in den nächsten Jahren gemeinsam fortzusetzen“, erklärte Sportchef Jens Todt via hsv.de. Den ganzen Beitrag lesen »

Das lange Warten hat begonnen

21. März 2017

Die Staatsanwaltschaft hat den Eingang der HSV-Unterlagen bestätigt und prüft aktuell, ob sie Ermittlungen gegen Joachim Hilke einleitet

Hätte man den härtesten Crashtest innerhalb der Mannschaft vorher gestalten können, viele hätten sich wahrscheinlich für Lasogga und Papadopoulos als Dummies entschieden, um zu sehen, wer heil bleibt, wenn die beiden Brecher aufeinander prallen. Dass es sich letztlich im Training so ergibt, hatte dagegen niemand so wirklich gewollt, denn es endete mit einem blutüberströmten vorzeitigen Abgang Papadopoulos’. Wobei der Grieche noch Glück im Unglück hatte, denn außer der Platzwunde ist nichts weiter passiert. Läuft alles nach Pan, wird er schon sehr bald wieder auf dem Trainingsplatz stehen. Sein Einsatz gegen Köln am übernächsten Sonnabend ist jedenfalls nicht gefährdet. Lasoggas eh nicht. Die Tatsache, dass die zweite Einheit der Mannschaft heute ins Gym verlegt wurde, hatte mit dem Crash ebenfalls nichts zu tun, sondern war so geplant.
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Sorgen um Hunt und Wood

20. März 2017

Drohen beide auszufallen: Bobby Wood und Aaron Hunt (r.)

Zugegeben, wenn der HSV in den letzten Monaten Verletzungsdiagnosen bei seinen Leistungsträgern ungenau kommunizierte, dann war meistens Gefahr im Verzug. Deshalb darf man schon etwas aufschrecken, wenn man heute die Mitteilung liest, Bobby Wood habe „Probleme am unteren Rücken“. Deshalb werde er ein paar Tage pausieren. Die Bandscheibe, so viel konnte der HSV verraten, sei nicht betroffen. Allerdings sei auch noch nicht ganz klar, was genau es ist. Auch deshalb verzichtete der US-Amerikaner auf seine Länderspieltour und pausiert stattdessen in Hamburg, wo er durchgehend behandelt wird, um bis zum Köln-Spiel wieder fit zu werden. Fakt ist aber auch, dass man sich beim HSV ernsthafte Sorgen macht – auch, weil man eben noch immer nicht genau sagen kann, was die Ursache ist für Woods Rückenproblem. Insofern: Daumendrücken…! Auf jeden Fall aber schon einmal gute Besserung von meiner Seite!!
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Das Spiel in Frankfurt hat auch was Gutes

19. März 2017

Der Sieg war drin, aber nicht zwingend verdient. Auch Kyriakos Papadopoulos war letztlich nicht unzufrieden mit dem einen Punkt in Frankfurt

Das war nicht schön. Wirklich nicht. Foulspiele en masse, Fehlpässe nicht minder viele – und dazu keine Tore. Nicht einmal ein berechtigter Elfer wurde gepfiffen. Kurzum: Ein Spiel zum Vergessen. Oder? Nein! Absolut nicht. Denn wer sich jetzt aufschwingt, in Frankfurt einen Sieg und am besten auch noch schönen Fußball dazu zu erwarten, der hat wirklich alles das nicht verstanden, was uns die letzten Jahre gelehrt haben: Demut zu haben. Denn Fakt ist, dass der HSV zwar gefühlt gut drauf ist, aber eben auch, dass er mit zwei Punkten Rückstand auf den ersten Nichtabstiegsplatz immer noch Tabellen-16. ist. Relegation hieße das, wenn es bis Saisonende so bleibt. Und dort könnte den HSV ein echter Brocken gegenüberstehen, wenn es Hannover 96 und der VfB Stuttgart nicht schon direkt schaffen. Und danach schaut es aus, angesichts der guten Form von Braunschweig und Union Berlin.
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0:0 – schwaches Spiel in Frankfurt bringt HSV „nur“ einen Punkt

18. März 2017

Foul und trotzdem kein Elfmeter: Frankfurts David Abraham foult Filip Kostic

„Das war bisher kein Spieltag für uns“, analysierte Mehdi Mahdavikia, unser heutiger Gast, gleich einmal beim Hereinkommen ins Studio, also noch vor dem Anpfiff des HSV in Frankfurt. Und er hatte natürlich Recht, denn die Konkurrenten hatten den Druck maximal werden lassen. Wolfsburg besiegte Darmstadt mit 1:0 durch einen Brusttreffer gegen Darmstadt 98. Und während Augsburg und Freiburg sich 1:1 trennten, überrannte Werder Bremen den kriselnden Aufsteiger RB Leipzig mit 3:0. Ergo: Drei Punkte Rückstand auf den ersten Klasse rettenden Tabellenplatz vor dem Spiel in Frankfurt. Am Ende solten es „nur“ noch zwei sein, dank des Punktes in Frankfurt – aber der Reihe nach.
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Zum Glück gibts noch den HSV auf dem Platz…!

17. März 2017

Auf ihre Führungsqualitäten wird es morgen ankommen: Aaron Hunt und Kyriakos Papadopoulos (v.l.)

Blog Nummer zwei für heute. In aller Kürze…

Manchmal sind Statistiken dann doch sehr interessant, weil sie tatsächlich eine gewisse Aussagekraft haben. Wie diese: Seit 1995, wo die Drei-Punkte-Regelung eingeführt wurd, hatte nach 24 Spieltagen ein Tabellensechzehnter nie mehr Punkte als derzeit der HSV (26). Ein Team wie Leverkusen auf dem 10. Platz liegt nur gerade mal fünf Punkte vor dem Relegationsrang. Ein solches Punktepolster hatte in der letzten Saison nach 24 Spieltagen auch der VfB Stuttgart, heute kicken die Schwaben in der Zweiten Liga. Ergo: Selbst Frankfurt ist mit seinem aktuellen Neun-Punkte-Polster noch nicht komplett aus der Verlosung – insbesondere nicht, wenn die Hessen gegen den HSV verlieren sollten. So, wie sie die letzten fünf Bundesliga-Spiele verloren haben.
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Warum Ruhe, wenn es doch auch anders geht…

17. März 2017

Bringt sein Verhalten den HSV und sich in Schieflage? Ex-Vorstand Joachim Hilke

Sportlich läuft es, da müssen eben schnell andere Baustllen her. Irgendwie darf es beim HSV nie zu lange gut laufen, nie zu lange ruhig sein. Auch deshalb habe ich die Ruhe in den letzten Tagen so bewusst hervorgehoben. Man muss die wenigen Stunden einfach genießen – wer weiß schon, wann es wieder so kommt. Denn schon gestern Abend, nachdem ich den Vorstandsvorsitzenden mit seiner Aussage wörtlich genommen hatte, man werde der seit Monaten bekannten Duiskussion um Hilke/Match-IQ nicht nachträglich nachgehen, wurde die Kündigung des ehemaligen Vorstandsmitgliedes bekannt. Ebenso, dass man mit Match-IQ den jüngst bis 2018 verlängerten Vertrag per sofort beendet.
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