Talent und HSV – das passt noch immer nicht

24. Mai 2016

Wohl wieder ein Toptalent, das der HSV verpasst: Kerem Demirbay darf für zwei Millionen Euro wechseln

Wohl wieder ein Toptalent, das der HSV verpasst: Kerem Demirbay darf für zwei Millionen Euro wechseln

Es sind die Tage der Dramen – dachte ich. Aber als ich gestern das Spiel der Frankfurter on Nürnberg gesehen habe, war es fast schon langweilig. Für mich zumindest. Denn der Frankfurt, der eine im Laden, sah das offensichtlich komplett anders. Als das Tor fiel sprang er auf und schrie seine Erleichterung raus. Also ungefähr so, wie wir in den letzten beiden Jahren bei Diaz und davor Lasogga, tippe ich. Aber mit etwas emotionalem Abstand war das Spiel gestern so einseitig und harmlos von Nürnberger Seite, dass es eigentlich nur einen Sieger geben konnte. Und auch, wenn es letztlich zeitlich knapp wurde, war es hochverdient für die Eintracht. So, wie letztes Jahr auch für den HSV. Der schoss zwar in der Nachspielzeit erst den Ausgleich, war aber im Spiel zuvor überlegen, da auch der KSC zuvor zu passiv geblieben war – trotz der glücklichen, zwischenzeitlichen Führung.
Den ganzen Beitrag lesen »

Auf der Eins hat der HSV die geringsten Sorgen

23. Mai 2016

Ersatzkeeper Andreas Hirzel wird von seinen Teamkameraden - auch von Rene Adler (r.) - sehr hoch geschätzt.

Ersatzkeeper Andreas Hirzel wird von seinen Teamkameraden – auch von Rene Adler (r.) – sehr hoch geschätzt.

Rene Adler ärgert sich über die zu kritische Herangehensweise einiger Anhänger – na dann. Ich bin mir allerdings ziemlich sicher, dass sich in dieser Mannschaft nicht ein Spieler wirklich über die Fans geärgert hat, ganz im Gegenteil. Allen ist bewusst, dass die Anhänger das einzig konstant erstklassige am HSV sind. Vielmehr versucht Adler den Fokus der Kritiker auf die Fakten zu lenken, also in diesem Fall auf die Statistik. Die besagt immerhin, dass der HSV nicht einmal im Laufe der Saison auf einem Abstiegsplatz stand. Ein Indiz, dass Konstanz vorhanden war/ist? Mitnichten. Auch, wenn Adler das suggerieren will.

Nein, bei aller Freude über den vorzeitigen Klassenerhalt, dieser HSV ist noch weit entfernt davon, konstant gute Leistungen zu zeigen. Ausbrüche wie gegen Ingolstadt, Darmstadt zuhause, um nur einige zu nennen, sind einfach noch zu regelmäßig. Konstant ist beim HSV nur die Inkonstanz, wenn auch auf einem leicht verbesserten Gesamtniveau.
Den ganzen Beitrag lesen »

2:0 und Schluss! HSV in der Sommerpause

22. Mai 2016

Sicher auch 2016/17 ein HSVer: Emir Spahic

Sicher auch 2016/17 ein HSVer: Emir Spahic

Das war dann also der letzte Aufgalopp des HSV in der „alten“ Saison. Nettes Ferienspielchen an der Ostsee vor fröhlicher Kulisse. Allzu viele Profis hatte Coach Bruno Labbadia nicht mehr in seiner Formation. Sieben waren es noch – und die schafften zusammen mit einigen U-23-, U-19- und U-17-Spielern ein 2:0 beim Tabellen-Sechsten der Ost-Oberliga, dem FC Anker Wismar. „Es ist schön zu sehen, wie viele Fans der HSV nicht nur in der Umgebung von Hamburg, sondern auch darüber hinaus besitzt“, freute sich Labbadia.
So spielte der HSV beim FC Anker Wismar: Mickel (46. Dehmelt) – Diekmeier (57. Jurcher), Cleber (46. Tikvic), Kim, Ostrzolek (46. Seo) – Branco (46. Limaj), Holtby – N. Müller (20. Köhlert), Gregoritsch (46. Behounek), Bahoui, Stark (57. Jurcher)
Tor: 1:0 Gregoritsch (32.), 2:0 Jurcher (80.)

Die kommenden Wochen bis zum offiziellen Trainingsstart für die neue Saison werden im Zeichen der Transfers stehen. Dabei wird eine erwartete Vertragsverlängerung wohl recht zügig über die Bühne gehen. Noch ist es nicht fix – aber Emir Spahic wird beim HSV bleiben als Abwehrchef. „Ich würde es sehr begrüßen, wenn er uns noch ein weiteres Jahr hilft“, so Labbadia heute nach dem Wismar-Spiel. Vollzug also ziemlich sicher in der kommenden Woche.

Den ganzen Beitrag lesen »

Der HSV setzt auf Tempo

21. Mai 2016

Sonnabendnachmittags ist so etwas immer ganz schlecht. In der Firma ist niemand mehr, seitdem wir keine Sonntagszeitung mehr produzieren und bei Apple im Laden bekommt man erst Stunden später einen Termin. Was also tun, wenn das Notebook nicht mehr will, was es machen soll? Klar, ein Leihgerät holen. Bei Freunden oder eben in der Firma abholen. Gesagt, getan – Leihgerät ist da. Und es läuft. Passt also, dachte ich. Bis auch das Leihgerät nicht mehr wollte. Ich also schnell zu Mediamarkt, fragen, was das Gerät hat. „FileVault“ zeigt er mir an – eine Festplattenverschlüsselung, die sich nach Angaben des Experten vor Ort „durchaus auch mal ein paar Tage“ ziehen kann und die ich nicht abbrechen kann. Bis dahin ackert der Apparat im Hintergrund so sehr, dass er für meine Eingaben im Vordergrund keine Power mehr hat. Ergo: Auch das Leihgerät ist unbrauchbar. Da ich aber nicht einfach den Blog für heute ausfallen lassen will, setze ich mich an mein iPad und hacke den Text via Touchscreen-Tastatur rein. Geht auch – ist aber echt mühselig. Vor allem mit meinen Paddeln…
Den ganzen Beitrag lesen »

Darmstadts Vorbildfunktion kostet sie jetzt Spieler

20. Mai 2016

Darmstadt als Vorbild zu nehmen ist für sicher nicht falsch. Und das gilt nicht nur für den HSV, sondern für viele Mannschaften der Bundesliga. Denn die Lilien leisteten mit kleinem Portemonnaie in der abgelaufenen Saison das für mich beachtlichste Ergebnis, indem sie sich vorzeitig den Klassenerhalt sicherten. Dabei hatte das Team um meinen „Trainer des Jahres“ , Dirk Schuster, richtig gut gearbeitet – insbesondere bei der Kaderplanung. Woanders abgeschobene Spieler wurden zusammengeholt, dazu ein paar ablösefreie Spieler. Mit gerade einmal 950000 Euro für Neue schaffte der Überraschungsaufsteiger – zwei Jahre nachdem man noch in der Dritten Liga spielte – mit einer unfassbaren Einstellung, einem unbändigen Willen und einer auf rustikale Art außergewöhnlich homogenen Mannschaft in der Bundesliga das, was zu Beginn keiner glauben mochte. Und die Liga verneigte sich vor der großen Leistung. Völlig zurecht – allerdings nur kurz.
Den ganzen Beitrag lesen »

In dubio pro Kühne

19. Mai 2016

Klaus.Michael Kühne ist umstritten -oder doch nur die letzte Hoffnung?

Klaus.Michael Kühne ist umstritten -oder doch nur die letzte Hoffnung?

Es wird noch nicht besser. Im Gegenteil, es klingt alles schon weder so, wie es der HSV vor der entscheidenden Phase für die neue Saison am allerwenigsten gebrauchen kann: schon wieder wird der entscheidende Mann von innen heraus geschwächt – und/oder schwächt sich selbst. Angefangen mit dem Bekanntwerden des ersten Treffens auf Mallorca, das deutlich machte, dass der HSV von Kühnes Gunst abhängig ist und dieser allein auf Beiersdorfer nicht mehr vertrauen will, legte Plaudertasche und Kühne-Souffleur Reiner Calmund jetzt noch mal nach und verdeutlichte, dass der Vorstandsvorsitzende und Sportchef in Personalunion definitiv nicht autark entscheiden dürfe. Zumindest nicht, wenn er die Millionenspritze seines Hauptinvestors bekommen will.
Den ganzen Beitrag lesen »

Hohe Ehre für den HSV – im doppelten Sinne

18. Mai 2016

DFB-Präsident Reinhard Grindel als HSV-Fan in Rotenburg

DFB-Praesident Reinhard Grindel als HSV-Fan in
Rotenburg

Das Spiel für den im Februar 2014 verstorbenen Hermann Rieger hatte einen würdigen Rahmen. Richtig schön ist es hier in Rotenburg. Supernett in ein Waldgebiet gebettet, leicht mit der Bahn erreichbar liegt das kleine Stadion, wo der Fünftligist Rotenburger SV beheimatet ist und den HSV empfing. Etwas mehr als 2000 Zuschauer fanden den Weg zu dem Test, bei dem der HSV im Vergleich zum Test in Celle schon richtig viele Profis dabei. Drobny im Tor, Diekmeier, Cleber, Ostrzolek, Kacar, Gregoritsch – und dazu Kim, Arslan, P. Müller, Daouri und Altintas als Fraktion aus der zweiten Reihe – so ging es los. Wobei, den Anstoß machte DFB-Präsident Reinhard Grindel. Prominenz war also vor Ort – nur das Spiel wollte nicht so recht mithalten. Dass ausgerechnet der chronisch torerfolglose Dennis Diekmeier in der 21. Minute den Torbann durchbrach – und das auch noch mit links -, symptomatisch für den eher mäßigen Kick zu Beginn.
Den ganzen Beitrag lesen »

Mathenias Traum vom HSV erfüllt sich – Demirbay’s auch?

17. Mai 2016

Torwart Christian Mathenia wechselt aus Darmstadt nach Hamburg und unterschreibt bis 2019

Torwart Christian Mathenia wechselt für 800.000 Euro aus Darmstadt nach Hamburg und unterschreibt bis 2019

Um zehn Uhr landete er, gegen 11 Uhr war er im Athleticum zum obligatorischen Medizincheck: Christian Mathenia. Der neue Ersatzkeeper absolvierte dabei nicht alle Übungen, da er sich jüngst die Hand gebrochen hatte und nicht voll belasten durfte. Dennoch bestand der 24-Jährige den Check problemlos und hat damit seinem einstigen Idol und seit heute auch „Kicker“-Elf-des-Jahres-Mitglied Rene Adler, der bei seinem Check das eine oder andere Problem hatte, schon mal eines voraus. Ebenso wie gegenüber Jaroslav Drobny, der sich Jahr für Jahr sehr aufwendig in England behandeln und seine Knie fitspritzen lässt. Heute nun sollte Mathenia, der „unbedingt zum HSV“ wollte, wie er selbst sagt, seinen Dreijahresvertrag in Hamburg unterschreiben, was sich ob einiger administrativ zu klärender Dinge noch bis in die Abendstunden zog – aber nicht gefährdet ist. Wie berichtet kostet er 800.000 Euro festgeschriebene Ablösesumme.
Den ganzen Beitrag lesen »

Drobnys Treffer eröffnet den 5:0-Sieg in Celle

16. Mai 2016

Bruno Labbadia hatte es vorweggeschickt: Wenn man in Augsburg mit dem letzten Aufgebot angetreten war, dann war das heute in Celle, bei dem gerade in die siebte Klasse abgestiegenen TuS Celle das allerallerletzte Aufgebot. Sogar das vermeintlich letzte Aufgebot vom allerallerletzten Aufgebot. Gleich elf der 19 mitgereisten Spieler kommen aus der U23. Nationalspieler und Verletzte waren gleich zu Hause geblieben – Nicolai Müller und Pierre Michel Lasogga waren nur zur Zierde dabei und schrieben mehr (Müller) oder weniger gut gelaunt, aber dafür sehr fleißig Autogramme, während der HSV auf dem Platz beim 5:0 gegen den TuS Celle (Absteiger aus der sechsten in die siebte Liga) wenig bis gar keine Mühe hatte. Selbst mit acht U23-Spielern in der zweiten Halbzeit war es nicht mehr als eine launige Trainingseinheit vor 3600 Zuschauern im ausverkaufen Günther Volker Stadion von Celle. Bruno Labbadia: „Wir haben einen guten Kick gesehen. Für uns ist es wichtig, die Nähe zu den Menschen aus unserem Umfeld zu suchen, die uns im Laufe der Saison so sensationell unterstützen.“
Den ganzen Beitrag lesen »

Nächste Einträge »