Kacar ist da, Spahic kommt, Gregoritsch wohl auch – und der HSV “kantersiegt”

5. Juli 2015

Der Typ wird langsam Kult. Der Smalltalk vor dem Freistoß zum 1:1 in Karlsruhe wird ihm immer nachgesagt werden. „Tomorrow my friend, tomorrow“ hatte der Chilene dem HSV-Kapitän und ehemaligen Weltklassespieler Rafael van der Vaart entgegengerufen, als dieser ankündigte, zu schießen. So besagt es zumindest die seither erzählte Legende. Und so fraglich der Wahrheitsgehalt auch sein mag – Marcelo Diaz bastelt sich seinen Kultstatus langsam aber sicher selbst zusammen. „Du bist der Größte. Wir sind stolz auf Dich“ ließ die Mannschaft ihren Mitspieler per Videobotschaft vom Trainingsplatz in Graubünden wissen, nachdem dieser mit einem Sieg im Elfmeterschießen Argentinien im Finale der Copa America eine Premiere für die aufstrebende Fußballnation Chile erreicht hatte. Den ganzen Beitrag lesen »

Graubünden, Tag 1: Warten auf die Neuen

4. Juli 2015

Dererste Neue: Batuhan Altintas

Dererste Neue: Batuhan Altintas

Irgendwas stimmte mit seinem Pass nicht – und Klub- sowie in diesem Fall. Tourmanager Bernd Wehmeyer hatte alle Hände voll zu tun, den Neuen auch mitfliegen zu lassen: Batuhan Altintas. Der junge Türke, der bereits seit zwei Wochen als Neuzugang feststeht – wenn man dem Spieler glaubt. Denn Altintas höchstselbst hatte via soziale Netzwerke seinen Wechsel mit einem Foto in dem (damals noch Imtech-Arena, heute) Volksparkstadion verkündet – bevor er vollzogen war. „Jetzt habe ich unterschrieben“, so Altintas, der bislang nur türkisch spricht. Dabei wäre der groß gewachsene Angreifer, der zuletzt nach Streitigkeiten mit seinem Klub Bursaspor eine ganze Saison lang suspendiert war, tatsächlich schon gern sehr viel früher gekommen. Ein Wechsel scheiterte im Winter jedoch noch am Veto seines abgebenden Klubs, der auch diesmal nicht besonders kooperativ gewesen sein soll, als es um Unterschriften für Dokumente dieses Wechsels ging. Für Altintas ist das alles Geschichte. „Es ist der erste Schritt eines anspruchsvollen Weges“, sagte der 19-Jährige meinen Kollegen von der Bild, ehe er mir gegenüber formulierte: „Ich bin hergekommen, um zu spielen. Das ist mein einziges Ziel.“

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Ein kurzer Blick zu Zinnbauers Zweiten

4. Juli 2015

Sage noch einer, dass Spielerberater ihr Geld im Schlaf verdienen! Die müssen auch hart arbeiten. Und schwitzen. Gerade heute. In Ochsenzoll, dem HSV-Leistungszentrum, herrschten tropische Temperaturen, 37 Grad – aber die Berater und Scouts ließen sich das Testspiel zwischen der Zweiten des HSV und dem West-Regionalliga-Club SC Verl nicht entgehen. Es könnte bei diesem Spiel, das über vier (!) Halbzeiten geführt wurde, aber auch nur 90 Minuten dauerte, ja doch noch das eine oder andere Talent zu beobachten sein. Was ich für diesen sommerlichen Kick allerdings mal klar verneinen würde. Sie taten sich alle schwer. Vor dem Anpfiff wurde HSV-Co-Trainer Soner Uysal noch geflachst: „Wir hier heute schon für die WM in Katar geübt?“ Ja, aber nur hitzetechnisch. Übrigens gewann der SC Verl, der in HSV-Stutzen spielen musste, weil die eigenen zu Hause vergessen worden waren, das Spiel mit 1:0.

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Vor dem Trainingslager in der Schweiz

3. Juli 2015

Kraft in den Teller, Knorr auf den Tisch. Hat einst der junge Franz Beckenbauer via Werbefernsehen der Nation empfohlen. Und ließ sich die Suppe schmecken. Hoffentlich. An diesen Werbe-Spot musste ich heute den ganzen Vormittag lang denken, denn ich verdrückte meine Zeit im Volkspark. Training um 10 Uhr. So stand es im HSV-Fahrplan für diesen Freitag. Und dann nichts zu sehen von den Profis. Nur Fans waren da, und die machten „lange Nase“. Weil die Bundesliga-Abteilung im Kraftraum war – über eine Stunde lang. Kraft tanken. Muss ja auch sein. Aber deswegen der Beckenbauersche Werbe-Spot, der mir im Kopf umherkreiste. Kraft tanken für die neue Saison. Nach dieser sicherlich schweißtreibenden Einheit ging es noch laufender Weise in den Volkspark. Die Mannschaft lief weit über 40 Minuten durch den Wald. Hoffentlich hatte sie sich nicht verlaufen – ist ja auch schon mal beim HSV vorgekommen. Bei Felix Magath, damals in Herzlake. Oder Schmerzlake uch genannt. Seinerzeit hatte der Chef die Orientierung verloren, sodass dieser Waldlauf dann doch etwas länger dauerte als gedacht. Obwohl es sicher nicht geschadet hat, aber das ist ein anderes Thema. Doch wenn ich mich recht erinnere, war die Stimmung damals – bei der Ankunft im Hotel – kurz vor dem Siedepunkt. Spieler geladen, Magath noch viel mehr . . . Und es begann die Suche nach dem Schuldigen.

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Platzt der Deal mit Gregoritsch?

2. Juli 2015

Neue Spieler beim HSV – ohne die geht es nicht. Diesen Hilferuf hat HSV-Trainer Bruno Labbadia (wenn auch nicht wörtlich) gestern auf der ersten Pressekonferenz der Saisonvorbereitung ausgesandt. Bis auf den Japaner Gotoku Sakai ist noch nichts passiert, und nun droht auch der Deal mit Michael Gregoritsch zu platzen. Der Ex-St. Paulianer galt in den vergangenen Wochen als Top-Kandidat für den HSV. Aber: Eine Einigung ist trotz nächtelanger Verhandlungen zwischen dem VfL Bochum, der TSG Hoffenheim sowie HSV-Direktor Peter Knäbel schwierig.

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Ungewohnt bescheidene Töne im Volksparkstadion

1. Juli 2015

Dietmar Beiersdorfer

HSV-Boss Dietmar Beiersdorfer

Da hatten sich die beiden aber mal was vorgenommen. Ehrlich und authentisch sollte es sein. Und das wurde es auch. Vorstandsboss Dietmar Beiersdorfer und sein Trainer Bruno Labbadia referierten zum Trainingsauftakt über den Stand der Dinge. Und bis auf die bevorstehende Verpflichtung von Gotoku Sakai konnten sie noch nicht vieles in Sachen Personal berichten, was optimistisch stimmt. Im Gegenteil. Bruno Labbadia überraschte mit seinen klaren Worten zur Situation, die nun mal alles andere sei als das, was er sich gewünscht hatte. „Aber ich will hier nicht jammern“, so der Trainer – der zugleich keinen Zweifel daran ließ, wie schlecht die Transfersituation für den HSV ist. Den ganzen Beitrag lesen »

Trainingsauftakt – noch ohne Neue

30. Juni 2015

Hiroki Sakai soll zum HSV kommen

Hiroki Sakai soll zum HSV kommen

Oha, das wird übersichtlich. Zum Trainingsauftakt präsentiert der HSV morgen – Rückkehrer Jonathan Tah mal ausgenommen – genau keinen Neuen. Und obgleich ich ehrlich sagen muss, dass das allein für mich noch kein Gradmesser wäre, ist er das. Weil sich der HSV zu offensiv geäußert hatte. Peter Knäbel hatte vor einer Woche versprochen, bis zum vergangenen Sonntag den ersten neuen zu präsentieren. Und dieser Plan ging nicht auf. Soll heißen: Der HSV hinkt seinen eigenen Erwartungen schon wieder hinterher. Gerade einmal knapp 20 Mann (je nachdem, wie viele U23-Spieler mittrainieren) wird Trainer Bruno Labbadia um zehn Uhr begrüßen können. Den ganzen Beitrag lesen »

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