Alles neu – alles besser?

6. Mai 2016

Bekommt er am Ende einen würdigen Abschied? Ivica Olic

Bekommt er am Ende einen würdigen Abschied? Ivica Olic

Am vorletzten Spieltag der vergangenen Saison stand dem HSV das Wasser bis zum Hals. Die Jungs von Bruno Labbadia fuhren nach Stuttgart, waren dort reichlich überfordert, und verloren nur wegen der Unzulänglichkeiten der Stuttgarter im Torabschluss knapp mit 1:2. Die Folge war der erneute Sturz auf einen Abstiegsplatz, der dank eines 2:0-Sieges gegen Schalke am 34. Spieltag und vor allem durch Schützenhilfe anderer Vereine verlassen werden konnte. Verglichen mit dieser dramatischen Lage geht es dem HSV heute vergleichsweise gut. Wer will, kann darin ein Trippel-Schrittchen in die richtige Richtung ablesen. Faktisch hat sich die Lage indes so gut wie gar nicht verbessert. Wieder Abstiegskampf – den Verantwortlichen steht erneut eine schwierige Transferphase bevor. Doch: Zunächst muss erstmal die Hürde Wolfsburg genommen werden, wenn es denn überhaupt eine echte Hürde ist.

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Drobnys Abschied – und alles ohne Blumen

5. Mai 2016

Wird am Sonnabend sein vermutlich letztes Heimspiel für den HSV bestreiten: Jaroslav Drobny

Wird am Sonnabend sein vermutlich letztes Heimspiel für den HSV bestreiten: Jaroslav Drobny

Vatertag im Volkspark – was kann es schöneres geben? Außer vielleicht ne Tour mit den Kumpels, Grillen mit der Familie, entspannen auf der Couch… Mir würden tatsächlich eine ganze Menge Dinge einfallen, die mir heute mehr Spaß machen würden, als im PK-Raum der Pressekonferenz zu lauschen und mit den verantwortlichen über die Pläne für die zeit nach dem Klassenerhalt, der am Sonnabend gegen Wolfsburg vollendet werden soll, zu sprechen. Mir gefällt auch der Gedanke nicht, dass der HSV Jaroslav Drobny abgeben will. Den ruhigen Tschechen, der in der Mannschaft hoch angesehen einer der wenigen ist, der mal aufräumt, wenn etwas aus dem Ruder läuft. Er war es auch, der den HSV in den letzten Jahren mit seinen Paraden die Klasse rettete. Mehr Qualität auf der Position des Ersatzkeepers hatte in der Liga kein Verein. Auch jetzt, gegen Bremen, war es Drobny, der sofort bei 100 Prozent war, als er gebraucht wurde und dem HSV den Dreier rettet

Aber gibt es sportlich etwas daran auszusetzen, den 36-Jährigen durch einen günstigeren Erstliga-Stammkeeper zu ersetzen?

Nein. Tatsächlich nicht. So sehr ich Drobny auch schätze, der Wechsel von ihm hin zu Darmstadts Fänger Christian Mathenia ist durchaus nachvollziehbar.
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Kommt Darmstadts Mathenia für Drobny?

4. Mai 2016

Torwart Christian Mathenia soll kommen

Torwart Christian Mathenia soll kommen

Es rumort im Verein, hatte ich letzte Woche geschrieben. Und was etwas platt klang, wird von Tag zu Tag offensichtlicher. Wie in jeder Saisonendphase werden auch jetzt beim HSV Analysen nicht mehr nur gemacht, sondern deren Ergebnisse auch mitgeteilt. Der HSV hat die Klasse so gut wie sicher – also muss niemand mehr geschont werden. Und da der HSV weder finanziell noch personell da ist, wo man hin wollte, werden jetzt Gründe und Schuldige dafür gesucht. „Trifft es diesmal Knäbel“, hatte die Bild heute getitelt und damit das fortgesetzt, was tatsächlich seit einigen Tagen „rumort“: Der Direktor Profifußball wird infrage gestellt. Und das sehr subtil. Denn niemand aus dem Verein kritisiert ihn öffentlich. Noch nicht zumindest. Nein, stattdessen wird Knäbel einfach nur nicht mehr so geschützt, wie beispielsweise in der Rucksackaffäre, wo sich Vorstandsboss Dietmar Beiersdorfer demonstrativ vor seinen Sportchef stellte und dem öffentlichen Druck trotzte. Und egal wie überzeugt Beiersdorfer von Knäbels Unschuld auch war oder nicht war, beide demonstrierten Zusammenhalt. Und heute? Da werden Fragen nach Knäbels Zukunft schlichtweg umgangen.
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Der HSV auf der Suche nach sich selbst

3. Mai 2016

Der einzige Teil HSV, der gut rüberkommt UND funktioniert: Trainer Bruno Labbadia

Der einzige Teil HSV, der gut rüberkommt UND funktioniert: Trainer Bruno Labbadia

Leicester ist DAS Thema. Logisch. Und auch zurecht. Denn genau wegen solcher Geschichten wird man Fußballfan. Und dann wäre da natürlich noch Werder Bremen. Der Nordrivale, der gestern einen direkten Konkurrenten im Abstiegskampf mit 6:2 aus dem Stadion schoss und dabei eine Moral bewies, die auf den Klassenerhalt deutet. Ohne Relegation wohlgemerkt. Aktionen wie die von Kapitän Clemens Fritz, der seinen Vertrag trotz Rücktrittsankündigung verlängerte, weil er sich moralisch in der Pflicht sah, haben schon was. Ebenso wie die Mannschaftssitzung, in der sich alle hinter den zum Abschuss freigegebenen Viktor Skripnik stellten. Alles Aktionen, die den Zusammenhalt demonstrieren. Und darauf kommt es am Ende an, wenn man nicht über schier endlose Qualität verfügt wie die ganz großen Klubs. Eben das, was der HSV in seinem Leitbild versucht, vorzugeben und was seit der 2000er-Mannschaft um Roy Präger und Co. nie so zu erkennen war, wie bei unserem Nordrivalen.
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Alles Spekulation – und eine Frage der Risikobereitschaft

2. Mai 2016

Wird wieder für eine Führungsposition beim HSV gehandelt: Thomas von Heesen

Wird wieder für eine Führungsposition beim HSV gehandelt: Thomas von Heesen

Pause im Volkspark. Und Zeit für wilde Spekulationen. Ohne neue Namen, aber es übertreffen sich mal wieder alle. Bobby Wood ist dabei der bislang am heißesten gehandelte Angreifer, der im Sommer das größte HSV-Problem lösen und endlich wieder ein Torgarant im HSV-Trikot werden soll. Der US-Boy von Union Berlin ist tatsächlich einer, der es schaffen kann. Einer, der den direkten Weg zum Tor kennt, der schnell ist und links wie rechts gut schießt. Und vor allem ist er der intuitive Typ Angreifer, den Bruno Labbadia seit dessen Verpflichtung in Nabil Bahoui sieht. Dass er als Zweitligastürmer allerdings schon 3,5 Millionen Euro kosten soll, schreckt mich ab. Das Geld hat der HSV nicht, beziehungsweise, es darf erwartet werden, dass der HSV einen Bobby Wood von vor einem Jahr findet, der einen Marktwert von rund 400000 bis 500000 Euro hat und sich hier zum Millionen-Stürmer entwickelt.
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Die Realität ist zu langweilig, um damit leben zu können

1. Mai 2016

Trainer Bruno Labbadia hat sportlich sein Ziel fast erreicht. Allein der Weg dahin ist diskutabel.

Trainer Bruno Labbadia hat sportlich sein Ziel fast erreicht. Allein der Weg dahin ist diskutabel.

Natürlich macht es mehr Spaß, wenn man selbst noch etwas gewinnen kann. So wie Leicester heute bei Manchester United zum Beispiel. Die Underdogs der Premier League hatten es heute selbst auf dem Fuß, den Titel perfekt zu machen und damit auch DIE Sensation des Fußballjahres 2015/2016. Am Ende eines durchschnittlichen Spiels reichte es für Leicester trotz der Überlegenheit Manchester Uniteds immerhin zu einem Punkt – was die Entscheidung zumindest vorerst aufschob. Selbst das Wohlergehen der U23, die heute gegen Rehden einen ganz wichtigen 3:2-Sieg landete und plötzlich wieder beste Aussichten auf den Klassenerhalt hat, ist spannender als der HDV in der Bundesliga. Zumindest wirkt das hier so. Denn das 0:0 in Mainz wird hier bewertet, als müsste der HSV den Anspruch haben, dort das Spiel zu dominieren und zu gewinnen. Und ich frage mich, wann dieser HSV in dieser Saison soweit war, dass er eine solche Denkweise gerechtfertigt hätte…
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Gern genommene Langeweile – denn die Nullnummer in Mainz reicht zum Klassenerhalt

30. April 2016

Zumindest zum Durchatmen reicht der eine Punkt - ansonsten war nicht viel los in der Coface-Arena...

Zumindest zum Durchatmen reicht der eine Punkt – ansonsten war nicht viel los in der Coface-Arena…

Immer wieder mal was neues: Heute gleich viermal gegenüber dem Derbysieg. Die größte Überraschung dabei: Nabil Bahoui feierte seine sehr durchwachsene Startelfpremiere, während Gojko Kacar die Sechs neben Lewis Holtby und hinter Rückkehrer Aaron Hunt. Ganz vorn drin: Sven Schipplock. So begann der HSV in Mainz, wollte ich gerade schreiben, als mir auffiel, dass auch auf der Torwartposition nicht Rene Adler, sondern erneut Jaroslav Drobny spielte. Aus dem Kader gestrichen wurde neben dem verletzten Rene Adler Ahmet Arslan. Das hieß: Batuhan Altintas war dabei.
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Mit 20 Mann nach Mainz – beginnt Rudnevs? ***Korrektur***

29. April 2016

Sind beide in Mainz dabei: Artjoms Rudnevs und Batuhan Altintas

Sind beide in Mainz dabei: Artjoms Rudnevs und Batuhan Altintas

Das passiert, wenn man zu viele angeschlagene Spieler hat: 20 Mann reisen mit. Vorsichtshalber. Denn mit Rene Adler (Hüfte) und Dennis Diekmeier (Adduktoren) sind zwei Spieler noch fraglich. Und so reisten neben den beiden Angeschlagenen noch Drobny, Mickel, Kacar, Spahic, Ilicevic, Hunt, Holtby, Djourou, Jung, Schipplock, Sakai, Bahoui, Olic, Cleber, Ostrzolek, Altintas, Rudnevs und Arslan mit nach Mainz. Sollte Adler spielen können, wird er beginnen und Tom Mickel würde als erster von zwei Spielern noch aus dem Kader fliegen und könnte die U23 am Sonntag im Abstiegskampf gegen BSV Rehden unterstützen. Fakt aber ist, dass in dem Kader auch Spieler sind, die nahezu ohne Aussicht auf eine Auswechslung mitreisen. Es ist also wirklich alles dabei, was noch halbwegs einsetzbar ist.
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25 Millionen von Kühne und Olic im Kader

28. April 2016

Erstmals wieder im Kader: Ivica Olic profitiert von der Personalnot

Erstmals wieder im Kader: Ivica Olic profitiert von der Personalnot

Für 25 Millionen Euro muss man schon ein, zwei Tage lang Überstunden machen. Es ist zumindest ein Geldbetrag, den hat man nicht mal eben links oder rechts in der Hosentasche. Sollte man meinen. Allerdings ist auch das alles sehr relativ. Denn für ein Multimillionen-Unternehmen wie den HSV ist es nur ein Tropfen in ein großes Fass, das zunehmend leerer wird. Irgendwie schaffen es die Verantwortlichen seit Jahren nicht, das Loch zu stopfen. Stattdessen wird oben weiter reingestopft, was unten zumeist ergebnislos rausläuft. Es ist das berühmt berüchtigte Fass ohne Boden.

Oder?
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